Stankiewicz entlässt 25% der Mitarbeiter

….. mit der Begründung, dass es dadurch für den Konkursverwalter einfacher wäre einen neuen Investor zu finden.
@ So schreiben auto.de und motorsport-total.com am 24.03.2009 in gleichlautenden Onlinenachrichten [ hier klicken und lesen oder hier].

Und ich nahm an, dieser immer wieder zitierte Investor stünde schon längst vor der Tür und würde sich mit anderen um den besten Platz drängeln.
War das früher Gesagte etwa gelogen?
Das kann ich mir bei dieser seriösen Firmenleitung gar nicht vorstellen.
Oder soll die verschlankte, attraktivere Stankiewicz den lippenleckenden Heuschrecken vielleicht als leicht zu habendes, gefügig gemachtes und williges Schnäppchen und leichte Beute auf dem Firmenstrich  präsentiert werden?

Auch die Cellesche Zeitung hat damit einen echten Aufmacher. Selten in dieser Stadt.
Hier will der Redakteur sage und schreibe sogar Mitarbeiter mit hängenden Köpfen gesehen haben, die das Werkstor mit Plastiktüten voller Habseligkeiten in den Händen durchschritten.  Und dann schon wieder der unvermeidbare, obligatorische und vor Gefühlsduselei nur so schmachtetende „Trümmerfrauen“-Abgesang um einen verlorenen Arbeitsplatz (nach 33 Jahren), wo man diese Firma doch mit eigenen Händen aufgebaut hat.
Unerklärlich, unfassbar, nicht nachvollziehbar, überraschender Momente ….und was  sonst noch alles wird in immer gleicher Leier an Gefühlsausbrüchen angeführt.
Statt schlicht die Wahrheit zu nennen : „Warum ich und nicht ein Kollege?“
Glaubt irgend jemand ausser den Betroffenen selbst vielleicht, dass auch nur 1 Seele irgendwo aufrichtig mitweint?
Im Märchen vielleicht! Aber doch nicht in dieser Welt.
Hier herrscht offener Krieg. Krieg der immer Gierigen und Reichen gegen die immer Wehrlosen und Habenichtse.
Und wir können diesen ansonsten im Verborgenen ablaufenden Mechanismus wegen eines Fehlers der Akteure gerade beobachten. Dafür dürfen wir ihn dann aber auch ausbügeln. Danach ziehen sich die „Macher“ mit vielen Versprechungen auf den Lippen wieder aus dem Lichte der Öffentlichkeit zurück und im Geheimen wird es dann wieder unvermindert oder sogar noch viel schlimmer losgehen als vorher; um Verlorenes wieder reinzuholen.

Mann Gottes, Kopf hoch u. Brust raus! Diese Firma steht in diesem weltweiten Konflikt schon seit Monaten als Opfer auf der Abschussliste. Sie ist quasi Schlachtvieh und nun erfüllt sich ihr Schicksal. Wer da noch überrascht ist, der hat im vergangenen halben Jahr nichts begriffen.

Es geht nicht darum, dass 335 Menschen Pech gehabt haben.
Es geht darum, dass 965 meinen noch einmal Glück gehabt zu haben.
Was ja vorläufig, scheinbar und auf den ersten Blick auch zutrifft.

Nur gerade mal 25% mussten gehen und satte 75% durften bleiben. Das feiert die Gewerkschaft bei Mineralwasser als ihren Erfolg.
Im selben Moment dürfte der wohl auf 25% geschrumpfte Marktwert der Firma wieder gestiegen sein. Das feiert der Insolvenzverwalter mit Sekt.
Bis ein neuer Investor diese Firmenruine statt mit dem Rotstift mit dem Filzstift erneut saniert und den Wert nochmals deutlich anhebt.
Das feiert dieser dann königlich mit Austern, Hummer u. Gelee Royal und schickt die Rechnung zusammen mit der Forderung in Höhe des Kaufpreises + Zinsen + Renditeerwartung an Stankiewicz.

Eigentlich ist das gerade Geschehene verdammt noch einmal für die niedersächsiche Kleinstadt Celle doch nahezu ein Grund zum Feiern.
Hat doch der Insolvenzverwalter in Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat  (der seinen unabkömmlichen Job als Arbeitnehmerdompteur auch noch hat) „nur“ 130 Malocher ohne persönliche Vorwarnung auf die Straße geworfen und 470 weiter vor sich hin Zitternde in eine nächste Bewährungsrunde geschickt.

