In China purzeln die Löhne wieder in den Keller

Heike aus Mannheim sendet uns einen Hinweis:
Chinas Wirtschaft stockt und 10-tausende mittlere und kleinere Firmen sind bereits vom Markt verschwunden [ Die Netzeitung berichtet darüber ].
Es geht aber immer noch weitern abwärts.
Fazit: Die Produktionskosten für ausländische Unternehmer in China sinken weiter und der gerade etwas selbstsicherere chinesische Arbeitnehmer senkt wieder den Kopf, wird demütiger und arbeitet weiter für einen Hungerlohn.
Dadurch sind aber auch die Arbeitsplätze in unserer BRD zusätzlich zu bereits sichtbaren Folgen dieser Krise hochgradig  gefährdet. 
Nur ein wirtschaftlich starkes China mit hohem Lebensstandard nimmt uns keine Arbeitsplätze mehr weg, kauft  im Gegenteil sogar womöglich unsere Produkte und achtet Markenrecht u. Urherbschutz.
Ich hoffe für jeden Chinesen und Bundesbürger, dass es mit China schnell wieder weiter aufwärts geht, immer aufwärts und noch weiter aufwärts.
China, bitte mach nicht schlapp!  Wir brauchen dich unbedingt als zweites Absatzeldorado neben den USA.
CHINA YOU CAN!
Heike fragt: „Vergeht dem Land des Lächelns etwa der Humor?“
_____________________________________________________________________

 Teilen Sie unserer BRD Ihre Nachricht mit

Welche Neuigkeiten haben Sie gelesen oder was ist Ihnen Wichtiges zu Ohren gekommen? Schreiben Sie doch einfach einen Beitrag für uns alle oder schicken ihn per Mail an tipp@unserebrd.de.

Präzisions- und Steuerungstechnik in Beuren

Auch „ERKO Präzisions- und Steuerungstechnik“  in Beuren wird von der Krise bei den Automobilzulieferern nicht übersehen und muss sich von Mitarbeitern trennen. 90% des Umsatzes macht ERKO ausschließlich mit der Automobilindustrie und wird um Kurzarbeit, Mitarbeiterabbau und weitere Maßnahmen wohl nicht herumkommen, damit es die Firma hoffentlich auch nach der Rezession für Beuren, die Eigentümer und eine Stammbesatzung geben kann.

Die aktuell vom Arbeitsplatzverlust betroffenen Mitarbeiter sind natürlich „not amused“ und der Weg zum Arbeitsgericht ist vorprogrammiert. Die Stimmung in der Firma und unter den Kollegen kann man sich sicherlich vorstellen. Jeder hat Mitleid mit den Betroffenen und ist andererseits heilfroh, wenn der Kelch an ihm vorübergeht.  Das bringt unvermeidbare Spannungen.
Wie überall in solchen Fällen sind auch hier die Ansichten über die Wege einer Krisenbewältigung zu differenziert, ist die Stimmung zu emotionsgeladen und sind die Interessen zu unterschiedlich, um jemals zu einer gemeinsamen Lösung führen zu können.

Die Auto- und Jobkrise frisst sich unaufhaltsam immer weiter durch unsere BRD.
❗ Auch die Thüringische Landeszeitung (TLZ) berichtet darüber, weiß Gina aus Weimar und sendet uns einen  Hinweis.

Anmerkung 15.01.2009: Der Link auf die TLZ funktioniert nicht mehr und ich habe an dessen Stelle einen Link auf einen Bericht vom 18.12.2008 gelegt, der die Situation aus Sicht eines Betroffenen beleuchtet und mit der Meinung des Seitenbetreibers nicht hinter’m Berg hält.
Bravo dafür.
Der Bericht erscheint auf der Website des Sportclub Leinefelden 1912.
[ zum Artikel bitte hier klicken ]
_____________________________________________________________________
Haben Sie auch einen interessanten Artikel gefunden, von dem unsere BRD erfahren sollte?
Tragen Sie ihn bitte hier ein oder senden ein Mail an tipp@unserebrd.de.

Karmann schickt bis zu 1725 Mitarbeiter zur ARGE

Von den mehr als 3300 Jobs, die es am Standort Osnabrück noch im Herbst gab, bleiben im besten Fall 2100, im schlechtesten Fall 1650 Arbeitsplätze übrig. Wen es trifft, weiß niemand. „Es gibt im Moment keine Betroffenen, es gibt nur potenziell Betroffene“, heißt es zu dem Thema aus Gewerkschaftskreisen.

 

„In meinen rund dreißig Jahren bei Karmann habe ich noch nie eine so schlechte Stimmung erlebt wie jetzt“, sagt der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Gerhard Schrader. Wie ein Damokles-Schwert hänge eine mögliche Kündigung über seinen Kollegen.


