Finanzkrise: Tränen hier und Champus dort.

@Ist das die Managerkrankheit?
Sie verstehen meine Frage nicht? 
Hm, na gut, dann will ich mal etwas ausholen:

Alle vergießen Tränen.
Der um seine Altersversorgung und sein Sparbuch bangende Steuerzahler und der von Wertverlusten am Boden zerschlagenen Klein- und Großaktionär sehen vor sich nur zerschlagenes Porzellan und es treibt ihnen das Wasser in die Augen.
Gleichermaßen sehen wir auch in den oberen Etagen der Banker und Anlageberater gerötete und feuchte Augen.
Weinen die etwas auch?

Offenbar nicht, denn die milliardenschweren Rettungspakte sorgen doch dafür, dass die bisherigen Manager-Gewohnheiten nicht abgestraft sondern sogar als unterstützungswürdig angesehen werden können.

Beispiel 1
Wir erinnern uns noch an die ebenfalls milliardenschwere Rettungsaktion der US-Regierung für den vor dem Kollaps stehenden Versicherer AIG, dessen Aktienwert von 67,00 Dollar je Aktie im vergangenen November auf sage und schreibe unter 2 Dollar am 10.10. fiel. Ein beeindruckendes Ergebnis hochdotiertem Managertums, welches den Versicherten und den Aktionären dieser Institution sicherlich auch noch den Schweiß auf die Stirn getrieben haben mag.
Zügig nach der Milliardenspritze atmete natürlich auch das Topmanagement auf. Hatten doch gerade Steuerzahler und Staat gezeigt, wer hier wen zu fürchten hat. Das war auch hier alle Male ein dadurch gerechtfertigter Grund in einem Luxushotel in einem dem Anlass angemessenen Umfange zu feiern. Die Rechnung dieses Vergnügens, gerade vom Steuerzahler verbürgt, belief sich dann auch auf nur zurückhaltende sehr 440.000 Dollar.
Auch hierfür gibt es eine einfache, aber nachvollziehbare Erklärung: „Die Feier war bereits seit Monaten geplant.“
Und wenn Top-Manager etwas zusagen, dann halten sie es auch. Das erwarten die Steuerzahler und Kunden aller Welt doch von ihnen. Schließlich soll jeder Vertrauen zu seiner Versicherung haben.
Das kann jeder einsehen. Das wussten schon unsere Väter: „Wer die Musik bestellt, der bezahlt sie auch!“.

Beispiel 2
Wie „De Morgen“ aus Belgien zu berichten weiß, haben in Monte Carlo 200 Gäste der Dexia-Bank im Hotel de Paris die Eröffnung einer Filiale gefeiert, deren Eröffnung aber wegen der Finanzkrise  gar nicht stattfand und tags drauf hat sich eine ebenfalls zahlreiche Schar Gäste der Fortis-Bank im Nobelrestaurant „Louis XV“ mit  nicht gerade preiswerten Speisen bewirten lassen.
Zu später Stunde, als der Champagner bereits seine volle Kraft entfaltet, sollen sich einige aus der Teilnehmermenge der Dexia-Feier feuchtfröhlich und lauthals mit dem Trinkspruch „Auf alle, die ihr Geld verloren haben“ zugeprostet haben.
Da kann man nur sagen: „Im Wein liegt Wahrheit!“

Ist das die Managerkrankheit?

Junk Bond? Was ist das?

Liebe Frau Merkel, ich fand Ihre außerordentliche Regierungserklärung zur Finanzkrise und Ihre Zusage, mein Sparbuch zu retten, wirklich außerordentlich und sehr mutig.
Ganz etwas anderes als das, was wir vom Basta-Kanzler kennen (Ich denke z.B. mit Grausen an sein rot-grünes Vorhaben unserer BRD zur Dienstleistungsgesellschaft umzubauen und uns damit den Investmentbankern total auszuliefern).
Gestern gab es doch diese TV-Debatte in Nashville/Tennesee zwischen den beiden US-Präsidentenkandiaten.
Haben Sie zugehört? Mir hat’s die Sprache verschlagen.
Da gab der amerikanische Steuerzahler doch große Summen zur Rettung dieses AIG-Versicherungsriesen aus.
Erinnern Sie sich noch an die Artikel von Spiegel Online und Handesblatt? Das war doch wirklich knapp.

