Geld regiert die Welt!

Die Wirtschaftskrise in der EU, verursacht durch die schwachen Mitgllieder, die glaubten, sich unter dem Mantel der EU vor der Welt und der Weltbank verstecken zu können, ausgelöst durch die unnachahmlichen (?) Bilanzfälschungen der Griechen, sollen für uns das sein, was den Amerikanern (und dem Rest der Welt) die „Lehmans“ waren.

Immer noch hagelt es stündlich Ratschläge renommierter  Wirtschaftswissenschaftler, die allesamt schon mal irgendwann, irgendwo, irgendwie, irgendetwas vorausgesagt haben.

Heute kommt Barry Eichengreen in der FAZ zu Wort und rät, Griechenland (damit sind wohl alle „kranken EU-Staaten gemeint) müsse im EURO-Verbund bleiben, die EU und unsere BRD müssen Griechenland (damit dürften ebenfalls alle kranken Staaten gemeint sein) helfen aus der Krise herauszukommen, koste es was da komme.

Die FAZ fragt, Eichengreen antwortet.
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Morgen fragt vielleicht die Welt und Bofinger lässt wieder eine seiner berühmten Prognosen ab (es gibt gar keine Krise).
Irgendjemand sagte, die Griechen müssten währungstechnisch den EURO-Raum verlassen (ich glaube es war Herr Sinn), andere sind vehement dagegen und der Rest ist heute so, morgen so oder gar nicht.

Es ist unglaublich. Jeden Tag treibt irgendein Europäer eine andere Sau als gestern durch die Straßen, die Journalisten schreiben sich die Finger mit immer denselben Statements in immer denselben Worten und immer denselben Inhalten die Finger blutig und die Zeitungsmacher drucken dies alles, was das Zeug hält.

Was hat sich getan?

Wenn ich mich so umsehe, gibt es jede Menge Diskussion am Stammtisch. Es geht um die „Südländer“, deren lässiges Leben und die schon immer fehlende Verantwortung.
Kennen Sie den: Die Griechen, Italiener, Spanier arbeiten um zu leben, die Deutschen leben um zu arbeiten?

Diesmal sind es die Griechen. Morgen wieder die Portugiesen, dann werden die Spanier dran sein und zwischendurch immer wieder die Italiener, denn die haben neben der desolaten Wirtschaft auch noch Berlusconi und die Mafia.

Die viel beschworene Wirtschaftskrise ist eine Bühne der Spekulanten und  der Anlageberater (es gibt sie wieder) und ihrer furchtsamen, geldgierigen Kunden.
Banker können es kaum glauben, reiben sich im Minutentakt (wie unter Waschzwang) die Hände, verdienen sich dumm und dämlich, verbreiten miese Weltuntergangsstimmung und geben stündlich neue Statements über die schwierige Lage an der EURO-Front heraus.

Der private Anleger bangt erneut um seine (restliche) Altersrücklagen, seine Lebensversicherung, seine Immobilie. Der nächste Wirtschaftswissenschaftler ergreift unangemeldet das Wort und verspricht eine baldige Inflation, gerade gestern erst hat einer seiner überbezahlten Vorredner noch vor der Deflation gewarnt.
Es ist wie im März 2008, als der Wirtschaftsweise und Kanzlerberater Bofinger sagte: „Es wird keine Wirtschaftskrise geben!“ und dafür Anfang 2009 – als sogar fühlbar war, wie weit er daneben gelegen hat – zum Chef der Wirtschaftsweisen und damit zum obersten Berater der Kanzlerin mutierte.“
Das nenne ich einen Krisengewinnler.

Ich habe keinerlei Tipp für die Zukunft. Nicht einen. Sehe ich mir aber die Aktien (z.B. in „Ellas Depot“ an) und achte insbesondere auf Bankaktien, dann muss ich mich schon wundern.
Wer Staatsanleihen kauft muss mit dem Klammerbeutel gepudert worden sein.
Bankaktien sind der absolute Renner!

Und das hat ja auch seinen Hintergrund.
Banken gehen zur EZB (der Europäischen Zentral Bank) und leihen sich dort Milliarden, die wir Steuerzahler über unsere Steuern und Staatshaushalte dort eingezahlt haben. Dort erhalten ausschließlich Geschäfts-Banken Geld. Keine Firmen, keine Staaten, keine staatlichen Banken, Privatleute sowieso nicht.

