Ist Friedhelm Naujoks noch zu retten? – Straftäter im Bonner Stadthaus

Man sagt, dass jemand “nicht zu retten” sei, wenn sein Schicksal besiegelt ist, oder wenn man Zweifel am geistig – seelischen Befinden des anderen hegt, weil er etwas Unverständliches oder etwas Unrechtmäßiges getan hat.

Strafverfahren

Was das bei Friedhelm Naujoks, Bonns oberstem Hüter aller Immobilien sein könnte, das wird nun der Staatsanwalt in der Herbert Rabius – Strasse 3, in Bonn – Beuel herausfinden.

Unter dem Aktenzeichen 338 Js 53/09 läuft seit März 2009 das zweite Ermittlungsverfahren wegen Baugefährdung gegen das Städtische Gebäudemanagement Bonn (SGB) und weil beim ersten Verfahren das Rechtsamt im Juni 2008 die Verantwortlichen im SGB wohl doch etwas zu sehr beschützt und der Ermittlungsbehörde keinen reinen Wein eingeschenkt hatte, gibt es obendrein noch ein separates Verfahren gegen die Bundesstadt Bonn unter anderem Aktenzeichen: 338 Js 45/09 wegen Strafvereitelung im Amt.

Baugefährdung

Was war passiert? Im Dezember 2006 wollte der frühere Werkleiter aus Bielefeld, um mal wieder seine Effizienz zu beweisen, einen Termin einhalten, koste es was es wolle und – oh Schreck – beinahe auch wen es wolle!

Drei Weihnachtsaufführungen des Kleinen Theaters Bad Godesberg, in der Aula des Konrad – Adenauer – Gymnasiums (KAG) mussten aus Imagegründen für das SGB , wegen der KAG Affäre online zu “Saumäßiges Gebäudemanagement” mutiert, auf jeden Fall stattfinden, deshalb wurden baugefährdende Maßnahmennicht nur vorsätzlich übersehen und angeordnet,sondern, wie inzwischen ebenfalls nachgewiesen, auch das eigene Bauordnungsamt mit rheinischer Schlitzohrigkeit „gelinkt“.

Der bauleitende Architekt, geübt in über zwanzigjährigem mängelfreiem Bauen, der bereits 1995 mit dem Erweiterungsneubau der Adelheidisschule und 2006 mit dem Fachbereich Informatik des Heinrich Hertz – Berufskollegs zwei erfolgreich durchgeführte Schulbauvorhaben zusammen mit der Bonner Oberbürgermeisterin einweihen konnte, widersetzte sich mit seinem Bauleiter diesem unrechtmäßigen Verwaltungshandeln. Unter einem billigen Vorwand wurde er daraufhin vom SGB Chef Naujoks persönlich “abgeräumt”: ein mehrmonatiger Terminverzug, den das völlig überforderte SGB beim Handling mit dem Nachtragsmanagement zweier Billigbaufirmen selbst verursacht hatte, wurde der Einfachheit halber dem Bonner BDA Architekten untergeschoben.

Textauszug aus dem Kündigungsschreiben weil das “Vertrauensverhältnis angeblich völlig zerstört” war: “Es steht nicht mehr zu erwarten, dass das Vertragsziel ohne weiteren als den in Ihrem Organisationsbereich ohnehin schon entstandenen Verzug erreicht werden kann und: “Durch Annahme des Auftrages sind Sie zur Verschwiegeheit verpflichtet”.

Die verquaste Diktion singnalisiert bereits eine totale Pervertierung der Dienstauffassung: oberstes Vertragsziel ist immer noch die Erstellung eines mängelfreien Bauwerks (Werkvertrag) und nicht Imagepflege für die Verwaltung durch Termineinhaltung um jeden Preis.  Auch vorsätzliche Personengefährdung steht nicht auf dem Lehrplan von Architekten und, was der “Mann fürs Grobe” auch übersah, niemand ist zu Verschwiegenheit verpflichtet, wenn es um öffentliche Interessen geht. Genau das scheinen aber manche “Staatsdiener” verlernt zu haben, immerhin erkennt man aber die Angst vor der Presse.

Der Treppenwitz an der Sache: bei der Terminierung der Fassadenarbeiten und beim in Verzug setzen der erwiesenermaßen unzuverlässigen und säumigen Metallbaufirma aus Sankt Augustin, mit der das SGB auch bei einer anderen Baustelle im Clinch lag, versagte der SGB Chef im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht als Bauherrenstellvertreter aufs  Kläglichste.

Während der Architekt ohne Unterstützung des SGB für die Interessen der Stadt Bonn mit Nachfristsetzung und Kündigungsandrohung gegenüber dem Fassadenbauer operierte, brachte es der “SGB Häuptling” am 19.10.2006 gerade mal fertig “mit allem Nachdruck” zu fordern, “die von Ihnen gemäß Protokoll akzeptierten Termine unbedingt einzuhalten, um den Fertigstellungstermin für “Peterchens Mondfahrt” am 11.12.2006 nicht zu gefährden”. Leider beeindruckte das die Firma nicht im Geringsten…

Aus Haftungs- und Arbeitsschutzgründen und weil er den Ende November entdeckten nicht zugelassenen Blech- statt Bohrschrauben in der Trapezblechdecke der Aula genauso wenig traute, wie der Billigbaumontagefirma aus Thüringen, alarmierte der Architekt prophylaktisch die Staatsanwaltschaft, die dann mit Hilfe der eigenen Sachverständigen ca. ein halbes Jahr später den Tatbestand der Baugefährdung feststellte und nicht nur sog. „ungeregelte“ Schrauben, sondern auch Fälschungen von zugelassenen Verbindungsmitteln eines großen deutschen Schraubenkonzerns vorfand.

Betrug

Damit jedoch nicht genug. Auch der Straftatbestand des Betrugs wird untersucht. Der SGB Betriebsleiter und seine Leute waren nämlich nach der Alarmmeldung des Architekten kurz vor den Theateraufführungen, nicht untätig geblieben. Aus Herne, dem früheren Wirkungsort des Bauamtsleiters Naujoks, ließ man den Beratenden Ingenieur Dr. Ing. Manfred Knobloch „einfliegen“, um mit Hilfe einer oberflächlichen gutachterlichen Stellungnahme, die sich später als Taschenspielertrick entpuppte, die Schulaufführungen zu gewährleisten. Weil auch der damalige Geschäftsbereichsleiter Günter Schikorra (inzwischen nach Eklat mit dem SGB Chef ins Energiemanagement abgeschoben) und die rechte Hand des Betriebsleiters, Detmar Kühl (Abtlg. “Steuerungsunterstützung”) unter F. Naujoks im Hochbauamt Herne tätig waren (nun ebenfalls ein Eigenbetrieb, mit einem derzeit “aktuellen” Jahresfehlbetrag für 2007 von – 895.661,69 Euro), firmiert diese “Cooperativa”  unter  dem Spitznamen: “Herne – Connection“.

Glücklicherweise kam niemand bei dem Bubenstück zu Schaden, trotz der nicht zugelassenen Schraubenund der im Eiltempo vermurksten Brandschutzdecke, die dabei auch ihrer dreißigminütigen Feuerwiderstandsdauer (F – 30) verlustig ging (“Termine sind zu halten, auch wenn hinterher alles herausgerissen wird” = Originalton des entnervten SGB Projektleiters Herwig im November 2006).

Als dann Anfang 2007 der Staatsanwalt an die Tür des Bonner Stadthauses klopfte , fielen die Beteiligten aus allen Wolken, vom SGB Projektleiter bis hin zum “Gebäudemanager” Naujoks. “Dass ein Architekt einen Staatsanwalt aktiviere sei unüblich”, so der Leitende Städt. Rechtsdirektor und Liegenschaftsamtsleiter der Bundesstadt Bonn, Martin Krämer, der bei der darauf folgenden Honorardrückerei nach dem Rausschmiss des Architekten als “externer Fachmann” (und als Chef des Zentralen Vergabeservice (und erklärter Gegner einer Rechtsverordnung der HOAI), dem SGB  Betriebsleiter Schützenhilfe leistete.

Man wollte dem Architekten  a) ein Teilschuldgeständnis abringen und b)  einen “Wohlverhaltens- Zweizeiler” für den poltischen Schirmherren, dem SPD – Chef und SGB Ausschussvorsitzenden Wilfried  Klein! Daraus wurde aber nichts, der Architekt ließ sich vom Verwaltungstrupp (Naujoks/Kühl/Herwig/Krämer) nicht ins Bockshorn jagen.

