Über Ella

Ich bin Ella (inzwischen ziemlich über die 50), lebe auch in unserer BRD, sehe Geschehen u. Dinge oft anders u. habe ständig was zu sagen. ER hat gesagt, ich soll's lieber schreiben, als dauernd auf ihn einzureden. Wenn Ihr zukünftig auf "unsereBRD" meinen Stuhl seht, dann wisset, dass ich was mitzuteilen habe. Neuerdings nutzt unser erwachsener Sohn ebenfalls meinen Blog-Zugang u. tippt hin und wieder etwas in die Welt.

Josef A. VERZICHTET AUF MILLIONEN. Ist er nicht allerliebst?

Ach, ich muss ihn immer wieder anhimmeln. Jetzt zeigt er rührend, dass er ein wirklicher Gutmensch ist. Er verzichtet großherzig für dieses Jahr auf seine Millionen zugunsten seiner Mitarbeiter. Ich kann gar nicht oft genug mit den Fingern auf ihn zeigen.

Mein Star, mein Traummann, mein Josef.
Mein Josef Ackermann!
Und so grässlich schreibt der FOCUS in der Money-Börse über meinen Star.

Oh gottegotte! Und ich halte mir einfach die Ohren zu, wenn neidische Stimmen auf mich einreden, er würde ja gar nicht auf Geld verzichten, weil ihm doch wegen der Bankenkrise und seiner aktiven Teilnahme ein solches auch gar nicht zustehen würde.
Nein, so ist er nicht. Das würde dieser gutherzige Mensch nicht tun. ER IST DOCH DAS EIGENTLICHE OPFER! Armer Josef! Ihn kostet es doch wohl das meiste Geld, obwohl er alles getan hat, um die Krise von seinem Haus abzuwenden. Sogar mit dem heiligen Florian wollte er sich besprochen.
Noch bevor wir alle die Banken in die Krise stürzen sahen, spürte er es, an der plätschernden Quelle sitzend, wohl im Urin. Und was tat er, unser Mann in Frankfurt? Er sorgte wahrhaft fürsorglich bereits sehr frühzeitig dafür, dass sich weltweit einige tausend seiner Mitarbeiter jetzt nicht mehr um ihre Zukunft bei dieser deutschen Bank sorgen mussten. Er schickte sie weitsichtig wie er nun mal ist bereits vor etlichen Monaten mit z.T. stattlichen Abfindungen nach Hause, übernahm großherzig ihrer schwere Verantwortung, trug diese fortan allein, verkaufte in der knappen Zeit, die dieser Wohltäter noch hatte, schnell noch ein paar riskante Papiere hier und da, meistens da, an den Steuerzahler, über dessen staatliche Banken , strich nebenbei satte Provisionen ein und ging zielstrebig, aufrecht und offenen Auges, immer lächelnd auf die unvermeidbare Katastrophe zu.
Er konnte damals niemandem und schon gar nicht laut sagen, dass er die Krise bereits sah, denn wer hätte ihm die Papiere denn dann noch abgekauft. Er begründete das so, dass er das Eigenkapital der Bank erhöhen wollte. Ein fuchs ist er. Nicht wahr! Dazu mussten die luftleeren Primepapiere umgehend aus den Tresoren und Kellern. Das hat das eigentliche Eigenkapital geschaffen, aber sagen durfte er das nicht. Damals nicht und heute nicht. Alles meckerte über die Entlassungen  und unser Josef handelte im Verborgenen für unserer aller Wohl.
Ein Held ist das. Er wich der Krise nicht aus. Es begrenzte den Schaden seines Hauses und leitete den Brand geschickt um.
„O heiliger Sankt Florian, verschon´ mein Haus, zünd‘ and´re an!“

Ich liebe Männer mit EURO-Zeichen in den Augen. Man weiß doch gleich woran man ist. Kein Drum Herum. Geld regiert die Welt. Einfach so!
Sogar unsere ehemaliger Außenminister József Fischer, wir erinnern uns, das war der Partner des stets mit Rücktritt drohenden Gerhard Schröder, soll gesagt haben, dass es völlig unmöglich wäre, gegen das Großkapital anzuregieren. Deshalb drückte er sich ja auch lieber im Ausland herum.
Recht hatte er. Wenn mein Sohn in unserer basisdemokratisch funktionierenden Familie nicht spurt, kürze ich ihm das Taschengeld. Ich bin für ihn das Großkapital. Was meint ihr wie schnell der einknickt.

