Wer hat denn hier von wem geklaut?

Jürgen Nimptsch von Achim Tüttenberg, oder arbeitet für beide die gleiche Werbeagentur?

SPD Rhein-Sieg will den „Bürgerlandrat“ stellen
Sozialdemokraten stellen Zehn-Punkte-Liste für die ersten 100 Tage bei einem Wechsel im Kreishaus vor: General-Anzeiger

Die ersten 100 Tage kommen Ihnen bekannt vor?

In einem Offenen Brief wendet sich Jürgen Nimptsch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Bonn: … Ich würde Sie als Oberbürgermeister in den ersten 100 Tagen meiner Amtszeit darum bitten, in einer anonymen Befragung bis zu drei Dinge zu benennen, die sich Ihrer Ansicht nach in der Stadtverwaltung Bonn ändern sollten und auch bis zu drei Regelungen zu beschreiben, die unbedingt so bleiben sollten, wie sie sind. Auf dieser Grundlage würde ich gemeinsam mit Ihnen und Ihrer Interessensvertretung an den Stellen, die Sie für besonders wichtig halten, eine Diskussion über Veränderungen moderieren…

Konstruierte, unselbständige Politik ist gefährlich für den Bürger! Am Ende regieren nicht Politiker sondern Berater im Hintergrund. Im Falle Nimptsch wäre es dann Martin Schilling.

Spendenskandal? Ulrich Kelber (SPD) sunpowered by Solarworld

Wird deshalb die Bonner Kennedybrücke jetzt zur Solarbrücke? Heiligen alle Mittel einen „höheren“ Zweck? Welche Spendensummen für Einzelpersonen sind moralisch und politisch vertretbar?

Spielt der gläserne Abgeordnete Ulrich Kelber vor aller Augen verstecken? Wie groß ist der Einfluß von Solarworld auf die poltische Arbeit von Ulrich Kelber wirklich? Beeinflußt die durch Spenden erzielte „politische Sicherheit“ den Aktienwert der Solarworld AG?
Rechtlich alles „einwandfrei“ haut mich dieser Beitrag moralisch trotzdem von den Socken:
Subventionierte Sonne – Das Geschäft mit der Solarenergie

Da werden einige Zusammenhänge in Bonn direkt noch klarer. Habe das Video in einer Frage bei abgeordnetenwatch.de gefunden. Gibt es ähnliche Beiträge zum Thema im Netz?

Bonner OB Bärbel Dieckmann’s WCCB – Sonne tolle Idee!

“Danke für das tolle Vermächtnis Frau Dieckmann”, sagt der Bonner Bürger und Steuerzahler hierfür. Denn der hat natürlich schon immer davon geträumt Miteigentümer des WCCB zu werden. Und mit Blick auf die aktuelle Affäre erhalten die inhaltslosen Wahlkampfphrasen der Bonner SPD plötzlich eine echte Bedeutung:

“Bonn gehört uns”,
erklärt Jürgen Nimptsch in seiner letzten Anzeige im Bonner Schaufenster. Und mit seinen “Sachen” darf Mann machen was er will, oder wie ist das zu verstehen? Allerdings nur wenn keine andere Person geschädigt wird. Aber dies ist offenkundig jetzt der Fall. Verheimlichen können die Verantwortlichen ihr Versagen nicht mehr, denn leider fehlt es am nötigen “Kleingeld” um die fehlenden Milliönchen für das WCCB aus dem SPD Parteisäckel zu zahlen. Warum aber auch, es gibt ja noch die Sparkasse Köln/Bonn und den dummen Wähler/Steuerzahler.

“www.stark-bleiben.de”,
ja,ja, der Bönnsche SPD Klüngel sunpowered by Solarworld AG will stark bleiben, und das funktioniert so: Asbeck zahlt 75.000 EUR Spende für Wahlkampf Kelber, der setzt sich für tolle Solarideen wie sunpowered Kennedybrücke ein, und  Frau  Dieckmann  sowie Herr Nimptsch bringen die tollen Ideen  ökologisch und politisch korrekt über eine parteiunabhängige Bonner Tageszeitung unters “Bonner Wahlvolk”. Hier muss der Bonner tatsächlich “stark bleiben” können.