Da der ” Kölsche Wisch ” des Bonner SGB nicht bleiben konnte und “Chief” Naujoks die Personengefährdung als Unterstellung und Verleumdung empfand, dafür sollte der Architekt mit Honorarentzug büssen. Ihm stehe ja “bei Meinungsverschiedenheiten der Rechtsweg offen”, so der O – Ton des  unrechtmäßig agierenden   und machtverliebten Verwaltungsmannes in seinem “pompous statement“.

Für die weitere Fleckentfernung auf der Weste des “Termineinhaltungsstrategen” Naujoks (Ausbildung Maschinenbau an der Uni Duisburg – Essen), der durch Einführung der NKF im April 2005 unverschuldet vom Werksleiter zum Betriebsleiter “aufgestiegen” war, musste der Beratende Ingenieur Dr. Ing. Manfred Knobloch und  ehemaliger Mitarbeiter von Prof. emer. Dr.Ing. Herbert Schmidt am Institut für Metall- und Leichtbau der Universität Duisburg-Essen

inzwischen mit eigenem Ingenieurbüro im ehemaligen “Casino” einer kostengünstigen bundesstädtischen Immobilie untergebracht (die später in Verruf geriet) , erneut antreten, um die vertuschte Schraubenproblematik zu bereinigen.

Mit Hilfe einer vorgeblich notwendigen “statischen Ertüchtigung” und unter Mitwirkung der  Rechtsdirektorin Müller des bundesstädtischen Rechtsamtes gelang es, diese Nachbesserung aus Eigeninteresse der Staatsanwaltschaft Bonn als seriöse Problemlösung zu verkaufen. Technische Unterstützung beim Texten dieser betrügerischen Amtshilfe leisteten offenbar  nicht ganz uneigennützig die beiden Hauptverantwortlichen, der zuständige Projektleiter Axel Herwig und der  ehemalige Geschäftsbereichsleiter Günter Schikorra, der gerade in der kritischen Phase der Baugefährdung Anfang beim KAG Anfang Dezember 2006 unbedingt seinen Chef Naujoks beim 12. Internationalen Holzbau – Forum in Garmisch Partenkirchen vertreten musste.

Guenter Wilhelm Schikorra, “der Mankos im Holzbau feststellt”, zeigt im halbstündigen Vortrag auf: “Massivbau ist vom Ablauf her am Besten planbar” und “Vor allem bei Schul- Um- und Ausbauten ist die Bauzeit der Schlüssel zum Erfolg“.

Genau die Bauzeit war aber der SGB-Leitung  beim Konrad – Adenauer Gymnasium erwiesenermaßen durch grobes Missmanagement völlig weggeplatzt, ein Grund mehr darüber nachzudenken, ob  im Stadthaus auf  Etage 3 D (Baumanagement) noch alles mit rechten Dingen zugeht.

Weil aber der Gutachter der Staatsanwaltschaft im Oktober 2007 und ein weiterer SGB Obergutachter im Juni 2008  immer noch bauaufsichtlich nicht zugelassene und teilweise gefälschte Schrauben vorfanden, weiß bis heute niemand so recht, ob, wie viele und wo diese sog. “ungeregelten Bauproduktein der äußerst unzugänglichen Deckenkonstruktion sitzen.

Einen Rückbau oder eine großflächige Untersuchung der nur zu einem Drittel “bekriechbaren” Fläche (ca. 1,0 m im Lichten) von 480 qm kann der Betriebsleiter nicht zulassen, weil das einem Schuldeingeständnis gleichkäme.

Aus persönlicher Rücksichtnahme und weil Verwaltungen unfehlbar sind, besteht seit über zwei Jahren ein Zustand latenter Baugefährdung für die Aula des KAG obwohl der gefürchtete Reißverschlusseffekt, das schlagartige Versagen und Absturz einer Unterdecke unter Friedhelm Naujoks in Bonn bereits Premiere hatte. Die Schuld wurde natürlich sofort beim Architekt und der Firma gesucht und schlitzohrig hatte damals der Betriebsleiter der Presse verschwiegen, dass bei solchen Unfällen eben auch immer das SGB im Rahmen der eigenen Bauleitung mit im Boot ist, bzw. “mitgepennt” hat.

Beim Deckenabsturz in der Anne – Frank – Schule in Bonn – Beuel waren die vorschriftsmäßigen Abstände der Deckenabhängung nicht eingehalten worden. Genau dieselbe Panne passierte der Heizungs-, Sanitär- und Montagebaufirma aus Thüringen MS-Montagebau Seiler unter Aufsicht der SGB, wobei Kadavergehorsam wichtiger war als Fachkunde.

Zwar stellte der aus Herne herbeigeeilte Gefälligkeitsstatiker Knobloch in seiner windigen Mitteilung an den SGB-Abteilungsleiter Thomas Frenzel eine Überschreitung des Sollabstandes fest (90 statt 65 cm), schätzte das “aber auf Grund des plastischen Verformungsvermögens des Werkstoffs Stahl als eher unproblematisch ein”. Nicht von ungefähr könnte sich auf Grund einer so auftraggeberorientierten Stellungnahme ein neues Forschungsfeld ergeben: “Der Einfluß von Bauterminen auf das plastische Verformungspotential U – förmiger Metallprofile in Brandschutzdecken”)

Der Tragwerksplaner aus dem nahen Herne hatte aber noch einen zusätzlichen “Kunstfehler” eingebaut und  seine Lastannahmen nicht überprüft, was einem seriösen Gutachter nicht passieren darf. Die “Baufachleute” des SGB hatten ihm nämlich nicht die vom Architekten kurz zuvor mitgeteilte Lasterhöhung angegeben, die durch die “Bastelei” der unter Zeitdruck arbeitenden Trockenbaufirma MS – Baumontage Service Seiler entstanden war.

Im Nachhinein erkennt man: mit fehlerhaften Gefälligkeitsgutachten und  Sprücheklopfen, wie nach dem Unglück in Beuel (“Ich kann ruhig schlafen”, so großsprecherisch der SGB Chef, “weil wir in Bonn wirklich alles tun, um so eine Katastrophe wie in Bad Reichenhall zu verhindern”) kommt man beim Bauen nicht sehr weit. Das vorsätzliche Unterschlagen der Schraubenproblematik, um “den Termin zu halten”,hätte bei der Aula des KAG in einem Desaster enden können.

Image or Correctness

Einer der Gründe des “Eigenbetriebsleiters” dieses Risiko in einer Aula mit offiziell 791 Sitzplätzen einzugehen, war zweifellos die öffentliche Mitteilungsvorlage 0313992NV4 von der Bonner Obebürgermeisterin Bärbel Dieckmann vom 05.09.2006 die von allen zuständigen Dezernaten und dem Leiter der Schadstoffabteilung Bruno Lossau, (Stellvertretender  SGB – Betriebsleiter) unterzeichnet war.

Beim KAG, an dritter Stelle genannt, kann man noch heute lesen: “Die Wiederherstellungsarbeiten im Bereich der Aula werden einschließlich der Schaffung einer Essensausgabesituation in Abstimmung mit der Schulleitung bis Ende November 2006 abgeschlossen“.

Die SGB Leitung entschied sich damals pro Image und contra Blamage (vermeintlicher) und verkannte, dass man mit Schutzbefohlenen so nicht umgehen darf, auch im Hinblick auf Artikel 2, Abs. 2 des GG und schon gar nicht wenn man eine Vorgesetzte als Verwaltungschefin hat, die 15 Jahre in Bonn und Köln als Gymnasiallehrerin für Geschichte und Sozialwissenschaften tätig war.

Die apodiktische Feststellung, dass  “...Arbeiten bis….abgeschlossen werden“, zu einem Zeitpunkt als der SGB Geschäftsbereichsleiter Schikorra bereits versucht hatte die störrische Fassadenbaufirma terminlich wieder “in Gang zu setzen” war äußerst verwegen, und hat, wie man inzwischen weiß, nicht funktioniert. Um wenigstens zu dem genannten Fertigsstellungstermin (“abgeschlossen”) etwas vorweisen zu können, wurden die Theateraufführungen nicht verlegt, eine riskante Entscheidung, die der frühere Hochbaumtsleiter Bergmann sicher nicht getroffen hätte. Diese Strategie, vor der Politik zu buckeln, und wegen der Termine nach unten zu treten, hat den Chef/Betriebsleiter bei den Mitarbeitern nicht sehr beliebt gemacht wie eine Umfrage zeigt.

