Ellas Depot – 3. Quartal 2009

userlogo ellaIch war in den letzten Wochen ziemlich viel unterwegs und habe daher wenig Zeit gehabt, mich um mein Aktiendepot und das Versprechen kümmern können, immer alles zu veröffentlichen.
Keine Sorge, niemand muss neidisch sein, ich bin in den letzten Tagen nicht steinreich geworden. Der kurze, hoffnungsfrohe Aufwärtstrend meiner Aktien von der Royal Bank of Scotland hat sich inzwischen doch tatsächlich ins genaue Gegenteil verkehrt.  Die Herren Banker haben trotz besserer Umsätze tatsächlich noch immer einen Bilanzverlust in Höhe von 1,85 Milliarden Britische Pfund (GBP) vorzuweisen.
Da muss der Kurs ja schwach werden.

Ich schreibe hier einmal auf, was ich inzwischen gelesen und gelernt habe, um das zu verstehen:

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Wetten auf den Tod!?

logo f.Beitrag per Mail„So haben wir nicht gewettet!“
Deutsche Anleger fühlen sich wieder übervorteilt.

Die Deutsche Bank hat massenhaft bereits bestehende und angezahlte Lebensversicherungspolicen aufgekauft, gebündelt und auf bestimmte Stichtage hin weiter verkauft. Aber die Versicherten wollen um’s Verrecken nicht termingerecht dran glauben. Zäh klammern sie sich an ihr irdisches Dasein, versuchen mit aller Kraft über einen bestimmten Schlusstermin hinaus am Leben zu bleiben, gehen zu Ärzten, leben gesund, rauchen nicht mehr und bringen damit die Kalkulation der ausschließlich an ihrem Ende interessierten Anleger ins Wanken.
Und nun will Obama auch noch dafür sorgen, dass jeder Ami eine Krankenversicherung bekommt.
Also, das geht ja nun gar nicht!
Eine irre Geschichte, nicht wahr? Unglaublich, aber wahr! Weiterlesen

Steuerersparnis! Das Versprechen von „schwarz-geld“. Der große Bluff?

userlogo ella„Schwarz-gelb“  gewährt uns Steuerersparnis aus einem Sondervermögen. Sondervermögen sind ganz ausdrücklich nicht Schattenhaushalte oder Nebenhaushalte, denn  die sind ja Schulden; Sondervermögen hört sich viel besser an und ist dennoch schlichtweg und simpel „SCHULDEN“.

Aber Schulden sind noch kein Geld.
Woher stammt also das Geld? Das stammt von den Banken, die von uns gerade unsere Steuergroschen erhalten haben, um uns unser dort erspartes Geld – welches sie verzockt hatten – wieder herausgeben zu können.

D.h., wir haben (grob gesagt) unser Erspartes noch einmal hingetragen, um den Bankern aus der Patsche zu helfen, statt sie vor Gericht zu stellen und Schadenersatz zu verlangen.
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Zombie-Banken auf dem Vormarsch.

userlogo ellaNoch gehen die Aktienkurse der Banken weiter nach unten.
Aber das wird bald anders.
Lesen Sie sich doch einmal schlau bei SPIEGEL-ONLINE. Der Artikel lautet: Siegeszug der Zombie-Banken. Falsche Strategie gegen Finanzkrise.
[ Hier müssen Sie klicken! ].

Das ist mal ein wirklich kluger Artikel (meinetwegen auch ein Kommentar) und ein plastischer Blick ins Milieu, wofür ich Herrn Wolfgang Kaden ausdrücklich danke.
Ich konnte es mir nicht verkneifen von ihm den sich selbst erklärenden Begriff  „Zombie-Banken“  zu übernehmen.

Dämpfer für das Alphatier Ex-Senator „Starrazin“


Am 17. Mai d.J. schrieb ich hier einen Artikel mit dem Titel „Ex-Senator Sparrazin hat wieder einen rausgelassen„, darin ging es vornehmlich um Sozialleistungen für junge Familien und seine wahrhaft unglaubliche Unterstellung , dass solche Leistungen lediglich dazu dienen, diejenigen, die auf dieses Geld spekulieren, zu ermuntern, immer mehr Kinder in die Welt zu setzen. Er fragte sich, wie man es einrichten könne, dass nur diejenigen Kinder bekommen, die damit wirtschaftlich umzugehen in der Lage sind.

In meinem Artikel stellte ich Frage: Weiterlesen

Loblied auf die Heuschrecke

userlogo ella
Wenn Ihr Geld verdienen möchtet,
wenn Ihr Geld ertragsreich anlegen wollt,
wenn Ihr finanzielle Verluste vermeiden wollt, 
wenn ….
bedient Euch doch einfach einer

Heuschrecke.