“Die Bonn Partei”,
Jetzt noch schnell ein wenig “Heimat” in die bewährte Mischung, denn mit Dieckmanns “Bonn” Wahlkampfherz ging 2005 ja auch alles gut (jedoch nur weil es von keiner Partei eine  echte Alternative gab!). Abgesehen davon dass  diese Strategie kaum berechenbar in ihrer Auswirkung ist, brauchen sich die ausführenden Strategen Nimptsch  und Kelber in punkto Provinzialität nicht mehr hinter ihren CDU Kollegen zu verstecken.

“Zesamme stonn. Für Bonn.” …
… würden die Bürger sehr gerne, Frau Dieckmann, Herren Kelber und Nimptsch. Dann jedoch von Anfang an mit Bürgerbeteiligung, und nicht erst wenn durch Inkompetenz und Führungslosigkeit in der Verwaltung das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist. Bezeichnend auch, dass die SPD im  Bonner Wahlkampf  konsequent ihren Namen versteckt oder gar verschweigt. So soll der Wähler dann für „dumm“ verkauft werden.

Bärbel Dieckmann in der Krise – Skandal in Bonn um WCCB, UNCC, KAG und SGB ?

Nullen machen nicht satt“, so lautete die Alarmmeldung  von Bärbel Dieckmann aus Berlin.

Wer meint, dass die Oberbürgermeisterin damit aus der Hauptstadt signalisiert, was die Bonner Steuerzahler in den nächsten Jahren erwartet, der irrt – aber nicht ganz.

Diese Meldung vom 28. Mai 2009 stammt von der jetzt schon amtierenden Präsidentin der Welthungerhilfe und Noch – Oberbürgermeisterin, die sich nach dem Ausscheiden der Volkswirtin Ingeborg Schäuble bei der WHH bewarb und sich zur Vorstandsvorsitzenden des Vereins wählen ließ.

Besagte Meldung kann aber in Analogie gelten für die Bundesstadt Bonn, denn  auch hier geht es um viele Nullen, die jetzt den Wahlkampf in Schwung bringen.

Haushalt kaputt?

Zeitgleich mit der SPD – Oberbürgermeisterin Dieckmann ruft der ums Wohl der Stadt besorgte Stadtkämmerer Dr. Ludger Sander um Hilfe,  angesichts einer dramatischen Finanzlage, die sich seit Sommer 2008 nicht geändert habe und verlangt erneut striktes Umdenken und Sparen!

"Die Stadt Bonn hat 1,3 Milliarden Euro Schulden, zahlt pro Jahr 65 Millionen Euro an Zinsen und die Hiobsbotschaften reißen nicht ab. Kämmerer Ludger Sander rechnet mit 20 bis 30 Millionen Euro weniger Gewerbesteuer-Einnahmen – und nun auch mit einem "zweistelligen Millionenbetrag" an Minus bei der Einkommensteuer 2010.

Das teilte er am Donnerstag in seinem Quartalsbericht mit, warnte vor dem Haushaltssicherungskonzept und damit vor dem Verlust aller Spielräume. Ob das vermeidbar sei, hängt von der Bereitschaft ab, Verzicht zu üben", erklärte er, und fordert nach dem Bericht im Bonner Generalanzeiger "Hilfe von Bund und Land".

Wahlkampf

Die Gelegenheit begreift der CDU – Oberbürgermeisterkandidat Christian Dürig ein paar Tage später als Steilvorlage und eröffnet mit einem Paukenschlag den vor sich hindümpelnden Bonner Wahlkampf.  "Christian Dürig greift im Bonner Rathaus an", titelte der Bonner Express mit Gruppenbild von Dürig und CDU – Landesschef Rüttgers , und verweist auf den wundesten aller Punkte in der auslaufende Ära Dieckmann: der Haushalt der Bundesstadt Bonn und ein drohendes Haushaltssicherungskonzept.

Von WCCB und UNCC

Weniger spektakulär verkürzt der Bonner Generalanzeiger im Lokalteil zu: "Dürig greift Dieckmann an" worauf das Internet reagiert mit "OB Kandidat Dürig greift Bärbel Dieckmann an".

In dem Artikel werden noch ein paar Problemnullen hinzugefügt, die sich für den Steuerzahler aus "wackligen" Bonner Prestigeprojekten ergeben könnten: das nicht ganz unumstrittene  Festspielhaus, von "Weltarchitekten" geplant , das nicht nur der Bonner Generalintendant Klaus Weise etwas auf die Hörnchen nimmt  ("Mephisto sagt uns was").