Das ist zwar noch nicht das Ende der Geschichte, aber ein Grund zum Feiern ist das für 470 Arbeiter und Angestellte allemal!!!
Bis zur nächsten Runde „hoch die Tassen“ weil der Schicksalsschlag heute gerade noch einmal vorbeiging und nicht sie sondern ihre Kollegen getroffen hat und Schluss mit der geheuchelten Anteilnahme derer, die ihren Job behalten haben.
Das haben sich die Übriggeblieben doch die ganze Zeit sehnlichst gewünscht und dafür sind einige sogar wieder – im Moment der Gefahr – zu betenden Christen mutiert.
470 Gebete wurde erhört.
Eine bemerkenswerte Quote.
Für angehende Arbeitswissenschaftler und Kanzlerberater in Kriseneiten könnte eine Untersuchung der Glaubensrichtungen, der Inbrunst, der Gebetesinhalte und -dauer  und der Festigkeit im Glauben eine lohnende Aufgabe sein.
Das Celler Wunder!

Für die geschassten Hamburger Kollegen bemüht sich der Betriebsrat um eine Beschäftigungsgesellschaft, so das örtliche Abendblatt [ hier klicken ].
Was soll das denn?
Den Frieden auf den Straßen der Region sichern und die zuständigen Politiker vor dem Arbeitnehmerzorn über deren Versagen bewahren?
Alles so leise wie möglich abwickeln und bloß nix an die große Glocke hängen?
Um den betroffenen Stankiewiczern Sand in die Augen zu streuen und schale Hoffnungen zu wecken?

Ich habe keine Ahnung wie es in den Einzelfällen konkret aussieht.
Aber wenn ich Mitarbeiter bei Stankiewicz gewesen und nun entlassen worden wäre, dann hätte ich überhaupt keine Zeit für Tränen und Weltschmerz.
Ich hätte 2 elementare Vorsätze und 2 ganz wichtige Termine:

1. Kein Bier (macht schläfrig)
2. Kein Kaffee (regt unnötig auf)
3. Unverzüglich zur ARGE und sei es nur, weil’s ja sowieso nichts nutzt, wegen der Pflichtmeldung.
4. Zum Rechtsanwalt (mit meiner gültigen Rechtsschutzversicherung, die ich bei Aufkommen des drohenden Unheils noch rechtzeitig für Probleme in Jobsachen abgeschlossen hätte).
Rechtmäßigkeit der Kündigung prüfen lassen und ebenso die Ansprüche auf Abfindung. Klärung meiner betrieblichen Altersversorgung und Prüfung aller wirtschaftlichen Rechte. Das ganze Programm findiger Anwaltskunst!

Der Arbeitgeber hat seine Möglichkeiten nun alle ausgeschöpft.
Jetzt wäre ich am Drücker.
Jeder gekündigte Arbeitnehmer hat 3 Wochen ab Kündigung Zeit, seine Rechte zu überprüfen oder sogar vor  Gericht zu ziehen.

Horrido. Warum denn nicht?
Was hält euch noch?
Was habt ihr zu verlieren?
Mensch Meier! Gerade in Celle ist es für die Betroffenen doch nahezu ideal. Wo findet man auf einem Flecken vereint noch mal so viele hochkarätige Anwälte wie in dieser kleinen Stadt mit einem weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Oberlandesgericht.
Hier sitzt die anwaltliche Creme de la Creme nahezu auf dem Präsentierteller. Spezialisiert auf haarige Angelegenheiten und kniffelige Sachen. Gewohnt im Kleingedruckten und zwischen den Zeilen zu lesen.
Und nicht wenige kennen sich damit aus, wie man mit kranken Heuschrecken umgeht.
Zigtausende Arbeitnehmer in unserer BRD beneiden euch um diesen Standortvorteil.
Macht euch nicht zum Hampelmann, sondern lieber auf die Socken.
Die Zeit läuft !
Mehr Glück im Unglück werdet ihr dieses Jahr nicht mehr bekommen.
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30 Gedanken zu „Stankiewicz entlässt 25% der Mitarbeiter

  1. hi, wohne in gutach im breisgau. hat mal jemand für mich eine neue info über diese firma in/bei celle? was ist aus ihr geworden, wieviele kollegen arbeiten da noch und weiß jemand etwas über deren zukunft? was ist aus dem betriebsrat geworden? üblicherweise rettet sich der doch mit seinen freunden über die runden. eurer auch?
    die kollegen von henniges infirmieren sich bis heute noch untereinander. was ist mit euch?
    ich bin nicht allein daran interessiert.