Kollegen bei Autozulieferern aufgemerkt.
[ Hier ist der Bericht des Hamburger Abendblattes ]
❗ Der Tipp von Aladin aus Hildesheim

_____________________________________________________________________

 Teilen Sie unserer BRD Ihre Nachricht mit

Haben Sie auch einen interessanten Artikel gefunden, von dem unsere BRD erfahren sollte? Tragen Sie ihn bitte hier ein oder senden ein Mail an tipp@unserebrd.de.

Neuigkeiten von der Hedgefront:

80 Autozulieferer könnte es erwischen

Die Absatzkrise der Automobilwirtschaft reißt auch die Zulieferindustrie in die Tiefe. Nachdem bereits drei Unternehmen in kurzer Zeit Insolvenz anmelden mussten, kursieren weitere Pleitegerüchte. Experten zufolge könnte es 80 Firmen treffen….

….Besondere Schwierigkeiten sieht Härter(*) bei Zulieferern, die von Private-Equity-Firmen übernommen wurden und denen die Finanzinvestoren die Zinslast des Zukaufs aufgebürdet haben….

[zum Interview der Financial Times Deutschland mit Hans-Georg Härter, Vorstandschef der ZF Friedrichshafen AG ]

❗ Ein Tipp von Walter aus Schnetzenhausen
Das sieht ja furchtbar aus! Angela hilf!
_____________________________________________________________________
Deine-Meine-Unsere BRD dankt für diesen Tipp. Haben Sie auch einen Hinweis auf interessante und wichtige Nachrichten? Lassen Sie uns daran teilhaben und veröffentlichen Sie diese gleich hier oder senden Sie uns ein Mail an tipps@unserebrd.de.

Autozulieferer Stankiewicz wendet Insolvenz ab

Die drohende Insolvenz des Autozulieferers Stankiewicz ist abgewendet. Banken, Kunden, Lieferanten und Unternehmensvertreter hätten sich darauf verständigt, ein gemeinsames Konzept zur Fortführung des Geschäftsbetriebes zu entwickeln [ zum Artikel des Handelsblattes ]

Endlich eine gute Nachricht !

@ Wir wollen den Tag mal nicht vor dem Abend loben – das tragfähige Konzept muss ja erst einmal her, aber es liest sich trotzdem sehr gut und wird den Mitarbeitern sicherlich einen anständigen Grund für einen ausgiebigen Besuch des Celler Weihnachtsmarktes liefern (was den regionalen Einzelhandel sicherlich freuen dürfte).
Toi, toi, toi – ich drücke die Daumen, dass die Banken nicht wieder kneifen !
_____________________________________________________________________
Wir bringen’s raus! Unsere BRD sammelt und archiviert  Information von, über und für Deine-Meine-Unsere  BRD. Doch wir kriegen bei weitem nicht alles mit und danken für jede Unterstützung. Haben Sie etwas für uns parat? Schreiben Sie es auf – gern als kompletten Artikel –  oder senden Sie Ihre Infos/Links an tipps@unserebrd.de.
Unsere [SUCHE ➡ ] nach „Stankiewicz“ bietet noch mehr zu diesem Thema.

Macht jetzt auch der Autozulieferer Henniges schlapp?

@ Im Dez. 2007 hieß es noch vom Geschäftsführer Burkhard Brühl, dass Henniges künftig weltweit an 16 Standorten produzieren würde und die Umbenennung der Firma und ihre Übernahme durch Wynnchurch ein echter Clou sei. Was sich ja wohl auch bewahrheitet hat.
Sehr schlau Herr Brühl. Vielleicht hätte der Werkspförtner Sie mit seinem Bauchgefühl warnen können. Sie hätten nur mal kurz anhalten müssen und mit ihm sprechen sollen.
http://www.sn-online.de/newsroom/regional/seeprovinz/rehburg/art5460,183656
Im Juli suchte Henniges im Jobmonitor noch Auszubildende.
Und nun  peifen es die Spatzen von den Dächern, dass die Hedgefonds auch dieses Unternehmen ausgesaugt haben und offenbar eine nur leblose Hülle zurücklassen.
http://www.webnews.de/kommentare/277961/0/Neue-Pleite-in-Grefrath-Henniges-Automotive-meldet-Insolvenz-an.html
Lt. Firmenwebsite (http://www.henniges.de/startseite.htm) – ich bin Visitor 54023 – beschäftigt das 1951 von Herrn Ernst Henniges gegründete Unternehmen etwa 575 Mitarbeiter, die überwiegend für die Automobilindustrie tätig sind.
Gut, dass trotz Eigentümer-Hin-und-Her die Firmen-Konstellation einer GmbH und Co.KG wenigstens den wirtschaftlich weitsichtigen Eigentümern ihr Geld lässt.
Kommt Übermut vor dem Fall?
_____________________________________________________________________
Haben Sie Neuigkeiten gelesen oder sind Ihnen welche zu Ohren gekommen? Schreiben Sie sie hier für uns alle auf oder schicken Sie Ihren Text per an tipp@unserebrd.de .
Unsere [SUCHE ➡ ] nach „Henniges“ bietet noch mehr zu diesem Thema.