Auch engagierten Bonner BürgerInnen geht die Mischung aus Kinderarmut in Bonn als Teil des Welthungers und die architektonische Protzerei ("Diamant" als  Denkmal für die scheidende OB) im Bonner Banal – Umfeld  nördlich der Kennedybrücke gegen den Strich.

Weniger prinzipieller Natur,  dafür aktuell sind die Bedenken über die Zukunft des World Conference Center Bonn (WCCB) , das nun plötzlich wieder  als UNCC (GmbH) ins Blickfeld rückt.  Auch mit diesem Projekt möchte Bonn noch ein wenig mehr  in der Welt ankommen ("Welt Konferenzzentrum" = "pubertäre Selbstüberschätzung"/  Zitat Klaus Weise), nachdem die OB durch den Wegzug der Regierung die Chance hatte aus der Bundeshaupt- eine UN – Stadt zu machen.

An "Vielfalt gewonnen", so der Bericht des Bonner Presseamtes im April 2009 hat Bonn aber nicht nur im Positiven.  Nach  dem Eklat mit der reichlich spät gemeldeten und  unerwarteten Baukostenexplosion in Höhe von 60 Millionen Euro (Baucontrolling durch  SGB Betriebsleiter Friedhelm Naujoks) beim Prestigeprojekt World Conference Center Bonn (WCCB) und der Umschichtung der Investitionsmehrheit von SMI Hyundai auf die Honua Investment Management Inc. (wegen der gestiegenen Baukosten) war Stress vorprogrammiert.

Anfang 2009 wurde dann bekannt, dass der Investor SMI Hyundai,  statt zugesagter 40 Millionen nur 10 Millionen Euro in das Projekt eingezahlt hatte, kein kommunales Risikomanagement kann so etwas verhindern, aber man hätte gern früher davon erfahren.  Merkwürdig ist, dass seitens der Verwaltung so getan wird, als wenn hier, der Projektgröße angemessen,  entsprechende Qualifikation vorhanden gewesen sei. Dies ist bekanntlich seit der "Fehlbewertung des hauseigenen Tafelsilbers" durch das SGB nicht der Fall.

Zusätzlich dunkle Wolken, mit bereits beträchtlichen Angst – Entladungen, bringt nun das Tief WCCB mit der Gewitterfront UNCC (?) und den Sturmböen Honua und den Blitzen Hyundai und Arazim.

Projektpartner gesucht

Den Bonnern bleibt nun, in Kenntnis der Umstände und  bei durchgängig optimistischem Meinungsklima des Pressesprechers Frechen, die Spucke weg: der Verdacht erhärtet sich, dass die Stadtverwaltung bezüglich der ungeklärten Zukunft und der unklaren Besitzverhältnisse unter Umständen mit dem falschen Partner verhandelt hatte, worauf der WDR textet: "Wem gehört das WCCB?".

Die GRÜNEN hatten als Erste mit dem OB – Kandidat Peter Finger durch unnötig häufiges Nachsetzen in Richtung Stadt – verwaltungs – mauer herausgefunden, dass außer Honua auch noch eine Firma Arazim, herumgeistert, die sich vor dem Bonner Landgericht nun mit Honua um die Eintragung ins Handelsregister für das UNCC balgt.

Mit großer Schärfe werfen die GRÜNEN ob der völlig diffusen Situation der Verwaltung "katastrophales Missmanagement mit hohen Finanzrisiken" vor.

Die Verwirrung ist nun komplett und läßt den Schluß zu, dass hier Blauäugigkeit und zwangsläufige Unkenntnis aufscheinen. Wenn schon Analysten und Banker mit den Kapriolen des Internationalen Investitionszirkus nicht mithalten können, dann ist auch die Verwaltung von OB Dieckmann damit überfordert. Das wurde vermutlich zu spät erkannt.

Oft heißt die Devise bei großen und kleinen Immobiliendeals "Schnell rein (mit der Investition), schnell raus" (wenn es brenzlig wird, bzw. genug verdient wurde) und oft ist ein kurzfristiges Engagement in der Planungs- und Abwicklungsphase beliebter, als sich zum Schluß mit Mietern und Bauschäden herumzuplagen.

Viele Köche

Die Leiterin des Amtes 33, Evi Zwiebler, die mit ihrem sonstigen Potential (mehrfache deutsche Meisterin im Badminton und karnevalistische Obermöhn) in der anfänglichen Schönwetterperiode für den Job geeignet schien, könnte nun mit Arno Hübner (ehemaligen Sozialdezernent und Stadtdirektor) in die Grauzone des Investitionsmanagements geraten in der global mit den härtesten Bandagen gekämpft wird.

