NRW Wahl: Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.

Prozentuale Stimmenanteile (Screenshot)

Beobachtet man dem Nachrichtenticker auf Google, so scheinen die Ergebnisse der NRW – Wahl nur Probleme zu bereiten. Nichts geht mehr, alles offen, das große JEKAMI = Jeder kann mitmachen und das in einer Zeit, wo stabile Mehrheiten nicht nur in NRW, sondern auch im Bund dringend notwendig sind.

Das Sitzverteilungpatt im Landtag spiegelt sich im Moment noch als Hängepartie im  Bundesrat wieder. Was im Bundesrat geht oder nicht geht beeinflußt die Bundespolitik.

Weil das Netz im Moment vollgeknallt wird mit allen möglichen Koalitionskonstrukten, Vermutungen, Theorien und Neuigkeiten aus dem politischen Ideologie – Nähkästchen fassen wir uns kurz und räumen mit einigen „Wahrheiten“ auf:

1.   trotz großer Zugewinne haben nicht die GRÜNEN gewonnen, sondern die Partei der Nichtwähler,

2.   Fakt ist: nicht die SPD hat in NRW die meisten Stimmen, sondern die CDU.  Wenn auch nur mit ca. 6.200 Stimmen. Da wird Kaspar Hauser mit seinen „Stürmern“ vor Wut in den Teppich beißen.

3.   Keiner hat gewonnen , schon gar nicht die Siegerin  Hannelore Kraft (SPD) wie man uns zunächst weis machen wollte.

4.   in Köln hat man die Wahlnacht mit einer Karnevalssitzung verwechselt: je später, desto schöner, et kütt sowieso wie et kütt.

5.  Oberschlauberger haben bereits im April mitgeteilt, dass Jürgen Rüttgers die Puste ausgeht. Zum Schluß war es aber Hannelore Kraft (SPD), die im Foto – Finisch hyperventilierte. Verdacht: Sie muss sich beim Rededuell mit Rüttgers angesteckt haben.

6.   alle waren auf  Rot – Grün, bzw. Rot – Rot – Grün fixiert.  So ein Unfug! Eindeutig verloren habe alle diejenigen, die sich vorher auf einen möglichen Koalitionspartner glaubten festlegen oder mit einer Farb – Voraussage aufwarten zu müssen. Und das waren fast alle.

Zum Nachzählen und Mitdenken wurde oben die Graphik mit den Prozentzahlen eingeblendet. Um stabile Mehrheiten zu bilden, gibt es folgende Möglichkeiten (Wahscheinlichkeit nach „Die Abendzeitung“ München):

–     Schwarz – Rot  mit 69,1 Prozent (Wahrscheinlichkeit 60%), aber wer will das schon. Hatten wir nicht alle genug davon? Außerdem hätte dann ein „Wir“ Blog „in NRW“ jegliche Bedeutung verloren. Also Fehlanzeige!

–    Schwarz/Grün/Gelb mit 53,4 Prozent (Wahrscheinlichkeit 10%),  keiner redet davon, also wird das nichts, mit Jamaika, dabei ist das so eine schöne Flagge! Sylvia Löhrmann hatte Schwarz/Grün  als Zweitoption genannt, trotz der angeblichen Widerstände der Basis. Auch das wolle man – nach Gesprächen mit der SPD – ausloten. Das sagte sie, als sie noch nicht wusste, dass es nicht auszuloten gibt. Analog dazu die Annäherung von Grün an Schwarz, mit demselben Problem, an das niemand gedacht hatte!

Achtung! Weil, die Grünen wichtiger sind denn  je, eilen nun pflichteifrigst die „politischen Engelmacher“ herbei:

„Zu Koalitionen mit SPD wie CDU reicht es nicht. Das erspart den Grünen die Erfahrung, mit den Schwarzen unter die Bettdecke zu schlüpfen“, schlägt jemand aus einer Bonner Dachwohnung vor.

–    Rot – Rot – Grün mit 53,3 Prozent (Wahrscheinlichkeit 40%) , kein Siechtum mehr mit der SPD, volles Risiko mit einem eher irrationalen Partner, Adenauer will das nicht, die Wirtschaft auch nicht, dagegen ist man machtlos!

–   Rot – Grün – Gelb mit 53,3 Prozent (Wahrscheinlichkeit 30%) , schließt eigentlich jeder aus, die FDP mag nämlich nicht, granithart, ehrlich!

