Bist Du OPEL?

Herr Minister Tiefensee (SPD), Vertreter der Beteiligung unserer BRD bei der Bundesbahn, setzt sich für eine Staatsbeteiligung bei OPEL ein. Möchte er uns nahelegen, dass wir nun OPEL kaufen sollten, vielleicht die Bundesautobahnen mit Bundes-OPEL-Fahrzeugen füllen? Vielleicht denkt er auch daran Mautstellen einzurichten oder das Mautsystem auf OPEL zu erweitern, um die Kosten für die Rettung OPELs wieder hereinzubekommen. Oder beabsichtigt er Herrn Mehdorn samt seiner CIA-Truppe aus der Bundesbahn herauszunehmen und diese einen neuen Staatsbetrieb „OPEL-Deutschland“ börsenreif machen zu lassen?

OPEL ist seit 1929 keine deutsche Firma mehr. Genauso wenig wie Lehmann. Wir müssen nicht alles retten was deutsch klingt. Wenn wir so auf deutsche Tradition und unseren guten Ruf achten, müsste im Bundestag auch ein deutscher Schäferhund an der Wand hängen und kein Adler.
Wo war unsere Regierung als Märklin an der Geschäftskunst der Investoren zugrunde ging?


OPEL braucht nach heutigen Zahlen 3 Milliarden EURO, um zu überleben.
Das ist ziemlich viel, aber ich glaube, dass sich diese Zahl  noch um ein Vielfaches erhöhen dürfte, wenn der Staat seine Hilfe erst einmal zugesagt hat. Dann ist die Geldquelle „unsere BRD“ angebohrt und das Geld fließt und fließt und fließt.
Mehr als 3 Milliarden ist dieser vor der Pleite stehende Betrieb wohl auch nicht mehr wert. OPEL war immer ein Zuschussbetrieb und hat niemals schwarze Zahlen geschrieben.

Ich würde anraten, dass diejenigen, die OPEL heute durch Staatshilfen retten lassen wollen, OPEL einfach selbst retten und allesamt diese Firma kaufen. Inklusive Herrn Tiefensee.

Heute treffen sich rund 15.000 Opelaner, um für den Erhalt zu demonstrieren. lasst jeden einen verbindliche Absichtserklärung unterschreiben, dass er bereit ist sich am Kauf von OPEL zu beteiligen.

Die Gewerkschaft ruft heute dazu auf, dass sich die Strukturen und das Management ändern.
Ich finde das gut und habe spontan eine Idee:
Vielleicht hat OPEL heute in Europa 25.000 Mitarbeiter. Die könnten doch ganz leicht 3 Milliarden aufbringen. Wo ist das Problem?
Es wären pro Mann und Maus 120.000 Euro. Der Wert eines Eigenheims , aber ein Firmenanteil mit aktiver Mitbestimmung und garantierter ERFOLGS- / Gewinnbeteiligung. Vielleicht sogar ein Arbeitsplatz mit Beschäftigungsgarantie. Auf jeden Fall ein Arbeitsplatz, den man an seine Kinder vererben oder im Alter mit hohem Gewinn (?) verkaufen könnte.
Also eine „bombensichere“ Investition in die Zukunft.

Diese Summen könnte unsere BRD den einzelnen Opelanern vorfinanzieren. Sagen wir einmal mit variablem Zinssatz, der sich der aktuellen Marktlage anpasst.

Der Betriebsrat von OPEL hat sogar die Zahl von weltweit  500.000  Interessierten vorgetragen.
Na bitte, dann reduziert sich der Betrag von 120.000 Euro pro Mitarbeiter auf 6.000 Euro je Interessierten.
Ist das nix? Da mache sogar ich mit.

Ich sage voraus, dass es dann bei OPEL kein Interesse mehr an  Gewerkschaftsversammlungen gibt, dann finden sich ja auf solchen Treffen Eigentümer zusammen. Wehe den Geschäftsführern, die auf der Hauptversammlung den Jahresbericht abgeben müssen.

Ich trete für Eigenverantwortung des Einzelnen ein.
Opelaner ran an OPEL. Rettet Euch selbst. Wir haben alle Hände voll zu tun, um uns selbst zu retten.

Lasst Euch von Eurer Gewerkschaft und z.B. Herrn Steinmeier (SPD) keine Flausen in die Ohren setzen. Die reden Euch jetzt nach dem Munde, weil Eure Stimmen bei der nächsten Bundestagswahl zählen. Deren Reden sind aber leeres Gewäsch (hört einmal zu)  – bestehend aus:

liebe Kolleginnen und Kollegen,
man müsste,
man könnte,
man sollte,
nachdenken,
etwas tun,
diskutieren,
daran erinnern
und das sage ich sehr deutlich
wir brauchen den guten Willen
wir brauchen Barak Obama
das ist nicht leicht
ich bin bei Euch

Alles ohne Substanz. Fehlt nur noch „Ich bin ein OPELaner!“ Alles über Eure Köpfe hinweg und an Euch vorbei. Alles so zugeschnitten, dass Ihr begeistert klatscht, obwohl Ihr wisst, dass es aus Berlin keine Rettung gibt.
Hört euch heute Abend noch einmal die Wiederholung der Rede von SPD-Steinmeier genau an. Eine Aneinanderreihung von ………?  
Von nichts!