  2. Und das beste zum glücklichen Ende…. der Geschäftsführer Ruf geht zu IAC in die USA und wird dort Vicepresident. Wenn das man nicht ein Aufstieg ist, in Hamburg sind nochmal ca. 60 und in Celle 50 MA gekündigt worden. Tja, ist es Zufall das er dort nun arbeitet weil er in der Vergangenheit so respektabel gewirtschaftet hat oder …. möge jeder selber seine Rückschlüsse ziehen.

  3. …und weiter geht’s:

    Regionalnachrichten für den Großraum
    Hannover und das Weser-Leinegebiet –
    Freitag, 26.06.2009 (16:06 Uhr)NDR1
    Weniger Entlassungen bei Stanciewicz
    als geplant Adelsheidsdorf – Am
    Standort des Automobilzulieferes
    Stankiewicz bei Celle werden 52
    Mitarbeiter entlassen. Sie hätten
    heute ihre Kündigungen erhalten,
    teilte Betriebsrat Thies mit. Dies sei
    ein harter Einschnitt, aber nötig, um
    das Werk zu erhalten. Ursprünglich
    waren in Adelheidsdorf 66 Entlassungen
    geplant, in Hamburg müssen 64
    Mitarbeiter gehen, das Werk in Hameln
    ist nicht betroffen. Das amerikanische
    Unternehmen IAC hat zugesichert, alle
    deutschen Standorte zu erhalten.

  4. also ganz so sehe ich das nicht Rosa:
    IAC ist ja kein reiner Finazinvestor, sondern auch ein Interssensinvestor. So bekommt IAC einen großen Brocken Schallisolation ab, wo sie seither ja eher schwach aufgestellt waren.
    Stankiewicz die ja hauptsächlich an deutsche OEM’s wie Daimler, BMW und Audi geliefert haben, bekommen durch die weltweite Präsenz eines Konzerns wie IAC sicherlich auch leichter an Projekte im Massenmarkt oder in anderen Ländern. Es hätte sicherlich schlechtere Lösungne geben können.

  5. W.L.Ross erwirbt Stankiewicz. Tolle Nachrichten.
    Ihr solltet mal nach „investor W.L.Ross“ googlen und staunen.
    Warum kauft W.L.Ross seit 2000 eine Firma nach der anderne in 18 Ländern?
    Weil er die Mitarbeiter liebt (wie andere z.B. Lebensmittel)?
    Es geht zwar weiter, aber ich glaube nicht, dass das für die Arbeitnehmer bei Stankiewicz wirklich ein Gewinn sein wird.
    Gewinn will allein W.L.Ross machen!
    Stankiewicz wird erst einmal den Kaufpreis erwirtschaften müssen, dazu die banküblichen Zinsen und die Regiekosten der neuen Geschäftsleitung, daneben einen Gewinn (Kapitalverzinsung) für die Shareholder und das alles mit den Betriebsmitteln, die aktuell vorhanden sind.
    Wenn das nicht hinhaut wird wieder verkauft.
    Eine Frage hätte ich dann aber doch noch.
    Wie hießen diese posierlichen Grashüpfer noch einmal, die zu den 7 biblischen Plagen Ägyptens gezählt werden?

