Ulrich Kelber (SPD) ist kein GRÜNER

Nicht nur Ulrich Kelber weiß genau, dass die Stimmen der Bonner SPD Wähler nicht für seine Erststimmenkampagne zum Erreichen eines Direktmandates ausreichen. Und wie schon zur OB Wahl wird der Bonner SPD-Klüngel anscheinend auch jetzt wieder tatkräftig von einigen Bonner Medien, allen voran ist der Bonner General Anzeiger zu nennen, im Wahlkampf unterstützt.

In der Serie „ Bundestagskandidaten im Porträt“ vom 17.09. stellt Frank Vallender den SPD Kandiadten Ulrich Kelber vor als “Ulrich Kelber, der grüne Sozialdemokrat”, und nimmt im weiteren Text den vermuteten Wahlerfolg des Kandidaten durch einen deutlichen Verweis auf die beiden vorherigen Erfolge bereits vorweg: „Der SPD-Politiker hofft darauf, ein drittes Mal das Direktmandat zu holen.“ Das geht wohl weit über eine neutrale Kandidatenvorstellung und unpolitische Berichterstattung hinaus.

Die Bonner GRÜNE führt keinen Koalitionswahlkampf! GRÜNE Themen werden am besten und unabhängigsten durch GRÜNE Kandidaten, und für Bonn ist es Katja Dörner, vertreten!

Warum Ulrich Kelber nicht „grün“ ist?

1. GRÜNE sind in ihrer Entscheidungsfindung und Interessenvertretung unabhängig. Kelber tritt als Verfechter für erneuerbare Energien offenbar in die Fußstapfen von Atomlobbyisten, und lässt sich durch extrem hohe Wahlkampfspenden aus der Solarindustrie unterstützen: FOCUS. Das ist auf keinen Fall GRÜN!

2. GRÜNE in Bonn waren auch noch nie Befürworter von 1 Euro Jobs! Auf rheinraum-online.de schreibt ein Wolfgang Wobido als Kommentar zum WCC Desaster und Wahlkampf in Bonn:

Auszüge:
„…Man muss nicht Rügemer oder Wallraff heißen um zu erkennen, dass in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn manches im Argen liegt. Nur leider ist der Mensch von Natur aus vergesslich…“

„…Nein, nicht nur die Noch-OB Bärbel Dieckmann und die Verwaltungsführung hat dieses Finanzchaos zu verantworten. Vorne weg der SPD Vorsitzende Klein (ich weiß von nichts), Herr Hümmrich von der FDP (beruft sich eher aufs Bankgeheimnis, ähnlich der Herr von der Sparkasse Köln/Bonn, dazu kann ich nichts sagen)…“

„…Ich behaupte, wäre dieser WCC Skandal früher angepackt und im Detail bekannt geworden, wäre die Kommunalwahl in Bonn anders verlaufen…“

„…Auch die Bonner SPD unter der Federführung von MdB Ulrich Kelber (Aufsichtsratsmitglied der SWB) ist keine Ausnahme im Bonner Klüngel….“

„…Ich erinnere daran dass Ulrich Kelber die treibende Kraft war bei der Einführung von Ein-Euro-Jobbern als so genannte Fahrgastbetreuer (und anderen?) bei den SWB was inzwischen wohl dank ARGE nicht mehr machbar ist. Durch diese ca. 350 Ein Euro Jobber haben sich die SWB saniert und Millionen auf dem Rücken der Armen und Schwachen dieser Gesellschaft verdient…“

Das ist auf keinen Fall GRÜN, und übrigens auch nicht sonderlich sozial.

Die GRÜNE Katja Dörner braucht jede Wählerstimme um ihre sehr erfolgreiche und nachhaltige Arbeit um Bundestag fortsetzen zu können!

In Bonn sind die GRÜNEN jetzt drittstärkste Kraft, und das soll auch nach der Bundestagswahl bundesweit so sein! Weder lokal noch national wird deshalb ein GRÜNER Koalitionswahlkampf geführt. Lasst Euch also nicht blenden und von den Bonner Medien instrumentalisieren.

