WCCB: Flop für SPD – OB Dieckmann – Demokratie lebt von Transparenz und Berufsethos, auch in einer Verwaltung!

Die Bonner Stadtverwaltung mit dem „Presseverlautbarer“ Friedel Frechen hatte die Schlagkraft des „Netzes“ unterschätzt.

Beim WCCB hatte sich zuviel kritische Masse angesammelt und die Vermutung war schon vor der Polizeirazzia groß, dass bald die Bombe hochgehen würde.

Bärbel Dieckmanns WCCB „Sonne tolle Idee“ hatte nach Angaben der uBRD – Redaktion mit 13.527 Aufrufen in den letzten vier Wochen (!) die Nummer 1 der „Charts“ erobert.

Insgesamt liegen alle Beiträge, die sich mit der Bonner OB, dem SGB Betriebsleiter Friedhelm Naujoks und dem OB Nachfolger Jürgen Nimptsch befassen in den Top 75 Meldungen auf den Plätzen 3, 6, 9, 10, 12, 16, 22:

Bereits vor der ARD Sendung, am 08.09.2009,  bei dem Frau Dieckmann wieder mal etwas vor der Kamera versprochen hatte (sinngemäß: „in einem Jahr steht das Konferenzzentrum“) dürften also weit über 10.000 Menschen im Internet an der Bonner Provinzposse Anteil  genommen haben!

Vor der Bundestagswahl werden es, nicht zuletzt durch die Meldungen zum transparentesten aller Lobbyisten, dem SPD – MDB Ulrich Kelber, immer mehr, die feststellen, dass der Bonner SPD Abgeordnete sich beim Super – Gau seiner Parteigenossin Dieckmann mit Äußerungen sehr zurückhält (Gut für Bonn?).

Dafür „stellt er aber sicher (?) dass der Bund weiterhin das Festspielhaus unterstützt“, obwohl diese Projektidee von Klaus Zumwinkel noch reichlich wackelig ist.

Nach der Großrazzia, in die auch das Stadthaus der Bundesstadt einbezogen wurde, ist nun die „Geheimhaltungsstrategie“ der SPD – OB unter dem Trommelfeuer der GRÜNEN zusammengebrochen. Rettung liefert jetzt nur noch das „laufende Ermittlungsverfahren„, ein neues Schutzschild, hinter dem sich die informationsscheue OB  verstecken kann.

Informationstechnisch ein Flop, auch für das Presseamt, denn je mehr verschwiegen wird, desto mehr wird gemutmaßt und gewühlt und berichtet, von Bild.de bis Welt online.

Das WCCB und damit auch die verantwortliche Oberbürgermeisterin , die  sich – kleiner Treppenwitz am Rande – schockiert zeigte  “ von dem häufig ungehörigen Benehmen “ der Bonner Ratsmitglieder, werden vermutlich weiter in den Schlagzeilen bleiben, über den 28. Oktober, dem Tag der Stabübergabe an OB – Nachfolger Jürgen Nimptsch hinaus.

Zwar hat das Presseamt mitgeteilt, dass „niemand in der Stadtverwaltung beschuldigt“ wird, was aber nichts heißt, denn Staatsanwälte ermitteln immer in alle Richtungen.

Bleibt die Frage ob das Eigeninteresse – manche sagen auch Größenwahn – in Bonn nicht zu stark war, das Projekt zu realisieren, koste es was es wolle. Der Startschuss dazu fiel vermutlich viel zu früh, definitiv Anfang Oktober 2006, wie die nun gesperrten (aber gesicherten) Seiten des Erstinvestors SMI Hyundai verraten haben.

Da waren die privaten Investitionsmittel aber nur zu einem Viertel eingegangen. Der größere Teil, eine ausländische Bankbürgschaft wurde von der SPK KölnBonn nicht akzeptiert. Von all dem muß der Rat wenig bis nichts gewusst haben.

Ist also Oberbürgermeisterin Dieckmann fahrlässig ins volle Risiko gegangen, abgesichert durch den Steuerzahler obwohl städtische Rechtsberater davor gewarnt hatten?

Wurde durch die sog. „Nebenabrede“ = Stadt Bonn bürgt für die Millionen, welche die SPK KölnBonn bereitstellte, Misstrauen und Kritikfähigkeit in Richtung Privatinvestor abgebaut?

Hat die Verwaltung und die Projektgruppe um Hübner und Zwiebler nicht den „Ersatzmann“ Young Ho Hong für den Erstinvestor Man Ki Kim akzeptiert, nachdem dieser nicht mehr vertrauenswürdig war.