  6. warten wir´s mal ab was passiert. in etwa 1-2 wochen steht soll übrigens feststehen, wer neuer investor wird.

    falls das mit den zeitarbeitern stimmt, verstossen gerade gf, br sowie insoverwalter gegen die geschlossene betriebsvereinbarung, welche besagt, bevor zeitarbeiter geholt werden, werden die leute zurückgeholt, die ursprünglich gekündigt werden sollen bzw. wurden (nach den 3 monaten). naja. ergibt sowieso keinen sinn, gekündigte mitarbeiter sind bis ihr vertrag abläuft auf widerruf freigestellt und bekommen die vollen bezüge. dh also, wenn not an mann ist werden erstmal die eigenen mitarbeiter reingeholt, solange die restlichen 3 monate noch nicht rum sind. der insoverwalter wäre ja total dämlich, wenn er solche kosten für zeitarbeiter ausgeben würde, wenn er die arbeiter, welche freigetellt sind und welche sowieso volle bezüge erhalten, nicht einfach zurückholt. geht ja ganz einfach: heute anrufen, morgen da.

  7. @ich-halt

    liegst falsch, ich mach mich
    a.) nicht lustig
    b.)zeigen die reaktionen auf meine ersten comments, das die stanki leute wirklich nicht wissen welches spiel im hintergrund läuft.
    c.) pelzer? nein, den gehts ja selbst dreckig!
    d.) wir entlassen gerade auch kräftig, leider!
    e.) halbwissen? sehe ich nicht so..ich sitze an einer stelle wo es kein halbwissen gibt, nur wissen.
    f.) das meine firma ab mitte mai dem stanki fix mehr als 400 teile abnimmt ist nunmal so, am anfang war die rede von 80.
    und in den staaten rennt man uns die türe ein wg. noch oder angefragten stanki teilen..

    ich bin sicher kein poser oder mach mich lustig, ich finds einfach scheisse was passiert und finds richtig wenn die stankis wissen warum ihr konzern vergeigt hat und was so nebenher läuft.

  8. Und jetzt nach dem Stanki Leute entlassen hat , werden Leiharbeiter geholt.

  9. nur weil du wahrscheinlich für pelzer arbeitest (den einzig wahren konkurenten) machst du dich über die adelheidsdorfer stammfirma lustig?? fair ist das nicht!! denn wenn ihr tatsächlich div. werke kaufen solltet, richtet euch mal bei euch auf stellenkürzen ein! und der, der heute am lautestens brüllt, ist derjenige, der am ersten gehen muss. demnach wahrscheinlich könntest DU einer der ersten sein.

    was mit dem unternehmen passiert, weiss keiner, selbst du kannst das nicht wissen. und bevor man einigen leuten versucht „angst“ einzujagen („daimler will uns mehr als 400 teile geben“….“bmw pl7 ist aus der vergabe raus“), sollte man sein eigenes gefährliches halbwissen zügeln.

  10. mal wieder anonym vom mitbewerber..
    mittlerweilen will daimler uns mehr als 400 teile von euch geben..start 15.05.
    stanki ist aber noch nicht so willig alle mengen vorzuproduzieren tsstss
    straubing wollen wir evtl. kaufen, nichts genaues weiss man nicht
    und in amerika übernehmen wir auch gerad mächtig teile
    da ihr beim bmw pl7 wegen insolvenz aus der vergabe raus seit, hat sichs für euch dann bald mal.
    ehrlich gesagt wirds euch mehr als böse erwischen..scheint eurer führung gerad scheissegal zu sein.
    lieber ihr als wir denk ich mir, möchte aber nie in eurer haut stecken wollen.
    viel glück

  11. klar hab ich die. bin schwerbehindert, und im schreiben an das integrationsamt hat der nette herr inso-verwalter reingeschrieben, dass der sozialplan noch nicht steht. reicht das?

  12. hallo ich-halt,es gibt ja eine menge spekulationen. aber hat auch jemand brauchbare beweise?

  13. ich bin noch mittendrin in der stankie-katastrophe. ich sehe keine wirkliche alternative und habe deswegen eine scheißangst!
    bin vater zweier schulpflichtiger kinder, habe das uralte haus der eltern geerbt (baujahr 1925 – eine riesen energiespar-kacke) und zu allem übel hat meine frau vor 8 wochen auch noch ihre arbeit verloren.
    jetzt geht bei uns zu hause die nackte angst um (echte panik).

    im betrieb traut die linke hand nicht mehr der rechten.
    sogar den kollegen gegenüber bin ich inzwischen misstrauisch.
    die denken wie ich: wann bin ich dran? hoffentlich der andere uind nicht ich!
    eine elende sache wenn man einem kaputten grasfresser gehört.
    heuschrecklich!