Informiert Euch selbst bei Katja Dörner

16 Gedanken zu „Ulrich Kelber (SPD) ist kein GRÜNER

  1. Pingback: Bonn - Blog - 21 Sep 2009

  2. Die Dame schlägt die Buben …

    Zum Wahlkampfabschluss hat Katja Dörner ihre Bonner Gegenkandidaten zum Doppelkopfspielen eingeladen. Katja Dörner

  3. @Milan: Ich hatte es nicht falsch verstanden.
    Meine Befürchtung ist allerdings, dass die aktuell existierenden Stromsubventionen, die uns heute bei der Vorauskalkulation im Beratungs-Verkaufsgespräch „versprochen werden“, tatsächlich nicht auf die gesamte Laufzeit gewährt werden.
    Ich fürchte, ich muss zu den Anschaffungs- und Installationskosten, noch einen unabhängigen Energieberater und später noch einen Rechtsanwalt hinzuziehen, die das Angebot, die Verträge und die bestehenden Gesetze prüfen, damit wir nicht noch am selben Tag auf die Nase fallen.
    Ich versteh das bis heute so, dass es erforderlich ist, weil die Interessenslage der an der Solartechnik beteiligten Hersteller, Lieferanten, Energieriesen und subventionierten Politiker eine unklare und sich im permanenten Wandel befindliche Rechts- und Wirtschaftsgrundlage und eine rasant fortschreitende Technik geschaffen haben.
    Ziemlich aufwendig, um wirtschaftlich Energie zu sparen. Nicht wahr?
    Ok, aber das ist mein persönliches Einzelproblem und nicht das Thema bei Euren „Kelber- und Solarworld“-Beiträgen“.
    Ich danke nochmals für die Hinweise und will mit meinem Anliegen Eure Diskussion nicht unterbrechen.

  4. @Ellionore:
    Nicht das wir uns falsch verstehen, ich bin nicht gegen Solarenergie!! Ihr solltet Euch da einmal von einem Fachmann (Architekt/Energieberater) informieren lassen. Dabei würde ich darauf achten ob sich die Installation noch rechnet wenn die Subventionen gestrichen werden.

  5. Vielen Dank für die informativen Hinweise. Jetzt bin ich tatsächlich etwas klüger.
    Ich habe inzwischen auch die Ansichten Eurer Ella über die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen gelesen. Interessant.
    Unsere Großfamilie plant unsere 3-Generationenhaus (Bj. 1965, umgebaut 1995) zu modernisieren, ohne dass unsere 3. Generation später alles noch einmal machen muss.
    Da ist uns jeder Tipp, jedes Argument und jede Meinung sehr hilfreich.
    Auch wenn es sich um eine politische Auseinandersetzung handelt.
    Vielen Dank.
    Ellionore aus Hameln
    Ich nenne euch meinen Wohnort ebenfalls, weil ich den Vorschlag von Karin sehr gut finde.

  6. Ich habe einmal nach „Asbeck Subventionen“ gegoogelt und siehe da: Frank Asbeck votiert für einen Senkung der staatlichen Subventionen. Er möchte den finanzielle schon arg gebeutelten Stromverbraucher vor unnötigen Belastungen schützen, da die Weltmarktpreise gefallen seien.

    Hier der Artikel von Börse-Online
    und hier die Google-Seite mit den vielen gleichlautenden Suchergebnissen.

    Fragen:
    Zieht Herr Asbeck von Solarworld vor unser aller Augen nur eine Schau ab?
    Was will er wirklich damit erreichen, dass auch seine Anlagen weniger subventioniert werden?
    Welche Rolle soll Herr Kelber dabei spielen, unterstützt auch er eine Reduzierung der Subventionen?

    uschuesse-in-Frage/512340.html

  7. Kelber präsentiert sich im aktuellen Wahlkampfflyer als „Verbraucherschutzpolitiker“. Das ist lächerlich!

    Verbraucherverbände gegen Solarsubvention:

    “…Wenig Energie für viel Geld: Nicht einmal ein Prozent der Stromerzeugung macht die Sonnenenergie aus – dafür mussten Verbraucher allein im vergangenen Jahr 2,2 Milliarden Euro zahlen…”

    “…Nirgendwo auf der Welt müssen Verbraucher für Solarstrom so viel zahlen wie in Deutschland – auch dank Ulrich Kelber. …”

    “…Die Zeche zahlen die Verbraucher: Sie koste die Kilowattstunde aus Sonnenenergie sechsmal so viel wie der durchschnittliche Börsenpreis für Strom, rechnet die Verbraucherzentrale vor…”

    Echte Fründe

    WDR-Lokalzeit Bonn

    ‘Gläserner Abgeordneter’ Ulrich Kelber verweigert Transparenz

  8. @Karin & Frank: Ulrich Kelber hat sich nicht „absichtlich“ korrumpieren lassen. Er vertritt seine politischen Einstellungen mit echter Überzeugung. Genau das ist aber im Zusammenhang mit den Asbeck Spenden schlimm. Weil ihm die notwendige Selbstreflektion fehlt bekommt er nicht mit, dass andere ihn „benutzen“, hier konkret Frank Asbeck zum Subentions-Wohle seiner SolarWorld. Das ist viel gefährlicher als nachweisbare Korruption, weil subtiler, und bei Kelber kommt „Scheingläserei“ hinzu.