Ich ziehe hieraus für mich das Fazit: „Also dann doch lieber mit den Großen, die das Geld haben. Wie unsere Kanzler-Ade. Das hat sichtbar mehr Zukunft. Wie unser Kanzler-Ade oder sein Nachfolger im Geiste, der französische Ministerpräsident.“

Eure Ella
Ich liebe große Männer, die mit Geld um sich werfen, wie mit Peanuts

Unsere BRD und unsere Kanzler

Ich sag mal eben meine Meinung

Ich kann grad nicht so recht schlafen. Muss aber wohl eingenickt sein, denn ich träumte meine deutschen Helden durch:

Konrad Adenauer. Hat, den Magen voller Mayonnaise, mit dem 1. Sekretär des ZK der KPdSU Nikita Sergejewitsch Chruschtschow um die Freilassung der letzten Kriegsgefangenen gesoffen.
Ludwig Erhardt. Hatte die Idee der Marktwirtschaft und erfand die Zigarre als Erkennungs- und Markenzeichen des Industriellen.

Willy Brandt (Herbert Ernst Karl Frahm) hatte mit Erich Mende einen echten und mir unvergesslichen Freund aus der FDP, hatte aber auch Helmut Wehner und die SPD als Halse, die Entspannungspolitik, den Superagenten Guillaume, junge Frauen und die erste Ölkrise.
Helmut Schmidt hatte die Rote Arme Fraktion, die Landshut in Mogadischu, die Idee zum NATO-Doppelbeschluss und zeigte uns was Nerven wie Drahtseile sind (der erste wirklich eiserne Kanzler).
Helmut Kohl durfte die Nation vereinen und sich damit neben Barbarossa eine Strophe im deutschen Heldenepos sichern. Ein Kanzler dem man zunehmendes politisches Gewicht regelrecht ansehen konnte.
Gerhard Schröder versprach viel, hatte es mit den den Medien, ließ Gespräche über seine Haarfarbe untersagen, erfand die Victory-Pose auf den SPD-Parteitagen, versuchte es auch mit der Zigarre, halbierte niemals die Arbeitslosen, fand mit Freund Hartz „HartzIV“, ließ an seinem letzten Arbeitstag unsere BRD noch mal schnell für Russlands Pipeline bürgen, ließ Hedgefonts ins Land, wollte aus unser BRD ein Land der Dienstleister machen und setzte sich beruflich, als er überrascht begriff, dass er von seinem dummen Volke doch nicht mehr als Kanzler gewählt worden war, verschnupft ins Ausland ab.
Angela Merkel kann sich rühmen mit dem amerikanischen Präsidenten in der Uckermark Wildschein gegessen und mit Peer Steinbrück den Finanzplatz Deutschland und die Welt gerettet zu haben.

Eine (fast) kontinuierliche Steigerung unserer Kanzler ist unübersehbar.
Schon der nächste Kanzler könnte sich ums Universum und Gottes Vorgarten kümmern müssen.

Habe ich jemanden vergessen?
Die nächste Kanzlerin ist mir auch erschienen. Ganz deutlich habe ich sie gesehen.
Also wenn es keinen Staatsstreich gibt, dann macht es unser Angelachen. Sie hat doch auch gar keine Konkurrenz zu fürchten, denn so etwas ist ja auch gar nicht in Sicht.
Sie ist unumstritten „Master of Desaster“ und das macht keiner besser als sie.
Wer hätte rein stimmlich schöner, mütterlicher und einfühlsamer die rechtlich wertlose Bürgschaft für die Sparbücher der Bürger im TV rübergebracht? Etwa unser vice-chancellor und Außenminister oder der den  John-Wayne-Gang imitierende Kurz Beck? Etwa Müntefering, der offen zugibt, dass man vor der Wahl etwas anderes verspricht als man hinterher hält? Und wer hätte es effektiver geschafft, dass Sie danach niemand mehr fragt? Wirklich elegant. Sie ist die perfekte Mischung aus allen bisherigen Kanzlern.
Nein! Es gibt nix Besseres! Hinter unserem Angelachen gibt es nuschtnix; nur heiße Luft.
Ella wünscht euch eine gute Nacht!
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Was sagst’e dazu? „Gesetz zur Umsetzung eines Maßnahmenpakets zur Stabilisierung des Finanzmarktes“