  14. @watto–> als die kündigungen ausgesprochen worden sind, war der sozialplan noch gar nicht fertig!!! richtig geil, oder?

  15. ich bin ein stanki(noch!).ich möchte mich herzlich bei BR und GW für ihrem unermüdlichem kampf bedanken.leider haben ich und meine kollegen euren „harten und schweren kampf“nicht mitbekommen.ich freue mich auch das sämtliche familienangehörige des BRs im unternehmen geblieben sind.die waren allllllle im soziplan positiv! Welche Freude!!!!!.ich finde es recht das ihr klagt!!unangenehm müsst ihr werden!ich erwarte nichts mehr von dieser firma.bei den bossen,BR,und GW.gruß an alle heuschrecken.

  16. ich wurde in friedrichroda auch entlassen. ich tippe mal die insolvenz was die deutschen standorte anbelangt wurde bewußt herbeigeführt. die ausländischen werke sind ja nicht betrofffen. schon seltsam.

    nur so konnte man 395 mitarbeiter entlassen ohne abfindung. strafanzeige werde ich stellen. danke für den link. ob es was nützt sei dahingestellt. evtl.kann ja jemand aus den bekannten fakten was formulieren. schöne ostern euch allen noch….

  17. der werkzeuge zu uns….sorry
    –> Durch Red.-unsereBRD im Original-Kommentar korrigiert.

  18. übrigends: Mercedes ruft sicher gerade recht hohe mengen bei euch ab.. wisst ihr auch warum, ihr produziert voraus für die verlagerung der werkzeuge zu UNS!..nicht weil es so gut läuft. motivation ist schon was feines…

  19. 8) „Warmal“ hat Recht. Wo kein Kläger, da kein Richter. Ich meine auch, dass die Wahrheit ans Licht, auf den Tisch und vor Gericht sollte.

    //Betriebliche Altersvorsorge? Der Jahresbeitrag ist den Mitarbeitern abgezogen bzw. in der November-Gehaltsabrechnung erwähnt worden, aber sie ist nie bei der Pensionskasse angekommen. Diebstahl nenn ich sowas!//

  20. Hallo anonym,

    danke für die deutlichen Worte.
    Bei Stanki haben sich auch schon viele gefragt, wo die Reise bei diesen Verkaufspreisen und Zusagen hingehen soll.
    Die Geschäftsführung (besonders 1 Herr) konnnte machen was sie wollte.
    Es gab keine Kontrolle durch den Aufsichtsrat oder andere Gremien.
    Hier wurden alles Maßnahmen nur auf Umsatzsteigerung betrieben.
    Ohne Blick auf die Wirtschaftlichkeit.
    Es wurden Werke von Faurecia übernommen, worüber die Wettbewerber jetzt noch lachen.
    Es wurden in Amerika Millionen versenkt.
    Dann wurde in Amerika noch ein 2. Werk gegründet ohne jede Wirtschaftlichkeit.

    Und dann kommt während einen 4 wöchigen Kurzarbeitsphase die Insolvenz.
    Geschickt terminiert.

    Und als dann die Phase der vorläufigen Insolvenz beendet ist und das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, kommt der große Hammer.
    Die beiden Geschäftsführer, die den Karren in den Dreck gefahren haben, werden vom Insolvenzverwalter als Berater eingesetzt.
    Aber alle anderen Verantwortlichen sind ja auch noch in ihren Positionen.
    Wenn man dann noch bedenkt, dass sich der Insolvenzverwalter und der Geschäftsführer bereits länger kennen.
    Es ist nämlich nicht die 1. Firma, die dieser Geschäftsführer in die Insolvenz führt.

    Bei Stanki sind alle entsetzt, aber keiner traut sich etwas zu sagen.

    Klar versagt hat hier der Eigner (die Holländer / Gilde) durch unterlassene Kontrollen und falsche Strategie.

    Schade um die Firma und die Mitarbeiter.

  21. Es ist schon wirklich sehr aufschlussreich was „anonym“ schreibt ! Uns wurde immer gesagt wir wären zu teuer und würden dadurch Aufträge verlieren. Außerdem wäre das ganze Verkaufsgeschäft von Conti zu Gilde schuld an der Misere, da war an Wirtschaftskrise noch garnicht zu denken ! Aber wie überall sind die Dummen immer die Kleinen die sich für „Ihre“ Firma immer eingesetzt haben.

