3 mickrige Kartoffelpuffer für 3 Euro

3 gerade einmal handtellergroße Kartoffelpuffer aus aufgeblasenem Teig kosten auf dem Weihnachtsmarkt sagenhafte 3 Euro.

3

Früher galten diese als ein Essen für die ganz Armen. Die Steckrübensuppe übrigens ebenfalls – heute scheinbar auch eine Gourmetspeise der Überflussgesellschaft.
Ein jämmerlicher „Glühwein“ (originale Winzer-Mischtank-Qualität aus einem Billig-5-Liter-Kunststoff-Container) kostet „mit Obstler (?)“ weitere weihnachtliche 3 Euro – in einer herpesbeglückten Keramiktasse aus einer sehr merkwürdig anmutenden Waschschüssel.
Uah, mir läuft es kalt den Rücken herunter. Aber tatsächlich hygienische Kunststoffbecher sind uns ja verboten worden.
Um uns herum brechen Banken und BRD-Handel zusammen, Zulieferer kollabieren, die Automobilindustrie ruft nach dem Tropf, mit unseren Aktien können wir bald tapezieren, aber auf den Weihnachtsmärkten geht es unter freiem Himmel zu wie in den Vorstandsetagen der Landesbanken.
Niemand scheint unter dem Eindruck weihnachtlicher Beleuchtung über Angebot und Preise murren zu wollen.
Meine Freunde und ich gehen da so schnell bestimmt nicht wieder hin.
Weder mit Herpespflaster noch nur so zum Spaß.
Da mache ich mir meine Puffer doch lieber selbst. Traditionelle Qualitätspuffer ohne Luftblasen im Teig – wie früher. Und wie früher lüfte danach meine Küche einfach richtig durch.

Kann man meine Herpesbläschen aus dieser Entfernung sehen?

Ich mag gar nicht darüber nachdenken, dass ich auch in diesem Jahr auf dem gesamten Weihnachtsmarkt nicht eine einzige Registrierkasse gesehen habe.
MEHR  NETTO  VOM  BRUTTO ???


Steht uns jetzt die Milchkrise bevor?

Ich sag mal eben meine Meinung

Erst vergällt uns der Streit der Bauern mit den Molkereibaronen und dem „verbraucherfreundlichen“ Einzelhandel die Lust auf Milchprodukte, dann erhöhen die US-Kuhjungen ihren Milchexport um fast 3% und treiben dadurch unsere BRD-Milchbauern in ihre nächste Krise.
[Eine nachvollziehbare Begründung steht hier] !

Sollten wir Obama nicht eine Christmas-Depesche schicken?


Startet jedes Jahrhundert mit einer Wirtschaftskrise?

@ VW schließt voraussichtlich das Werk in Wolfsburg für 3 Wochen vom 18.12.2008 bis 11.01.2009. Das wären dann in etwa 9 Kalendertage mehr als die Werksweihnachtsferien 2007/2008.
Porsche will bis zum 31.01.2009 wohl noch 7 produktionsfreie Werktage einlegen.
In Ingolstadt stellt AUDI die Bänder vom 19.12. 2008 bis einschl. 08.01.2009 ab.
Bei Daimler Benz hieß es bis 14.11.2008, dass Kurzarbeit und verlängerte Weihnachtsferien unausweichlich wären.
Bei Opel standen europaweit die Räder vom 20. bis zum 31.10. bereits still. In Bochum u. Eisenach sogar 3 Wochen lang. Aber für Weihnachten und den Jahreswechsel ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.
Nissan stutzt jetzt erst einmal das Marketingbudget (was dann?)
Von Ford und GM brauchen wir gar nicht mehr reden. Ebensowenig von Chrysler. Zu diesen dreien ist bereits alles gesagt und breitgetreten worden.

Die Zulieferer gehen nach wochenlanger Kurzarbeit und etlichen Forderungsausfällen langsam aber sicher in die Knie.
Sogar die Kleinen ächzen. Zum Beispiel werden die 42 Kollegen von Ritz ihre Nippel nicht mehr los
http://www.badische-zeitung.de/efringen-kirchen/die-angst-ist-der-motor-der-krise–7158970.html
oder Geiger streicht die Segel und 740 Mitarbeitern steht das Wasser bis zum Hals
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/autozulieferer-geiger-insolvent;2089005.
Und auch über der Stankiewicz GmbH in Adelheidsdorf und ihren weltweit tätigen 2100 Mitarbeitern ziehen sich ziemlich düstere Wolken zusammen
http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE4AC0KC20081113.