Die Heuschrecke (the grasshopper oder private equity) sorgt dafür, dass IHR als Anleger / deren Aktionär  Geld kassiert  und nicht die Manager der Firmen an denen sich die Heuschrecke beteiligt.
In Europa kümmern sich die meisten privaten Aktionäre nicht um Ihren Aktienbesitz, geben die Stimmrechte an Bankiers ab und erscheinen auch niemals persönlich zu den Hauptversammlungen. Die Firmenmanager besitzen selten und am liebsten gar keine Aktien der Firmen für die sie selbst gerade arbeiten. Sie begründen das mit einem möglichen Interessenkonflikt, der Ihnen vorgeworfen werden könnte und sie möchten neutral bleiben. Die Aufsichtsräte, die diese Manager kontrollieren sollen sind vielfach echte „Schlafmützen“ und JA-Sager.

Es sei denn,  eine Heuschrecke kommt vorbei,  schreckt sie hoch und treibt sie an die Arbeit.

Darum lege Dein Geld gut an und suche Dir eine Heuschrecke. Die hat dann Deinen Vorteil im Auge und schützt Deine Interessen als Anleger und Aktionär.
Das kannst Du mit Deinem Ersparten als Verkäufer im Einzelhandel tun und als Mitarbeiter bei OPEL.

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Ellas Aktien am 03.10.2009

userlogo ellaNa, da haben sich meine Aktien wohl wieder normalisiert.

Soll bei allen Bankaktien geschehen sein (Deutsche Bank, Commerzbank, Ing Group …) und außerdem macht das Gerücht die Runde, dass etliche Banken neue Aktien ausgeben wollen, um den lästigen Staatsanteil am gesamten Aktienbestand zu reduzieren.
Das hört sich nicht nur für Banker logisch an. 
Aber was geschieht, wenn diese vielen neuen Aktien gar nicht an den Mann / den Anleger gebracht werden können?
Spannend!
Ich habe keine Sorge, dass mein Plan schief geht, bis Mitte 2014 kräftig zugelegt zu haben. Weiterlesen

„American way of life“ dank weiterer US-Exporte?


Mr. Obama sagte ins Mikrophon von CNN:
„Wir können nicht mehr in die Ära zurückkehren, in der die Chinesen und Deutschen oder andere Staaten uns einfach nur alles verkaufen, wir dagegen einen Haufen Kreditkartenschulden oder Hypotheken aufnehmen, aber ihnen nichts verkaufen“

Deswegen will er die Exportweltmeister an die Kandare legen und ihnen eine Grenze für ihren Leistungsbilanzüberschuss setzen. Diese zu überschreiten sei dann streng untersagt, solle zu Sanktionen führen und der Überschuss müsste auf ein niedrigeres Niveau zurückgeführt werden.

Unser Leistungsbilanzüberschuss vor der Krise belief sich auf etwa 7%.
War eigentlich gar nicht übel.

Aus den USA bekamen wir für unseren Export Gegenleistungen in Form eines schwächelnden Dollars, Coca Cola, Mc Donalds, Windows, faule Kredite, Hedgefonds, Rechnungen für die Nichtteilnahme an der Befreiung des Iraks von der Achse des Bösen,  Rechnungen für die Teilnahme an der Demokratisierung Afghanistans und tolle Tipps wie man sich hoch verschuldet, um auch zukünftig an Geld zu kommen, ohne dafür einen Gegenwert zu bieten. Ich möchte anmerken, dass meine Aufführung nicht vollständig ist.
Es gibt tatsächlich noch jede Menge mehr Dinge, die wir erhalten haben.
Aber entweder waren es zu wenig, um die Leistungsbilanzüberschuss auszugleichen oder sie kosteten mehr als sie bei genauerem Betrachten wert waren.

Aber wir bekamen dennoch etwas aus den vorbildlichen USA. Zuerst eine kaum fassbare Immobilienkrise, dann über Nacht eine Bankenkrise, der folgte eine internationale Börsen- und Finanzkrise und darauf kam jene saftige, noch nie dagewesene Weltwirtschaftskrise, die sich gewaschen hat, sogar kleine Länder in die Zahlungsfähigkeit stürzte und an den Rand des Staatsbankrotts führte.
Amerikanische Zukunftsversprechen und Kreditpakte lösten sich weltweit einfach in Luft auf.
Der US-Pleitegeier war pausenlos rund um den Globus  unterwegs und führte uns dramatisch vor Augen wie toll das US-Banken- und Wirtschaftssystem funktioniert, dem nachzueifern unseren Bankern und Vorständen stets sehr am Herzen lag.
Er fliegt noch immer kreuz und quer und macht hier und dort seine Stippvisite. Weiterlesen

Die nächste Finanz- und Wirtschaftskrise kommt garantiert!

Red@ACHTUNGHaben Sie es auch nicht übergehört?

Heute, auf der Pressekonferenz Merkel + Steinbrück (PHOENIX) vor ihrem Abflug zum G20 nach Pittsburgh sagte unser Finanzminister den wartenden Journalisten und uns per TV-Direktübertragung unter anderem, dass er eine Erörterung neuer Exit-Strategien vorbereite. Nicht für die aktuelle Krise, hier sei bereits alles Machbare gelaufen. Es geht um die nächste Krise, deren Basis gerade durch die neuen Strategien und aktuellen Gipfel auf die Beine gestellt wird.
Meint er, dieser garantiert kommenden Krise muss angemessener, besser vorbereitet entgegnet werden als der Krise 2008/2009?