  22. ich arbeite bei einem der härtesten mitbewerber von stanki, wir sind selbst massiv von der krise betroffen (wer nicht) aber sind weit von der insolvenz entfernt..noch.
    ich hab die letzten 2 jahre alle kalkulierten projekte (teppiche) an stanki verloren..egal wie billig wir waren, stanki war billiger und immer bereit standortzusagen zu machen die dem kunden geschmeckt haben. schon damal haben wir uns alle gefragt wie macht das der stanki. jetzt wissen wir es, auf pump und nur auf pump.
    der kunde lässt euch doch fallen..bmw und mercedes überschwemmen uns mit anfragen, entwicklungsaufträgen und geben uns ganze projekte.
    dafür bestraft werden die falschen, wie immer und überall.
    das stanki managment hat über jahre fahrlässig gehandelt und nur den schnellen euro gesehen, als die krise da war brach alles wie ein kartenhaus zusammen und ebenso schnell.

  23. Ich bin auch ein Betroffener des „sozialen Stellenabbaus“ von Stankiewicz im Werk Friedrichroda/Thüringen. Im Vorfeld der Entlassungen ist eine sogenannte „Wunschliste“ erstellt worden mit den Namen der Koll. die es betreffen sollte.
    Es wurden 2 kleine Versammlungen mit Sprechern des Insovenzverwalters abgehalten (komischerweise ohne Mikrofon, man sollte wohl wenig hören und mitbekommen) Dort wurde mitgeilt das im Werk Friedrichroda Entlassungen unausweichlich sind und das diese streng nach einen Sozialplan vor zunehmen sind.
    Das Ende vom Lied ist das fast die Hälfte der Koll. entlassen worden sind obwohl wir lt. der Betriebsleitung (Name v. uBRD ausgeblendet) immer ein Vorzeigebetrieb waren.
    Zur Sozialen Auswahl, es ist ein Witz !!!!!!
    Es wurden Koll. entlassen die schon sehr lange in diesen Betrieb tätig sind, ihre Arbeit immer ordentlich gemacht haben (sonst wären sie ja nicht so lange in der Firma, 10 Jahre und länger) , die Kinder haben und auch ältere Koll., teilweise arbeiten Ehepaare im Betrieb wo keiner von beiden entlassen wurde.Ist das sozial ????? Man sehr hat wahrscheinlich die große Chance gesehen auch unliebsame Mitarbeiter, die auch mal die Wahrheit gesagt haben los zu werden !
    Ein Wort zum Betriebsrat in Friedrichroda, ein Herr (Name von uBRD ausgeblendet), der gleichzeitig Gewerkschaftsfuntionär in diesen Betriebsteil ist, er hat den Koll. jegwedliche Unterstützung versagt, was ja eigentlich seine Aufgabe ist den Koll.beizustehen, ein Mensch der nur zuerst an seinen Vorteil denkt und warum auch keiner von den Koll. so richtig weiß wie er jahrelang immer wiedergewählt worden ist ? Ich weiß von einen befreundeten Kollegen das sein wichtigstes Ziel war das seinen Bruder nicht von der ach so „sozialen Entlassungen“ betroffen ist !
    Betriebsrat und Gewerkschaft haben hier vollständig versagt weil sie nur ihre persöhnlichen Interresen und der der Werkleitung in Anspruch genommen haben und nicht die für die sie da sein hätten müssen !
    Ich wünsche allen verbliebenen Mitarbeitern viel Glück und das sich in diesen Betriebsteil für sie auch einmal was sich zum posiven ändert.

  24. ich weiss ja nicht…da werden im November/Dezember Betriebsversammlungen abgehalten, den Mitarbeitern wird vorgegaukelt, es wären nur 12 mill.Schulden, man bräuchte 20 mill. In Wahrheit waren es aber weit mehr.

    Betriebliche Altersvorsorge? Der Jahresbeitrag ist den Mitarbeitern abgezogen bzw. in der November-Gehaltsabrechnung erwähnt worden, aber sie ist nie bei der Pensionskasse angekommen. Diebstahl nenn ich sowas!