Und eine Minderheitenregierung, Absturz auf Raten…?

Rot – Grün Ausschluss durch La Fontaine.

Schwarz – Gelbeinfach mit Rüttgers weiterregieren? Durchaus möglich, um Zeit zu gerwinnen.  Das geht aber nur, wenn sich alle daran erinnern, was Jürgen Rüttgers wirklich geleistet hat: die Steuersenkungspläne sind vom Tisch , das bedeutet mehr Geld für Rettungsaktionen! Die Griechen werden uns nicht mehr so lieben, wie früher, aber dankbar sein!

Fazit: In NRW geht es nur um eines: wer fällt zuerst um, damit er/sie an der Macht bleibt. Wer also kann die Schwalbe am besten, und wer behindert den Lauf des Gegners?

Wann also kommt Otto Rehagel zurück und löst Ministerpräsidentin Jürgen Rüttgers ab?

Ergänzung am 11.05.2010:

Na, endlich die Sache mit dem Fußball haben nun auch die anderen (Medien und Politik) verstanden: „wer in diesem Land etwas werden will, muss sich im Fußball auskennen“, sagt uns das ZDF

4 Gedanken zu „NRW Wahl: Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.

  1. Pingback: Wir in NRW – hello Jamaika, good bye Alfons? | Deine - Meine - Unsere BRD

  2. @ Steiger
    Leider ein abgedroschenes Muster, was uns hier durch den „Steiger“ aus dem Revier untergejubelt wird: der Wähler ist immer dann zu blöd, wenn die eigenen Wunschvorstellungen (SPD Regierung) nicht Realität werden.
    Notfalls wird mit gezinkten Karten (Rüttgers = George Dubbeljuh) miese Meinungsmache betrieben, was bei vielen Wählern aber nicht verfängt.
    Die tumben „Wahrheiten“ (Arbeiterführer, Ruhrbarone, etc.) sind einfach dämlich, denn aus Wolfgang Clement (SPD) ist immerhin ein kleiner EON – „Ruhrbaron“ geworden, der auch noch an einer Zeitarbeitsfirma beteiligt ist.
    Frau Kraft, die weder die Statur von Rau, Clement und leider auch nicht die von Herrn Rüttgers besitzt, hat uns lediglich mitteilt, dass sie gerne auch mal Ministerpräsdentin werden möchte. Soviel zu ihrer Legitimation.
    Jochen Dieckmann, der ehemalige NRW Justiz- und Finanzminister hat sich bedauerlicherweise im Januar 2007 von der NRW SPD verabschiedet. Warum wohl?
    Natürlich findet kein Mensch die Blödheiten der Rüttgersadministration gut, die völlig unverhältnismäßig von anonymen SPD – Schreiberlingen zu Stalinorgeln umfunktioniert wurden. Diesen Unfug leisten sich die anderen Parteien auch, deshalb kann man aber nicht den Partei – Gemischtwarenladen BRD schließen!

    Und diese gemeine „Kauf mich Rüttgers – Masche“ ist doch reine Demagogie, gerade wenn diese Diffamierungen vom Super-Solar Lobbyisten Ulrich Kelber benutzt werden.
    Jeder darf seine Meinung haben. Gerade weil NRW so wichtig ist (da hat der Steiger Recht) müssen engstirnige Parteiideologie und tölpelhafte Bevormundungen außen vor bleiben. Wähler haben auch das Recht auf Verweigerung. Stimmen sie mit den Füßen ab, sind sie damit nicht unbedingt Hohlköpfe wie hier vermutet wird.
    Nicht nur die CDU, sondern auch die gute alte SPD hat nämlich eines ihrer miserabelsten Ergebnisse eingefahren. Unseren Steiger, aus dem Ideologieschacht aufgetaucht, blendet wohl noch das Licht dieser Erkenntnis.
    In der Hoffnung, dass er bald wieder klar sehen kann, rufen wir ihm zu: Glückauf!

    P.S. Der Steiger scheint sich mächtig Mühe zu geben, bloß nicht aufzufallen. Seine IP Adresse: 192.251.226.206 , anonymizer2.blutmagie.de lässt ja grausiges ahnen!
    Wer steckt dahinter? Doch nicht etwa der anonyme Journalistenzoo von „Wir in NRW“?