Zulassungsprobleme

Nun gibt es aber inzwischen merkwürdigerweise sogar eine, nein, gleich zwei bauaufsichtliche Zulassungen für die völlig verfummelte Deckenkonstruktion, mit “kostengünstiger” aber unzulässig eingebauter Verkabelung (Brandlast), für die der Hersteller aus Iphofen noch im November 2008 für die Statik und im Januar 2009 für den Brandschutz eine sog. „Non – Konformitätserklärung“ ausgestellt hatte. Die unter Aufsicht des SGB mehrfach veränderte Deckenkonstruktion entspricht nicht, wie stets vom SGB behauptet, den Anforderungen an eine geprüfte Brandschutzdecke, ein merkwürdiger Widerspruch, der im überreglementiertem Deutschland überhaupt nicht vorkommen dürfte. Im Klartext: bei einem Einsatz in der Aula wissen Feuerwehr und Rettungskräfte nicht wann die Chose runterkommt. Andere Kommunen und verantwortungsvolle Bürgermeister, wie in Herford machen ein Gebäude dicht, bevor etwas passiert!

Auch dem promovierten Metallbauexperten Dr. Z.  im Referat für Bautechnik und Bauphysik des Ministeriums für Bauen und Wohnen NRW war die Sache nicht geheuer, denn er lehnte den Antrag des selbst ernannten „Bauexperten“ Naujoks (Studiengang Maschinenbau) auf „Zulassung im Einzelfall“ im Oktober 2008 ohne weitere Prüfung ab, wegen des „Variantenreichtums der verbauten Schrauben, für die keine verlässlichen Angaben zum Hersteller und zum Werkstoff vorliegen“, so die Reaktion auf den “nicht zustimmungsfähigen Antrag”, zumal “die Befestigung der Unterdecke … ohne bauaufsichtlichen Verwendbarkeitsnachweis ausgeführt” wurde.

Zwar hatte die  Städt. Rechtsdirektorin Barbara Müller, die Leiterin des Rechtsamtes, am 02.07.2008 im Rahmen des ersten staatsanwaltlichen Ermittlungsverfahrens genau diese Genehmigung nach § 23 und § 24 der Bauordnung NRW zugesagt, aber im Bonner Stadthaus ist man bisweilen äußerst flexibel, wenn es um Recht und Gesetz geht.

Wie man eine nicht zulassungskonforme, also lebensgefährliche Decke trotzdem “über die Leute bringt”, respektive den Ausschüssen und Ratsmitgliedern andient, das lernt man in horrend teuren vhw – Seminaren beim “ausgewiesenen Kommunikationstrainer und Blockadebrecher” Naujoks, der es “offenbar versteht wie  man Kommunalpolitiker um den Finger wickelt“, so ein Geschäftsführer einer  Agentur  für Erwachsenenbildung, der den Betriebsleiter früher mal für Seminare “vermarktet” hatte.

Allerdings, wenn es brenzlig wird, kommt es vor, dass der Betriebsleiter in “Chefsachen durch Abwesenheit glänzt” so die Kritik der CDU Stadträtin und Bezirksbürgermeisterin Anette Schwolen – Flümann, und sich durch Pressesprecher vertreten läßt oder durch SGB Mitarbeiter, die mit der Sache meist nichts zu tun haben und deshalb, wegen eines drohenden “Blackout” (der in den putzigen vhw – Seminaren “Kommunikation zwischen Verwaltung , Politik und BürgerInnen“  durchgespielt wird) auch nichts Falsches sagen können.

Selbstgenehmigung

Wie aber kann es angehen, dass dieObere Bauaufsicht der Bezirksregierung Köln und eine staatliche Materialprüfanstalt übertölpelt wurden?

Kann man vielleicht in anderen Seminaren des umtriebigen “Eigenbetriebsleiters” lernen, wie man “neue Strukturen, Instrumente und Verfahren in unterschiedliche Organisationskulturen” einführt, ” oder wie man die “Beteiligten für neue Verfahren motiviert” (die es eigentlich nicht geben dürfte), oder ist das ein Managementgeheimnis von Friedhelm Naujoks,  „Bärbels Dampfmacher“, der seit Mai 2004 versucht, seinen “gigantischen Output” mit postergroßen Ablaufplänen in den Amtsstuben zu dokumentieren.

Keiner kommt drauf, man nehme:

1.) den gleichen Statiker, der das Schraubenbetrugsmanöver inszeniert hat und beauftrage ihn mit einem läppischen Privatgutachten (dann erspart man sich die teuren Gebühren bei den staatlichen Materialprüfanstalten) und

2.) die gute alte Montagebaufirma, welche der Bundesstadt Bonn die falschen Schrauben untergejubelt hatte und ein Ingenieurbüro, das im Dezember 2006 ebendieser Billigbaufirma eine Mängelrüge verpasste, und deklariere sie gegenüber der MPA Braunschweig als Auftraggeber.

Schon hat man zwei Zulassungen, die herzlich wenig mit der realen Deckenkonstruktion zu tun haben, Hauptsache die Obere Bauaufsicht ist´s zufrieden und, kaum zu glauben,  sie war es auch!

Die Personalunion von Unterer Bauaufsicht (Bauordnungsamt Bonn), Bauherrenstellvertreter (SGB) und Bauleitung (SGB),  ist eine gefährdungsträchtige Konstruktion, die so in der BauO NRW im Vierten Teil, § 56, (die am Bau Beteiligten) tendenziell nicht vorgesehen ist.

Dies ist auch das Ergebnis der Untersuchungen nach dem Archiveinsturz in Köln: die klassische Aufteilung in Zuständigkeiten  muss bei Verdacht einer Gefahrenlage aufgegeben werden.

Im Falle des KAG, bei eindeutigem Kenntnisstand  müssten Untere Bauaufsicht, Regierungspräsident und Ministerium nicht abgeschottet, sondern durchlässig agieren, um dem demonstrierten Missbrauch des Städtischen Gebäudemanagements Bonn einen Riegel vorzuschieben.

Während die  Stadt Krefeld mit ihrem Bauratgeber vorbildlich beratend und aufklärend agiert, setzt man in der Bundesstadt eher auf den nichtwissenden Bürger, weil er beim egomanischen Verwaltungshandeln nicht so sehr stört.

Im Prinzip, so lernt man, ist jeder Öffentliche Bauherr in diesem Fall die Bonner Oberbürgermeisterin für den selstproduzierten Schrott genehmigungsrechtlich verantwortlich, eine Regelung, die spätestens im Falle eines aus der Spur geratenen kommunalen Eigenbetriebs à la Bonn, dringend überdacht werden müsste.

Auch im Vergaberecht ist Bonn kein Vorbild. Es wird zwar viel Reklame gemacht, aber falls notwendig in der Grauzone agiert. Das Handling des Vertragsrechts/HOAI artet zuweilen in Willkür aus und bei den sog. “Hausmeister-,  bzw. Jahresverträgen” ist vieles undurchsichtig. Herr Naujoks (SGB = “Honorardumping”) und Herr Krämer (Vergabeamt =  Abgebotsmanagement) verstehen sich deshalb trotz unterschiedlicher Parteicouleur einfach “super”, ein großes Plus für freiberuflich tätige Architekten, Ingenieure (im Gegensatz zur städt. Verwaltung volle Haftung!) und das Bonner Handwerk.

Teurer Managementfehler

Für die ganze, exorbitante Anstrengung, den bundesrepublikanisch einmaligen Managementfehler des Betriebsleiters, einen Straftatbestand vorsätzlich zu begehen und dann zu vertuschen, waren in über zwei Jahren ca. 50 Personen tätig, externe Behörden und Staatsanwaltschaft der “ersten Runde” nicht mitgerechnet. “Verballert” wurden an Steuergeldern in diesem Zeitraum ca. 650.000,- EUR und noch einmal ca. 150.000, – EUR , wenn die Decke erneuert werden muss, nämlich dann, wenn der ganze Schwindel doch noch auffliegt, und das alles, weil man, völlig realitätsfremd, “exakt im – karriereförderlichen – Zeitplan bleiben wollte”.

(Hinweis: Das Projekt wurde bereits vom Bund der Steuerzahler für das “Schwarzbuch” vorgemerkt, nicht nur wegen der verplemperten Haushaltsmittel sondern auch, weil dahinter eine mafiöse Verwaltungsstruktur steckt, in der jeder jeden deckt).