Das ist nur ein ganz kleiner Einblick in unser armes Deutschland.

Aber das Gesetz läßt den GmbHs auch keinen Spielraum.
Egal wer die Karre in den Dreck gefahren hat, egal ob schuldhaft oder als Opfer; die Firma muss vom Geschäftsführer im Falle einer Krise wie Nitroglycerin gehandhabt und erforderlichenfalls in die Insolvenz geführt werden. Ansonsten steht er im Rahmen der Durchgriffshaftung selbst mit Kopf und Kragen gerade und verliert alles, was er nicht rechtzeitig seiner Frau und seinen Kindern überschrieben hat. Auch ist der „Bankrott“ und der Weg zur Staatsanwaltschaft dann unausweichlich.

Was könnte nach der Pleite und dem Ende der Wirtschaftskrise folgen?
Ich spekuliere einmal: Der phoenixhafte Aufstieg aus der Asche!
Die früheren Eigner kaufen das Produktivvermögen vom Konkursverwalter rechtzeitig und vor dem Zugriff anderer Intessanten auf. Kunden und Lieferanten sind ja aus Zeiten vor der Insolvenz noch bestens bekannt, sind über AG-Verbände und sonstige Kontakte als Seelenverwandte immer in Rufweite geblieben und stehen jederzeit für einen lastenfreien Neubeginn bereit.
Ein Neubeginn mit wirtschaftlich äußerst günstigen Rahmenbedingungen.
Keine lästigen Arbeitnehmer mit langfristigen Verträgen, widrigen Ansprüchen und aufdringlichen AN-Vertretern lungern mehr in den Werkshallen herum. Statt dessen durch Hunger und Angst vor Armut motivierte, arbeitswillige und leistungsbereite Leiharbeiter. Die von der ARGE zu jeder Arbeits- und Lohnausbeutung bereitgestellt worden sind.
Wo sollen Sie denn sonst auch hin?
Sie haben nichts auf der hohen Kante. Sind durch die Familie gebunden und durchs eigene Häusle und ihre Bank zum Gehorsam gezwungen. Sie haben nur diesen Job gelernt und sind froh, wenn sie sich nicht umstellen müssen.

Der zügellose Kapitalismus hat die Welt ruiniert und er wird sie mit gebremstem Schaum auch in blühende Landschaften zurück verwandeln.
Und damit auch den Kurs meiner Aktien wieder in die Höhe ziehen.

Vielleicht blühen die Landschaften für den Einen etwas mehr als für den Andern;  ganz sicher hängen die Blüten zukünftig höher und sehen etwas anders aus.
Aber so ist das mit der Evolution.
Wenn nicht gerade ein riesiger Gesteinsbrocken auf der Erde einschlägt und alles ausradiert gewinnen am Ende immer die Starken, Großen und Flexiblen.

So läuft der Hase schon seit zigtausend Jahren.
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The day after „Obama“

Ich sag mal eben meine Meinung

Unmittelbar am Tag nach seiner Wahl ging es mit der Wirtschaft steil bergab.
Aber Hallo!
Bis zum heutigen Tage sind die Aktienkurse seitdem um etwa 30% abgestürzt und auf ein absolutes 15-Jahres-Tief gefallen.
Ist das ein Zeichen für eine  Obama-Krise  in der Wirtschafts-Krise?
 

Je tiefer die Kurse fallen, desto glorreicher erstrahlt unser neuer US-Präsident wenn sie wieder steigen.
Egal aus welchem Grunde auch immer sie steigen werden.
Sie werden wieder steigen.
Jeder Cent Kurssteigerung wird dann ihm zugerechnet. Er ist unausweichlich der Held der US-Nation und wird es in der Geschichte der USA immer bleiben. Auch wenn er gar nichts dazu kann, dass die Kurse nicht mehr fallen, weil sie am Grunde der Talsohle ja gar nicht mehr weiter nach unten können und es für sie daher nur noch eine Richtung „nach oben“ geben kann.

