Bonn und die unglaubliche WCC-Krise

In unserer ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn zeigen Sparkasse und Stadtverwaltung, zu welch unglaublichen Fehlleistungen sie – unter dem Mantel vollkommener Unschuld – im Bereich gewerblicher Investition und Grundstücksverwaltung fähig sind.
Das Kongresszentrum  WCC Bonn (der tiefere Sinn der verwendeten Buchstaben wird immer klarer) läuft den „Profis“ aber so was von „aus dem Ruder“, dass man sich als Steuerzahler unserer BRD nur noch fassungslos vor die Stirn fassen kann.
Es ist einfach unglaublich und ich neige zum Vorschlag, die Ortseingangsschilder gegen “Schilda” auszuwechseln.
Da haben sich Leute zusammengefunden, die einfach nichts richtig auf die Reihe kriegen und das Geld der Steuerzahler mit den fadenscheinigsten Begründungen nur so aus dem Fenster werfen. Sogar ein internationaler Investor mit zweifelhaftem Ruf (?) – SMI Hyundai  – hat schnurstracks das Weite gesucht (heuschreckenähnlich weggehüpft) und sich ohne Rücksicht auf mögliche weitere Verluste erst einmal abgesetzt. Er kennt das Spiel: “Den letzten beißen die Hunde”. Ist er jetzt der geeignete Schuldige?

Hier zeigt sich am lebendigen Beispiel, wozu Verwaltung und Politik alles fähig sind.
Hier in Bonn kann jeder an der quicklebendigen Katastrophe lernen, was voraussichtlich auf Bundesebene aus dem Engagement der Politik in unsere Banken und die Wirtschaft auch werden wird.
Finger weg von den maroden Geldinstituten, Finger weg von Firmen wie Schaeffler und OPEL.
Man sollte den Leuten aus Verwaltung und  Politik kraft eines Eilgesetzes bei Strafandrohung (mindestens 5 Jahre Guantanamo ohne Rückkehrrecht) verbieten, sich an irgendwelchen gewerblichen Objekten, über eine reine Kreditvergabe zu weltweit üblichen Konditionen, zu beteiligen.

Für Dinge von größerer Dimension als das Grundstück des Rathauses müssen unbedingt andere Lösungen her.

Vielleicht: Verantwortungsübernahme der Bürger durch Volks- und Bürgerentscheide (auch wenn’s länger dauert), die Jahrgangsbesten aus unseren Universitäten in eine Taskforce „Wirtschaft in meiner-deiner-unserer BRD“, Beratungsgremium aus Wirtschaftswissenschaftlern (ohne wirkliche Entscheidungskompetenz, da diese in sich zerstrittene Gesellschaft von Theoretikern allein auch nichts auf die Reihe bringt), …. was weiß ich. Weiteres und mehr fällt mir dazu aber auch nicht ein, ich bin nur ein kleiner, selbstständiger Kaufmann und habe genug mit meinem eigenen Neubau um die Ohren.
Aber bei mir klappt es komischerweise mit viel, viel mehr Überlegung und viel, viel weniger Geld und der von mir vorgegebene Finanzrahmen – basierend auf meinem Ersparten und meinen realistisch geschätzten Einnahmen – wird zu 100% eingehalten.
Warum klappt das niemals (wirklich niemals) bei der öffentlichen Hand?
Verschleudert die unser Geld oder rinnt es ihr nur durch die ungeschickten, schmierigen
Finger?
Dann wird es aber einmal Zeit, dass wir ihr ordentlich eins drauf geben!
Bonner Bürger wacht auf. Es ist Eure Kohle, die da in der WCC-Hölle verheizt wird.
Wir haben die kommunale, regionale Wirtschaftskrise mitten unter uns. Sie kann bei uns sogar mit Namen angesprochen werden. Achten wir auf unsere “Maßgeber” und deren Tun. Nachher wird alles, was da gerade vor unseren Augen und hinter den Kulissen verzapft wird, der wehrlosen Weltwirtschaftskrise untergejubelt.

Wir können die ersten Hinweise hierauf bereits schwarz auf weiß im “General-Anzeiger” lesen.
Der interessante und die Augen öffnende Artikel, der mich heute so furchtbar mürrisch macht, ist hier zu lesen <hier klicken>. Im General-Anzeiger gibt es noch jede Menge weitere Links zu diesem Thema und mit jedem wird es merkwürdiger und schlimmer.