Die Angst vor dem Ausfall der Theateraufführung und einer miesen Presse war damals groß, “denn sonst”, so der inzwischen amtsintern abgeschobene frühere Geschäftsbereichsleiter Schikorra,  der nun mit dem SGB Chef über Kreuz und seit 2008 beim Energiemanagement gelandet sein soll “würden wir alle in der Zeitung stehen und wären verbrannt“.

Normalerweise, so der Baustellenkalauer, schafft man von drei Dingen – Qualität, Kosten und Termine – immer nur zwei. Friedhelm Naujoks jedoch, kaum zu glauben, schaffte von alledem nichts: ein dreiviertel Jahr Zeitverzug (ohne drohenden Rückbau), Kosten fast doppelt so hoch wie geplant, und die Qualität ist SGB – mäßig, ganz zu schweigen vom gesamtstädtischen Imageverlust bei dem nun drohenden Totalrückbau der Deckenkonstruktion, den aber  in Bonn wohl nur der Staatsanwalt qua “Amtshilfe” anordnen kann!

Verwaltungsmisere

Entlarvend auch, dass ehrenamtliche Politiker, Ausschüsse und Bezirksvertretungen von der SGB- Leitung mehrfach dreist belogen wurden, dass sich die Balken biegen.

Der Betriebsleiter erklärte nämlich vor dem SGB – Ausschuss frech, dass es angeblich gar keine Baugefährdung gegeben habe, eine Aussage, diametral entgegengesetzt zu den Ergebnissen der ersten staatsanwaltlichen Untersuchung!

In grandioser Rechtsverdrehung informierte am 27.08.2008 Friedhelm Naujoks unter dem Schutz der “geheimen” Mitteilungsvorlage (nicht öffentliche DS. Nr.: 0812144) den SGB Betriebsausschuss über das, was man im Juni 2008 “der Staatsanwaltschaft mitgeteilt hatte: Es gab überhaupt keine Anhaltspunkte für eine Gefahr für Leib und Leben” und “vor diesem Hintergrund sprach nichts dagegen, die Aufführungen des Kleinen Theaters vom 14.12.2006 bis zum 16.12.2006 stattfinden zu lassen.”

Kein Wort davon, dass er selbst erst 6 Tage vor dieser Rundumlüge vor dem SGB Betriebssausschuss am 22.08.2008 den Antrag an das Ministerium gestellt hatte, auf  “Zulassung im Einzelfall”, also mithin noch keine formale Zulassung nach § 23 der Bauordnung NRW vorlag!

Die braucht natürlich keiner, weil man sich in Bonn alles selbst genehmigt…

Auch der Bezirksvertretung Bad Godesberg, in Sorge um die Sicherheit in der Aula, wurden diese Lügengeschichten am 21.01.2009 im Rahmen einer Anfrage der FDP aufgetischt und der Stellungnahme der Verwaltung als Anlage beigefügt (Dringlichkeitsantrag DS – Nr.: 09010090 und Stellungnahme der Verwaltung DS – NR.: 0910090ST2).

Auch hier kein Wort davon, dass zu diesem Zeitpunkt für den – allerdings getürkten – Antrag auf Zulassung der veränderten Deckenkonstruktion noch kein Bescheid der MPA Braunschweig vorlag. Der wurde nämlich erst am 05.02.2009 erteilt, ein erneutes Indiz dafür wie ernst das SGB die eigene Arbeit und die parlamentarische Kontrolle nimmt, hatte doch einer der Antragsteller, der FDP – Bürgermeister Ulrich Hauschild, in Sorge um die “Pänz”,  in der Antragsbegründung nach dem Brandschutz gefragt!

Obwohl eindeutig keine F – 30 Brandschutzklassifikation gegeben ist, und ein, auch noch fehlerhaftes, Privatgutachten unter improvisierten Bedingungen zwischen Verkehrsschildern und Pollern (auf einem Bonner Tief – Bau – Hof) im Baugenehmigungsverfahren unzulässig ist, kommt die Verwaltung, zum  erschreckend verwegenen Schluss dass  die Sicherheit der Schüler gewährleistet sei” und dass “keine Maßnahmen zu Verkehrssicherheit erforderlich seien“.

Seitdem ist trotz aller vorgetragener Bedenken und nachgewiesener Unstimmingkeiten im völlig fehlerhaften Zulassungsverfahren niemand bereit die Frage neu aufzuwerfen, ob hier alles mit rechten Dingen zuging.

Auch für Laien ist sofort zu erkennen, dass der Gefälligkeitsgutachter des Betriebsleiters Naujoks weder ein vereidigter Sachverständiger ist, noch ein zugelassenes Prüfinstitut repräsentiert (Quelle: Fraunhofer Institut, Zulassungs- und Prüfstellen findet man durch Runterscrollen). Alle, auch die Obere Bauaufsicht Köln,  warten darauf, dass es der Staatsanwalt richtet, der eigentlich immer erst dann kommt, wenn die Decke schon unten liegt.

Dieser erschreckende “Modus operandi” dürfte die Erklärung dafür liefern, warum es in der BRD immer wieder zu Unglücken wie in Köln und Bad Reichenhall kommt: man taucht ab, gibt sich mit Verwaltungshokuspokus und bombastischem Wortgeklingel zufrieden, sieht zu, wie Papiere und Verantwortung hin – und her geschoben werden drückt die Daumen, dass die Decke vielleicht doch oben bleibt, ein wahres “demokratisches” Horrorszenario!

Tragisch auch, dass nicht nur der ehemalige Schlosser Naujoks mit Hilfe eines Kumpanen, sein Image mit rechtswidrigen Mitteln zwanghaft aufpolieren durfte, sondern dass auch andere Dienststellen der Bonner Verwaltungschefin Bärbel Dieckmann, u.a. das Grundsatzreferat der OB (Wilfried van Vorst) und das Amt für Recht, Versicherungen und Lastenausgleich (!) brav bei der Fortsetzung der unstreitigen Baugefährdung mitwirkten.

Telefonische Rückfragen wurden z.B. damit abgeblockt, dass die „Zuständigkeiten geklärt seien“. Manch prekäre Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz musste erst mit Hilfe der Datenschutzbeauftragten NRW und dem drohenden Gang vor das Verwaltungsgericht Köln erzwungen werden und Beschwerdebriefe über das SGB an die Oberbürgermeisterin Dieckmann landeten prompt beim Betriebsleiter Naujoks, der sich dann mit großspurigen Fünfzeilern selbst aus der Ziellinie schaffte. In Bonn gärtnert eben der Bock persönlich!

Karriereknick

Allerdings, so scheint es, könnte nun die Karriere von „Hans Dampf“ – Naujoks schnell zu Ende gehen.

Nachdem in den letzten Monaten verschleppte Brandschutz- und Schimmelsanierungen die Wogen in Presse und auch im Fernsehen hochgehen ließen und nun eine “vergessene” Schule so marode ist, dass sie fast ganz abgerissen werden muss, wird Genosse Naujoks für seine Partei zum Ballast im  kommenden Wahlkampf, zumal immer deutlicher wird, dass sein unmäßiges “Managergehalt” im Vergleich zur Leistung nicht annährend berechtigt ist. Auch die  exorbitanten Rentenzahlungen geraten nun wieder ins Blickfeld, deren wahre Größenordnung von der Verwaltung in dermaßen arroganter Manier unter der Decke gehalten wurde, dass sogar der eher zurückhaltende Bonner Generalanzeiger von “Tarnen und Täuschen” berichtete.

Abgesehen von dieser erschreckenden Bürgerferne fühlen sich nun Schüler, Eltern und Lehrer zusätzlich verschaukelt, und sicher genauso wie die Staatsanwaltschaft, „an der Nase herumgeführt“. Während der SGB Chef plötzlich behauptet dass er “Brandschutz und Personengefährdung” sehr ernst nehmen würde, war ihm bei der Instandsetzung der Aula des Konrad – Adenauer Gymnasiums (Fassungsvermögen der bestuhlten Versammlungsstätte 791 Personen) zweifelsfrei das Hemd deutlich näher als der Rock.

Zusätzlich zur alten und neuen Baugefährdung und dem Betrugsverdacht kommt vielleicht noch einiges hinterher. Mit der seit Januar 2006 stillgelegten Legionellendesinfektionsanlage, ebenfalls im Konrad – Adenauer Gymnasium installiert und ebenfalls ohne Zulassung, aber trotz überholter Technik ein Lieblingskind des „Gebäudemanagers“, könnte sich Bad Godesberg zum Waterloo von Friedhelm Naujoks entwickeln. Dass selbsternannte Machtmenschen oft über „Peanuts“ stolpern, das gilt für alle kleinen und großen Al Capone´s und Zumwinkelsdieser Welt.