Zwar hatten beide den Flug nach Seoul gut überstanden, und schienen zunächst das Großprojekt WCCB stabilisiert zu haben, aber die heftigsten Turbulzen könnten noch kommen.

Das WCCB/UNCC könnte nun theoretisch unter den Einfluss der Heuschreckenart  "Arazim israeliensis" geraten, denn der Sitz des spekulativen Immobilien- und Investmentkonzerns ist Ramat Gan, Israel.

Aber nichts genaues weiß keiner und auch die letzte von den Grünen schon fast erzwungene Sondersitzung brachte nichts Handfestes zutage.

Wie immer wird mit Zuversicht im Wald gepfiffen, und die "Stadt Bonn", besser die Stadtverwaltung macht in – wenig berechtigtem –  Optimismus. Friedel Frechen, Pressesprecher, ist sich wieder ganz sicher hält dicht und "befürchtet trotz der bislang ungeklärten Rechtsstreits um die ungeklärten Besitzverhältnisse keine Blockade oder gar ein Baustopp des Projekts WCCB".

Das nimmt auch nicht Wunder, denn notfalls "fällt das Projekt  Heim", und, nach Meinung von Dr. Lang (Bürger Bund Bonn) "den Bonnern vor die Füsse" .

An die Zusicherung vom März 2006 von Ha – Sung Chung, zweiter Geschäftsführer neben Man Ki – Kim, dass alles was über dem Baukostenlimit von 140 Millionen Euro liegt, zu Lasten von SMI Hyundai geht, kann man nicht mehr so recht glauben, seitdem SMI Hyundai im Prinzip als Investor weg ist.

Der Artikel von Bernd Leyendecker im GA ist rückblickend sehr aufschlussreich wegen der Metaphern ("Bonn im Visier von Adlern, Löwen und Tigern") und der beschriebenen Entschlossenheit der Koreaner. Die Ungereimtheiten (koreanische Kampftaktiken?) geben nun Anlass zu Fragen nach den Verträgen zwischen Stadt und Investor Hyundai bzw. dem Invetsmentmanager Honua und der dazugehörigen Fachkompetenz.

Die "städtischen Juristen hätten festgestellt", lautet die Meldung aus dem Stadthaus, dass UNCC "voll handlungsfähig ist".

Dies könnte eine richtige Tatsachenfeststellung sein, was die die anwaltliche Schlagkraft anbelangt,  denn SMI Hyundai hat die Frankfurter Kanzei janolow chung + zahrt an ihrer Seite mit demselben  Chung den man schon vom UNCC her kennt (s.o). Während Arazim mit dem weltweit tätigen Prüfungs- und Beratungskonzern Ernst & Young aufwartet, dürfen die Bonner sich überraschen lassen, wen die Honua Gruppe, bestehend aus drei koreanischen Versicherungskonzernen, präsentieren wird.

Die Stadt Bonn tritt mit einem Multifunktionsamt (Recht, Versicherungen und Lastenausgleich) mit Frau Müller und Frau Janczak – Leidig an, die, hausintern ohne Weisúngsbefugnis ausgestattet, zugunsten des SGB schon mal der Bonner Staatsanwaltschaft "pro domo" etwas mitgeteilt hatten, was nicht den Tatsachen entsprach.

Anlass war die Fast – Hausdurchsuchung der Staatsanwaltschaft beim SGB wegen der amtlich festgestellten Baugefährdung beim Konrad – Adenauer – Gymnasium (KAG), um dort die Verantwortlichen zu ermitteln.

Durch eine erneute Anzeige des in der Sache zwangsläufig kundig gewordenen Umbauarchitekten des KAG, der sich gegen die Bestrafungsaktionen des Betriebsleiters Naujoks (getürkte Schadensersatzansprüche, unrechtmässig Honorareinbehalte und Prozessverschleppung) vor dem Landgericht Bonn zur Wehr setzt, läuft nun ein zweites staatsanwaltliches Ermittlungsverfahren gegen das SGB wegen der alten KAG – Geschichte (AZ.: 338 Js 53/09) und auch gegen das Rechtsamt der Stadt Bonn wegen Strafvereitelung im Amt (338 Js 45/09).