 

Obama ist schon heute der Retter der Welt!
Er kann machen was er will.
Er sollte sich bei G.W.Bush, seinem Geburtshelfer,  bedanken.
Ohne ihn wäre er nix.

Liebe Herren Lehmann!

Ich sag mal eben meine Meinung

Hei Ihr brothers! Das habt Ihr wirklich famos hinbekommen.
Endlich kann ich mir Aktien zu Schnäppchenpreisen kaufen und am kommenden Aufschwung der nächsten Jahre als Krisengewinnlerin behaglich teilnehmen. Sogar den Ölmultis habt Ihr’s mal so richtig gegeben. Der Ölpreis befand sich heute im freien Fall. Gerade richtig. Bin nämlich im Moment hereingekommen, ist ziemlich kühl heute und ich kann dank Eures freundlichen Eingreifens in die globale Preisspirale endlich mal wieder aus Herzenslust heizen.

Ihr könnt euch sicherlich denken, dass ich nicht so komfortabel heize wie Ihr. Ich habe eine Ölheizung; Ihr habt ja das Geld der Anleger verbrennen können. Ich beneide Euch. Es übersteigt einfach mein hausfrauliches Vorstellungsvermögen, dass man so viel zuviel Geld hat, dass  man aus reiner Raumnot heraus anfangen muss es zu verbrennen. Wäre nur allzu gern dabei gewesen. Welche Währung hat am besten gebrannt? Nur schade um das viele Kokain, dass sich an den Geldscheinen befinden soll und welches sich dabei auch gleich mit in Rauch aufgelöst hat. Hättet Ihr bei der aktuell depressiven Stimmung in der Wallstreet dort heuer bestimmt jede Menge Kohle mit machen können. Ganz nebenbei und ohne Rechnung. Wäre doch zum Abschluss noch mal was Tolles gewesen oder?

Ich bin wirklich stolz, dass Ihr deutsche Wurzeln habt.
Schon unser letzter Kaiser II, also der Regent, zu dessen Zeiten Eure Vätersväter als Metzger von hier in die Schlachthöfe von Chicago rüber gemacht haben, war nämlich der Meinung, dass am deutsches Wesen die ganze Welt genesen müsse.
Und das tut sie ja nun dank Eurer Unterstützung auch.
Ihr habt höchsten kaiserlichen Willen umgesetzt, was gibt es Größeres und habt aus der „Blase“ die Luft rausgelassen. So, wie es ein Metzger eben tut.
Super Ihr beiden. Ihr habt Euch die ganze Welt zu Füßen gelegt. Willi der Zweite hätte euch lieb.

Eure Ella
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Höhere Geldstrafen für die Liechtenstein-Connection?

@ Gerade gelesen. Vielleicht kommt so wieder etwas Handgeld in die chronisch leere Staatskasse. Sprudelnde Quellen gibt es ja allerorten, man muss nur aufmerksam in alle Winkel hineinleuchten. Und Winkel gibt es jede Menge ……!
Berlin räumt auf. Was so eine Finanzkrise doch alles bewirken kann. Der Reichstag ist förmlich im Gerechtigkeitsrausch und überschlägt sich regelrecht dabei, uns mit Nachrichten zu versorgen, die uns suggerieren sollen, dass die Zeit des Regierens mit eingeschlafenen Händen, jetzt vorbei sei und es nun darum gehe etwas für die Bürger zu tun. Ich bin allertiefst beeindruckt.

Mehr Gerechtigkeit:
Künftig höhere Geldstrafen für Spitzenverdiener

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Finanzkrise: Tränen hier und Champus dort.

@Ist das die Managerkrankheit?
Sie verstehen meine Frage nicht? 
Hm, na gut, dann will ich mal etwas ausholen:

Alle vergießen Tränen.
Der um seine Altersversorgung und sein Sparbuch bangende Steuerzahler und der von Wertverlusten am Boden zerschlagenen Klein- und Großaktionär sehen vor sich nur zerschlagenes Porzellan und es treibt ihnen das Wasser in die Augen.
Gleichermaßen sehen wir auch in den oberen Etagen der Banker und Anlageberater gerötete und feuchte Augen.
Weinen die etwas auch?