Auch der Gefälligkeitsgutachter scheint “Fracksauen” bekommen zu haben, viele Internetnachweise   seiner Schraubenforschung sind verschwunden, Mail- und Faxadressen sind weg und plötzlich gibt es auch eine neue Adresse in Herne – Horsthausen (nur mit Telefonanschluss) die Beratung für das Bauwesen soll wohl ungestört weitergehen…

Stolpern könnte auch ein wenig der Vorsitzende des SGB Betriebsausschusses, Wilfried Klein, Bonner SPD – Chef, der,  mangels eines anderen Wahlkampfthemas, gerne das Bonner Stadthaus abreißen möchte, was sofort von einem Bonner “Müller – Lüdenscheidt”  als “aufs Wasser gesetzte Ente“, enttarnt wurde.

Die “reizvolle Idee” vom Abriss ist jedoch Wein aus alten Schläuchen. Schon vor vier Jahren wurde sie überparteilich diskutiert, incl. Sprengung! Die SPD tat sich auf ihrem Parteitag  bereits schwer damit. Renate Hendricks (SPD – MdL): “Ich habe Herrn Klein gesagt, dass ich diesen Vorschlag für nicht finanzierbar halte”. Das fand auch der GA Redakteur Bernd Leyendecker in seinem Kommentar “”Wer soll das bezahlen?

Was nicht so auffiel: der wahre Hintergrund des unsinnigen “Wahlkampfschlagers” könnte ein gewisser “Mehrwert” für die SPD sein, nämlich Entlastung für den angeschlagenen Genossen Naujoks mit seiner Pannenserie und mehr Luft im Haushalt für andere dringende Projekte.

“Natürlich muss das Ganze (die Ente) auf Wirtschaftlichkeit geprüft werden”, meinte Dr. Klöbner, pardon,  Wilfried Klein noch 2004 und vergisst heute, dass ca. 50% des Gebäudewertes im – schadstofffreien – Rohbau stecken. Ob der SGB Chef Naujoks seine Hausaufgaben gemacht und die von der CDU im Januar 2005 verlangten Abrisszahlen auf den Tisch gelegt hat, weiß man nicht so genau, ist auch nicht nötig, Herr Klein hilft aus.

Unterstützung zur Abrissargumentation kommt prompt von der Verwaltung: das Stadthaus sei die größte Energieschleuder, so der Bonner Generalanzeiger. Sofort halten die Grünen politisch dagegen und kritisieren den Energiebericht des Städtischen Gebäudemanagements durch die Schulausschussvorsitzende Dorothea Pass – Weingartzals “Offenbarungseid“.

Auch ein Laie erkennt sofort die Mogelpackung bei der nur absolute und keine relativen Werte in Abhängigkeit zur Größe des Gebäudes genannt sind: seriöse Bürgerinformation at it´s best, die natürlich sofort in die Partei – We(r)bsites des Dransdorfer Stadtverordneten aufgenommen werden, nicht ohne Lob für das Amt des SPD/SGB Genossen Naujoks, dessen Eigenbetrieb (s`ist meiner!) einrichtungsscharf die jeweiligen Verbrauchswerte für Heizung, Strom und Wasser auflistet und damit Rat und Verwaltung eine gute Grundlage liefert, um umwelt- und finanzpolitisch die richtigen Entscheidungen treffen zu können”.

Diese “einrichtungsscharfe Kumpanei” aus Politik und Verwaltung (um mit Taschenspielertricks eventuell den Abriß argumentativ vorzubereiten) ist verblüffend  und die Erklärung warum eklatante Rechtsverstöße des SGB wie bei der Aula des KAG parteipolitisch “geduldet, bzw. übersehen” werden.

An dieser Stelle darf man auf die Gepflogenheit aufmerksam machen, dass manche Ratsausschüsse  tendenziell nicht nur von Parteien unterwandert, sondern dominiert, bzw. besetzt werden können.

Eine milde Verquickung von SGB – Betriebsausschuss und einer großen deutschen Volkspartei erkennt man im recht offenherzigen parteinahen Aktionspaper dem sogenannten newsletter baumanagement:

Angelika Esch (u.a. stellvertretr. SPD Ratsvorsitzende, 1. stellvertr. Vorsitzende im Bau- und Vergabeausschuss, sowie Mitglied im SGB Betriebsausschuss) unterstützt von SPD – Mitglied Rolf Eichhenhorst (Mitglied im Bau und Vergabeaussschuss und im SGB – Betriebsauschuss), der übrigens keine Beschwerde – Mails mehr über den SGB Chef haben möchte, scheinen zur Entlastung einen dichten Schutzschirm um den Parteigenossen Naujoks zu bilden. Beliebtes Thema um von Pleiten Pech und Pannen und den unrechtmäßigen Aktionen im SGB abzulenken scheint der Umweltschutz zu sein: Klima, Tropenholz und papierlose Ausschreibungen.

Auch SPD – Mitglied Bodo Buhse (u.a. Mitglied im Bau und Vergabeausschuss und stellvertretendes Mitglied im SGB Betriebsausschuss), ebenso wie Friedhelm Naujoks im Aufsichtsrat der VEBOWAG wirft sich für den Genossen in die Bresche:  rundgesendete Mails an die SGB Ausschussmitglieder mit Details über den KAG Skandal werden flapsig per Mail mit der Androhung einer Strafanzeige beantwortet, ein echtes Outcoming, das zeigt worum es hier eigentlich geht!!

Stärkster Verbündeter, des immer mehr in die Kritik geratenen SGB Chefs ist jedoch Wilfried Klein (u.a. SPD Vorsitzender und SGB Betriebsausschussvorsitzender), der schon sehr früh zusammen mit Bärbel Diekmann den aus Bielefeld per Headhunter herbeigeschafften Eigenbetriebsleiter „unter Naturschutz“ gestellt hat, so ein Bonner Ratsmitglied ironisch.

In Bielefeld, wo der Immobilienservicebetrieb, wie in vielen Kommunen in einen kaufmännischen und in einen technischen Teil gegliedert ist (“Vieraugenprinzip”), war man jedoch froh,  so Insiderberichte aus Verwaltung und Architektenschaft, dass sich der unbeliebte Werksleiter “selbst nach Bonn weggelobt hatte”.

Diese Einschätzung ist plausibel, wenn man den Kommentar eines SGB – Abtrünnigen in der Internet – Betriebsbewertung kununu liest:

Oh Gott…. Nichts wie weg hier. Die schlimmsten Klischees a la “Stromberg”  werden noch übertroffen (Deutsche Comedy – Fernsehserie über den alltäglichen Wahnsinn in einer Versicherung).

Noch im Juni 2007 – die Aula war vom Bauordnungsamt noch nicht freigegeben „aber fertig gestellt“ so das Statement des beliebten SGB Chefs gegenüber der Politik,  obwohl die Gutachter der Staatsanwaltschaft noch ermittelten – blockte Wilfried Klein die Beschwerden des Architekten über das unrechtmäßige Verwaltungshandeln des “Gebäudemanagers” ab.

Als Vorsitzender des SGB Auschusses rüffelte er auf SPD Briefpapier (da es Bonner Rats – Briefpapier gibt, jedenfalls benutzt das die CDU, erinnert diese “Unschärfe” ein wenig an die alte Berliner Strieder – Panne) barsch zurück: „Ihre Behauptungen und Unterstellungen …halte ich für unangemessen und einem konstruktiven Dialog abträglich. Sollten Sie damit die sachorientierte Motivation der städtischen Beschäftigten in Abrede stellen wollen, so weise ich dies als Vorsitzender des zuständigen Ausschusses, der über die Problematik das Bauvorhaben betreffend informiert worden ist ausdrücklich zurück“.

Abgesehen, davon, dass es weder Behauptungen noch Unterstellungen waren, sieht demokratische Kontrolle  natürlich anders aus. Weil der Staatsanwalt die “sachorientierte” Motivation der SGB Mitarbeiter nun zum zweiten Mal überprüft, könnte es am Ende sein, dass der Ur- Dransdorfer und neugewählte GDKG Prinz Wilfried Klein, der über die Jusos in den Bonner Stadtrat gelangte, mit wenig Instinkt die Parteiräson über die Inhalte gestellt hätte. Oder wurde er vom Genossen Naujoks genauso belogen wie alle anderen auch?