    25.000 Eur seit 2007 järlich von Solarwaorld gezahlte, personengebunde Bundestagswahlkampfspende, das verdient manch ein(e) Bundesbürger(in) nicht als Jahresgehalt!!!

    In Bonn gibt es zusätzlich ein weit verzweigtes Interessennetzwerk, Stichwort Asbeck (Solarworld), Ulrich Kelber (SPD), Martin Schilling (SPD). An der Aufarbeitung wird aktuell gearbeitet.

    In Bonn steht nach 15 Jahren „Regierung“ die SPD in der Kritik, woanders CDU oder andere. Deshalb Augen auf und Drauf! Mit der Wahl am Sonntag ist es nicht vorbei;-)

  9. Wir haben noch nicht alle BERICHTE AUS BONN gelesen, die DEINE-MEINE-UNSERE BRD hier bereithält. Vielleicht müssen wir noch einmal ganz vorne anfangen.
    Aber eines ist uns ganz Zuwider, dass es Politiker gibt, die sich Wahlkampfspenden geben lassen, sich dann noch dennoch Volksvertreter nennen und sich ungeniert zur Wahl stellen.
    Ein HartzIV-Empfänger, der einen gerechten Politiker für seine Anliegen braucht, könnte ihm nichts anbieten. Also kommt er bei dieser Praxis ganz mies weg.

    DAS SOLLTE UNBEDINGT VERBOTEN UND GANZ RICHTIG HOCH BESTRAFT WERDEN!

    Diese schlechte Angewohnheit ist offenkundig überall in der Poltik bei den Politikern verbreitet und sie suchen sogar aktiv nach Spendern. Offen und versteckt. Diese Personen müssen enttarnt und schlicht und ergreifend in einem öffentlichen Schnellverfahren ohne Pensionsansprüche aus ihren Ämtern vertrieben werden. Weg mit ihnen und ihre Namen ins Internet. Das ist nämlich ganz schlicht und einfach KORRUPTION. Nichts anderes. Auch wenn sie es uns gegenüber anders nennen, es rechtfertigen und sich dafür sogar Gesetze geschaffen haben. Gesetze, um in diesem Sumpf aus Schmiergeld und Schwarzgeld weiße Westen zu behalten.

    Die Praxis, dass Politiker Spenden annehmen ist und bleibt schlicht weg UNGERECHT gegenüber denjenigen, die sich für einen POLITIKEREINKAUF eben nicht mal schnell eine Spenden leisten können, weil das Haushaltsgeld einfach zu knapp ist. Wie bei uns zu Hause zum Beispiel. Unsere Familie fühlt sich dadurch gröblichst benachteiligt. Übers Ohr gewatscht.

    Wir haben fast fertig!
    Den Rest erhalten unsere Politiker von uns in den Wahlkabinen.
    Wartet es nur ab. Wir sind nicht allein.
    Karin und Frank

  10. Pingback: Ein panisches Vögelchen zwitschert heute wie wild | Deine - Meine - Unsere BRD

  11. Guten Tag Herr Pistorius,

    leider gibt es eine Analogie zu Herrn Kelbers Strategie und das ist der Wahlkampf des Bonner OB Kandidaten Jürgen Nimptsch: wenn es knapp wird bei der Wahl, ist Tricksen, Tarnen und Täuschen angesagt. Nofalls wird auch mal ein wenig „gemobbt“, diffamiert oder auch geflunkert und „umgemünzt“.

    http://bonner-presseblog.de/2009/08/24/bonn-jurgen-nimptsch-und-die-schmutzkampagne-gegen-christian-durig/

    Leider ist das ein generelles Phänomen, aber die SPD scheint es am nötigsten zu haben.
    Unverständlich, wie man mit dem Erbe von Carlo Schmidt (Staatsrechtler), Willi Brandt (Journalist) und Helmut Schmidt (Diplomvolkswirt) umgeht!

    Auch Herr Steinmeier (Jurist) wurde durch die Wahlanalyse der Süddeutschen Zeitung nach dem Rededuell „entlarvt“: Steinmeier: dreimal Fakten verbogen, Merkel: einmal.