:cry: Hagen der Kastellan

Was unsere BRD übrigens unbedingt noch wissen sollte:
Erst sollte das hiesige Bauvorhaben 70 Millionen kosten, dann wurden daraus  mehr als 145 Millionen, jetzt liegen wir bereits bei 180 Millionen. Und heute klopft sich die Verwaltung stolz auf die Schultern und tönt im Chor, wie erfolgreich sie doch sei, dass die Schwelle zu 200 Millionen nicht überschritten wurde.
Hat man da noch Töne?
Da kommen Erinnerungen an die ehemalige Bundesbauministerin Frau Adam (damals noch mit -Schwätzer) wieder hoch, unter derer Regie sogar ein ganzes Gebäude ins Schwimmen kam.
Oder mir fällt dazu noch die atemberaubende Kostenexplosion des Kohl-Spielzeugs “Petersberg” ein. Welches nicht mehr zum Politikum mutieren konnte, weil ihn zwischendrin der Ruf “Wir sind ein Volk” von jenseits der Mauer ereilte und ihm die Wiedervereinigung vor die Füße fiel, was uns alle von diesem für ihn sicherlich unangenehmen Thema mehr oder weniger ablenkte.
Bonn ist es seit Gründung unserer BRD gewohnt auf großen Fuße zu leben und hält sich sogar heute noch für wichtig. Dabei hätten z.B. Aachen oder Regensburg dazu viel mehr Grund.
Bonn! Wer in der Welt kennt heute noch Bonn?
:x Hagen der Kastellan

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Haben Sie auch einen interessanten Artikel gefunden, von dem unsere BRD erfahren sollte?
Tragen Sie ihn bitte hier ein oder senden ein Mail an tipp@unserebrd.de.

9 Gedanken zu “Bonn und die unglaubliche WCC-Krise

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  6. Lieber Peter, vielen Dank für den Tipp auf meinen defekten Link.
    Habe von uBRD sofort Nachricht erhalten.
    Das funktioniert gut.
    Bin übrigens sehr, sehr erfreut über die anschauliche u. kompetente Ausarbeitung zum WCC-Thema und bin sehr erstaunt über die vielen passenden Links.
    Grandiose Arbeit eines ausgewiesenen Fachmannes und Schritt für Schritt für jedermann nachvollziehbar.
    Ein echtes Bürger-Protokoll über Schamlosigkeit, Verantwortungslosigkeit und das klägliche Versagen der Ortsgewaltigen.
    Bravo!

  7. Lieber Hagen, lieber Leser,

    …und jetzt kommt es ganz dick:

    Der neue Investor, die Honua Group besteht aus drei Unterinvestoren, der Dongbu Insurance, der Dongbu Life Insurance und der Kumho Life Insurance.
    Kumho Life Insurance ist eine Tochter der Kumho Asiana, die Kumho Life wegen Liquiditätsproblemen abstoßen will, bis Ende April 2009!
    Es sind bereits einige Bieter ausgestiegen sagt Business Week (17.04.2009). Siehe auch: The Korea Times :
    http://www.koreatimes.co.kr/www/news/biz/2009/04/123_43377.html.

    Dass Kumho Insurance verkauft werden soll ist seit dem 02.12.2008 bekannt:

    http://investing.businessweek.com/businessweek/research/stocks/private/snapshot.asp?privcapId=1004772

    Da Honua´s Homepage “still under construction”, und der Zugang zu Dongbu Insurance verschlossen ist (außerdem nur südkoreanisch) , hat die Stadt Bonn also nicht 100% Sicherheit bezüglich des Investors, sondern nur 33,3333333%.

    Ausführliches und weitere Details im Absatz “Politische “Folgen in: Ist Friedhelm Naujoks noch zu retten, auf: http://www.wikio.de/news/Friedhelm+Naujoks, dort auch ein zweiter “gehobener Artikel über den 1. Flop, Fehlbewertung aus 2006, ebenfalls 60 Mio. Euro!

    Dein Link “hier klicken” verweist übrigens auf “Bonn und die Region”, ist sicher nicht beabsichtigt. Du musst den GA Artikel hochladen und dann die URL verlinken.

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