Nach allerlei Rosstäuschereien, Belügen des Rates, jeder Menge Pannen und viel “Schaumschlagens”, sieht es so aus, als wenn Friedhelm Naujoks, der immer mal gerne, fern vom Stadthaus, den einen oder anderen Vortrag über “Vorkehrungen des Betreibers zur Abwendung von möglichen Gefahren und Störfällen ” hält (z.B. beim vhw am 05.05.2008 in Lübeck, s. vierter Eintrag im Kommunalweb) , nicht mehr zu retten ist, weil er versäumte rechtzeitig die nicht zugelassenen Schrauben – Altlast in einer 480 qm großen Unterdecke in ca. 12 m Höhe sachgerecht zu entsorgen. Immerhin einen Gewinn gibt es für die Teilnehmer des Spezialseminars des Kommunalen Bildungswerks e.V. Berlin, zu Fragen des Risikomanagements bei Eigenbetrieben : der Mann weiß, wovon er spricht (Teilnehmerbeitrag: kbw = 155,00 Euro, vhw = 295,00 Euro!).

Dies gilt auch für die vhw – Seminare über die Bewertung kommunaler Gebäude. Auch hier spricht ein ausgewiesener Fachmann, der darauf hofft, dass sein Riesenflop mit der mangelhaften Bewertung städtischer Immobilien in Vergessenheit geraten ist (inzwischen, Stand 30.05.2009,  hat der vhw alle Bewertungsseminare gestrichen).

Nicht zu retten ist wohl auch ein Bauherrenstellvertreter, der als Selbstdarsteller landauf, landab Vorträge über “Öffentlichkeitsarbeit bei Schadstoffe in Gebäuden” (Frankfurt, September 2005) und über die “Pflichten des Bauherrn bei Umbau- und Abbruchmaßnahmen” (Augsburg, April 2009) hält, während in seinen Schulen Gift- und Schimmelalarm gegeben wird.

” Die Schadstoffsanierungen im öffentlichen Gebäudebestand gehören zu den sensibelsten Arbeitsbereichen überhaupt”,  worthülste der SGB Betriebsleiter in Frankfurt.
“Wichtig ist daher insbesondere die frühzeitige und umfassende Information der Nutzer und der Öffentlichkeit. Wegen der besonderen Bedeutung koordiniert in der Bundesstadt Bonn eine eigene ressortübergreifende
Arbeitsgruppe sämtliche Angelegenheiten rund um das Thema Schadstoffe einschließlich der Öffentlichkeitsarbeit”.

Offenbar bekommt der umtriebige “Gebäudemanager” und sein Stellverteter Bruno Lossau Theorie und Praxis nicht zusammen, denn zu Hause wird das SGB des Parteigenossen wegen der mangelhaften Informationspolitik und der Vertuschungsaktionen regelmäßig von der Politik und den Eltern in der Lokalpresse gerügt.  Allerdings nicht von der SPD.

Politische Folgen

Nicht zu retten ist aber auch eine große deutsche Volkspartei, wenn sie sich eines solchen Genossen, dem Grundgesetz Artikel 2, Absatz 2 ebenso Wurst ist wie das  Personalvertretungsgesetz, nicht per Parteiausschluss entledigt.

Für die Bonner Oberbürgermeisterin, stets um Ansehen bemüht, ist am Ende ihrer Amtszeit mit dem Namen Naujoks eine doppelte Enttäuschung verbunden: erstens ist ihr Favorit nun selbst zu “Bärbels Pannenfürst” avanciert, ein Schmähwort, das man dem damaligen Hoch- und nun Tiefbauamtsleiter Werner Bergmann unterschob und zweitens hat sein “Finanzcontrolling” die exorbitante Kostensteigerung beim WCCB nicht verhindern können , und dies wohl nicht nur weil jemand öfter mit Planänderungen “nachgeladen” hat.

Während diese verantwortungsvolle Tätigkeit im Mai 2007 noch eine große Rolle bei den exorbitanten Gehaltsforderungen (175.000 EUR p.a) spielte, liest man nun, dass der Betriebsleiter, der offensichtlich noch nie ein Projekt dieser Größenordnung gestemmt hat, lediglich die Aufgabe hatte, “Ungereimtheiten bei der Vergabe von Bauaufträgen zu beseitigen“. Gebäudebewirtschaftung (Bestand) ist eben etwas anderes als die Steuerung eines Großprojektes (Neubau).

Die Meldung über diese drastischen Baukostensteigerungen sind auch insofern nicht plausibel, weil einer GA – Meldung zufolge Frau Prof. Berkthold (Yes Architecture) berichtete, dass man am Entwurf  heftige Abstriche machen musste.

Es müssten also die Young – Verteuerungen (Trägerverstärkung des Investors für Automobile an den Oberlichtträgern und die hydraulisch versenkbaren Bühnenelemente, etc.) diesen Yes – Einsparungen gegenübergestellt werden. Gibt es nachvollziehbare Kostenkalulationsstufen nach DIN 276 (Schätzung/Berechnung/Anschlag), oder haben wir es mit einem gleitenden Verfahren zu tun (sieht so aus) bei dem während des Bauprozesses ständig Veränderungen vorgenommen werden?

Dann werden vermutlich auch die 200 Mio. Euro nicht ausreichen, es sei denn, man/frau stoppt die Nachladetruppe, die vermutlich für die Betreibergesellschaftdie Spezialimmobilie konkurrenzlos machen soll. Wenigstens darüber müsste man Auskunft bekommen haben!

Dieser Dilettantismus, von dem man aber nicht genau weiß, ob das alles abgekartetes politisches Spiel ist, geht eventuell zu Lasten des Steuerzahlers und ruft bereits in diversen blogs des Volkes Zorn hervor:

“Man sollte den Leuten aus Verwaltung und Politik kraft eines Eilgesetzes bei Strafandrohung (mindestens 5 Jahre Guantanamo ohne Rückkehrrecht) verbieten sich an irgendwelchen gewerblichen Objekten, über eine reine Kreditvergabe zu weltweit üblichen Konditionen zu beteiligen” (aus: “Bonn und die unglaubliche WCC Krise“).

Anhand der gegenwärtigen Diskussion über Managergehälter und Haftungsübernahmen bei “Schlechtleistungen” staunt man dann doch über Frau Dieckmanns beschwichtigenden Kommentar. Sie meint, dass das WCCB ohne ihren Parteifreund, der offenbar nach dem Peter Prinzip schon längst an seine Bewältigungsgrenze gestoßen ist, noch teurer geworden wäre!

Die gleiche “Desinformationskultur” dann auch in der letzten Unterausschussitzung “Zukunft Bonn” am 23.04.2009: während und ein Tag später, auf der offiziellen Bonner Website, wird das Projekt von den Verantwortlichen so verquast schön geredet, dass Kenner der Szene dies als böses Omen werten. Nicht einseifen ließen sich jedoch die Parteienvertreter. Man fühlte sich informationstechnisch hintergangen, so nachzulesen im GA vom 25.04.2009 .

“Wir rennen mit unseren berechtigten Fragen gegen eine Gummiwand” so Hans-Ulrich Lang vom BBB. Auch CDU Boss Hauser ist deutlich kritisch gestimmt, während Wilfried Klein (SPD) sich mal wieder am Problem “vorbeifreut”, nämlich auf den neuen Investor Honua (immer noch ohne homepage). Keiner weiß, ob Herr Klein weiß, dass die Honua Group aus drei südkoreanischen Versicheren besteht (Dongbu Insurance, Dongbu Life Insurance und Kumho Life Insurance).

Wie beim Bahnhofsvorplatz: diesmal aber nicht drei nette Projektentwickler von Concepta, die Druck machten, dafür drei nette Investoren, die, wie die meisten Investoren natürlich kein eigenes Kapital, sondern nur das von anderen haben, das sie vermehren müssen.

Die Nr. 1 hat zwar eine südkoreanische Homepage , mit einem Zahlenschloss, das man nicht öffnen kann. Macht nichts, wer kann schon südkoreanisch! Dafür lächelt einen der CEO (Chief Executice Officer) der Nr. 2, ein Herr Jae – Hong Cho ganz freundlich an, er will sicher nur “unser Bestes”. Auch gibt es ein “Dongbu Promy Basketballteam”, na, bloß gut, dass wir in Bonn diese wunderbare Halle haben, da kann nichts schief gehen!