Lieber Herr Gesetzgeber! Oder bist Du eine Frau?
Ich finde Du hast heute Erstaunliches geleistet und Dir bis Montag sogar noch weitere Arbeit vorgenommen:

Heute fanden im Bundestag die 2. und 3. Lesung des Entwurfs eines Gesetzes zur Umsetzung eines Maßnahmenpakets zur Stabilisierung des Finanzmarktes (Finanzmarktstabilisierungsgesetz – FMStG) – Drucksache 16/10600 – statt.
So etwas klingt ja auf den ersten Blick eigentlich nicht ungewöhnlich, obwohl 2 Lesungen ein und desselben Gesetzesentwurfs an einem Tag wohl auch noch nicht vorgekommen sind.
Richtig ungewöhnlich ist aber, dass die erste Lesung vorgestern war.
Und erst recht ungewöhnlich ist, dass der vom Bundestag genehmigte Entwurf heute sofort per eMail vorab in den Bundesrat ging und hier von den schon sehnsüchtig wartenden Ministerpräsidenten ebenfalls und noch einmal „gelesen und beraten wurde“. Parallel fuhr ein Kurier den wertvollen Original-Entwurf vom Bundestag (Reichstagsgebäude in Berlin) zur Ratsversammlung ins Preußische Herrenhaus in der Leipziger Straße in Berlin (also quasi um die Ecke), um es dort nach der „einstimmiger“ Genehmigung ebenfalls abzeichnen zu lassen.
Dann wurde eine Kopie des Dokuments wiederum per Mail nach Kreuzberg in die Oranienstraße 91 in die Bundesdruckerei gesendet. Dort war der Drucker bereits warmgelaufen und man hatte bereits amtliches, weißes Büttenpapier in die Papierkassette gelegt. Hierauf wurde das Gesetz inzwischen in eine amtliche Gesetzesform gedruckt.
Danach sind unser Finanzminister Steinbrück und unsere Bossin dran (oder wie nennt man einen weiblichen Boss? Bosseuse?)
Er setzt seinen Peer drunter und sie unterzeichnet mit vollem Namen.
Dann hetzt der Bote mit dem inzwischen geweihten Papier um die nächste Ecke zum Bundespräsidenten.
Wo mag der sich wohl heute aufhalten? Ich denke, dass er angesichts der Wichtigkeit des Gesetzesvorhabens inzwischen im Schloss Bellevue mit Präsidentengattin die schöne Aussicht genießt und sobald der Bote ihn erreicht, in gemessener Ruhe sein präsidiales OK aufs edle Papier schreibt. Damit ist dann aus dem geschöpften Bütten ein echtes Gesetz geworden.
Aber das ist es dann immer noch nicht.
Der Bote wird weitergescheut. Nun muss er noch eine beglaubigte Original-Kopie dieses noch von der Präsidentenhand warmen Gesetzes zur Druckerei des Bundes-Gesetzblattes schaffen. Denn erst wenn es hier schwarz auf weiß drin steht und zudem vor aller Augen an einem Werktag veröffentlicht worden ist, ist es geltendes Recht.

Das muss zu Montag früh passieren.
Denn wenn Montag in unserer BRD die Augen auf- und die Lichter in der Börse angehen, dann soll dieses Gesetz vor aller Augen sichtbar sein.
Eine Meisterleistung, mein lieber Gesetzgeber. Du bist schon ein toller Typ. Würdest Du das für mich auch machen? Ich meine, wenn mein Konto mal so richtig in der Krise ist?
Berliner, Augen auf, wenn da einer prustend durch eure Gegend hechelt. Er ist nicht auf der Flucht! Das ist der Bote des Gesetzes. Macht ihm Platz.

Lieber Gesetzgeber, hoffentlich hast Du dich und deinen Herold damit nicht so verausgabt und übernommen, dass Du in Zukunft wieder mit total ruhiger Hand regieren musst.

Ich habe diesmal sehr wohl mitbekommen, dass es auch schnell gehen kann.
Meine Freunde und ich (also die interessierten Kreise) werden es uns merken.
Für dich gilt für die Zukunft:
YES YOU CAN !!!

Deine Ella
Also Gesetzgeber(in) zu sein, das wär kein Jonb für mich. Zu hetzig!

Liebe Herren Lehmann!