Offenbar nicht, denn die milliardenschweren Rettungspakte sorgen doch dafür, dass die bisherigen Manager-Gewohnheiten nicht abgestraft sondern sogar als unterstützungswürdig angesehen werden können.

Beispiel 1
Wir erinnern uns noch an die ebenfalls milliardenschwere Rettungsaktion der US-Regierung für den vor dem Kollaps stehenden Versicherer AIG, dessen Aktienwert von 67,00 Dollar je Aktie im vergangenen November auf sage und schreibe unter 2 Dollar am 10.10. fiel. Ein beeindruckendes Ergebnis hochdotiertem Managertums, welches den Versicherten und den Aktionären dieser Institution sicherlich auch noch den Schweiß auf die Stirn getrieben haben mag.
Zügig nach der Milliardenspritze atmete natürlich auch das Topmanagement auf. Hatten doch gerade Steuerzahler und Staat gezeigt, wer hier wen zu fürchten hat. Das war auch hier alle Male ein dadurch gerechtfertigter Grund in einem Luxushotel in einem dem Anlass angemessenen Umfange zu feiern. Die Rechnung dieses Vergnügens, gerade vom Steuerzahler verbürgt, belief sich dann auch auf nur zurückhaltende sehr 440.000 Dollar.
Auch hierfür gibt es eine einfache, aber nachvollziehbare Erklärung: „Die Feier war bereits seit Monaten geplant.“
Und wenn Top-Manager etwas zusagen, dann halten sie es auch. Das erwarten die Steuerzahler und Kunden aller Welt doch von ihnen. Schließlich soll jeder Vertrauen zu seiner Versicherung haben.
Das kann jeder einsehen. Das wussten schon unsere Väter: „Wer die Musik bestellt, der bezahlt sie auch!“.

Beispiel 2
Wie „De Morgen“ aus Belgien zu berichten weiß, haben in Monte Carlo 200 Gäste der Dexia-Bank im Hotel de Paris die Eröffnung einer Filiale gefeiert, deren Eröffnung aber wegen der Finanzkrise  gar nicht stattfand und tags drauf hat sich eine ebenfalls zahlreiche Schar Gäste der Fortis-Bank im Nobelrestaurant „Louis XV“ mit  nicht gerade preiswerten Speisen bewirten lassen.
Zu später Stunde, als der Champagner bereits seine volle Kraft entfaltet, sollen sich einige aus der Teilnehmermenge der Dexia-Feier feuchtfröhlich und lauthals mit dem Trinkspruch „Auf alle, die ihr Geld verloren haben“ zugeprostet haben.
Da kann man nur sagen: „Im Wein liegt Wahrheit!“

Ist das die Managerkrankheit?

Junk Bond? Was ist das?

Liebe Frau Merkel, ich fand Ihre außerordentliche Regierungserklärung zur Finanzkrise und Ihre Zusage, mein Sparbuch zu retten, wirklich außerordentlich und sehr mutig.
Ganz etwas anderes als das, was wir vom Basta-Kanzler kennen (Ich denke z.B. mit Grausen an sein rot-grünes Vorhaben unserer BRD zur Dienstleistungsgesellschaft umzubauen und uns damit den Investmentbankern total auszuliefern).
Gestern gab es doch diese TV-Debatte in Nashville/Tennesee zwischen den beiden US-Präsidentenkandiaten.
Haben Sie zugehört? Mir hat’s die Sprache verschlagen.
Da gab der amerikanische Steuerzahler doch große Summen zur Rettung dieses AIG-Versicherungsriesen aus.
Erinnern Sie sich noch an die Artikel von Spiegel Online und Handesblatt? Das war doch wirklich knapp.

Haben Sie gehört, was der Präsidentschaftskandidat Obama da gestern gesagt hat?
Die gerade gerettete AIG hat nichts Eiligeres zu tun, als mit den gerade spendierten Dollars sofort wieder JUNK-BONDS zu kaufen!“

Ich bin wie von der Tarantel gestochen aus dem Sessel gesprungen. Das muss doch etwas ganz Schlimmes sein. Was hat James Bond mit Junk Bond zu tun? Ich habe mich sofort zur Erklärung gegoogelt.

