Waren das Zeiten, als dieser Begriff in der Welt deutsche Qualität bedeutete.
Zwar hat er auch heute noch einen guten Klang, kommt aber nicht einmal mehr in die Nähe der früheren Bedeutung.
Kein Wunder, dass dies Ausruhen auf alten Werten den neuen EU-Staaten gewaltig „stinkt“ und sie eine Änderung erreichen wollen.
Wie kann es auch sein, dass ein Zusammenbau ausländischer Bauteile zum Qualitätsversprechen „Made in Germany“ führt, wenn nicht einmal lächerliche 50% der verwendeten Elemente tatsächlich aus unserer BRD stammen?
Jetzt plant die EU-Kommission neue Anforderungen. EU-Kommissar Semeta (Litauen) will die Vorschriften strenger handhaben. Nach seinen Vorstellungen müssen 45% der Bestandteile aus dem als Herstellerland angegebenen Mitgliedsstaat stammen.
Ich hätte sogar mindestens 50% verlangt, wäre ich ein EU-Kommissar.
Kaum ist dieser Plan veröffentlicht, regt sich in unserem Ländle wieder jemand auf:
„Das geht doch nicht, das kostete Arbeitsplätze, immenser Schaden für die Deutsche Wirtschaft“.
Wirklich drollig.
Wenn deutsche Vorschriften und Vorstellungen im Ausland als Leitlinien vorgestellt werden, staunen wir nicht schlecht, wenn die „Beglückten“ unsere Besserwisserei nicht hören wollen.
Kommt aber etwas von deren Seite, und dann auch noch etwas Vernünftiges“, dann geht hier gleich wieder die Welt unter.
Ich bin dafür, dass die Vorschriften verschärft werden und in Produkten mit dem Label „Made in Germany“ auch wieder „Deutschland“ drin ist und das Ding nicht nur von ein paar deutschen Schraubern zusammengebaut und es dann hier als deutsches Produkt verpackt und verkauft wird.
Wenn wir uns hinstellen, um anderen Vorschriften zu machen und durchzusetzen, müssen wir auch selbst die Stärke besitzen andere, strengere, zumal für alle gültige Vorstellungen, erfüllen zu können.
Wo liegt das Problem für eine Industriegesellschaft wie die unsere?
Kriegen wir das nicht hin?
Sorgen sich Industrie und Handel immer noch vor deutschen Löhnen oder etwa vor den Gewerkschaften?
Das ist nicht mehr witzig!
Lange war die EU (und ihre Vorgängerin die EWG) dafür bekannt, dass die einzelstaatlichen Vorschriften gelockert, verwässert und stets nur den kleinsten gemeinsamen Nenner angewendet hat. Natürlich gilt dies auch für Deutschland.
Wir sollten froh sein, wenn sich das jetzt wieder ändert.
Ich beziehe mich einen Artikel von Welt-Online „EU-Kommission gefährdet Label Made in Germany“
Fast hätt ich meinen Namen vergessen.
Ich bin Gert Kramer, Ravensburg
Red. Habe alle Änderungen wunschgemäß erledigt
Red. Auch die SEOs habe ich nachgetragen.