Seit Liechtenstein durch deine-meine-unsere BRD öffentlich gebrandmarkt wurde und seit unser Finanzminister die Zahlen veröffentlicht hat (5 Millionen Einsatz bei einem Ertrag von 300 Millionen) lecken sich auch in anderen europäischen Staaten die zuständigen Beamten die Finger.
Dazu zählen neben Neuseeland und Australien, auch Griechenland, die Niederlande, England, Spanien, Schweden. Aber auch das US-Government des heilbringenden Georg (W.Bush) will noch mal richtig aufräumen.
Ja sogar Italien, das Land, in dem das Bankensystem überhaupt erfunden wurde, macht sich auf die Socken, um dem Volk in die mehr oder weniger illegalen Sparstrümpfe zu schauen.
Da fällt mit ein, stehen da nicht auch Neuwahlen an und will nicht ein Herr Berlusconi wieder an das Ruder der Regierung? Steht dann ggf. wieder ein ganz spezielles Gesetz auf der Tagesordnung des italienischen Parlaments, wonach der Salvatore-Normal-Bürger so richtig einen an die Waffel bekommt, wenn er wegen Steuerhinterziehung erwischt wird, aber ein bestimmter Personenkreis – meist Politiker – straffrei bleibt? Deren persönliche Steuerhinterziehungen wurden nämlich ausschließlich und nur im Dienste und zum Nutzen des italienischen Volkes begangen. Das muss der Bürger der stolzen Nation dem sich aufopfernden Politiker doch belohnen.
Ich ahne, da bahnt sich wieder eine berlusconische Leistung an, die des Meisters des sauber-strahlenden Lächelns würdig ist.
_____________________________________________________________________
Haben Sie Neuigkeiten gelesen oder sind Ihnen welche zu Ohren gekommen? Schreiben Sie sie hier für uns alle auf oder schicken Sie Ihren Text per an tipp@unserebrd.de.
Schlagwortarchiv: Steuerparadies
91 Steuerhinterzieher zahlten bislang rd. 28 Millionen
Na bitte, geht doch! Zusätzlich haben noch weitere 71 Steuersünder Muffe bekommen, den Schwanz eingezogen und sich reumütig geoutet. In der Hoffnung, dass „Väterchen Staat“, der die armen und einfältigen Steuerzahler vertritt – aber psssst, darüber reden wir heute nicht – dass dieses „dummgütige Väterchen“, ihm beruhigend die schützende Hand auf das demütig gesenkte Haupt legt und ausser den hinterzogenen Steuern nichts von ihm verlangt. Denn Strafe, ist doch nicht gar nicht nötig, eher ungerecht. Strafe ist nur etwas für die, die sich haben erwischen lassen oder uneinsichtig sind.
Die MÜSSEN bestraft werden.
Aber nicht die im Grunde ihres Herzens doch eigentlich EHRLICHEN Selbstanzeiger, die jetzt als Beweis „unverzüglich“ das peinliche Outing auf sich nehmen. Auf die kann die Gesellschaft geradezu stolz sein. Eigentlich waren sie ja bereits ins Dunkel des Steuerschlupfloches abgetaucht. Doch nun schenken Sie ihr Geld dem Staate quasi freiwillig. Das will belohnt werden! Das sind doch die wahren Helden der Republik und keine Missetäter im eigentlichen Sinne. Sind sie doch Opfer eines miesen BND-DVD-Skandals.
Wenn diese Schmach durchgestanden ist, dann sind aber auch mal die anderen dran. Die Zigtausende, die Steuern allein dadurch hinterziehen, dass sie bei der Angabe der gefahrenen Kilometer mogeln. Das sind nämlich die wahren Feinde unserer Demokratie, die machen es sogar ohne Schuldgefühl. Und das hatte der Selbstanzeiger, dieses Schuldgefühl war immer, hat ihn permanent gepeinigt und nie konnte er so schlafen wie diese hartgesottenen km-Schummler. Aber da drückt der Staat beide Augen zu. Immer trifft es die Falschen.