Haben Sie gehört, was der Präsidentschaftskandidat Obama da gestern gesagt hat?
Die gerade gerettete AIG hat nichts Eiligeres zu tun, als mit den gerade spendierten Dollars sofort wieder JUNK-BONDS zu kaufen!“

Ich bin wie von der Tarantel gestochen aus dem Sessel gesprungen. Das muss doch etwas ganz Schlimmes sein. Was hat James Bond mit Junk Bond zu tun? Ich habe mich sofort zur Erklärung gegoogelt.

Wer auch nicht weiß was Junk-Bonds sind, der findet bei Wikipedia eine wirklich deutliche Erläuterung. Die kann sogar ich verstehen und, liebe Frau Merkel, lesen Sie das mal durch, Sie verstehen dann auch meine Fassungslosigkeit.

Liebe Frau Merkel, passen Sie bitte auf, dass so etwas hinter Ihrem Rücken bei uns nicht passieren kann.
Ihre Ella

Wer ist 00-Junk Bond?

Red.: Ella hat ein ausgezeichnetes Erinnerungsvermögen.
Hier eine Passage vom 08.06.1999 zum Wandel der Volkswirtschaften in eine Dienstleisungsgesellschaft:

….. Unsere Volkswirtschaften befinden sich im Übergang von der industriellen Produktion zur wissensorientierten Dienstleistungsgesellschaft der Zukunft. Sozialdemokraten müssen die Chance ergreifen, die dieser wirtschaftlicher Umbruch mit sich bringt. Sie bietet Europa die Gelegenheit, zu den Vereinigten Staaten aufzuschließen. Sie eröffnet Millionen Menschen die Chance, neue Arbeitsplätze zu finden, neue Fähigkeiten zu erlernen, neue Berufe zu ergreifen, neue Unternehmen zu gründen und zu erweitern – kurzum, ihre Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu verwirklichen ….Zu finden bei http://www.glasnost.de/pol/schroederblair.html 
 
 

 

Sind wir pleite oder schon darüber hinaus? Wissen Sie’s?

@Die Bankenkrise bringt schon heute viele an den Bettelstab (wer und wessen Geld ist eigentlich wirklich betroffen?). Die Banker warnen alle Welt  davor, dass es ein unglaubliches Desaster gäbe, wenn der Steuerzahler den Banken nicht die faulen Schuld-Verpflichtungen abnähme.
Man muss es so sehen: Der Steuerzahler hat diese faulen Kredite erhalten – also aufgenommen. Und er ist aus Bankersicht eigentlich auch der Schuldige. Er hat sein Geld ja schließlich gierig in riskante Spekulationen angelegt oder für dumme Konsumwünsche ausgegeben. Hätte er ja nicht tun müssen.
Aber wer kann mir nun endlich einmal sagen, was für Konsequenzen wirklich für uns entstünden, wenn wir Steuerzahler nicht einträten?
Ist das so ein Geheimnis, dass auch dies allerorten hinter verschlossenen Türen verhandelt werden muss, weil selbst die Politiker nicht wissen wofür sie unsere Geld riskieren und die Banker es ihnen nicht verraten, weil diese sehr wohl wissen, dass das Ende der Fahnenstange noch gar nicht in Sicht sein kann. Sie aber niemals einen  Bürgschaft erhielten, wenn sie wahrheitsgemäß antworten würden.
Sitzen da wieder nur die „Nichtswisser“ zusammen am Tisch, schauen sich treudoof in die unschuldigen Augen und entscheiden – wie damals in den Landesbanken, der IKB und der KfW?

Außer, dass mir ein  unglaubliches Panikgerede geboten wird, habe ich bislang keine für mich verständliche Erklärungen bekommen, außer, dass auch mein Anteil am gesamten Staatsvermögen verbrannt werden soll. Meine ganz persönliche Beziehung zu unserer BRD wird gerade auf eine harte Probe gestellt. 

Weiterlesen

Die Affäre NOKIA. Sie erinnern sich?

