
Sigmar Gabriel kapert sich das Amt des Parteivorsitzenden und rechnet in aller Öffentlichkeit mit der Vergangenheit der Partei, nunmehr seiner Partei, ab.
Er nennt dies eine ehrliche Anstrengung um die Wahrheit und er schreibt und sagt es dazu noch laut, dass es für die Partei in den kommenden Debatten von nun an nur noch um die Sachthemen gehen dürfe.
Clever!
Die Personalfrage – speziell die um ihn – hat er ja in seinen Augen bereits für die Partei durch Eigeninitiative bestmöglich gelöst. Seine Spekulation scheint aufzugehen. Wie die Selbsternennung zum Chef erfolgreich funktioniert hat er ja bei seinem ehemaligen Vorgesetzen und späteren Bastakanzler erlernen können. Der hat sich auch erfolgreich selbst zum SPD-Kanzlerkandidaten ernannt und seinen Kontrahenten Scharping damit einfach mal so eben ausgebootet.