Ich sag mal eben meine Meinung

Hei Ihr brothers! Das habt Ihr wirklich famos hinbekommen.
Endlich kann ich mir Aktien zu Schnäppchenpreisen kaufen und am kommenden Aufschwung der nächsten Jahre als Krisengewinnlerin behaglich teilnehmen. Sogar den Ölmultis habt Ihr’s mal so richtig gegeben. Der Ölpreis befand sich heute im freien Fall. Gerade richtig. Bin nämlich im Moment hereingekommen, ist ziemlich kühl heute und ich kann dank Eures freundlichen Eingreifens in die globale Preisspirale endlich mal wieder aus Herzenslust heizen.

Ihr könnt euch sicherlich denken, dass ich nicht so komfortabel heize wie Ihr. Ich habe eine Ölheizung; Ihr habt ja das Geld der Anleger verbrennen können. Ich beneide Euch. Es übersteigt einfach mein hausfrauliches Vorstellungsvermögen, dass man so viel zuviel Geld hat, dass  man aus reiner Raumnot heraus anfangen muss es zu verbrennen. Wäre nur allzu gern dabei gewesen. Welche Währung hat am besten gebrannt? Nur schade um das viele Kokain, dass sich an den Geldscheinen befinden soll und welches sich dabei auch gleich mit in Rauch aufgelöst hat. Hättet Ihr bei der aktuell depressiven Stimmung in der Wallstreet dort heuer bestimmt jede Menge Kohle mit machen können. Ganz nebenbei und ohne Rechnung. Wäre doch zum Abschluss noch mal was Tolles gewesen oder?

Ich bin wirklich stolz, dass Ihr deutsche Wurzeln habt.
Schon unser letzter Kaiser II, also der Regent, zu dessen Zeiten Eure Vätersväter als Metzger von hier in die Schlachthöfe von Chicago rüber gemacht haben, war nämlich der Meinung, dass am deutsches Wesen die ganze Welt genesen müsse.
Und das tut sie ja nun dank Eurer Unterstützung auch.
Ihr habt höchsten kaiserlichen Willen umgesetzt, was gibt es Größeres und habt aus der „Blase“ die Luft rausgelassen. So, wie es ein Metzger eben tut.
Super Ihr beiden. Ihr habt Euch die ganze Welt zu Füßen gelegt. Willi der Zweite hätte euch lieb.

Eure Ella
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Ich will auch ein Krisengewinnler sein.

Ich habe mir so überlegt, die Investmentbanker haben für ihre Aktionäre Geld doch auch damit verdient, dass sie Aktien aus ihrem Portfolio teuer in den Markt gebracht haben, diese dann für einen festen Zeitraum gegen einen vielversprechenden Zinssatz wieder in  Verwahrung nahmen und damit fröhlich drauf los spekulierten; sie sogar sofort wieder zu Geld machte und sogar  einfach ein weiteres Mal, diesmal an andere Kunden weiter verkloppten.  Nicht als Zertifikat, sondern als Termingeschäft, wobei die Bank auf fallende Kurse setzt und darauf vertraut, dass der Kurs in spätestens einem Jahr niedriger ist als heute. Das System lautet: „Aus nix Geld machen!“ (Teuer verkaufen, billig wieder einkaufen. Also so, wie ich es bei der Telekom-Aktie erlebt habe).