    Sozialplan? Fehlanzeige!! Mitarbeiter aus einer Abteilung wurden scheinbar willkürlich nach der Nase entlassen bzw. behalten. Lange Betriebszugehörigkeit, evtl. Schwerbehinderung, dem BR doch egal.

    Fakt ist, dass scheinbar dem BR eine Namensliste vorlag, die er ablehnte. Dann bekam eine Neue, und das Spiel began von vorn. Das ganze war wohl einige Male der Fall, bis die GF bzw. der Verwalter dem BR angeblich die Pistole auf die Brust gesetzt hat. Jetzt mal unter uns:
    Wer ein ganz klein wenig Ahnung hat weiss, dass spätestens in dem Moment der Herr T. sich an das Arbeitsgericht hätte wenden können.

    Ich kenne ein paar Leute, die klagen werden. Vor allem aus 2. Gründen: Erstmal gewinnne und sich dann bei evtl. Wiedereinstellung in Ruhe umschauen zu können. Innerhalb von 3 Monaten unmöglich… :twisted:

  25. Ich war bis eben gerade mit meinem kumpel Micha unterwegs um mich über meine Entlassung zu freuen und diese zu begiessen. Er hatte keine Zeit sich früher mit mir zu freuen. Er musste arbeiten. Habe meiner Frau grade Rüdigers Kommentar gezeigt. Erspare mir die Antwort. Aber in meinen Augen aht er wahrscheinlich sohgar Recht.
    Also was solls, Der Laden war wirklich eine Tretmine. Endlich hat die Unsichereit ein Ende.
    Tschuldigung wenn s hier for Fehlern wimmelt. Bin ziemlich angefresssen und totmüde.
    Euer Speidermann

  26. Recht hast du mit der 2. Verhandlungsrunde. Vielleicht machen die Verblieben bei Stankiewicz ja für ihren behaltenen Arbeitsplatz noch ein schlechtes Geschäft.
    ich denke dabei an Rosenthal und andere. Dort müssen die verbliebenen Arfbeitnehmer auf nicht wenig Lohn verzichten. Denn die vorher praktizierte Kurzarbeit hat dem Arbeitgeber bezeigt, dass sich seine ARBEITER auch für erheblich weniger Geld immer noch nach einem Job bei ihm drängeln.
    Da entscheidet dann ganz einfach Demut und Leidensfähigkeit über den künftigen Job.

  27. Ist es nicht bemerkenswert, dass die großen Medien, wie TV und Zeitungen überhaupt keine Notiz mehr davon nehmen. Interessant war in deren Augen nur die möglichst erste Presseinformation, dass es einen weiteren Autozulieferer erwischt und in die Insolvenz getrieben hat und vielleicht die Information darüber, dass das Land Niedersachsen sich heraushält.
    Jetzt, wo es um die administrative und für die nicht betroffenen um die sozialverträgliche Abwicklung von Arbeitsplätzen geht, ist niemand von diesen Wortführern mehr interessiert.
    25% Personalabbau, was ist das schon?

    Hallo Team von Meine-Deine-UnsereBRD mach weiter so. Egal ob ihr den Nagel immer auf den Kopf trefft. Ihr geht aber niemandem um den Bart und deshalb: „Schreibt ehrlich weiter“.
    Eure Tipps geben dem einen oder anderen vielleicht sogar Mut zur Selbstverteidigung.
    Vielleicht kommt ja auch einmal einer von den „BETROFFENEN“ an seinen PC und tippt sich seinen Frust von der Seele.
    Ich habe mich sehr über die Aktion des „Betroffenen“ von Firma „HENNIGES“ auf eurer Website gefreut. Recht hat er damit.
    Dieses Problem werden die in Teilzeit gegangenen und jetzt womöglich entlassenen Malocher von Stankiewicz auch haben.
    Mal sehen, ob überhaupt jemand den Mund aufmacht.
    Ich schau weiter bei Euch rein und werde bei Gelegenheit aus meiner „Heimat“ berichten.
    Hier gärt und müffelt es nämlich ebenfalls an allen Ecken.
    Aber auch hier hält sich alles geduckt und hofft, dass der Sturm über uns hinwegfegt, ohne uns zu bemerken.

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