Nicht unerheblich für das erwünschte "world – standing"  ist in "einer Stadt wie Bonn" (siehe "Mephisto sagt uns was") der Umstand, dass unter einer ca. 500 qm großen, baufsichtlich nicht zugelassenen Deckenkonstruktion in ca. 11,0 m Höhe in der Aula des KAG Abiturarbeiten geschrieben, Theater AG´s stattfinden und Eltern beraten werden.

Dieser, in der Bundesrepublik vermutlich "einmalige Zustand" (O – Ton Firmenvertreter der Herstellerfirma Knauf) einer latenten Baugefährdung, der bisher mit allen Mitteln vom Städtischen Gebäudemanagement (SGB) vertuscht werden konnte, dürfte den Bonner Steuerzahler um die 600.000 Euro gekostet haben, ohne die Kosten für die nicht zugelassene Deckenkonstruktion die irgendwann doch raus muss, auch wenn mal wieder amtlicherseits Tarnen, Täuschen und Betrug an der Tagesordnung sind.

Damit wird deutlich, das nicht der CDU – Kämmerer Dr. Sander den maroden Haushalt "hinten" reparieren kann, wenn dieser "vorne" durch den SPD – SGB Betriebsleiter Naujoks unmäßig zu Lasten des Steuerzahlers aufgeblasen wird.

Genau diese kausale Verdrehung meint aber SPD – Chef Wilfried Klein, der gleichzeitig Vorsitzender des SGB – Betriebsausschusses ist, auf den SPD – Websites als Antwort auf den "Angriff" des CDU Kandidaten Dürig in punkto Haushalt und schneidet sich damit ins eigene Fleisch…

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Friedhelm Naujoks: mangelhafte Immobilienbewertung und Kritik am Baucontrolling – vom SGB zum WCC Bonn

Manche Zeitungsartikel bleiben ewig im „Netz“ hängen, andere verschwinden spurlos, oft sind das aber die interessantesten.

Der Artikel im Bonner Generalanzeiger: „Rat wechselt Wirtschaftsprüfer des Naujoksbetriebes aus“, der am 22.10.2007 erschien, vom GA Lokalredakteur Rolf Kleinfeld, gehört zu den Bonner Highlights, weil hier zum ersten Mal deutlich wurde, dass man sich mit den Erwartungen in punkto Eigenbetrieb mit dem hochgelobten Werkleiter aus Bielefeld vielleicht doch etwas verschätzt hatte.

Dieser ist mittlerweile – mit neuer „Dachmarke“ – vom Werkleiter zum Betriebsleiter zum hochdotierten Bonner „Gebäudemanager“ mutiert (Immobilienwirtschaft – Gebäudewirtschaft – Gebäudemanagement – Gebäudemanager – Baumanager ) und tingelt trotz aller Pleiten , Pech und Pannen und beinharter Rechtsverstöße als selbsternannter „Bauexperte“ durch die deutschen Lande . Vornehmlich ist er „bundesweit als Referent“ tätig für den vhw (nach Linkaktivierung in Maske „Naujoks“ eingeben) , dem er nicht nur seine ausgewiesenen Fähigkeiten zur kommunalpolitischen Steuerung zur Verfügung stellt, sondern auch das „Menschenmaterial“ in Form von nachhaltig motivierten Seminarteilnehmern gleich mitliefert.

Im Bonner Stadthaus pfeifen es nämlich die Spatzen vom Flachdach, dass der Betriebsleiter die eigenen Leuten reihenweise in die vhw – Seminare beordert hatte:  eine Hand wäscht die andere…

Deutschland scheint aber noch nicht so ganz verloren, den inzwischen hat der vhw Einsicht gezeigt: von 5 bereits terminierten  Seminaren im Bundesgebiet mit dem umtriebigen Hansdampf sind nur noch zwei übrig geblieben und zwar das putzige Seminar: „Reden – Verhandeln – Überzeugen“ (angeblich große Nachfrage) und das „Risikomanagememt“  gedacht wohl als Trostpflaster (Stand 30.05.2009).

Wer jetzt noch Lust hatte auf  das Seminar „Bewertung kommunaler Gebäude“ (angesprochen waren: Bau- Planungs- Vermessungs- und Liegenschaftsverwaltungen, Gutachterausschüsse und deren Geschäftsstellen, Sanierungsträger, Baufinanzierungsinstitute und Wohnungsunternehmen)  der wird am 18.06.2009 nicht mehr bei der Abschiedsveranstaltung von  Friedhelm Naujoks in Hofheim am Taunus dabei sein  können um zu hören, wie es zur „Wertsteigerung“  in Bonn beim WCCB kam.