Na, dachte ich mir gestern, das kannst du doch auch. So schwer kann das doch gar nicht sein.
Die Chancen für den Einstieg in das Aktiengeschäft und einen attraktiven Start sind im Moment ungemein günstig. Top-Anlageadressen zu Schnäppchenpreisen.
Und im Moment fallen mir die Kurst doch geradezu in den Schoß.
Die Steuerzahler aller Länder lassen gerade wie die Verrückten ihr Geld durch ihre Regierungen auf die Straße werfen.  Alles, so scheint es mir,  offenbar nur,  um zu verhindern, dass ich noch preiswerter einkaufe.
Aber die harte Realität ist so, dass die „schwarzen Löcher“, in denen dieses Geld gerade verschwindet, „bodenlos“ sind.
Ich bin aber sicher, Geldgeschäfte machen auf jeden Fall zufrieden. Denn , wenn ich mir den Herrn Josef Ackermann ansehe, der grinst immer so fröhlich in alle Kameras, die Ihr Objektiv auf ihn richten und vor meinem inneren Auge taucht, auf immer mit seinem Gesicht verbunden,  das „Victory-Zeichen“ auf, wenn er mir so vertraut zublinzelt. Ich denke mir, das kommt daher, dass Geld doch glücklich macht.
Ich lockerte also meine Finger und googelte mich in die Geldseiten des Netzes. Was wohl die Bank macht, die für die Fröhlichkeit des Herrn Ackermann Anlass bietet und ihm für sein Vergnügen auch noch 11 Millionen im Jahr hinblättert.
Ich hatte gehört, dass der Kurs vor einigen Wochen bei einem günstigen Stückpreis von 72,00 Euro gelegen haben soll. Gegenüber November 2007 hatte er damit schon ein Kursverlust von etwas mehr als 20,00 Euro vorgelegt und schien mir für mein Vorhaben langsam attraktiv zu werden.
Zumal ich vorgestern wieder Herrn Ackermann im TV sah und er lächelte mir erneut zu. Offenbar schien er sehr zuversichtlich, dass sich der Kurs weiter in meine erhoffte Tendenz entwickeln würde.
Ja, auf ihn ist Verlass. Wie er mich aber auch immer so strahlend anschaut. Er ist wirklich allerliebst, dieser Josef.
Ich dachte, wenn er mich schon ermuntert, schau doch gleich mal nach dem aktuellen Aktienkurs.
Mich rührte der Donner! Er ist auf schlappe 40,00 Euro abgesackt.
Ich muss mich bei JA für sein entzückendes Augenzwinkern bedanken. Ein guter Tipp!!
Aber ich lese auch, dass die Aktie insgesamt als hochriskant eingestuft worden ist und die Kursaussichten auf weitere Verluste hindeuten.
Josef, Josef, das finde ich nun aber gar mehr drollig.
Hochriskant?
Du weißt doch, dass ich nicht spekulieren und am Elend anderer verdienen will (jedenfalls nicht offiziell).
Ich wollte doch immer eine konservative Anlage ohne Risiko (jedenfalls für die Anderen und den Fall, dass es schief geht und ich eine Ausrede brauche). 
Also so eine Anlage, bei der der Gewinn sozusagen 101%ig garantiert ist (so eine, wie ihr Banker sie am liebsten für euch behaltet).
Ich bin doch keine Zockerin (Nein, Zocker nehmen Verluste in Kauf).
Kann ich mich nicht einmal mehr auf deine schönen Augen verlassen?
Bin ich für dich vielleicht auch nur ein „Peanuts“!
Du, du!
Also ich verlass mich auf dich. Wenn du das nächste Mal in eine Kamera schaust (von vorn), dann blinzelst du bitte nur dann 2x mit dem rechten Auge, wenn es noch weiter abwärts geht und du setzt deine „Lächelmaske“ auf, wenn du mir signalisieren willst, dass ich mich auf dich verlassen und jetzt kaufen kann.
OK?
Ich weiß du verstehst mich.
Ich will doch mit meiner Aktienanlage nur etwas Stabilität in den Markt bringen und ein Zeichen des Vertrauens auf danach hemmungslos steigende Kurse setzen.
Das soll ich doch, sagt alle Welt.
Ich soll Vertrauen haben.
Hab ich, Josef, das hab ich!

Deine Ella
Ich warte auf ein Zeichen

ps.: Zu gern würde ich ja sehen, dass die Bank verstaatlicht würde. Dann würde Josef mir ganz gehören.

Junk Bond? Was ist das?

Liebe Frau Merkel, ich fand Ihre außerordentliche Regierungserklärung zur Finanzkrise und Ihre Zusage, mein Sparbuch zu retten, wirklich außerordentlich und sehr mutig.
Ganz etwas anderes als das, was wir vom Basta-Kanzler kennen (Ich denke z.B. mit Grausen an sein rot-grünes Vorhaben unserer BRD zur Dienstleistungsgesellschaft umzubauen und uns damit den Investmentbankern total auszuliefern).
Gestern gab es doch diese TV-Debatte in Nashville/Tennesee zwischen den beiden US-Präsidentenkandiaten.
Haben Sie zugehört? Mir hat’s die Sprache verschlagen.
Da gab der amerikanische Steuerzahler doch große Summen zur Rettung dieses AIG-Versicherungsriesen aus.
Erinnern Sie sich noch an die Artikel von Spiegel Online und Handesblatt? Das war doch wirklich knapp.