Wer auch nicht weiß was Junk-Bonds sind, der findet bei Wikipedia eine wirklich deutliche Erläuterung. Die kann sogar ich verstehen und, liebe Frau Merkel, lesen Sie das mal durch, Sie verstehen dann auch meine Fassungslosigkeit.

Liebe Frau Merkel, passen Sie bitte auf, dass so etwas hinter Ihrem Rücken bei uns nicht passieren kann.
Ihre Ella

Wer ist 00-Junk Bond?

Red.: Ella hat ein ausgezeichnetes Erinnerungsvermögen.
Hier eine Passage vom 08.06.1999 zum Wandel der Volkswirtschaften in eine Dienstleisungsgesellschaft:

….. Unsere Volkswirtschaften befinden sich im Übergang von der industriellen Produktion zur wissensorientierten Dienstleistungsgesellschaft der Zukunft. Sozialdemokraten müssen die Chance ergreifen, die dieser wirtschaftlicher Umbruch mit sich bringt. Sie bietet Europa die Gelegenheit, zu den Vereinigten Staaten aufzuschließen. Sie eröffnet Millionen Menschen die Chance, neue Arbeitsplätze zu finden, neue Fähigkeiten zu erlernen, neue Berufe zu ergreifen, neue Unternehmen zu gründen und zu erweitern – kurzum, ihre Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu verwirklichen ….Zu finden bei http://www.glasnost.de/pol/schroederblair.html 
 
 

 

Sind wir pleite oder schon darüber hinaus? Wissen Sie’s?

@Die Bankenkrise bringt schon heute viele an den Bettelstab (wer und wessen Geld ist eigentlich wirklich betroffen?). Die Banker warnen alle Welt  davor, dass es ein unglaubliches Desaster gäbe, wenn der Steuerzahler den Banken nicht die faulen Schuld-Verpflichtungen abnähme.
Man muss es so sehen: Der Steuerzahler hat diese faulen Kredite erhalten – also aufgenommen. Und er ist aus Bankersicht eigentlich auch der Schuldige. Er hat sein Geld ja schließlich gierig in riskante Spekulationen angelegt oder für dumme Konsumwünsche ausgegeben. Hätte er ja nicht tun müssen.
Aber wer kann mir nun endlich einmal sagen, was für Konsequenzen wirklich für uns entstünden, wenn wir Steuerzahler nicht einträten?
Ist das so ein Geheimnis, dass auch dies allerorten hinter verschlossenen Türen verhandelt werden muss, weil selbst die Politiker nicht wissen wofür sie unsere Geld riskieren und die Banker es ihnen nicht verraten, weil diese sehr wohl wissen, dass das Ende der Fahnenstange noch gar nicht in Sicht sein kann. Sie aber niemals einen  Bürgschaft erhielten, wenn sie wahrheitsgemäß antworten würden.
Sitzen da wieder nur die „Nichtswisser“ zusammen am Tisch, schauen sich treudoof in die unschuldigen Augen und entscheiden – wie damals in den Landesbanken, der IKB und der KfW?

Außer, dass mir ein  unglaubliches Panikgerede geboten wird, habe ich bislang keine für mich verständliche Erklärungen bekommen, außer, dass auch mein Anteil am gesamten Staatsvermögen verbrannt werden soll. Meine ganz persönliche Beziehung zu unserer BRD wird gerade auf eine harte Probe gestellt. 

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„Die Finanzkrise ganz einfach“ sagt Ella

Wie mir meine Nachbarin Ella die Finanzkrise erklärt.

Also zuerst war da der Clinton (der mit der Lewinsky, Sie wissen schon). Der musste in seiner letzten Periode  dem amerikanischen Volk klar machen, dass das, was die nicht auf den Mund gefallene Praktikantin da unter seinem Schreibtisch mit ihm gemacht hat, nach US-Maßstäben überhaupt kein Sex war (den Frl. Lewinsky hatte ja nicht so viel davon) und dass er  im Grunde ein guter Präsident sei.
Daher begann er den Amerikanern zur Ablenkung und Beruhigung eine Reform zu spendieren. Er wollte keine Steuern mehr senken, das Geschäft mit den Finanzen lief hervorragend, also machte er auf Gesundheit und spendierte seinem Volk eine Reform.