Bei der Nr. 3 wird man dann ebenfalls fündig, alles auf Englisch, und man liest beruhigt, das Kumho Life Insurance eine Tochtergesellschaft der großen Kumho Asiana Group ist. Na, dann ist das ja richtig, was in der Pressemeldung der Stadt Bonn stand: Anlass zu Optimismus! Leider verfliegt der sofort, wenn man auf Businnes Week feststellt, dass der “Große” den “Kleinen” los werden möchte.

Nach Meldungen der Yonhap News (anonyme Quellen) sollen auch bereits ein paar Bieter ausgestiegen sein, trotzdem hofft Kumho Asiana bis Ende April 2009 Kumho Life abgestoßen zu haben, weil die Tochter nicht genügend “Mäuse” macht. Auch The Korea Times bestätigt diese Wackelpartie.

Dass Kumho Life Liquiditätsprobleme hat, wusste man aber bereits am 02.12.2008:

“Kumho Life Insurance Co. Ltd. also has delayed listing indefinitely for now, as Kumho Asiana Group determined to sell its insurance arm due to liquidity problems”.

Hat man das der Projektleiterin und dem Projektbeauftragten , Frau Zwiebler und Herrn Hübner im Februar mitgeteilt? Hat Frau Zwiebler, sonst als Leiterin des  Amtes für Bürgerdienste tätig (Einbürgerungen, Knöllchen, etc.), am 20.03.2009 nichts davon gewusst, als sie sagte:

“Eine koreanische Investmentgesellschaft, hinter der auch große Versicherungskonzerne stünden, sei nun mit rund 90 Prozent in die Muttergesellschaft des Investors, UNCC (United Nations Conference Center), eingestiegen, da sie die meisten Gesellschaftsanteile von SMI Hyundai übernommen habe.”

Wenn ein Drittel, nämlich Kumho Life Insurance wegbricht, müssten doch eigentlich die beiden anderen, also Dongbu Insurance (das sind die mit dem Zahlenschloss) und Dongbu Life (das sind die mit dem Basketball) dieses Drittel übernehmen. Gibt es diese Garantie, oder dealt man/frau with only Yang, von dem man nur weiß, das Billionen (amerikanische!) hin- und hergeschoben werden , in der Zeitung oder real? Gibt es in dieser teigigen Investorenmasse mal Kontur?

Mit diesen Fragen kehrt sich die verordnete Optimismushaltung der Verwaltung in der bundesstädtischen Pressemeldung in ihr Gegenteil:

Der derzeitige neue Investor Honua ist also nur zu einem Drittel zu erkennen (Dongbu Life Insurance). Zu zwei Dritteln herrscht große Unsicherheit durch die “Verschlusssache (Dongbu Insurance) und durch einen illiquiden Partner, der vom Markt nicht angenommen wird = nur 33,3333 % relative Sicherheit!

Was ist also der Grund für die Übernahme des WCCB durch Herrn Yang?

Will man tatsächlich an den “vermuteten” Steigerungszahlen im Konferenzbusiness verdienen oder sind das Reklamegags wie sich das aus der ” Charleston Daily Mail ” vom 06.04.2009 ahnen lässt: Das Frank Gehry Projekt für $ 3 Billionen (!) abgewürgt (“stalled”). Nun Honua mit einem neuen Partner, Korean Air, und einem neuen Toparchitekten (Daniel Libeskind, aus “Ground Zero” N.Y. City rausgedrängt), nun gut genug für run down – Downtown LA?

Alles noch Planung auf einem Grundstück das beiden Firmen und einer amerikanischen Tochter gehört. Die Betreiber des Wohnungs-, Büro- und Hotelkomplexes sind eine Schachtelkonstruktion aus Südkoreanischen Gesellschaften bei denen öfter ein Yang auftaucht. Hofft man in Bonn auf das Yin im Angesicht einer Spekulationsstaubwolke in Rommeltaktik? Macht hier ein Panzer Staub für drei?

Sind diese Summen und die Projekte, um das momentan leidende “Downtown LA” anzuschieben, realistisch oder bildet sich hier eine Fata Morgana ab, die nur in der heimischen südkoreanischen Presse Image und Liquidität aufpolieren soll (link nicht mehr aktiv = Projekt gestorben?)

Nun tauchen wieder einige Fragen auf, z.B. ist der Zweckoptimismus, ausgestrahlt in der Sitzung am 19.03.2006 berechtigt oder ist das Pfeifen im Wald?

Mit wem haben Frau Zwiebler und Herr Hübner eigentlich sprechen dürfen in diesem sell + buy Zirkus, aber vielleicht wartet man einfach bis zur nächsten Unterausschussitzung die “Zukunft Bonns” ab…

Diese Unsicherheit war wohl der Grund für die “völlig unterschiedliche Bewertung der Sitzung des UA “Zukunft Bonn”, auch in Bezug auf das “städtische Projekt- und Controllingteam” mit Friedhelm Naujoks, der sich ja bereits schon einmal um genau denselben Betrag, nämlich um 60 Mio. Euro “verkontrolliert” hatte, allerdings nicht bei einer, sondern bei 700 Immobilien.

Herr Detmar Kühl, Abtlg. Steuerungsunterstützung, beim SGB zuständig für alles und jedes, was seinem Chef Probleme bereitet, vom Staatsanwalt bis zum aufmüpfigen Architekten, von der persönlichen Zustellung von Pseudogutachten bis zum Verfassen von Ergebnisprotokollen, muss sich auch gegen nichts verwahren. Wer bei einem 1,2 Mio. Projekt in Godesberg wegen Imageproblemen mindestens noch mal die Hälfte davon in den Sand setzt, besitzt keine Qualifikation für ein 200 Mio. Projekt in der Gronau!

Wohl in Erinnerung der Fehlbewertung städtischer Immobilien vom Oktober 2007 schossen sich die Politiker schon mal auf den “Eigenbetriebler” Naujoks ein: “Bauplanung und Baurealisierung seien nicht effektiv begleitet und kontrolliert” worden (Grüne) und scharf wird das SGB kritisiert, dass “der Verantwortung einer sorgfältigen Begleitung des Bauprojekts im Sinne der Stadt nicht im ausreichenden Maße gerecht geworden sei” (Linke).

Der BBB will wissen, wer die Verantwortung zu übernehmen hat und weil die 60 Mio. Euro Kostensteigerung “wohl im Wesentlichen der Verschleierung von Verantwortlichkeiten dienen” ist er der Ansicht, “es müssten auch Köpfe rollen“.

Ganz anders die Website der Bundesstadt. Unter der Überschrift “Anlass für Optimismus – Ziel erreichbar sagt uns das Presseamt, geschwurbelt nebulös was man glauben soll: “Die laufende Veränderung der Gewichtigung in der Gesellschaft des privaten Investors durch zusätzliches finanzielles Engagement eines Unternehmens, das bereits 20 Millionen Euro in das Bonner Projekt eingebracht hat, wird dafür als große Chance angesehen”. Dieser Worthülsenhokuspoks ist zitronenpreisverdächtig und zeugt von guter bürgernaher “Kommunikation”.

Bei diesem Wortgeklingel ist man sich nicht ganz sicher, ob die Verantwortlichen, allen voran Bärbel Dieckmann, etwas aus dem SuperGau des Bahnhofsvorplatztheaters gelernt haben. Auch damals sollte, ein bisschen an den BonnerInnen vorbei ein “Investor” das gesamte Areal der Stadt “abnehmen” im wahrsten Sinne des Wortes.

Der Deal schien schon in trockenen Tüchern, als dem Investor, der CONCEPTA, der sich als reiner Projektentwickler entpuppte, und der Verwaltung incl. Frau Dieckmann die BonnerInnen in einer tumultartigen Veranstaltung im Stadthaus die rote Karte gezeigt wurde.

Auch damals munkelt man von bereits erfolgten Abstimmungen hinter der Kulisse zwischen Verwaltung und den Profitmaximierern, alles so ein bißchen am Bürger vorbei, zu seinem Besten versteht sich!

Das ist Vergangenheit, aber heute, schon wieder, diese Worthülsen, wenn es um Millionen geht, denn zu guter Letzt im Unterausschuss wies der Vorsitzende der Bonner SPD – Ratsfraktion Klein auf die vermaledeite Weltfinanzkrise hin und meinte, andere Projekte in anderen Städten stünden “vor ganz anderen Problemen”…

Meinte er damit vielleicht das “abgestürzte”  3 Billionen US $ Projekt in Downtown LA?