Oh, es gibt keine Gerechtigkeit. Die, die etwas für diesen Staat tun, die müssen jetzt zu Kreuze kriechen. Und alles vor den Augen derer, die diese nachgezahlten Steuern für Ihr sorgenfreies HartzIV-Leben nehmen und es mit vollen Händen wieder verprassen.
In Liechtenstein war es wenigstens sicher.
_____________________________________________________________________ Deine-Meine-Unsere BRD ist auf der Suche nach interessanten und wichtigen Nachrichten. Was Sie als bemerkenswert ansehen ist auch für uns lesenswert. Tragen Sie Ihren Fund bitte gleich hier ein oder senden Sie sie einfach ein Mail an tipp@unserebrd.de.
Diskrete Anleitung zur Fluchthilfe
Geld im Ausland. Georg Meck und Christian Siedenbiedel schreiben in der FAZ.Net einen Artikel, den zu lesen es sich wirklich lohnt.
Auszug: „Angesehene Bürger, die nie auf die Idee kämen, einen Apfel vom Nachbarbaum zu stehlen, verstecken ihr Geld im Ausland und brüsten sich auch noch damit“, berichtet CSU-Chef Erwin Huber vom gehobenen bayerischen Stammtisch.
…. Mittelständler, Handwerker, Gastronomen – kaum eine Berufsgruppe fehlt in den Statistiken der Steuerflüchtlinge.
… Das Geld deutscher Privatanleger half, Prachtbauten von ehemaligen Dorfbanken zu finanzieren, etwa in den österreichischen Skidörfern im Kleinen Walsertal, einer alpinen Oase.
Irgendetwas muss doch dran sein am Steuerparadies. Wenn man durch einen Steuersatz von 0% soviel mehr Geld verdienen kann, warum sammelt „deine-meine-unsere BRD“ dann im Zuge der Globalisierung nicht einfach die täglich billiardenfach vagabundierende Knete der ganzen Welt ein und wir schaffen uns hier das Paradies auf Erden. Weiterlesen
Der Fürst des goldenen Zwergenstaats spannt die Muskeln
Das manager-magazin.de berichtet …. Einen Tag vor dem geplanten Treffen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem Regierungschef Liechtensteins, Otmar Hasler, hat sich die Atmosphäre zwischen den beiden Staaten durch die Steueraffäre erheblich abgekühlt. In ungewöhnlich scharfen Worten sprach Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein am Dienstag in Vaduz von einem „vollkommen überrissenen Angriff“ gegen das Fürstentum und einer Kampagne eines Großstaates gegen einen Kleinstaat. Das amtierende Staatsoberhaupt warf den deutschen Behörden am Dienstag zugleich „Hehlerei in großem Stil“ vor …..
Gerade mal so groß wie eine eben erst dem Dorfstatus entwachsene Kleinstadt ist sein Reich – ich glaube 25 km lang und gerade mal halb so breit. Und dieser Zwergstaatenfürst wirft uns „Hehlerei“ vor. Offenbar ist das OK, aus Sicht seines Zwergendomizil mit diesen putzigen Finanzgebaren.
Weiterlesen
Krieg der Worte
„Angriff auf Liechtenstein“ – Das Fürstenhaus schlägt zurück.
Zwischen Deutschland und Liechtenstein ist angesichts der Steuerrazzien ein diplomatischer Kleinkrieg entbrannt. Das Fürstentum kritisierte die Bundesrepublik wegen des Kaufs gestohlener Bankdaten ungewöhnlich scharf und drohte mit juristischen Schritten. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein sprach von einem „Angriff“ gegen sein Land …..
Die FAZ.Net berichtet weitaus mehr und ausführlicher.
Meine Herren, wir haben hier in Europa aber Erb-Prinzen, da muss man echt die Luft anhalten.
Übrigens schreibt Meyers Lexikon zur Definition „Erbprinz„: Titel des ältesten Sohnes und Thronfolgers eines regierenden wie auch mediatisierten Herzogs oder Fürsten.