Das brachte die US-Großunternehmen, die sich weniger für die Amis interessieren als für deren Dollars, auf den Plan. Was, keine Steuersenkungen? Na warte Billyboy!
Clinton brachte sein Amt gerade so über die Runden – ohne Rausschmiss (wie es gerade unserem bayerischen Dreamteam Beckstein – Huber – Hallertauer – nee das war das Zeugs, was im Bier drin ist, aber so ähnlich  – passiert ist).
Aber damit war die Partei der Demokraten erledigt und Bush senior konnte seinen geradezu für das Präsidenten geborenen Sohn endlich mit Hilfe der US-Öl- und Großunternehmer in Stellung bringen.

Was wollten die damit erreichen? Dollars!!
Was hat Bush gemacht?
Er hat die Steuern gesenkt, die Zinsen gesenkt, den Dollar zum Vorteil des Exports ruiniert, den Staatshaushalt ganz nebenbei auch (10 Billionen Schulden)  und zur Stimulation der Wirtschaft – wie sie sich bestimmte Multi-Unternehmen so vorstellen hat er einen Krieg angefangen und denen den Auftrag für den Wiederaufbau erteilt. Er selbst ist ein gläubiger Mensch und fragt jeden Morgen den US-Präsidenten-Gott, was er denn noch so machen muss, um von seinem Volk nicht vergessen zu werden und berühmter zu werden als F.Sinatra, JFK, Marilyn M., Marlon Brando oder gar G. Washinghton.

Und die Stimme, die ihm bereits dazu riet, dass er Leute aus dem Kreise jener  US-Unternehmensgiganten zu seinen Ministern machen sollte, die seinen Wahlkampf finanziert hatten, riet ihm, die Zinsen zu senken, um nun auch dem Mittelklasse-Amerikaner (also dem  Jonny-Normal-Verbraucher) zu ermöglichen, was er schon seit seinem Amtsantritt tut: Geld zum Fenster rauswerfen (d.h. bei den Politikern, den Binnenmarkt ankurbeln),  sich per Kreditkarte oder Hypothek neues Geld aufs Häuschen zu besorgen und sich einen schönen Lenz zu machen.

Nun konnte GWB die Kreditrichtlinien der Banken nicht über den Haufen werfen, aber er konnte die Bewertungsgrenzen für Haus- und Grundbesitz in seinem Sinne kreativ auslegen lassen.
Flugs wurde aus der letzten Bruchbude eine Taumvilla und die niedrig verzinsten Kredite rollten auf die Bevölkerung zu, überrollten diese und landeten wieder bei der Wirtschaft (wo sie nach Meinung des Präsidenten und seiner Regierungsmitglieder – und auch unserer Regierung – zur Ankurbelung des Binnenmarktes auch hingehörten).
Jetzt war wieder alles Geld ausgegeben. Also schickte Bush seinen Herrn Grünspan los, um zu verkünden, dass die Zinsen erneut gesenkt würde. Jonny-Normal-Ami rannte sofort zur nächsten Bank und schuldete um. Nicht ohne etwas drauflegen zu lassen, um sich damit die nächsten Monate zu versüßen.

Irgendwann erinnerte sich ein Banker daran, dass GWB nur 2x Präsident sein dürfe und dann käme womöglich jemand an die Macht, der diese Art des Staatsruins und des Abkassierens der Kriegsgewinnler nicht mehr mitmachen wolle, die Realität ins Licht zerren und gewählt werden würde.
Das wäre dann aber ganz dumm gelaufen!
Da käme ja alles raus!
Oh Gott (nee anders „Oh Lord“ oder „oh damned“ sagen die – glaub ich)

Was tut nun der kluge Investment-Banker?
Er tut das was er am besten kann. Er erfindet Investments. Er stellt abenteuerliche Mixe von verschiedensten Beteiligungen in sogenannten Invest-Paketen zusammen, errechnet die ultimativste Traumrendite (bewerten hat er ja gelernt und was bei Häusern geht kann ja für Firmen/Unternehmen nicht schwieriger sein)  und gibt seinen Renditeerfindungen die traumhaftesten Namen.
Niemand fragt nach dem Inhalt (wie in der Kosmetikindustrie. Auch hier gibt es pausenlos neue Produkte und klangvolle Namen, unverständliche Werbezusagen und alles ist Schall und Rauch. Vieles stinkt zum Himmel und ist das Geld nicht wert, welches dafür verlangt wird.).