Ist sie nicht selbst vom Projektvertrag abgewichen und hat unter Mitwirkung des Städtischen Liegenschaftsamtsleiters Martin Krämer die Rangfolge im Grundbuch verändert, was nun offensichtlich zu weiteren Problemen beim eventuellen Heimfall führt?

Je mehr ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt wird, desto unwahrscheinlicher ist der Glaube, dass der Staatsanwalt mit den Ermittlungen vor der Verwaltung Halt macht.
Pikante Meldung: Frau Dieckmann und Projektteam wollten angeblich gerade den Staatsanwalt holen, als dieser schon ungebeten vor der Tür stand!

Rätselraten und Verwirrspiel um die Hotelzimmerzahl und um 60 Millionen Baukostensteigerung. Das Städtische Gebäudemanagement unter Friedhelm Naujoks, treuer Gefolgsmann der OB, gegen den ein anderes Ermittlungsverfahren läuft, hatte nichts bemerkt, oder sollte nichts bemerken. Die einfachste aller Fragen, wieviel Zimmer denn im Bauantrag aufgeführt waren, wurde nie beantwortet: 185 oder 350?

Wo blieben in den Kostenberechnungen die 5000 qm Büroflächen, die zu Hotelzimmern ungewandelt wurden und hatte nicht die Stadt zunächst auf Rücksicht vor der Bonner Hotellobby nur 200 Hotelzimmer haben wollen, was sich aber als unwirtschaftlich erwies, denn Konferenzzentren sind auf der ganzen Welt reine Zusatzgeschäfte.

Zu unübersichtlich sind auch die Vernetzungen zwischen dem Bauherrn und Investor UNCC (United Nations – Conference Center Bonn) und dem Betreiber, der UNCC Management GmbH, die inzwischen auch ohne Rechtsbeistand dasteht, oder besser brach liegt.

Wem das UNCC gehört ist unklar und die Gesellschafter der UNCC Management GmbH, der Berliner Architekt Hong (92%) und der Rechtsanwalt Dr. Michael Thielbeer (4%) wurden inzwischen festgenommen.

96% der Betreibergesellschaft sitzen quasi in U – Haft, kein Wunder, dass beim dritten Gesellschafter, Matthias Schultze, die Nerven blank liegen.  Der soll bei der letzten nichtöffentlichen Unterausschusssitzung „Zukunft Bonn“ die  Stadtverordneten vom Podium herab gemaßregelt haben. Man habe schon genug an dem WCCB durch die Fragerei kaputtgemacht. Abgesehen von dem Individualproblem des Geschäftsführers Schultze gibt es aber noch ein zweites und zwar für Frau Dieckmann:  die Anwesenheit von Schultze und Hong sind ein klarer Verstoß gegen die Geschäftsordnung. Signalisiert das nicht einen fahrlässigen Umgang im Kleinen, der sich im Großen wiederholt?

Dumm ist: mit dem verhafteten Hong fallen  Generalplaner und Bevollmächtigter der UNCC aus: kein Bauherr, keine Pläne, die Handwerker holen das Material von der Baustelle, und die BonnerInnen können sich an den designierten OB Jürgen Nimptsch halten. Der „Profi für Bonn“ (Wahlplakattext) twitterte zum WCCB Desaster: „In der Ruhe liegt die Kraft“.

Das Konstrukt, das mit Wissen und Billigung der Stadt installiert worden war, und die Querverbindungen zu anderen städtischen und privaten Gesellschaften um die UNCC Management GmbH muss noch aufgedröselt werden:

„Kein Wunder, denn inzwischen hängt schon eine kleine “Industrie” vom Schicksal des “Eventdampfers” WCCB ab, allerdings mit der „ungeschickten“ Querverbindung zur WCCB Management GmbH des UNCC in dem Herr Hong mindestens als Betreiber – Platzhalter integriert ist. Erst recht vor dem Hintergrund, dass die Management GmbH jährlich aus dem vom Bund gefüllten Rücklagetopf mit 1,6 Mio. Euro p.a. subventioniert wird und die Stadt als Treuhänder bisher kein Recht auf Büchereinsicht hat, muss hier einiges geklärt werden!

Beginnend mit dem “Convention Bureau im WCCB” (Martin Schilling, SPD), vernetzt mit der Kreativ Concept Event GmbH inklusive Alumni Seite zur Gesamtschule Beuel des “Direx” Jürgen Nimptsch (gerade gekürter SPD – OB Nachfolger von Frau Dieckmann) und der Rheinlobby deren Kongressseite wiederum auf die “Bonn Conference Partners” – die perfekte Verbindung” verweist, erkennt man was da alles an “notwendigen Strukturen” (Zitat B. Dieckmann) auf dem Spiel steht!“ (aus:  Vorabmeldung vom 05.09.2009 zur Razzia).