Diese bonntypische Deutung komplexer Sachverhalte des SPD – Mannes aus Dransdorf, von dem böse Zungen behaupten, er sei immer nur bis Köln gekommen, ähnelt der Bahnhofsvorplatzstrategie und könnte genauso negative Auswirkungen haben. Es ist der saloppe bis fahrlässige Umgang mit Verträgen und Abmachungen beim Konferenzzentrum, wo offenbar vieles ohne Niederschrift passierte (“wer schreibt der bleibt”) , der  nun zu bohrenden Fragen Anlass gibt.

Damit scheint das gefährdet, was sich die gerade 60 Jahre alt gewordene Chefin des Parteigenossen Naujoks, Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann, so sehr wünscht: einen ruhigen Abgang vor der nächsten Wahl nach 10 Jahren ihrer “Regentschaft”, in der immer wieder Kritik an ihrer Verwaltungskompetenz aufkam.

“Wenn einem etwas Besonderes anvertraut ist “, so die Überschrift und die Würdigung in der Lokalpresse zum Geburtstag der Ehefrau des ehemaligen NRW Justizministers, dann sollte man damit vielleicht etwas pfleglicher umgehen, sonst sieht die Übernahme eines Ehrenamtes bei der Welthungerhilfe ein bisschen nach Flucht aus.

Droht nun das dicke Ende oder hebt das WCCB mit dem Cargolifter ab?

Damit zum Schluß keine miese Stimmung aufkommt, nach dieser längst überfälligen Recherche: vielleicht rückt Herr Yang, wie in LA, mit der Korean Air an, nein, nicht in Köln/Bonn, nur in Bonn, als Mitinvestor.

Korean Air hat nämlich nicht nur eine “unlocked homepage”, sondern ist der größte internationale Cargospezialist und hat in den letzten Jahren etliche Langstreckenflugzeuge vom Typ Airbus geordert, brav, brav. Allerdings kippt uns das Luftfahrtmagazin aero.de gleich wieder Essig in den Wein:

“Korean Air hat im letzten Quartal erneut einen Verlust eingeflogen und weist ein Minus von 659.5 Milliarden Won (372 Millionen Euro) aus. Das Ergebnis wurde von Währungsgeschäften und einer schwachen Nachfrage belastet.”

Also hatte Herr Klein (SPD) doch Recht: die internationale Finanzkrise ist Schuld an allem, tja wenn wir die nicht hätten…!

13 Gedanken zu “Ist Friedhelm Naujoks noch zu retten? – Straftäter im Bonner Stadthaus

  1. Pingback: WHH-Präsidentin Bärbel Dieckmann (1): Kommt der Rücktritt? | Deine - Meine - Unsere BRD

  2. Das hat aber gedauert, mit der Auladecke im Konrad-Adenauer-Gymnasium!
    http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/bonn/konrad-adenauer-gymnasium-ist-die-aula-decke-wirklich-sicher-id597059.html
    Friedhelm Naujoks ist inzwischen seinen Job als SGB-Betriebsleiter los und dem vermeintlichen Mehrfach-Straftäter droht die Kündigung und Schlimmeres!
    http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/bonn/steht-die-kuendigung-von-friedhelm-naujoks-bevor-id598696.html
    Auch der “Schraubenexperte” Dr. Ing. Manfred Knobloch
    http://bonner-presseblog.de/wp-content/uploads/2011/11/Dissertation-Knobloch-1990-Uni-Duisburg-Essen.jpg
    der schon in Herne mit Naujoks zusammengearbeitet hatte http://bonner-presseblog.de/wp-content/uploads/2011/10/archiv/naujoks-knobloch_ifg.pdf
    dürfte langsam unruhig werden.
    http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/bonn/die-umstrittene-auladecke-strafvereitelung-im-amt-id283264.html

  3. Der Protagonist der Geschichte hat mit Hilfe seiner SPD Parteifreunde und besonders durch den inzwischen ebenfalls angeschlagen Bonner SPD – OB Jürgen Nimptsch, reichlich lange durchhalten können. Das war nicht gut für den Steuerzahler, aber der Krug geht eben solange zum Brunnen…usw. usw.

    “Er ist der wahrscheinlich bestbezahlte Manager der Stadt Bonn: Friedhelm Naujoks vom städtischen Gebäudemanagement kassiert nach offiziellen Angaben rund 180.000 Euro im Jahr. Was er dafür tut ist unklar, denn von allen wichtigen Projekten – WCCB oder Zukunft Stadthaus – wurde er bereits abgezogen. Wie die Lokalzeit erfuhr ermittelt aber auch die Staatsanwaltschaft gleich zweifach gegen den Gebäudemanager. Im Zusammenhang mit dem WCCB wegen Betruges in besonders schwerem Fall. Und nun – und das ist neu – auch wegen Verstoßes gegen die Trinkwasserverordnung und Untreue“.
    http://www.wdr.de/studio/bonn/themen/2010/12/28/naujoks_281210.html
    und hier das gesamte Sündenregister:
    http://bonner-presseblog.de/2011/02/21/bonn-vom-wccb-zum-sgb-friedhelm-naujoks-2-das-sundenregister/

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  10. Tipp-1: Exklusive und aktuelle noch härtere Fortsetzung!
    Bonn: Städtisches Gebäudemanagement in der Defensive http://bonner-wirtschaftsgespraeche.de/2009/08/05/bonn-stadtisches-gebaudemanagement-in-der-defensive/

    Tipp-2: Lokalmedien können das Versagen der Bonner SPD nicht länger verheimlichen!
    Wird das World Conference Center zum Sargnagel für die Stadtfinanzen? http://rheinraum-online.de/2009/08/05/wird-das-world-conference-center-zum-sargnagel-fur-die-stadtfinanzen/

    World Conference Center Bonn: Richter blicken noch nicht durch
    http://www.ksta.de/html/artikel/1246883763150.shtml

    Urteil stellt Zukunft des WCC Bonn in Frage
    http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10490&detailid=623686

  11. Naja, Herr Naujoks eben. Großmanns-süchtig, herrisch und selbstverliebt. Und dann noch die passende Politik dazu: fertig ist das “Facility-Management-Desaster”.
    Spannend finde ich, dass Herr Naujoks auch Bücher darüber schreibt, wie man´s richtig macht. Und macht´s doch selbst nicht.

    LG, Pit

  12. Ich glaubte eben ich lese einen Bericht aus meiner Heimat. Bei uns ist so etwas ja so was von an der Tagesordnung, dass wir misstrauisch aufhorchen würden, wenns ausbliebe. Das röche verdächtig nach einem Ende meiner geliebten österreichischen “eine-Hand-wäscht-die-andere-Demoktratie”.
    Bei Euch in Eurer Vorzeige-BRD hätte ich so etwas nicht erwartet.
    Beunruhigend zu wissen, dass wir nicht allein sind.
    Yogi aus Linz

  13. Das liest sich ja wie ein Krimi über Neapel, Sizilien oder meine “Wohnstadt” vor Herrn Wowereit.
    Mich macht das mutlos. Ich würde gerne daran glauben, dass es eine gerechte Bundesrepublik Deutschland gäbe. Aber jeden Tag kommen in unserer BRD Menschen an Möglichkeiten heran, über die sie sich ungerechtfertigte Vorteile gegenüber anderen Bürgern verschaffen.
    Ist NRW besonders anfällig oder geeignet?
    Der NRW-Klüngel ist berüchtigt. Meine Freundinnen und ich nennen das Verhalten an denen Leute leiden, die eine Katastrophe ausgelöst haben und sich nicht daran erinnern können, inzwischen KÖLNZHEIMER. Obwohl Althausheimer auch zur Wahl stand, aber mit dem 2. Platz Vorlieb nehmen musste.
    Wer bei uns zukünftig egoistischen Blödsinn verzapft, wird wohl damit ermahnt werden, dass wir ihm zurufen: “Mach hier keinen Naujoks!”
    Wird das in meiner Heimatdemokratie noch schlimmer werden?
    Schlafen Gesetzgeber und Recht im verwunschenen Schloss, warten vergeblich auf einen Prinzen und geraten immer weiter in Vergessenheit?
    Wenn ich einmal eine gute Ausbildung in der Tasche habe und im Beruf stehe, möchte ich derartige Menschen nicht treffen müssen. Langsam entwachse ich dem Alter der Märchen, Legenden und Geschichten mit “happyend” und erhalte immer mehr ernüchternde Eindrücke von unserer realen BRD.
    Ich möchte oft wieder klein und ahnungslos sein.
    Wehe Euch! Vielleicht werde ich nächste Kanzlerin.
    Eure Loulou aus Berlin

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