Die Banken erhalten das Geld für 1% Zinsen.
Die Banken nehmen das Geld und geben es der EZB, die ja für weitere Kredite und eigene Zinszahlungen auch immer wieder frisches Geld benötigt, zurück. Dafür nehmen sie dann 5 bis 6% von der EZB.

Oder sie leihen es sofort weiter an die EU-Mitgliedsstaaten aus und nehmen dafür 8%.
Wenn sie es uns geben – als Konsumentenkreidt – wollen sie sicherlich noch mehr.
Warum in aller Welt sollte ich also Staatsanleihen kaufen?
Vielleicht meines Staates, der so dumm ist eine solche Bank zu gründen?
Warum nicht lieber Bankaktien?

Hören wir in Radio und Fernsehen Banker über die schwere EU-Krise reden?
Lesen wir in den Zeitungen was Banker uns über die Krise mitzuteilen hätten?

Still ruht der See. Die Banker haben gar keine Zeit sich mit uns zu unterhalten. Die sind den ganzen Tag damit beschäftigt, sich durch „Versicherungen“ gegen Währungsverluste abzusichern,  billiges Geld von der EZB zu holen, es so teuer wie möglich unters Volk zu bringen und die verunsicherten Kunden wie in früheren Zeiten um ihre Zuklunft „zu beraten“.

Irgendwie ist alles beim alten geblieben.
Immer noch dreht sich alles um Geld, ganz zaghaft kommen mal Wortfetzen wie Umwelt und Klima durch, aber dann wird wieder alles in den Geldstrudel gerissen, der gerade alles Vorhandene neu verteilt. Und damit der Strudel nicht plötzlich leer und damit glühend heiß läuft, drucken die Notenbankpressen in einem fort, Geld, Geld, Geld, Geld und immer mehr Geld.
Natürlich bestreiten sie dies. Wäre ja noch schöner, wenn sie das zugeben würden. Aber irgendwo muss es doch herkommen!
Wir brauchen wahrscheinlich noch viele neue Geldpressen. Wir wollen ja auch noch die Steuern senken und damit die Wirtschaft ankurbeln. Vor allem die inländische Wirtschaft, denn dies – so Eichengreen – wäre dringend erforderlich, um eine Deflation zu vermeiden.

Da fällt mir der gute alte Müntefering ein, der sich schon nach der 2. Schröderwahl dafür aussprach, dass die Bürger ihre Sparschweine auf den Tisch warfen, um die Inlandsnachfrage zu stimulieren und als das nicht geschah, sich darum kümmerte, dass den Bürgern – wie auch immer – das Geld auf andere Weise aus den Taschen genommen wurde, um es z.B. der immer hungrigen EZB überweisen zu können.

Per Mail von Babette aus Glauburg
Babette fragte bereits Anfang 2009:  „Bringen Grüne Milliarden uns aus der Krise?

2 Gedanken zu „Geld regiert die Welt!

  1. Europa zu schaden hat bei uns eine lange Tradition und kommt von ganz oben! Zeus, unser Göttervater und Vorbild für viele andere Religionen, hat sich maskiert bereits an Europa herangeschleimt, sie nach Herzenlust gevögelt und dann mit Schimpf und Schande allein in der Sch… sitzen lassen (ohne Alimente und so etwas zu berappen). Papa Zeus hatte ja auch niemals Geld und konnte deshalb damit auch gar nicht umgehen. Er war ein durch und durch korrupter, stinkfauler, schreib-, leseschwacher Partylöwe und Lebemann. Heute bekäme dieser Kerl nicht einmal einen Hauptschulabschluss. Rücksichtnahme, Ehrenwort, Wahrheit, Anständigkeit, Zuverlässigkeit waren Begriffe, deren Sinn er nicht einmal kannte. So etwas nennt man schlicht und ergreifend „egoistisch und schwerst asozial“. Dauernd mussten seine Griechen ihm opfern. Und das nicht einmal knapp. Meistens – das wussten die Leute nicht einmal – guckte er sich die mühsam zusammengeklaubten Opfergaben nicht einmal an. So ein Schnösel war er.
    Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Deutsches Sprichwort – ohne griechischen Ursprung.
    Was erwartet die Welt eigentlich von seinen bedauernswerten, armen, in seinem Geiste unerzogenen Kindern?
    Jeder Europäer wusste doch, als wir Griechen mit leeren Taschen vor Europa standen, auf was er sich einließ. Sogar Griechen, die bereits im Ausland leben, warnten Europa. Aber nein, Europa wurde wieder schwach (oder schwachsinnig) und ließ sich erneut auf eine verhängnisvolle Affäre ein.
    Wieder wurde Europa nach Herzenslust gebumst – auf griechsich. Und Europa hielt still.
    Was soll man dazu noch sagen?
    Wer hat da eigentlich die größere Schuld?
    Jetzt sollen wir plötzlich die Suppe ganz allein auslöffen. Allein?
    Oh nein, das geht gar nicht. Nicht mit uns stolzen Griechen. Schließlich stammen wir nicht nur von Zeus, sondern auch von Big Alexander und Herkules ab. Also seht Euch mal lieber etwas vor.
    Helft uns lieber man erst einmal schön aus der Patsche, gebt uns Kredite, egal zu welchen Zinsen, wir zahlen sowieso max. die Hälfte davon zurück. Maximal!
    Und wenigstens bei diesem Punkt da könnt Ihr 100% sicher sein und Euch auf uns voll und ganz verlassen. Da halten wir unser Wort.

