Eine Wahnsinns-Geschichte oder die Geschichte eines Wahnsinns?

Red@
Es war einmal ein blonder, schlanker, charmanter Mann mit lockerem Mundwerk, großen Versprechungen und einem überirdischen, ansteckenden Selbstvertrauen.
Und weil er so überzeugend wirkte, ging er in die Politik, denn nach einem stupiden Arbeitsleben, wie es andere ausüben, stand ihm nicht der Sinn.
Reden halten, Sprüche klopfen, opponieren und alles besser wissen, das war es was er sich für sein Leben vorstellte.
So kam es, dass er, clever wie er war, einer klitzekleinen, überschaubaren Regierungspartei beitrat und deren Mitglieder so lange vollbabbelte, bis er sie überzeugt hatte, dass nur er der richtige Vorsitzende sei.
Besoffen von diesem Erfolg, verfiel er auf den Trichter, dass das, was im kleinen Kreis funktioniert hat auch in der großen BRD klappen müsste.
Er nahm also seinen niemals stillstehenden Mund so richtig voll und plapperte munter drauf los. Immer nach der alten und bereits erfolgreichen Masche:
Meckern, versprechen, kritisieren, versprechen, schwarzmalen, versprechen, Bilder einer schönen und gerechten Zukunft zeichnen, versprechen, sich immerfort als den einzigen Messias einer besseren Zeit und gerechteren Zukunft vorstellen und das Volk darauf hinweisen, dass es unbedingt eine bessere Regierung – mit ihm – bräuchte.
:roll: [Hier klicken und sich erinnern]

Er spitzte seinen guten Willen und sein Ziel, uns zu helfen, drastisch zu und formulierte seine, für jedermann verständlichen, klaren, verbindlichen Regierungsvoraussetzungen:
:mrgreen: [Herrn Westerwelle anschauen und ihm zuhören]

Und die Masche zog! Es klappte! Er kam damit durch.

100 Tage nach der Bundestagswahl 2009 erschien dann  unser Artikel
:idea: „Wahlanalyse: Wer hat die FDP gewählt?“, hier wollten wir klarstellen, dass die FDP nicht nur von ihrer Stammklientel gewählt worden sein kann und auch nicht wurde, da 1/3 der FDP-Wähler Arbeiter, Rentner und Arbeitslose waren.

Westerwelles  „Ich-bin-100-Tage-erfolgreich-an-der-Macht-Rede“ veröffentlichte seinerzeit unser Mitautor JAVIER aus Windischeschenbach als Video. [Hier klicken]

Alle erhofften sich, dass der in jede Kamera lächelnde Guido seine allzu verlockenden Wahlversprechen nun tatsächlich wahrmacht und schauten nicht schlecht, als er trunken vom Erfolg seine Versprechungen erneut bestätigte und sogar schon Termine nannte.
Zum Beispiel:

…..  in diesem Jahr werde die Regierung noch die Steuern vereinfachen, versprach Westerwelle. „Wir sind derzeit dabei, ungefähr 90 Maßnahmen zu besprechen, wie wir das Steuerrecht für die Bürger einfacher machen können und damit gerechter. Wenn wir uns dann darüber hinaus durch die Konsolidierungspolitik noch Spielräume erarbeiten können für weitere Entlastungen, dann bleibt das auf der Tagesordnung, insbesondere für die Mittelschicht. …..

Diese Zeilen stammen von der Website der Naumann-Stiftung.
:arrow: [hier klicken und zur Website springen], um die visionären Worte des Meisters vom 30.08.2010 in ihrer Gänze zu erfahren.

Doch dann ging ihm die Luft aus, die, die ihm geglaubt und ihn gewählt hatten liefen  in Scharen davon, niemand mehr wollte sich öffentlich als FDP-Wähler outen und die Freiheitsstatue Westerwelle fiel kläglich in sich zusammen wie eine aufblasbare Gummipuppe.
Ein Bild des Jammers. Wirklich, wirklich. Ein Bild des Jammers.

Vielleicht hätten er und seine Mannen den Worten des weisen Bruders „Barnabas“ seinerzeit auf dem Nockherberg 2010,  besser doch genauer zuhören sollen.
:wink: [hier klicken, um zur Vorhersage zu kommen]
Bruder Barnabas sagte sogar die Prozentzahlen der Entwicklung des Politbarometers für die FDP bis heute vorher.
Treffsicher!

Da Krake „Paul“ leider das Zeitliche gesegnet hat, ohne sich zu diesem Thema noch äußern zu können, übernehme ich die Vorhersage und sage weis, dass Herrn Westerwelle nicht erkennen wird, dass er im falschen Beruf steckt und seinem Amt nicht gewachsen ist.
Die Wähler werden es ihm, seinen Freunden und Parteigenossen aber in diesem Jahr deutlich machen und die Zusammensetzung der verbleibenden FDP-Wähler wird sich für diese Partei „zum Wahnsinnig werden“ verändern.

Wetten?
Herr Westerwelle hätte Wahlkämpfer (oder Wahlkampftrainer) bleiben sollen. Davon versteht er etwas. Den Leuten etwas vorgaukeln, ihnen den Mund wässerig machen und die Sinne zu vernebeln, das kann er.
Aber etwas handfest in die Tat umsetzen oder gar weltmännisch regieren, NEIN, so etwas Konkretes, das ist dann doch etwas zu viel.

Sieben wichtige Wahlen stehen an.
Es könnten sogar noch mehr werden.
Danach wird es die FDP nur noch im Berliner Reichstag geben. Von dort wird sie allerdings auch bald spurlos verschwinden, um für viele Jahre und zu unserer aller Erleichterung auf „back to the roots“ machen. 

Das muss jetzt aber auch unbedingt sein.
Es ist an der Zeit, das sich diese Partei grundlegend erneuert und bis dahin komplett aus unserem Gesichtsfeld verschwindet, denn so geht es mit der Selbstzerstörung und dem“ sich vor allen Augen lächerlich machen“  nicht mehr weiter.
Tiefer geht’s nicht.
Das hat auch unser Volksheld Genscher nicht verdient.

Ein Gedanke zu „Eine Wahnsinns-Geschichte oder die Geschichte eines Wahnsinns?

  1. Wikipedia sagt dazu:
    „Chauvinismus ist der Glaube an die Überlegenheit der eigenen Gruppe.“
    Unser Herr Superwelle hat es sich in dieser Gruppe sicherlich bereits urgemütlich eingerichtet.

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