Haben Sie gehört, was der Präsidentschaftskandidat Obama da gestern gesagt hat?
Die gerade gerettete AIG hat nichts Eiligeres zu tun, als mit den gerade spendierten Dollars sofort wieder JUNK-BONDS zu kaufen!“

Ich bin wie von der Tarantel gestochen aus dem Sessel gesprungen. Das muss doch etwas ganz Schlimmes sein. Was hat James Bond mit Junk Bond zu tun? Ich habe mich sofort zur Erklärung gegoogelt.

Wer auch nicht weiß was Junk-Bonds sind, der findet bei Wikipedia eine wirklich deutliche Erläuterung. Die kann sogar ich verstehen und, liebe Frau Merkel, lesen Sie das mal durch, Sie verstehen dann auch meine Fassungslosigkeit.

Liebe Frau Merkel, passen Sie bitte auf, dass so etwas hinter Ihrem Rücken bei uns nicht passieren kann.
Ihre Ella

Wer ist 00-Junk Bond?

Red.: Ella hat ein ausgezeichnetes Erinnerungsvermögen.
Hier eine Passage vom 08.06.1999 zum Wandel der Volkswirtschaften in eine Dienstleisungsgesellschaft:

….. Unsere Volkswirtschaften befinden sich im Übergang von der industriellen Produktion zur wissensorientierten Dienstleistungsgesellschaft der Zukunft. Sozialdemokraten müssen die Chance ergreifen, die dieser wirtschaftlicher Umbruch mit sich bringt. Sie bietet Europa die Gelegenheit, zu den Vereinigten Staaten aufzuschließen. Sie eröffnet Millionen Menschen die Chance, neue Arbeitsplätze zu finden, neue Fähigkeiten zu erlernen, neue Berufe zu ergreifen, neue Unternehmen zu gründen und zu erweitern – kurzum, ihre Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu verwirklichen ….Zu finden bei http://www.glasnost.de/pol/schroederblair.html 
 
 

 

Waren wir nicht schon immer mitten in einer Krise?

Arbeitsmarktkrise (noch nicht ansatzweise überwunden)
Umweltkrise (wir sind mitten drin)
Energiekrise (spüren wir gerade zu dieser Jahreszeit sehr deutlich)
Bankenkrise (Runde 2 hat gerade begonnen)
Wirtschaftskrise (fängt an und Opel hat es bereits voll erwischt)
Midlife-Crisis (hat mich voll am Wickel)
Haushaltskrise (kommt sie noch dieses Jahr und wen erwischt es zuerst, den privaten Haushalt – also dich und mich – oder haut sie gleich den ganzen Staatshaushalt unserer BRD in den Sack?)

Wer kocht gerade wo sein neustes Süppchen auf dem ständig lodernden Krisenherd?
Ins Ausland mag ich gar nicht gucken.
Mein Flatratevertrag reicht gar nicht aus, um alle Krisen aufzuzählen.

Eure Ella
Woher kommt die nächste Krise?

So muss sich ein Politiker fühlen, wenn er auf seine Wähler herabsieht ..

Und du glaubst, ich bin stark und ich kenn den Weg
du bildest dir ein, ich weiß wie alles geht
du denkst ich hab alles im Griff
und kontrollier was geschieht
aber ich steh nur hier oben und sing mein Lied

ich steh nur hier oben und sing mein Lied

stell dich mit mir in die Sonne
oder geh mit mir ein kleines Stück
ich zeig dir meine Wahrheit für einen Augenblick
ich frage mich genau wie du, wo ist hier der Sinn
mein Leben ist ein Chaos
schau mal genauer hin

Und du glaubst, ich bin stark und ich kenn den Weg
du bildest dir ein, ich weiß wie alles geht
du denkst ich hab alles im Griff
und kontrollier was geschieht
aber ich steh nur hier oben und sing mein Lied

ich steh nur hier oben und sing mein Lied

 Links:

http://www.ich-und-ich.de/media.php
http://www.musicway.de/musicway/songtexte/ich-_-ich/songtext-stark-1407.html

Das summt mir immer und immer wieder durch den Kopf, wenn ich Nachrichten höre oder sehe und Politiker, Wirtschaftweise und millionenschwere Bankvorstände uns ihre Ansichten zum Besten geben.

„Ich und Ich“ besingen einfühlsam und vollkommen zutreffend das Gefühl, dass Politiker in Sachen Welt-Banken-Krise gegenüber uns, ihren Bürgern, haben.