Ich frage mich allerdings wie er das machen will.
Die Banker machen die Drehtüren zum Zertifikate-Casinos wieder auf  und sie drehen sich, drehen sich, drehen sich ……. Bonis und nur diese, sind an der Wallstreet (New York) und in der City (London) wieder Thema Nummer eins. Die Regelungen, die auf dem G20 auf den Weg gebracht werden sollen, werden höchst misstrauisch beäugt, abgelehnt und es wird bereits an Methoden des Unterlaufens und späteren Aufweichens gearbeitet. Die Keime hierfür werden bereits ab heute in Pittsburgh über massive Lobbyarbeit gesät. 100%-ig.

Die Banker haben jede Menge Staatsbürgschaften und ihre Bad Banks erhalten. Die Zentralbanken geben ihnen Geld für 0,0 bis 1% Zinsen und dieses verleihen die Banker dann wieder mit  3% bis 4% Zins an die Staatskassen, die ihnen hieraus wieder zinsgünstige Bürgschaften und „Regenschirmkredite“ anbieten, um die Krise zu überwinden.

Können Sie mir folgen?
Die nächste Krise ist unausweichlich. Auch deshalb weil die Banker intelligent sind. Selbst der dämlichste unter ihnen hat begriffen, dass er machen kann was er will. Wenn es kracht kommt der Steuerzahler wieder angekrochen (in Person seiner Politiker), um ihm Hilfe anzubieten.

Was muss er machen, damit es so bleibt?
Er muss dafür sorgen, dass seine Banken systemrelevant bleiben. Also riesengroß, überregional und systemsteuernd. Bloß nicht national, also klein. Kleine Banken können jederzeit in Konkurs gehen. Unbemerkt von der Öffentlichkeit. Das kann Geldriesen nicht passieren.

Und sie müssen dass Schuldenkarrussel rasant am Laufen halten. Zur Zeit ist wohl mehr als das sechsfache Bruttosozialprodukt der gesamten Weltwirtschaft auf Pump rund um den Globus unterwegs.
Heute. Mitten in der Krise. Immer noch!

Was den Steuerzahlern aus den Bad Banken noch um die Ohren fliegen wird, ist da nicht mitgerechnet und das US-Kreditkarten-Massaker hat ja auch noch nicht wirklich stattgefunden.
Das sind dagegen aber auch wirklich peanuts.

Schauen Sie Fernsehen? Privatsender? Sagen wir einmal „n-tv“?
Dann wissen Sie doch, dass die Werbung zu mehr als 75% aus aggressiver Bankenwerbung und lukrativer Geldanlagemöglichkeiten besteht.
Es geht nur um Geld, Geld, Geld ….. natürlich Ihr Geld.
Als wäre nichts passiert.

HSH-Nordbank in Erklärungsnot

Red@
Die HSH-Nordbank reagiert heute ziemlich unwirsch auf Berichte über die unverständliche und unnötige 45-Millionen-Euro-Zahlung an das amerikanische Geldhaus Goldman-Sachs.
Es heißt: „Die Zahlung sei erfolgt, um weltweit den Eindruck zu erwecken, man wäre zahlungsfähig.“

Ja, haben die denn da im Norden den letzten Schuss nicht gehört?
Das ist ja tolldreist. So werden Steuermillionen aus dem Fenster gekippt.
Das Hamburg-Schleswig-Holsteinische Geldhaus war doch auch pleite.
Das steht doch wohl fest wie das Amen in der Kirche.
Das pfiffen doch nicht nur die Spatzen von den Dächern!
Warum sonst haben die Eigentümer Milliarden in diesen maroden Laden gesteckt? Etwa weil Nonnenmacher und sein Häuflein Mitarbeiter mehr Ahnung vom Geldmarkt gehabt hätten als andere?
Das doch wohl kaum.

Wir wollen uns doch mal an die Debatte um, die 70 Millionen zurück erinnern, die trotz Krise an ausgesuchte Kunden gezahlt werden sollten, um schlimme Imagefolge zu vermeiden.
Waren die 40 Millionen an Goldman-Sachs in dieser Summe bereits enthalten oder sind sie als zusätzliche Leistung anzusehen?

http://www.unserebrd.de/2009/01/10/hsh/

http://www.unserebrd.de/2009/01/11/70-millionen-schutzgeld/

http://www.unserebrd.de/2009/01/28/einige-amis-sind-einfach-unertraglich-gierig/

http://www.unserebrd.de/2009/02/12/hsh-stellt-zahlung-ein/

http://www.unserebrd.de/2009/02/20/superstars-hsh-und-nonnenmacher/

http://www.unserebrd.de/2009/02/22/sos-%e2%80%9ehsh-in-schwerer-see%e2%80%9c/

Was ist mit den anderen Millionen passiert?
Sind die inzwischen auch futsch?

Schleswig-Holsteiner Wähler sollten schon heute  ganz genau überlegen, warum sie wem in 1 Woche ihre Stimme geben.