Je mehr man sucht, desto mehr findet man: das reicht von der renommierten Bonner Anwaltskanzlei Meyer – Köring welche als Rheinlobby –  Sponsor die Facilities des WCCB nutzt und berechtigte Kritik an der Stadtverwaltung, bzw. Frau Dieckmann (Stichwort Dienstaufsichtsbeschwerde) mit einem eigenartigen Anwaltsethos niedermacht (siehe: Offener Brief an SPD  Bonn, Wilfried Klein), bis zum Impulse – Service Partner und SPD Landesregierungs  – Ballast Nürburgring.

(Anmerkung vom Februar 2011: die Webseiten der Rheinlobby, incl. Sponsorenliste wurden inzwischen fast komplett „ausradiert“. Ob es da was zu verbergen gibt? Immerhin war bei der Agentur Kreativ Konzept bereits mehrfach der „Bonner Staatsanwalt zu Besuch„.)

Auch laufende Ausgleichzahlungen des Bundes dürften motivationsauslösend für dieses „multi task  – joint venture“ gewesen sein, bei dem SPD „Congress – Man“ Martin Schilling mit seiner Agentur Kreativ Konzept ordentlich mitmischt. „Eventpartner“: M. Auracher, Sales Manager von SMI Hyundai!

Beispiel Rheinlobby: „Für aktuellen Talk, brasilianische Musik und ein Buffet mit leichten Fischspezialitäten war gesorgt. Leider spielte das Wetter nicht mit: Während des vom World Conference Center Bonn und der Agentur Kreativ Konzept veranstalteten Getogethers regnete es wie aus Kübeln“.

Der nun gesuchte Man Ki Kim, der auch in Libyen verbrannte Erde hinterlassen haben soll, wurde dort am 29.08.2006, also kurz vor dem WCCB – Spatenstich = „Point of no return“ herumgereicht:

„Auf das (Beethoven) Festival freute sich auch Man Ki Kim, Geschäftsführer des Global Players SMI Hyundai, der als neuer Hausherr (United Nations Congress Center, UNCC) zur RheinLobby gekommen war.
Als Kunst- und Kulturfreund ist der Koreaner Kim nicht nur der Musik zugeneigt. Dem General-Anzeiger verriet er, dass seine Frau abstrakte Malerin ist und sich neue Kunstprojekte in Bonn sehr gut vorstellen kann“.

Was dem Bonner Generalanzeiger sonst noch alles verraten wurde und was der GA uns über den jetzt nicht mehr im Enthüllungsteam tätigen Journalisten Leyendecker alles so im Laufe der Jahre über das WCCB  mitgeteilt hat, kann man im Internet nachlesen.

Nichts verdeutlicht jedoch besser, die Gelenk- und Überlappungsstellen zwischen dieser unausbalancierten Private – Public – Partnership als die offizielle Beschreibung der städtischen Projektgruppe unter Evi Zwiebler:

„Eine städtische Projektgruppe dient als Verbindungsstelle zwischen Investor, Planungsbüro und Verwaltung. Sie ist die Kontaktstelle für Anfragen in Zusammenhang mit dem WorldCCBonn, vermittelt zu den entsprechenden Gesprächspartnern und ist Ansprechpartner für das Baubüro und die ausführenden Firmen“.

Seit Dienstag wird Investor Man Ki Kim gesucht, Planungsbüroleiter Hong soll im Kölner Gefängnis Klingelpütz einsitzen, gegen mehrere Baufirmen wird ermittelt und die Handwerker rücken ab, mit nichtverbautem Material von der Baustellle.

Projektleiterin Evi Zwiebler ist unter Tränen gegangen, nur die „Ikone des Strukturwandels“, so der Bundeswahlkampf – Schreier von Jürgen Nimptsch im Bonner GA zu Bärbel Dieckmann, ist geblieben, noch.
Warum das alles passieren konnte, versucht die Folge XI der „Enthüllungsstory“ des Bonner Generalanzeigers so detailliert zu klären, das einem ganz schwummrig wird.