Ich habe noch nie einen Kommentar gehört, der diese verworrene / verwirrte  Gesellschaft in jener Etage treffender beschreibt. Von einem Lied hätte ich das niemals erwartet.

Seit der Protestbewegung und ihrer Sänger zu Zeiten des Vietnamkrieges hat keine Liederzeile treffender in ihre Zeit gepasst.
Ich sag mal einfach „Bravo!“

Frau Genossin Parteivorsitzende Ypsilanti – hör dir das mal an!
Hätte sich das nicht auch gut als Einführungslied des SPD-Parteitags in Hessen unmittelbar vor deiner Rede gemacht?

Eure und deine Ella
... und ich sitz hier unten und hör dir zu!

Drohe doch Österreich mal mit 2.500 bis 105.000 Euro Strafe pro Tag

Keinen Studienplatz in unserer BRD bekommen?  
Hallo „Medicus in spe“ lass den Kopf nicht hängen. Schau dir mal an, was ich heute beim Frühstück gelesen und für dich gefunden habe.
Rufe einmal diesen SPIEGEL-Bericht auf und schöpfe Hoffnung aus dem Internet.
Hier geht’s lang!
Nicht HartzIV ist bis zur nächsten Chance angesagt.
Geh richtig vorbereitet nach Österreich – Zeit haste ja – und dann machs wie Astrid (23). Schaffe dir als ihr erfolgreicher Trittbrettfahrer einen Rechtsanspruch auf üppigen Schadenersatz. Drohe dem Alpenland mit EU-Strafen von 2.500 bis 105.000 EURO täglich und schon bist DU der SIEGER.
Du hast richtig gelesen – ich hab’s auch kaum geglaubt – aber so steht es da.
Das ist ganz einfach – du must nur fix „rübermachen“, die Alpenrepublik verklagen und schon biste drin in Dagoberts Tresor.
Troll dich, lieg uns und deinen Eltern nicht auf der Tasche (wir haben bei der aktuellen Banken- und Bürgschaftslage selbst kaum noch was zu knabbern), vermehre also unseren Wohlstand und mach dich auf den Weg ins gelobte Land, wo noch Milch und Honig für den modernen, aufgeweckten Medizinstudenten aus bislang fast unentdeckten Quellen fließen.
 

Geniere dich nicht !!
Die Österreicher holen sich von uns aus unserer BRD Jahr für Jahr durch Niedrigsteuerzusagen, günstige Zinsversprechungen sowie kostengünstige ja sogar kostenlose Gewerbegrundstücke etliche erfolgreiche Gewerbetreibende, die dann als Steuerzahler und Arbeitgeber bei uns für immer wegfallen.
Also geh und tue Gutes!

So denke ich an Euch. Also behandelt mich in Zunkunft gut.
Ich glaube ich mach mich selbstständig.
Als Finanzberater.
Hartz-Invest !

Eure Ella
Ich schaue mich nach neuen Themen um

1 Billion für die und 4,95 für uns!

Lieber Otto Normal, ich habe mir gerade wieder mal das Kissen in die Fensterbank gelegt und schaue raus.
Da geht doch gerade dieser Mr. Kline vorbei. Der, der mit der blonden Frau von dieser amerikanischen Bank – wie heißt die noch mal – verheiratet ist.
Dabei fällt mir ein.
Otto! Das muss ich mal loswerden.

Der US-Präsident bringt gerade 700 Milliarden $ des amerikanischen Volkes in die Wallstreet zu den Pleitebanken, um faule Kreditverträge aufzukaufen, die zwischen den patriotischen US-Bürgern und der Geldverleih-Industrie auf Grund zu hoch beliehener Grundstücke für Konsumentenkredite entstanden sind.
Bei einer Staatsverschuldung von 10 Billionen Dollar sind solche Beträge doch nun wirklich peanuts.

Der offenbar an einem Amts-Missverständnis leidende EU-Ministerpräsident auf  Abruf  Monsieur Sarkozy will diesem munteren Lebe-Volk zusätzlich noch mal rund 500 Milliarden $ aus dem EU-Topf rüberschieben (Für die vor Durst krepierenden Beduinen in Mittelafrika oder die hungernden Ausreißer aus dem verdörrenden Kontinent hat er allerdings nicht so viel oder besser nichts übrig. Aber nur mit der Ruhe, die auf Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit basierende französische Republik ist gerecht. Denn den aus ehemaligen Nordafrika-Kolonien stammenden algerischen Slumbewohnern in Paris geht es auch nicht so rosig).