    Der griechische Staat reduziert schließlich momentan die Löhne bei unseren hunderttausende zählenden Beamten und erhöht als Konsolidierung (auch ein griechisches Wort? Das heißt zum Ausgleich dafür…) für alle Griechen die Steuern. Also zumindest für die einfachen Bürger gibt es weniger Zaster und zum Ausgleich dafür höhere Steueren. Bei den Millionären auch? Na, da muss unser Ministerpräsident erst noch einmal überlegen. Da wird er wohl eher nicht damit durchkommen. Das sind ja schließlich die griechischen Hoffnungsträger. Leistungsträger wohl eher nicht.
    Unser Ministerpräsident geht gerade auf diese Bevölkerungsgruppe mit großen Schritten zu und stellt keine neuen Staatsdiener mehr ein. Ganz besonders toll finden wir Griechen die Entscheidung unseres Ministerpräsidenten, dass die Finanzbeamten, die eben gerade erfolgreich ihre Ausbildung/ ihr Studium abgeschlossen haben und nun die dringend erforderlichen Steuereinnahmen eintreiben könnten, gar nicht mehr in den Staatsdienst übernommen werden.
    Er hatte es ihnen zwar bei Ausbildungsbeginn fest versprochen, aber was sind seine Reden von gestern heute noch wert?
    Ist das nicht ein vertrauenswürdiger, toller Präsident?
    Welches andere korrupte Land hat so eine Spitzenkraft in der Regierung?
    Da muss man lange suchen, um so etwas noch zu toppen.
    Was ich aber total super finde ist, wir sind nun anerkannte Europäer und – jetzt ist es 100% amtlich – wir bleiben es auch. Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, die wir fortan gemeinsam mit allen andern Europäer durchstehen werden.
    Jetzt und auch in Zukunft. Wir freuen uns übrigens auf eine gemeinsame Zukunft mit Euch allen – besonders mit Euch reichen, sparsamen Deutschen – im europäischen Haus. Auf Euch kann man sich in Krisenzeiten wenigstens verlassen. Das beruhigt mich ungemein und gibt mir Kraft zu heiraten, viele griechisch-europäische Kinder zu zeugen und ihnen die Mythen unseres Göttervaters bis ins Detail zu erläutern.
    Ich seh ganz gut aus. Ich sollte mir eine deutsche Frau aus gutem Hause nehmen. Ich kann ja mal erzählen, ich wäre griechischer Reeder und hätte eine Tankerflotte. Das hat ja schon mal für einen der Unseren ganz gut geklappt. Wenn es eng wird, ist diese gigantische Armada eben gerade „untergegangen“ und ich melde den Schaden einer Versicherung, die sich auf „Leergeschäfte“ versteht. Ich lerne dies Geschäft krisenbedingt gerade eben erst kennen.
    Was Ihr uns so alles beibringt? Eure Ideen sind der reine Wahnsinn. Ehrlich. In Krisenzeiten kann man wirklich was lernen.
    Ich muss schon sagen: „Gut gelaufen Zeus, alter Junge.“
    Mann, aber es war verdammt knapp!
    Bei Gelegenheit bring ich Dir mal wieder ein Opfer.
    Wie wär es mal wieder mit einer lecker europäischen Jungfrau?
    Du kannst ihr ja mal den Stier machen.
    Yamas Europa!!!!
    :P

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