Asiatische „Strategeme“ (Sanshiliu ji miben mingfa) und Listen der Adler, Löwen und Tiger, hätten Politik und Verwaltung von Anfang an übertölpelt. Der Verdacht liegt nahe, dass hier zu heftig in Richtung „Verwaltungsentschuldung“ recherchiert wurde. Gegen listige Asiaten ist eben trotz aller Sorgfalt kein Kraut gewachsen!

Außerdem, so Leserbriefschreiber Werner Althoff im Bonner GA, „soll es auch Schlitzaugen mit runden blauen Augen geben, z.B. Bernie Madoff oder Dr. Utz Jürgen Schneider, die Milliardenschäden angerichtet“ hätten.

Und vor Koreanern muss man nun wirklich keine Angst haben.

Wir erinnern uns: Juni 2002, „Wir gucken Deutschland„, da  wurde in der 20. Minute der erste koreanische Gegner vom Platz getragen, war einfach an Miroslav Klose zerschellt: Mix aus deutscher Eiche (Vater) und ehemaliger polnischer Handballnationalspielerin Barbara Jeż (Mutter).

Vielleicht liegt hier das Problem Evi Zwiebler war „nur“ Badmintonspielerin….

Eine andere, Erklärung ist aber so simpel, wie wahrscheinlich:  Stecker fand Steckdose.

Die Übernahme des alten bundeseigenen Plenarsaales durch die Stadt Bonn, mag das Tor weit geöffnet haben für die „Adler, Löwen und Tiger“ aus Fernost, die laut Information eines Insiders von Herrn Leyendecker (Bonner GA) mit dem Presseamt und dem Tourismusbüro in Abstimmung mit SMI Hyundai/UNCC am 28.03.2006 der Bonner Leserschaft nahe gebracht wurde. Wenn das so gewesen sein sollte, dann greift hier die uBRD Frage: “ Gibt es ein Büro für Meinungslenkung“  die man formhalber, an Frau Dieckmann weitergeben muss.

Vermutlich gibt es aber dazu keine Erkenntnis, also auch keine Sachstandsmitteilung, um das WCCB Informationstheater der OB mal auf den Punkt zu bringen.

Damals, im März 2006 war Ha Sung Chung noch Mitgesellschafter der UNCC,  soll sich aber 2007 von Man Ki Kim getrennt haben.

Ihm zufolge hat die Stadt Bonn SMI Hyundai ausgewählt, weil diese Firma, im Gegensatz zu anderen Bewerbern, das Betreiberkonzept gleich mitlieferte.

Ziel war es offensichtlich nicht nur für Kreativ – Konzept Geschäftsführer Martin Schilling, Bonn mit dem Wegzug der Regierung,  nicht eine Fußnote in den Geschichtsbüchern werden zu lassen.

Es gibt vermutlich keine grausigen Täter aus Fernost und unschuldige Opfer aus dem Rheinland, sondern wie in jeder Beziehungstragödie ein unterschwelliges gemeinsames Interesse.
Aus Bundes-, Landes- und Privatmitteln sollte ein großer Kuchen gebacken werden, um viele zu sättigen. Von schlappen 2.000 Arbeitsplätzen war damals die Rede.

Nun ist die Gefahr groß, dass der Kuchen verbrennt und alle darben müssen. Der nächste Winter kommt bestimmt.

Was auch kommen dürfte, wenn es nun nicht weitergeht auf der Baustellle und viel Geld verbrennt, bzw. nicht das kommt, was man sich durch das WCCB erhofft hatte: ein Haushaltsicherungskonzept, bzw. das Nothaushaltsrecht.

Die neuesten Meldungen des Kämmerers sehen nämlich nicht gut aus und der desingierte OB Jürgen Nimptsch hätte dann inclusive Stadtrat so gut wie keine Handlungsmacht mehr.

Dieses drohende Szenario liefert nun eine weitere Erklärung für die Hintergründe des Desasters. Sie ist  leicht verwegen, aber plausibel und stammt von einem Ingenieur, dessen Hinweis hier aufgegriffen wird: haben sich die Oberbürgermeisterin und die Beteiligten mit einem Projekt verzockt, welches die drohende Haushaltsmisere, als Erblast der Ära Dieckmann, wenn nicht nullen, dann wenigstens abmindern sollte?

Wenn das so wäre, dann hätten „Schlitzaugen“ und „Schlitzohren“ tendenziell gemeinsame Sache gemacht,  auch das dürfte die Staatsanwaltschaft herausfinden. Dann wäre wirklich Schluss mit lustig

Ein Gedanke zu „WCCB: Flop für SPD – OB Dieckmann – Demokratie lebt von Transparenz und Berufsethos, auch in einer Verwaltung!

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