Das letzte „Bewertungsseminare“ von Friedhelm Naujoks ist inzwischen aus dem vhw – Angebotskatalog verschwunden und auf der allgemeinen Suchseite ist er nicht zu finden, damit wird u.U. signalisiert, dass die Message angekommen ist: auch dem Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung droht vermutlich ein Bußgeld für diese „Handwaschaktion“ mit Friedhelm Naujoks, dessen Tendenz  zu korruptionsträchtigen Verhaltensmustern (rigide Machtausübung, großflächige Rechtsbeugung, Egomanie, Selbstpromotion und unrechtmäßigem Verwaltungshandeln)bisher in Bonn keiner so recht wahrhaben wollte.

Wertsteigerungen

Die Rückschau auf diesen archivierten Artikel ist hilfreich, um die egomanischen Mechanismen zu verstehen, welche die Unglücks- und Zufälle produzieren, mit denen der Steuerzahler dann plötzlich konfrontiert wird. Oft geht es dabei nicht um „Peanuts“, wie beim Konrad – Adenauer Gymnasium (im Moment noch ca. 630.000,- Euro), das wegen vorsätzlicher Baugefährdung zum Ermittlungsobjekt der Bonner Staatsanwaltschaft wurde, sondern um 60 Millionen Euro wie beim Bonner Konferenzzentrum WCCB , das natürlich zu Ende gebaut werden muss, auch wenn sich die Bausumme recht plötzlich, auf der nach oben offenen Richterskala, um zunächst 40 Millionen Euro und zwei Tage später geheimnisvoll und unerwartet um weitere 20 Millionen Euro erhöhte.

Immerhin, so heißt es nun, hatte Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann vor ca. einem Jahr mündlich eine zweistellige Kostensteigerung bekannt gegeben, aber irgendwelche schriftliche Unterlagen gibt es nicht in Bonn, Vertrauen ehrt!

Wem diese „Wertsteigerung“ der Immobilie letztlich an – heimfällt ist noch völlig offen, vielleicht wäre es aber klüger gewesen ein renommiertes Ingenieurbüro zu beauftragen, um das Engagement der Sparkasse KölnBonn mit ca. 70 Millionen Euro zu schützen, als ausgerechnet den SGB Betriebsleiter, der lediglich auf ein unveröffentlichtes Manuskript für einen Workshop zur Projektsteuerung hinweisen kann (mit Wilhelm Tucholsky, Hochbauamt Herne 2003) und schon bei kleinen Projekten, wie dem Melbbad in Ippendorf  Kosten und Termine nicht auf die Reihe bekommt.

Friedhelm Naujoks, bei diesem Thema mehr als pingelig, wenn andere betroffen sind,  zeigt menschliche Nähe wenn es um die eigene Haut geht und entschuldigt, dass es noch ziemlich wüst auf der Melbbad – Baustelle aussieht: „Das ist aber ganz normal für jemanden der baut„. Inzwischen haben sich die vollmundigen Sprüche („Terminplan ist auf Kante genäht…die Verwaltung wird alles tun um den Eröffnungstermin zu garantieren„) ins Gegenteil verkehrt. Der Betriebsleiter hat am eigenen Leib erfahren,  dass Bauzeitenpläne von vielen Faktoren und Mitspielern abhängig sind und fast nie „Erzwingungs- sondern Koordinierungsinstrumente“ sind.

Alle Zusicherungen des federführenden Profis nutzten  nichts , denn der Eröffungstermin musste gleich zweimal verschoben werden. Beim zweiten Mal fiel der Start wieder ins Wasser obwohl, peinlich, peinlich die Einladungen schon raus waren (so setzt man die eigenen SGB – Leute unter Druck).

Was als normalerweise als blöde Panne bewertet wird, brachte nun das Becken, nein, das Fass zum Überlaufen. „Im Stadthaus grummelte es“, so der Abspann des Expressartikels: „Möglicher Grund: Naujoks‘ Arbeitsvertrag läuft zwar noch bis zum Jahr 2016. Doch nach den Informationspannen bei den Schulen und nach der Kostenexplosion beim World Conference Center Bonn (WCCB) wird hinter vorgehaltener Hand schon über eine Auflösung seines Vertrages getuschtelt„.

Die Kostenexplosion  von ca. 60 Millionen Euro (oder mehr), fanden die Politiker nicht normal,  und erwarteten dass  das Frau Dieckmann und Herr Naujoks nun erklären müssen.

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