@ Zur Erinnerung, das ist das Unternehmen, welches von deiner-meiner-unserer BRD dafür Geld bekam, dass es sich hier ansiedelte, Subventionen kassierte und dann deine-meine-unsere BRD in Richtung Rumänien verließ.
Der heutige Stand der Dinge ist der, dass das Land Nordrhein-Westfalen und die NRW-Bank(1) von NOKIA rund 41 Millionen der gezahlten Subventionen zurück haben wollen. Beide begründen dies öffentlich damit, dass die zugesagte Anzahl an Arbeitsplätzen nicht geschaffen wurde.NOKIA denkt gar nicht daran dies zu akzeptieren und die bei NOKIA als Hausbank fungierende Deutsche Bank ebenfalls nicht. Was hat die denn damit zu tun?Jetzt meldet sich auch das Forschungsministerium und will 4 Millionen zurück haben, weil verabredet gewesen sei, dass eine Verwertung von Forschungsergebnissen in Deutschland zu erfolgen hätte.
Von wem hat NOKIA eigentlich noch Subventionen aus Steuergelder erhalten?
Haben die Europäische Union, Bundesministerium für Wirtschaft, Stadt Bochum, Agentur für Arbeit auch noch blechen müssen?
Wer hat NOKIA das Grundstück zur Verfügung gestellt, für welchen Preis, wer hats bezahlt, wen gehört der zukünftige Verkaufserlös?
Wurden für NOKIA Zufahrtsstraßen und andere Infrastrukturmaßnahmen geschaffen, um denen die Ansiedlung in Bochum schmackhaft zu machen?
Wurde überhaupt eine Gewerbesteuer fällig?
Warum sind alle immer noch auf NOKIA sauer.
Warum lassen wir nicht die Politiker die Zeche zahlen?
Wer war das eigentlich, der das verzapft hat?
War das vielleicht in seiner Amtszeit als regierender Nordrhein-Westfale unser allzu bekannter ehemaliger, allwissender, stets Recht habender  und grundsätzlich über den Dingen schwebender SUPER-Bundesminister  WOLFGANG CLEMENT – zuständig für Arbeit und Wirtschaft, der bis heute unverändert durch seine klugen  Ratschläge beehrt?War es sein sparsamer Nachfolger Peer Steinbrück, den die Nordrhein-Westfalen ob seiner zutreffenden Wahrheiten über den Zustand des Bundeslandes nicht mehr zuhören wollten,  ihn dafür nicht mehr wählten (das ist anderen auch so passiert) und ihn dadurch – nach einer Stippvisite in Hamburg – zum Bundes-Finanzminister machten?
Wer hat dieses viele Geld genehmigt und ausgegeben. Und nach welchen Kriterium geschieht so etwas. Hat die Qualität der Fragen, die NOKIA beantworten musste, Ähnlichkeit mit dem, den die ehemaligen Arbeitnehmer jetzt bei der Agentur für Arbeit ausfüllen müssen?
Was hat die Gemeinschaft der Steuerzahler unterm Strich eigentlich ein Arbeitsplatz bei NOKIA den Steuerzahler gekostet?
  
(1) NRW-Bank ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. Die erste Adresse für Existenzgründer(innen) und kleine sowie mittlere Unternehmen, wenn es um  öffentliche Förderprogramme geht. Link = http://www.nrwbank.de/de/index.html

Ab heute schreibe ich Berichte von der Front

@Global tobt der Kampf um Märkte, Moneten und Macht.  Die Schlagzeilen der Zeitungen überbieten sich in der Schilderung der Grausamkeiten und die Nachrichten über diesen weltweiten Geldkrieg werden über eigens dafür gegründete TV-Sender zeitnah und in erschreckender Deutlichkeit an die Teilnehmer verbreitet.
Informieren wir uns.
Ich werde die exklusivsten Nachrichten ab heute unter der Kategorie „Krieg der Moneten “ sammeln.

Nokia will Bochum im Juni schließen

@ Am Mittwoch haben bei Nokia die Gespräche über einen Interessenausgleich zwischen Unternehmensleitung und Betriebsrat begonnen. Konkrete Ergebnisse gibt es bisher noch nicht. Außer: Das Management will das Bochumer Handy-Werk bereits zum 30. Juni schließen. Die Gewerkschaft will dagegen Zeit bis zum 30. Juni 2010.
Sogar beim kurier.at pfeifen die Spatzen das AUS von den Dächern.