  3. Wir sollten uns Rüttergs, den Freund der Bosse im Arbeitsanzug (Wolf im Schafspelz) vom Halse halten. Der redet vorne als Arbeitsführer aber was hinten rauskommt sind 6.000-Gesprächsangebote an die Chefs. Das passt nicht.
    Denkt an G.W.Bush, der ist auch mit nur etwa 7.000 Stimmen aus Florida, dem Regierungssitz seines Senator-Bruders, Präsident geworden, nachdem er im Nachzählverfahren mehrere ziftausend Stimmen der Wahlautomaten für ungültig erklärt hat.
    Und was ist daraus geworden?
    Rüttgers hat gerade mal 6.600 Stimmen mehr. Hat das mal jemand nachgezählt?

    Und dann diese Umfaller-Partei FDP. Wieder macht die FDP etwas ganz anderes als sie vorher vollmundig angekündigt hat.
    Hat das denn immer noch keiner kapiert, dass die FDP immer wieder ihre Zusagen gebrochen und dadurch sogar Regierungen gestürzt hat?
    Warum in aller Welt, wird ausgerechnet diese Minderheit immer noch als Verhandlungspartner angesehen, während die ganz roten als Verfassungsfeinde betrachtet werden?
    Weil die Justizministerin von der FDP ist?
    Hier stimmt was nicht im Staate BRD.
    Dieser gelbe Splitter im Fleisch der BRD hat ein viel zu großes Mitspracherecht.
    Das hat geradezu medizinische Züge und deshalb besetzen die ja auch das Gesundheitsministerium. Kleiner Splitter, große Wirkung.
    Ich ahne Übles!

    Doch grundsätzlich liegt der Hase im ganz und gar anderen Pfeffer. Allein die Wähler in NRW haben versagt. Sie waren gewarnt und trotzdem haben 40% es nicht mehr nötig zur Wahl zu gehen, und leichtfertig und ohne nachzudenken ihre verfassungsmäßigen Rechte aus der Hand zu geben. Weil sie anderweitig beschäftigt waren, den Politikern nicht trauen oder bei jeder Wahl unentschlossen sind.
    Was sind das für lächerliche Argumente?
    Wir wissen, dass genau diese demokratischen Hohlköpfe sofort am Tag nach der Wahl ihr meckerndes Maul wieder aufgerissen haben, ihr Leid beklagt und wie vor der Wahl unerfüllbare Fordeungen gestellt haben.
    Nur zur Wahl gehen diese Leute niemals.
    Stinkfaul, ungebildet oder sogar richtig doof?
    Wer weiß!
    Irgedn etwas muss es sein.
    Hallo! Merkt Ihr’s noch?
    Ihr habt genau das verdient, was ihr gerade bekommen habt.
    Ihr habt Euer Unglück heraufbeschworen und Ihr werdet es bekommen und wir mit, weil Ihr mal soeben im vorbeigehen den Bundesrat auch noch beschädigt habt. Aber natürlich auch nur etwas, halbherzig, nicht so ganz richtig.
    Voll die Kacke das alles.
    Wenn bei Euch die Erde bebt, dann ist das kein Erdbeben im Rheingraben, dann ist das der gute alte Rau, der sich Grabe wälzt und Euch nur zu gerne seinen Johannes um die Ohren hauen würde.
    Und so etwas ist ein wichtiges Bundesland in unserer BRD.
    Das 4.reichste Regierungseinheit in der EU.

    Viele, die auf diesem Blog schreiben haben ja so Recht.
    Es ist einfach nur grauenhaft.

  4. Ein witziger Beitrag, der zeigt, dass es auch anders, nämlich parteiübergreifend, mit Fussball geht.
    Erholung pur, nachdem man die „message“ von „Wir in NRW“ begriffen hat: „Und willst Du nicht mein Bruder sein, so schlag ich Dir den Schädel ein!“
    Rote Karte für Peter Tiger, Paul Panter, Loewe Opta und ihren Dompteur Adolf, pardon, Alfons Pieper. Leider fällt auch „Ruhrbaron“ Schraven auf diesen Abfall herein.
    http://www.ruhrbarone.de/ersatzpolitik-am-beispiel-der-cdu-maulwurf-affare/
    Selbsternannte „Enthüllungsjournalisten“, die auf einem Auge blind sind, und uns vorschreiben, wie wir zu denken und zu wählen haben, sind absolut wertlos.

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