Liebe Frau Dingens, lieber Herr Sowieso,
hätten Sie jemals gedacht, dass sich deutsche Politiker bereits im höchsten Grad beleidigt fühlen, wenn ihre Äußerungen oder ihr Wahlkampf mit den Aussagen des amerikanischen Präsidenten verglichen werden?
Da macht unser Finanzminister seinem Empfinden zu den Wahlkampfaussagen des Martin Schulz, Hoffnungsträger der SPD, Luft und findet in ihnen Ähnlichkeiten zu Donald Trump. Oder anders und mit meinen Worten ausgedrückt, er findet in ihnen eigentlich keine Inhalte, nur vage oder sogar leere Worthülsen ohne Vision.
Das bringt Freunde, Mitstreiter der SPD-Kanzlerhoffnung gemeinsam mit allen vom Wahlerfolg Abhängigen auf die Palme. Laut und derbe verbitten sie sich vehement jeden Vergleich mit dem President of the United States. Für sie sind Parallelen zu Mr. Trump offenbar Beleidigungen.
In Talkshows werden Psychologen geladen und gebeten, in aller Öffentlichkeit und zu bester Sendezeit über den Geisteszustand des mächtigsten Mannes der Welt zu schwafeln.
Sagt mal, geht‘s noch/ Habt Ihr noch alle Tassen im Schrank?
Seit der Immobilientycoon Donald Trump sich aufgemacht hat, das Weiße Haus in Besitz zu nehmen, habt Ihr und Eure allwissende und unvoreingenommene Presse mit jeder Botschaft an Eure Wähler und Leser durchweg unrichtige Vorhersagen verbreitet. Ohne Scham.
Nicht einen einzigen Tag haben Politiker und Journalisten verstreichen lassen, um uns mit Ihren kruden Ansichten und dümmlichen Weissagungen voll zu schütten.
Und nun dies!
Nun lese ich, dass der direkte Vergleich mit dem mächtigsten Mann der Welt, dessen Staat uns Schutz bietet, eine beleidigende Schmähung sein soll.
Oder wieso springen SPD-Minister und die SPD-Mächtigen wie von einer Tarantel gestochen aus ihren Anzügen und distanzieren sich fortwährend von Donald Trump und seinen Taten?
Immerhin hat dieser Mann mehr Stimmen auf sich vereint, als das ums politische Überleben kämpfende, blassrote Koalitions-Anhängsel jemals wird erreichen können. In Prozenten meine ich. Vielleicht lässt sich davon ja etwas lernen.
Denn, wenn ich mich recht erinnere, haben hierzulande Wahlkampfversprechen und die ernüchternde Realität nach den Wahlen nix mehr mit einander zu tun. Rein gar nichts. War das nicht ein SPD-Oberer, der das sagte? Ausgerechnet!
In den Staaten sieht es aktuell anders aus. Dort enttäuscht Herr Trump seine Wähler nicht. Seine Wähler sind von ihm begeistert.
Schauen wir doch einmal, wie lange es dauert, bis sich der patriotische US-Bürger endlich fragt: „Was zur Hölle will dieser (f……) german Martin eigentlich besser machen als wir?“
Zum Schluss möchte ich bemerken, dass ich weder mit Putin, Erdogan, Le Pen, Wilders, Petry, Berlusconi, Kaczynski und Orban übereinstimme. Ich finde auch, dass der spanische Regierungschef nicht ins Amt gehört und wage gar nicht daran zu denken, dass England sich sein Tun besser überlegt hat, als es der Rest der EU verstanden hat.