Diese wohlklingenden Investments (sagen wir mal  zu 75% aus Hypotheken nicht korrekt bewerteter Hauser und Firmen zusammengestellt) mit ihren unanständig lukrativen Renditeversprechen wurden us- und weltweit zu maximalen Verkaufsprovisionen verhökert. Die Zwischenhändler verdienten weitere Traumprovisionen und so ging das Spiel immer weiter.
Wir dürfen so etwas privat nicht machen, der Staatsanwalt würde das wahrscheinlich verbotenes Glücksspiel auf der Basis von Kettenbriefen nennen.

Alle wussten, dass sie eigentlich mit tickenden Zeitbomben hantierten und sie wussten auch, dass diese viel schlimmere Wirkungen haben würden, als die nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz geächteten Vernichtungsmittel.
Deshalb machte ja auch niemand diese Pakete auf und schaute hinein.
Alle schauten weg und schacherten fröhlich immer weiter damit.
Plötzlich standen die tickenden Uhren in den Paketen still.
Irgendeiner hatte, entgegen allen Menschenverstandes, so ein Ding aufgemacht, war auf der Stelle ergraut, rief zu Hause an, bat seine Frau, Eltern, Freunde und gute Nachbar sofort alle ihre Invest-Pakete, die er denen ja angedreht hatte, zu verkaufen.
Die Parole lautete hier: SOFORT –  AUF DER STELLE – OHNE ZÖGERN – WEG DAMIT.
Das machten diese Leute auch.
Doch dann riefen sie ihre Freunde, Eltern, Kinder, Nachbarn, Arbeitskollegen an.
Da war es dann passiert.

Und jetzt?
Jetzt sagt der amerikanische Präsident.
Ihr habt durch die bösen, bösen Banker eure schönen Häuschen verloren, oh tut mir das leid. I’ll help you very well! Ich gebe euch wieder Dollars. Die Banken sind zwar allesamt pleite oder kurz davor, aber ich habe da was for you and you and you.

Wir fangen einfach wieder von vorn an und machen neue Schulden.
Denn das können wir am besten.
Diesmal sind wir schlauer und verballern nicht mehr unsere Kohle, die ist ja sowieso schon weg, wir hauen die Kohle der kommenden Generationen auf den Kopf. Denn eins ist ja mal sicher, die haben das verdient. Schließlich haben die für uns noch nicht einen einzigen Finger krumm gemacht. Und das gehört bestraft.

So lautet der Georg W. Bush Beschluss für die Zukunft des Amerikaners und wieder legt sich Jonny-Normal-Amerikaner zufrieden zurück in seinen Sessel. Ihr weiser Präsident hats ihnen mal wieder besorgt und ist jetzt unsterblich in ihre Erinnerungen eingegraben. Sie sind für den Moment zufrieden . Jedenfalls die meisten amerikanischen auf Kredit lebenden Patrioten.

Jetzt zahlt alle Welt murrend ihren Krisenbeitrag für den „American Way Of Life“ – Sie auch sagt Ella – und niemand wagt den Amis oder den Bankern offen Betrug vorzuwerfen. Jemand muss aber Schuld sein. Und wir haben einen Schuldigen gefunden. Zumindest sagt der Herr unseres Staatshaushalts uns: Schuld sei nur die Globalisierung.
Jetzt ist es raus, sagt Ella, ich habe bis gestern gedacht, er wäre einer der heftigsten Verfechter der Globalisierung und setzt sich dafür sogar aller Orten ein.
Ud jetzt hat unser aller Segen, diese hochgelobte Globalisierung unser ganzes Geld verbrannt? Einfach so? Wo ist diese Globalisierung denn?  So etwas muss doch ins Kittchen!