💡 Ist das jetzt jedem klar geworden?
_____________________________________________________________________ Deine-Meine-Unsere BRD dankt für diesen Tipp. Haben Sie auch einen Hinweis auf interessante und wichtige Nachrichten? Lassen Sie uns daran teilhaben und veröffentlichen Sie diese gleich hier oder senden Sie ein Mail an tipps@unserebrd.de.
Bund bejubelt Steuersünder-Millionen

Die Bundesregierung hofft in der Liechtenstein-Affäre auf satte Einnahmen durch zurückgeforderte Steuermillionen. „Wir erwarten mehrere Hundert Millionen Euro Rückforderungen“, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums.
Matthias Ruch (Düsseldorf), Peter Ehrlich, Jens Tartler und Ulf Brychcy (Berlin) schreiben einen hochinteressanten Bericht in der Financial Times
Fakten zum Finanzplatz Liechtenstein
Das Top-Thema des Wochenendes: Steuerfahnder jagen hunderte Verdächtige im Liechtensteiner Steuer-Skandal.
Die Spekulationen überschlagen sich. Zeit für Fakten: Was steckt wirklich hinter dem Finanzplatz Liechtenstein?
Haufe berichtet.
_____________________________________________________________________
Sie haben Sie doch sicherlich auch einen interessanten Artikel aufgestöbert, von dem unsere BRD erfahren sollte? Tragen Sie ihn bitte hier ein oder senden Sie ein Mail an tipp@unserebrd.de.
Liechtenstein Erpresser festgenommen
Der Stern berichtet hierüber ausführlich.
Auszug: …. Im Fall einer millionenschweren Erpressung der Liechtensteinischen Landesbank sind drei Verdächtige festgenommen worden. Sie sollen Komplizen eines Mannes sein, der von der Bank seit 2005 Schweigegeld in Höhe von rund neun Millionen Euro kassiert und der Bank dafür gestohlene Kundendaten zurückgegeben haben soll.
_____________________________________________________________________ Haben Sie auch einen interessanten Artikel gefunden, von dem unsere BRD erfahren sollte?
Tragen Sie ihn bitte hier ein oder senden ein Mail an tipp@unserebrd.de.
Alles nur schwarze Schafe?
……Überaus zuversichtlich zeigte sich die liechtensteinische Regierung am Sonntag: Ungeachtet der Steueraffäre um den mittlerweile zurückgetretenen Post-Chef Klaus Zumwinkel werde das Fürstentum als Steueroase attraktiv bleiben. Regierungschef Otmar Hasler ließ über seine Sprecherin Gerlinde Manz-Christ mitteilen: «Die aktuellen Enthüllungen über Steuerhinterziehung in einem prominenten Fall über Konten in Liechtenstein sind für uns unangenehm. Einen längerfristigen Schaden für den Finanzplatz Liechtenstein erwarten wir jedoch nicht.» ……
„Die Zeit“ berichtet hierüber ausführlich.
_____________________________________________________________________
Verfügen Sie über eine wichtige Nachricht, die unserer BRD mitgeteilt werden sollte? Tragen Sie diese bitte gleich hier ein oder senden Sie sie Ihr Mail einfach an tipp@unserebrd.de.
5 Mio. für Informanten – Steuerfahnder legen los
Für die brisanten Liechtensteiner Bankdaten, die auf hunderte Fälle von Steuerhinterziehung hinweisen sollen, haben die Behörden laut Presseberichten mehrere Mio. Euro an einen Informanten gezahlt. Über die Herkunft des Geldes und die genaue Summe gab es widersprüchliche Informationen. Neue Details zum Ausmaß der Affäre oder Verdächtigen kamen zunächst nicht ans Licht……. Dies berichtet n-tv.de
_____________________________________________________________________
Wenn Sie auch einen interessanten Artikel gefunden haben, der unsere BRD interessieren könnte, tragen Sie ihn hier bitte gleich ein oder schicken ihn per Mail an tipp@unserebrd.de.