Conti-Übernahme bringt Schaeffler in Bredouille

@ Es ist eine der spektakulärsten Firmenübernahmen der deutschen Nachkriegsgeschichte: Das Familienunternehmen Schaeffler schluckt Continental. Die Familie beteuert, das Geschäft trotz Krise stemmen zu können. Doch die Zeichen mehren sich, dass Schaeffler sich übernommen hat.
Bei WELT-ONLINE  gibt es mehr darüber wenn Sie [hier] klicken.
Was braut sich da bloß zusammen? Es wird dementiert bis der Arzt kommt. Ist das Gläubigerschutz?
_____________________________________________________________________
Welche Neuigkeiten haben Sie gelesen oder was ist Ihnen Wichtiges zu Ohren gekommen? Schreiben Sie doch einfach einen Beitrag für uns alle oder schicken ihn per Mail an tipp@unserebrd.de.

Haben sich die Hedgefonds ihr nächstes Opfer geholt?

Das HANDELSBLATT berichtet:
Absatz- und Finanzmarktkrise haben einen ersten großen Autozulieferer in die Insolvenz getrieben. Der nach eigenen Angaben weltweit größte Bremsbelägehersteller TMD Friction aus Leverkusen stellte am Montag beim Amtsgericht Köln für seine vier deutschen Gesellschaften Eigenanträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Dabei gibt es einen interessanten Hintergrund: Bei TMD hat eine Gruppe von Hedgefonds das Sagen.
Mehr gibt es wenn Sie [hier] klicken.
Heinz  aus Leverkusen macht uns auf diesen Artikel aufmerksam.
_____________________________________________________________________
Deine-Meine-Unsere BRD sammelt Informationen, Neuigkeiten und Meinungen. Ganz bestimmt können auch Sie etwas beitragen. Schreiben Sie doch gleich einen Beitrag oder schicken ihn per an tipp@unserebrd.de .

Startet jedes Jahrhundert mit einer Wirtschaftskrise?

@ VW schließt voraussichtlich das Werk in Wolfsburg für 3 Wochen vom 18.12.2008 bis 11.01.2009. Das wären dann in etwa 9 Kalendertage mehr als die Werksweihnachtsferien 2007/2008.
Porsche will bis zum 31.01.2009 wohl noch 7 produktionsfreie Werktage einlegen.
In Ingolstadt stellt AUDI die Bänder vom 19.12. 2008 bis einschl. 08.01.2009 ab.
Bei Daimler Benz hieß es bis 14.11.2008, dass Kurzarbeit und verlängerte Weihnachtsferien unausweichlich wären.
Bei Opel standen europaweit die Räder vom 20. bis zum 31.10. bereits still. In Bochum u. Eisenach sogar 3 Wochen lang. Aber für Weihnachten und den Jahreswechsel ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.
Nissan stutzt jetzt erst einmal das Marketingbudget (was dann?)
Von Ford und GM brauchen wir gar nicht mehr reden. Ebensowenig von Chrysler. Zu diesen dreien ist bereits alles gesagt und breitgetreten worden.

Die Zulieferer gehen nach wochenlanger Kurzarbeit und etlichen Forderungsausfällen langsam aber sicher in die Knie.
Sogar die Kleinen ächzen. Zum Beispiel werden die 42 Kollegen von Ritz ihre Nippel nicht mehr los
http://www.badische-zeitung.de/efringen-kirchen/die-angst-ist-der-motor-der-krise–7158970.html
oder Geiger streicht die Segel und 740 Mitarbeitern steht das Wasser bis zum Hals
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/autozulieferer-geiger-insolvent;2089005.
Und auch über der Stankiewicz GmbH in Adelheidsdorf und ihren weltweit tätigen 2100 Mitarbeitern ziehen sich ziemlich düstere Wolken zusammen
http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE4AC0KC20081113.

Das ist nur ein ganz kleiner Einblick in unser armes Deutschland.