Hat irgendjemand – außer dem Betriebsrat – irgendeinen Zweifel gehegt? Nun will der Betriebrat aber mal so richtig loslegen und NOKIA zu extrem hohen Abfindungen zwingen. Die Arbeitnehmer sollen JETZT jede Zurückhaltung ablegen.
Jetzt aber los !!!!! Wenn’s brennt ist die Gewerkschaft hilflos und die hochddotierten Herren/Damen Gewerkschaftsvorstände und deren zahlreiche Vertreter kriegen für ihre unschuldigen (untätigen) Hände den reinen Waschzwang.
_____________________________________________________________________
Deine-Meine-Unsere BRD dankt für diesen Tipp. Haben Sie auch einen Hinweis auf interessante und wichtige Nachrichten? Lassen Sie uns daran teilhaben und veröffentlichen Sie diese gleich hier oder senden Sie uns ein Mail an tipps@unserebrd.de.

650 Millionen Euro vom Freistaat?

@ Die Bayerische Landesbank (BayernLB) strebt nach SZ-Informationen eine Kapitalerhöhung um 650 Millionen Euro an, um die Geschäfte ausbauen zu können.
… Finanzminister Erwin Huber ist Vizechef des Aufsichtsgremiums. Bei einer Kapitalerhöhung um 650 Millionen Euro müssten der Freistaat und die Sparkassen jeweils 325 Millionen Euro zahlen.
_____________________________________________________________________
Welche Neuigkeiten haben Sie gelesen oder was ist Ihnen Wichtiges zu Ohren gekommen? Schreiben Sie doch einfach einen Beitrag für uns alle oder schicken ihn per Mail an tipp@unserebrd.de.

IKB-Sanierung teurer als angekündigt

…. Von dem 2,3 Mrd. Euro schweren Rettungspaket tragen Bund und die staatseigene Förderbank KfW mit zwei Mrd. Euro den absoluten Löwenanteil. Nur 300 Mill. Euro stammen von den privaten Banken. Zuvor hatte es geheißen, die Banken sollen 500 Mill. Euro zuschießen. Inzwischen wächst die Kritik an der Beteiligung des Bundes an der IKB-Rettung …. so berichtet wiwo.de

Red@ Also ganz vornweg noch einmal meine übliche Feststellung: „Der Bund, der Staat, der IKB-Retter – das sind wir“. Wir die steuerzahlenden Bürger und niemand anderes, die die Vertretung unserer Rechte und Interessen in die Hände von „Fachleuten“ gegeben haben, die sich, um uns besser handhaben zu können, Gesetzgeber, Regierung, Staat, Bund und Länder nennen.
Wenn dieser „Bund“ eine Straße baut sind die Kosten hinterher doppelt so hoch wie vorher veranschlagt. Das unkalkulierbare Mautsystem und das unflexible Verkehrsministerium sind mir noch in guter Erinnerung oder der in Bonn abgesoffene Bau der Bundesbauministerin Adam-Schwätzer. Die Folgen der Privatisierung von Bahn, Post und Energie zeigen dramatisch das erschreckend geringe Fachwissen und das fehlende Interesse unserer Volksvertreter an unserer Zukunft.
Weiterlesen

2 Milliarden bei der Bayerischen Landesbank futsch?

@Werden die schweigenden Steuerzahler jetzt auch noch für die Bayerische Landesbank zur Schlachtbank geführt?
Es sieht ganz so aus, wenn man den Berichten von n-tv  Glauben schenken möchte. Und warum sollte n-tv uns Märchen erzählen?
Merken Sie sich die beschwichtigenden Worte der Verantwortlichen und vor allem des bayerischen Finanzminsters Huber.
Weiterlesen

Schatzmeister der NPD verhaftet

@ Er soll nach Angaben der Münsteraner Oberstaatsanwaltschaft seit Anfang 2004 mindestens 627.000 Euro in 65 Überweisungen aus der NPD-Parteikasse veruntreut haben ….
Die NPD steht bereits seit längerer Zeit unter erheblichem finanziellem Druck….
So musste die Partei Ende 2006 rund 870.000 Euro an die Bundestagsverwaltung wegen Unregelmäßigkeiten beim Landesverband Thüringen zurückzahlen. Die Partei hat im abgelaufenen Jahr 2007 knapp 1,45 Mio. Euro aus der staatlichen Parteienfinanzierung erhalten. 2005 belief sich der Gesamtetat auf 3 Mio. Euro.
Financial Times“ berichtet ausführlich.
_____________________________________________________________________
Haben Sie Neuigkeiten gelesen oder sind Ihnen welche zu Ohren gekommen? Schreiben Sie sie hier für uns alle auf oder schicken Sie Ihren Text per an tipp@unserebrd.de.