
Unser Blog und die nicht selten vertretenen sozialen Standpunkte scheinen inzwischen nicht nur die SPAM-Mafia zu immer größeren Bemühungen zu animieren. Sondern auch den einen oder anderen seltsamen Kauz zu ermuntern, uns als Veröffentlichungsplattform für seine ausgefallenen Anliegen zu betrachten.
Ein Satz vorab: Herr Seetaler behauptet, er sei Künstler, schreibe Gedichte, bemale Straßenpflaster und müsse deshalb jetzt ins Kittchen. Er bittet um Unterstütztung in Form einer Spende. Echt abgefahren!
Also lieber Helmut Seethaler aus der Wasnergasse 43/8 in 1200 Wien, ich gebe Dir mal einen Tipp:
„Geh einfach einer sinnvolleren Beschäftigung nach. Lass die Leute mit Deinen Zettel-Gedichten (tatsächlich Kunst?) und Deinen Straßenmalereien (Unfug?) einfach in Ruhe. Du bist doch alt genug, um zu erkennen was sinnloses Rumgetue ist.
Deinen Aufruf, Dich finanziell zu unterstützen, weil Du für ein paar Wochen „einfahren“ musst, kann ich auf „unsereBRD“ nur staunend beschreiben aber doch nicht in aller Breite veröffentlichen.
Warum denn auch?
Ehe ich Dir Geld sende, gebe ich es lieber einer alleinerziehenden Mutter in meiner Nachbarschaft, die um ihre Existenz und die Zukunft ihres Kindes/ ihrer Kinder kämpft, weil der Erzeuger sie und seine Blagen hat sitzen lassen.
Dieses Mädchen hat es viel ärger getroffen und meist auch unverschuldeter, als Dich.
Du bist ein schrulliger Vogel, der mit seiner Art der (Nicht-)Beschäftigung vor lauter Konsequenzen niemals zu Geld und Ehren kommen wird.
Armes Wien …..
Sei man mal ein österreichischer Patriot und geh aufrecht da hin, wo Dich Dein Staat hinschickt.
Und wenn jetzt zu Deiner aktuellen Strafe die eine oder andere noch anstehende Bewährungsstrafe hinzu kommt, dann doch nur, weil Du offenbar dickfellig und nicht einsichtig bist und Dich vorherige Gerichtsverhandlungen (es waren 3.352 Anzeigen und Verhandlungen) wenig beeindruckt haben.
Ja spinnst Du?
Also mach es gut und such Dir andere Finanziers.
Nutz die Zeit im Knast, um Deine vielen Zettelgedichte in Buchform zu packen.
Es hat schon viele Deutsche gegeben, die die Ruhe ihrer Haft dazu genutzt haben, um Bestseller zu schreiben.
Denk einmal an Martin Luther.
Ich erinnere mich da an einen Österreicher, der hat auf diesem Wege auch ein ziemlich dickes und zu seiner Zeit sehr bekanntes Buch verfasst.
Mach’s gut, ruf Deine Freundinnen und Freunde an, die Deine Zettel als Kunst betrachten und frage die doch mal, ob sie nicht etwas Monitäres für Deine Dichtkunst und vergängliche Wasserfarben-Pflastermalerei übrig haben.
Ich drück Dir für heute ganz fest die Daumen.
Salve mein lieber Helmut!
Nichts für ungut und schreib ruhig mal wieder.
Mach's gut mein Jung' und lass Dir die Zeit nicht lang werden.
Mach einfach 'nen Bestseller draus.
Du kannst auch täglich hier bloggen.
Ich mach Dir auch 'ne eigene Kategorie. Auch wenn Du nicht in unserer BRD wohnst.
Wie wär: "Mein Knast!"
Anmerkung der Red.:
Wer sich über Herrn Seethaler erkundigen möchte, der kann ihn auf seiner Hompage ➡ http://www.hoffnung.at/ besuchen.
Dort steht geschrieben, er wäre in Österreich ein auf dem Gerichtswege anerkannter Künstler.
Auch eine recht drollige Art sich zum Star machen zu lassen.
Aber bitte ernsthaft bleiben, die erste Stufe einer Karriereleiter hat er (inzwischen 57 Jahre alt) nach 37 Jahren künstlerischer Tätigkeit bereits erreicht. Auch wenn dies erst gerichtlich klargestellt werden musste.
Ist er im Stadium des "clear"?
Vielleicht kommt er ja in weiteren 57 Jahren noch ganz groß raus.
Das ist anderen Zunftgenossen auch passiert und eine gebundene Variante seiner Ergüsse – womöglich mit Widmung – könnte u.U. eine gute Geldanlage für die Zukunft unsere Kinder und Kindeskinder sein, z.B. statt einer Ausbildungsversicherung.
Zu Lebzeiten ist das ja meist etwas schwierig mit der Kunst und den Küssen der Musen.