Aber das Gesetz läßt den GmbHs auch keinen Spielraum.
Egal wer die Karre in den Dreck gefahren hat, egal ob schuldhaft oder als Opfer; die Firma muss vom Geschäftsführer im Falle einer Krise wie Nitroglycerin gehandhabt und erforderlichenfalls in die Insolvenz geführt werden. Ansonsten steht er im Rahmen der Durchgriffshaftung selbst mit Kopf und Kragen gerade und verliert alles, was er nicht rechtzeitig seiner Frau und seinen Kindern überschrieben hat. Auch ist der „Bankrott“ und der Weg zur Staatsanwaltschaft dann unausweichlich.

Was könnte nach der Pleite und dem Ende der Wirtschaftskrise folgen?
Ich spekuliere einmal: Der phoenixhafte Aufstieg aus der Asche!
Die früheren Eigner kaufen das Produktivvermögen vom Konkursverwalter rechtzeitig und vor dem Zugriff anderer Intessanten auf. Kunden und Lieferanten sind ja aus Zeiten vor der Insolvenz noch bestens bekannt, sind über AG-Verbände und sonstige Kontakte als Seelenverwandte immer in Rufweite geblieben und stehen jederzeit für einen lastenfreien Neubeginn bereit.
Ein Neubeginn mit wirtschaftlich äußerst günstigen Rahmenbedingungen.
Keine lästigen Arbeitnehmer mit langfristigen Verträgen, widrigen Ansprüchen und aufdringlichen AN-Vertretern lungern mehr in den Werkshallen herum. Statt dessen durch Hunger und Angst vor Armut motivierte, arbeitswillige und leistungsbereite Leiharbeiter. Die von der ARGE zu jeder Arbeits- und Lohnausbeutung bereitgestellt worden sind.
Wo sollen Sie denn sonst auch hin?
Sie haben nichts auf der hohen Kante. Sind durch die Familie gebunden und durchs eigene Häusle und ihre Bank zum Gehorsam gezwungen. Sie haben nur diesen Job gelernt und sind froh, wenn sie sich nicht umstellen müssen.

Der zügellose Kapitalismus hat die Welt ruiniert und er wird sie mit gebremstem Schaum auch in blühende Landschaften zurück verwandeln.
Und damit auch den Kurs meiner Aktien wieder in die Höhe ziehen.

Vielleicht blühen die Landschaften für den Einen etwas mehr als für den Andern;  ganz sicher hängen die Blüten zukünftig höher und sehen etwas anders aus.
Aber so ist das mit der Evolution.
Wenn nicht gerade ein riesiger Gesteinsbrocken auf der Erde einschlägt und alles ausradiert gewinnen am Ende immer die Starken, Großen und Flexiblen.

So läuft der Hase schon seit zigtausend Jahren.
_____________________________________________________________________
Welche Neuigkeiten haben Sie gelesen oder was ist Ihnen Wichtiges zu Ohren gekommen? Schreiben Sie doch einfach einen Beitrag für uns alle oder schicken ihn per Mail an tipp@unserebrd.de .

Bochum ich lebe + leide in dir!

@Das manager-magazin meldet für deine-meine-unsere BRD den Verlust von weiteren 1200 GM-Jobs.
„Ein neues Programm zur Einsparung von Kosten sehe den Abbau von europaweit 5000 Stellen auf freiwilliger Basis vor, sagte Jean-Marc Ruhland, General-Motors-Betriebsrat und Mitglied des französischen Gewerkschaftsbundes CFDT, am Dienstag. GM beschäftigt in Europa etwa 55.600 Menschen.
Ruhland zufolge sollen auch im Bochumer Opel-Werk 900 und in der Rüsselsheimer Fabrik 300 bis 500 Arbeitsplätze abgebaut werden. Bei Opel war zu einer Stellungnahme niemand zu erreichen.“

Was hat Bochum, das andere Städte nicht haben?
Was macht Bochum so unattraktiv, dass alle nur weg wollen?
BenQ, Nokia und immer wieder Opel bzw. General Motors.
1.200 Jobs! Ist das wirklich alles?
12.000 Jobs hat der Konzern in Europa schon abgebaut.
74.000 sollen es insgesamt sein, um den Irrsinnsverlust von 40 Milliarden Dollar in 2007 zu kompensieren.
Was muss man eigentlich tun, um solche Verluste zu erleiden? Mit „Nichtstun“ kann man das nicht schaffen.
_____________________________________________________________________
Wir bringen’s raus! Unsere BRD sammelt und archiviert  Information von, über und für Deine-Meine-Unsere  BRD. Doch wir kriegen bei weitem nicht alles mit und danken für jede Unterstützung. Haben Sie etwas für uns parat? Schreiben Sie es auf – gern als kompletten Artikel –  oder senden Sie Ihre Infos/Links an tipps@unserebrd.de.