OPELANER kommst du heute nach Rüsselsheim:
Frage nicht immer deine-meine-unsere BRD was sie für dich tun kann. Frage zuerst Dich, was du für Dich und Deine BRD tun kannst!

💡 Bert aus Köln (per Mail).
Ich beglückwünsche Euch zu Eurem Betriebsratsvorsitzenden. Dem einzigen Betriebsrat in unserer BRD, der Ahnung hat.
Wenn es OPEL einmal nicht mehr gibt, schickt ihn  in die Politik und nach Berlin.
„JA – Er kann’s!“
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3 Kommentare zu „Bist Du OPEL?

  1. Las gerade den Reuters-Artikel „Arbeitnehmer erwägen für den Notfall Opel-Übernahme mit Händlern“ und erinnerte mich dabei an Euren Vorschlag für 25.000 „Opelz“ (Harald).
    Bin gelegentlicher Besucher in diesem Blog. Immer öfter. Mir gefällt bestimmt nicht alles was hier veröffentlicht wird, aber eines möchte ich einmal sagen/schreiben: „Hier schreiben scheinbar die Naseweise unserer BRD.“
    Vieles von dem, was von verschiedenen Usern frech voraus orakelt und schlicht, verständlich vorgeschlagen worden ist, war wenigen Wochen später tatsächlich Thema in den Medien.
    Hut ab. Das macht Ihr gut. Euer Blog hat einen beneidenswerten Titel. Würde mich freuen, wenn etwas Langfristiges daraus würde.
    Jos, Frankfurt/M.

  2. Ich war bis vor etwa 10 Jahren auch bei einem „Gloabal Player“ beschäftigt. Bis auch hier sich der Geschäftsführer verkalkulierte und Personal „freistellen“ musste, um die Firma und seinen Arbeitsplatz zu retten. So kann’s gehen. Ich geb ihm keine Schuld. das passiert mir im Kleinen auch. Ständig sogar. Ich musste mich auch neu orientieren und die Lage am Arbeitsmarkt war wie heute. Katastrophal. In meinem Beruf gab’s keine Chance. Mein Haus konnte ich nicht zu einem angemessenen Preis loswerden und meine Tochter studierte. Da war Holland in Not.
    Ich kaufte ein Restaurant, mit allem Drum und Dran inkl. Personal. Seit dieser Zeit geht es mal gut, mal schlecht, aber immer gerade so im grünen Bereich.
    Man kann also seinen eigenen Arbeitsplatz tatsächlich kaufen. Dazu muss man nicht ein bemittleidenswerter OPEL-Mitarbeiter sein.
    Eines geht aber auf gar keinen Fall, dass wir alle zusammen OPEL, SCHAEFFLER, HRE usw., usw., usw. retten und dann dort weiterhin die bisherigen hochdotierte Unternehmensführer beschäftigen. Alles aus der Tasche der Steuerzahler.
    Dann müssen mein Getränkelieferant, meine Brauerei, mein Vermieter, meine Kunden und letztendlich auch ich vom Staat ebenfalls alimentiert und gestützt werden.
    Meine Mitarbeiter sind übrigens derselben Meinung.
    Martin, Ida, Ruth, Josh, Hans-Jürgen, Mira, Kurt und Curt. Für die Spätschicht: Tom.

  3. Lieber Bert, du hast wohl einen zu viel getrunken. Ist das nicht etwas zu früh am Tag?
    Klar hast du recht: OPEL is feddisch! Aber welcher Mitarbeiter könnte eine solche kaputte Firma kaufen? Da kann nur noch der „dumme, schweigende Steuerzahler“ als zu melkende Kuh ran. Aber der ist auch dran, wenn wie OPELz entlassen werden.
    Ich bin auch der Ansicht, dass OPEL keine deutsche Firma mehr ist. Das Auto wird wohl lediglich überwiegend in Deutschland verkauft. Aber das macht aus OPEL noch keine deutsche Firma. Und es stimmt wohl auch, dass OPEL doch schon immer in der Krise gewesen ist. Wer will schon so einen Laden kaufen? Meine Frau würde mich kreuzigen, meine Kinder würden mich entmündigen.
    Ich möchte mein Haus in Rüsselsheim verkaufen. Was glaubst Du wohl, was mir da gerade alles passiert und auf den Kopf zugesagt wird.
    Ich bin kein OPEL aber ich verliere schon jetzt jeden Tag einen Batzen Geld. Der Wert meines Hauses verhält sich wie mein Aktienkonto. Beide sind im freien Fall. 😥

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