Als Volkspartei bezeichnet man eine politische Partei, die ihr Programm nicht auf bestimmte oder benennbare Interessengruppen ausrichtet und ihre Wähler und Mitglieder in der gesamten Bevölkerung (ohne Spezialisierung) hat.
So gesehen trifft unsere Definition wohl auch auf die SPD zu.
Was versteht aber der Wähler unter dem Begriff Volkspartei?
Nimmt er nicht vielmehr an, dass eine Volkspartei auch tatsächlich das Volk vertritt und für dieses eintritt. Unterstellt er bei seiner Annahme nicht auch, dass eine Volkspartei von der Mehrheit des Volkes oder einer dem Begriff nahekommenden, nennenswerten Anzahl der Wahlberechtigten gewählt wird?
Sind etwa 21% wirklich so bedeutend, dass sich die SPD im Verständnis der Bürger unserer BRD und nicht aufgrund irgendwelcher floskelhaften Definitionen tatsächlich als eine Volkspartei bezeichnen kann?
21% der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 43% das sind 8,6% aller Wahlberechtigten.
Das ist verdammt wenig Volk.
Wir meinen, dass die Grenze zwischen Volkspartei und Minderheitenvertretung durchaus bei 20% (bei einem Fünftel) angesiedelt sein sollte.
Wollen wir doch hoffen, dass die Bundestagswahl für dieses tapfere SPD-Grüppchen positiv ausfällt und unsere große Arbeiterpartei nicht vollends untergeht. Viel ist davon nach Exkanzler Schröder ja nicht mehr übrig und wenn da nicht bald ein neuer Entertainer engagiert wird, dann sehen wir schwarz.
Red.: Dank an Hans und Inge aus Anklam für ihr Mail
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