Aber Ella hat auch für die Zukunft einen Vorschlag.
Das Gesetz, welches den Heuschrecken-Fonts ermöglicht hier alles kahl zu fressen, wurde im Ministerium von einer Bankerin getextet, die hierfür von ihrer Bank beurlaubt und bis zur Fertigstellung der Gesetzesvorlage im Ministerium angestellt wurde.
Das könnte man doch jetzt auch wieder machen.
Denn schon unserer Außenminister Fischer soll gesagt haben, dass es ganz unmöglich sei Politik gegen die Großfinanz zu machen.
Also warum erst versuchen und scheitern, fragt Ella.
😎

Nachsatz der Redaktion:
Ganz so einfach war es nicht, denn die ersten Investmentpakte ließ der Präsident platzen.
Als Herr Grünspahn nämlich die Zinsen nicht mehr senken konnte, die amerikanischen Verbraucher keine Kredite mehr bekamen und sich ihr drittes Auto nicht mehr leisten konnten,  die amerikanische Wirtschaft dadurch weniger Umsätze machte, Leute „feuerte“ und der Staat zudem immer weniger Steuern erhielt, da kam so etwa wie ein Rezessionserstverdacht auf.
Also hoben die Banken die Zinssätze an, die Kredite platzen, die amerikanischen Heuschrecken packten zu. Die bisherigen Eigentümer zogen aus, die Immobilien wechselten die Besitzer, standen/stehen leer und niemand zahlt die Hypotheken ab.
Totalverlust beim den Kreditgebern oder denen, die jetzt die „Katze-im-Sack-Investpakete“ öffnen, reinschauen, wie elektrisiert alle Schuld von sich weisen und den Staat rufen, um den schon immer und immer noch schweigenden Steuerzahler bluten zu lassen.
Da werden Bürgschaften zu ungefährlichen Instumenten erklärt, die ja gar nicht abgerufen werden.
Da werden nach Millardenspritzen IKBs zu Spottpreisen verhökert und auch die dort verbliebenen Schulden dem Steuerzahler aufgehuckt.

Das kommt alles davon, weil man dem Mittelmaß-Amerikaner nicht erklärt hat, dass man bei einem Verdienst von 1000 Dollar keine Hypothekentilgung in Höhe von 1200 Dollar schaffen kann.
Aber hat der Mittelklasse-Ami schuld? Rechnen ist bekanntlich nicht jedermanns Sache. Und die amerikanische Grundschule ist wohl eher ein Camp der Verzweifelten.

Die ganze Welt – außerhalb der USA – weiß, dem Normalamerikaner muss man auf die Verpackung des Mikrowellengeräts draufschreiben, dass er damit keine lebenden Tiere trocken darf und man muss ihm unmissverständlich erläutern, dass der Kaffee, den er sich im Restaurant bestellt, heiß ist. Denn wenn er seinen Fiffi in der Mikrowelle beim Trocknen umbringt oder sich am heißen Muckefuck verbrüht, dann gibt es dank gewinnbeteiligter Anwälte sofort Millionen-Schadensersatzklagen.
Aber …. wenn die 700 Milliarden der USA und noch einmal 420 Milliarden von der EU in das System der Banken und der Wallstreet fließen, die haben’s ja schließlich auch erfunden  (nicht in Richtung der unzuverlässigen und jetzt besitzlosen, bettelarmen Mittelmaß-Amis), dann könnte sich hier und da vielleicht eine Klage lohnen, obwohl der Kläger ja nun nicht einmal mehr ein Haus zur Sicherheit für das Anwaltshonorar einbringen kann.

Ich wette, dass es gegen die Banken wegen unzureichender Beratung eine Klagewelle ungeahnten Ausmaßes gegeben hätte. Aber auch der amerikanische Investmentbänker baut vor, er räumt ab, verlagert die Gewinne auf eine Tochterfirma außerhalb der USA und gibt dann die US-Firmenhülle in die fürsorglichen Hände des Staates. Wohl wissend, dass da ein Präsident seine letzten Amtstage absitzt, alles abnickt und sich keinen Deut darum schert, was danach passiert.
Das ist die freiheitliche, amerikanische Zivilisation, die GWB auch in den Irak und in anderen Ländern einführen möchte. Denn in Amerika ist selbst für seine Kumpels nix mehr zu holen. Da ist nach 2 Amtsperioden alles pleite.
Sein Papa hat da schon einen neuen Auftrag für ihn.
Vielleicht wird er ja Investmentbanker und macht in Heuschrecken.
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