Unser SPD-Finanzminister hat gerade im ausdrücklichen Auftrag  des gesamten deutschen Volkes  (ohne dieses durch eine unnütze Volksbefragung mit Sachthemen wie „Geld, EURO, Dollar, Gerechtigkeit, Betrug“  zu langweilen) peer Gesamtbürgschaft zu Gunsten der Real Estate – auch so eine Investmentbank aus den USA – rund 50 Milliarden EURO zugesagt. Er muss ja – wie schon in den letzten Monaten – den Finanzplatz Deutschland retten, der Gute. Denn wo kämen wir denn hin, wenn die Hedge-Fonts, die durch die rot-grüne-Regierung unter Schröder/Fischer gerade erst hoffähig gemacht worden sind,  uns jetzt schon wieder meiden würden.
Das sähe ja so aus, als wäre bei uns nix mehr zu holen.
Was soll der Rest der Welt von uns denken?

Unsere weniger wichtigen Politiker (auch der  nichtsahnende bayerische Herr Huber) haben bislang in unsere maroden Landesbanken auch bereits etwa  20 Milliarden reingepumpt – allein die IKB hat davon wohl knapp 10 Milliarden gekostet. Offenbar ohne Erfolg, wie mir’s scheint. Angefangen hat,  glaube ich,  alles mit diesem Milbradt und seiner Sachsen-LB, die er ja unter seiner Fuchtel hatte.

Wir können hier vor lauter Nullen, die um uns herum sind,  gar nicht mehr klar denken und uns schon nicht mehr alles merken. Jeden Tag treten hier neue Nullen auf oder fliegen uns um die Ohren.

Doch es wird licht und alles wird strahlen, denn die ausgleichende Gerechtigkeit lässt uns nicht im Stich und ist auf dem Weg zu uns. 
Nicht direkt und geradlinig. Aber man hört, sie kommt immer näher.
Ja sie ist ja eigentlich blind, also sozusagen „vollblind“ (das soll nur keiner wissen) und sie hat auch nur eine Hand frei. In der anderen klammert sie sich ja seit Urzeiten an diese verflixte Waage. Scheint schon festgewachsen zu sein, dieses unmoderne und ungenaue Teil.
Wird sich wohl mal wieder verlaufen haben das Dummerchen oder ist wie schon öfter mit fremden Leuten einfach mitgegangen, um sich dann von denen nach Herzenslust zurechtbiegen zu lassen.
Ja, ja, ich weiß, etwas einfältig – besser  ausgedrückt, schwer von Begriff – ist sie auch. Aber was solls, wir haben nur diese eine.

Sie hat diesmal einen echten Kracher für den stets nach Gerechtigkeit hungernden Verbraucherschutz des gemeinen Volks bei sich.
Wir lassen nämlich nicht alles mit uns machen.
Nein, jetzt ist sie da und jetzt ist Schluss mit der erbärmlichen Ausbeutung. Wir schlagen zurück..

In Kürze befasst sich nämlich der EU-Gerichtshof nicht etwa mit den Typen, die das mit den Milliarden und ähnlich Schlimmes in unseren 27 Staaten verbrochen haben (z.B. Veruntreuung und Zweckentfremdung von EU-Wiederaufgeldern nach dem Brand in Griechenland).
Nein, mit solchen Randerscheinungen der Politik und derartigen Kleinigkeiten kann sich der EU-Gerichtshof nicht befassen.
Unsere höchsten Richter für 27 Staaten haben Grausameres im Blick, sie denken darüber nach, ob es richtig sei, dass ein Versandhändler, also son Onlineshop-Betreiber oder Katalog-Versender, dem ein Kunde die zugeschickten Artikel wieder zurückgesandt hat, diesem Kunden nun auch die 4,95 Euro Porto erstatten muss, die das erste Hinsenden zum Kunden gekostet hat.

Das nenne ich volksnahe Gerechtigkeit.
Das muss ich ihr lassen, dieses blinden Huhn findet manchmal tatsächlich ein Körnchen.
Und dann bringt sie es uns auch noch.
Und ist sie nicht lieb und selbstlos? Schau nur Otto!
Ich glaub sie lächelt uns aus.

Das muss ich euch noch sagen ...

Eure Ella