    Notfalls geschieht das mit so subtiler Unterstützung der Presse, dass „Normallleser“ nur eines Mediums kaum dahinterkommen.

    http://www.unserebrd.de/2009/08/20/bonn-unserioser-bonner-wahlkampf-bedroht-ob-kandidat-jurgen-nimptsch-spd/

    Aufklärung und Durchleuchtung liegt nun bei den Bloggern und den online – Medien, die interaktiv und schneller als die Printmedien mit ihren Leserbriefen sind (die öfter auch mal gekürzt oder „umredigiert“ werden).

    Zu beklagen ist aber nicht nur die Strategie der „Pattex – Politiker“ – am Sitz kleben um jeden Preis – oder der „Ich will hier rein“ – Mentalität sondern auch das Abtauchen wenn es um Verantwortung geht:
    Herr Kelber („stark in Bonn gut für Berlin“) hat sich bisher zum Desaster des WCCB in Bonn nicht geäüßert, das nun langsam auch über die Grenzen der Republik hinaus Aufmerksamkeit erregt:

    http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3941&Alias=wzo&cob=439250

    Dabei müsste er seiner Kollegin beistehen. Solidarität passé wenn es um Konflikte kurz vor dem Wahltermin geht?

    Das WCCB gerät nämlich immer mehr zu einer Causa der Parteigenossin und Verwaltungschefin Bärbel Dieckmann, ehemaliges Präsidiumsmitglied der SPD.

    In ihrer Erklärung auf ihrer Internetseite zu diesem Amt sah sie „die Chance, für Bonn und die Bedeutung der Kommunalpolitik zu werben“.

    Genau die ist offensichtlich durch ihre vermehrt zu beobachtende „Gutsdamenart“ unter die Räder geraten, denn wie sich bei der letzten Ratssitzung herausstellte (der Bonner GA berichtete nicht!) wurde der Souverän, die BürgerInnen vertreten durch den Rat nicht nur wenig, zu spät oder garnicht, sondern auch regelrecht desinformiert.

    Diese peinliche Enthüllungsgeschichte beginnt jetzt erst.
    Dadurch wird genau das Gegenteil von dem erreicht, was Frau Dieckmann all die Jahre so bewegte „die Zukunft „Ihrer“ Bundesstadt, die ins Internationale verschoben werden sollte.

    Das Konzept dazu, eine Gemengelage aus Verwaltungsinsidern und Karnevalsbegeisterten für das WCCB einzusetzen, in wesentlichen Fragen am Rat vorbei, war dilettantisch und undemokratisch zugleich.

    Im Moment warte ich auf die Antwort von Ulrich Kelber zu meiner Frage in seinem Gästebuch:

    Sehr geehrter Herr Kelber,

    Sie haben als einer der ersten MdB´s auf Transparenz gesetzt und sind damit als SPD Abgeordneter positiv wahrgenommen worden.

    Bonner BürgerInnen, egal welcher politischer Ausrichtung, haben nun große Sorge um das Bonner Zukunftsprojekt WCCB, das „abzustürzen“ droht. Selbst wenn es gerettet werden sollte, könnte durch merkwürdiges Verwaltungshandeln Ihrer Parteigenossin Dieckmann ein Schaden in zweistelliger Millionenhöhe für den Steuerzahler entstehen. Ein genauso großer Schaden ist bereits dadurch entstanden, dass über Monate keine, zu wenige und nachweislich z.T. sogar falsche Informationen aus dem Stadthaus in Richtung Rat und Bevölkerung flossen.

    Der Vertrauensverlust hat dazu geführt, dass der Rat mit Mehrheit, quasi symbolisch, Bärbel Dieckmann als OB „abgewählt“ hat.

    Über die Problematik zum WCCB ist viel geschrieben worden. Von der Bonner SPD wurde dazu bisher geschwiegen. Der SPD Fraktionsvorsitzende Klein („Das WCCB nicht in Frage stellen“) und der designierte SPD – OB Nimptsch („WCCB – Problem beherrschbar, in der Ruhe liegt die Kraft“) haben zwar etwas gesagt. Das ist aber bei weitem nicht ausreichend für die BonnerInnen, welche die von ihnen gewählte OB nicht mehr verstehen und nach Erklärungen suchen.
    Die simple Deutung „wir sind unter die Räuber (Koreaner) geraten“ entpuppt sich mehr und mehr als Schutzbehauptung.

    Mich würde interessieren wie Sie als Bonner Bundestagsabgeordneter zum Thema „Demokratieverdrossenheit durch intransparentes Verwaltungshandeln“ stehen, zumal von Ihnen bisher zum WCCB Projekt nach meiner Kenntnis nichts zu lesen war.

    Mit freundlichen Grüßen

    Peter Riemann

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