18 Milliarden Euro in den Garten,
33 Milliarden Euro in die Mülltonne

Red@ Gerade fällt mir eine bemerkenswerte Notiz vom 04. Juli 2012 wieder in die Hände.
Das ZDF brachte die Meldung, dass wir in unserer BRD insgesamt

18 Milliarden Euro

allein für unsere Gärten, erforderliche Gartenwerkzeuge, Hilfsmittel, Pflanzen, Erden, Dünger und unsere Tätigkeiten auf diesem Terrain ausgeben.
Innerhalb der vergangenen 4 Jahre sind unsere  Ausgaben dafür sage und schreibe um 30% angestiegen.

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Bonn: SPD – OB Nimptsch – Bürger erhalten keine Einsicht in Prüfbericht zum WCCB-Desaster

Wie brisant der 470 Seiten starke Bericht des Bonner Rechnungsprüfungsamtes (RPA) zum Desaster rund um das World Conference Center Bonn (WCCB) sein könnte, kann man nur erahnen, auf jeden Fall gingen vor dem "showdown" die Wogen wegen Bonns wichtigster "Verschlusssache" hoch.

Während der Bonner Generalanzeiger die Dramatik konturiert, begibt sich das Bonner  Presseamt wie gewohnt auf Beschwichtigungstour und versucht den Bonner SPD –  OB zur Abwechslung als treuen Gesetzeshüter zu vermarkten.

Dieses Peinlichkeit hat System, denn die Pressemitteilung wurde von der Umdeutungsmaschine im Stadthaus ausgespuckt, bevor die Ratsmitglieder zur heutigen  Sitzung zusammentraten. Das mag perfide erscheinen, war aber notwendig, denn der OB geriet immer mehr wegen der "RPA – Verschlussache" unter Druck, nicht zuletzt, weil man ähnliches befürchtete, wie unter Bärbel Dieckmann bei der Bonner Oberbürgermeisterwahl: erneute Verschleppung und Vertuschung der WCCB Affäre, diesmal über den Landtagswahltermin hinaus.

Inzwischen überschlugen sich die Ereignisse: Weggang des Stadtdirektors Kregel (CDU), weitere Verzögerungen und Kostenerhöhungen bei Bonns größtem Brückenprojekt, weitere 16, 1 Millionen Euro  "plötzlich" versandet und ein – vermutliches "Auf Nimmerwiedersehen" für den Neubau des  Beethovenfestspielhauses.

Zur "Abrundung" wurde inzwischen Bonns Oberhäuserverwalter, der SPD – Mann Friedhelm Naujoks  entmachtet, aber nur ein bisschen, was vermutlich ein taktischer Fehler des SPD –  Oberbürgermeisters war, denn  nun fordern offenbar die eigenen Mannen in einem Offenen Brief an den OB,  den Kopf des SGB – Chefs. Mitverwurstet wird Wilfried Klein, SPD Fraktionsvorsitzender und Dransdorfer Karnevalsprinz wegen "politischer Vorteilsnahme".

Herr Wilfried Klein (SPD),  im Gegenzug,  macht sich seit Jahren für den Abriss des Bonner Stadthauses stark, für das wiederum Friedhelm Naujoks, nun als "Sonderbeauftragter" des OB zuständig ist. Beide Herren Parteigenossen möchten sich a) nicht trennen und b) dasselbe: den Wert der Rohbausubstanz, Steuergelder in Höhe von ca. 50 Millionen Euro "in die Tonne donnern". Ausnahmsweise geht es hier "transparent" zu, der Wahnsinn hat einen Namen: SPD BONN!

Natürlich springt bei dieser Interessenlage nicht nur für den SPD – OB, den SPD  – Fraktionsvorsitzenden und den SPD- Ex – SGB Betriebsleiter etwas heraus. Auch der Steuerzahler ist gut bedient, denn:  "Friedhelm Naujoks wird künftig Sonderaufgaben steuern und der Stadt damit Projektsteuerungskosten ersparen", tönt es unisono von der Homepage von SPD und Presseamt.  Diese Qualifikation, für die Stadt Bonn Gelder einzusparen hatte "Fritz" Naujoks bereits eindrücklich beim WCCB (ca. 60 Millionen "Miese") und beim Konrad – Adenauer – Gymnasium (ca. 600 – 800.000 Euro "Miese") unter Beweis gestellt.

Das vorgezogene "Kreiselchen" in Dransdorf ist also  für Bonn eine Petitesse, geht es doch nur um läppische 300.000 Euro an verlorenen NRW Zuwendungsmitteln. Am 13. Juni 2007, bei der Bewilligung durch den Rat, basierend auf der Verkehrsgefährdungseinschätzung von F. Naujoks und seines ihm im gleichen Jahr zugeordneten Tiefbauamtes, hieß es: "Aus Sicht der Verwaltung ist es…zwingend erforderlich kurzfristig mit den Umbaumaßnahmen zu beginnen". Wie zwingend die Angelegenheit war, sagt "die Verwaltung" selbst: "Bereits seit Ende der 1990er Jahre (!) wird deshalb ein Ausbau der Kreuzung in einen Kreisvverkehrsplatz angestrebt."

Besonders erhellend ist dabei die Begründung der Dringlichkeit von SGB und Amt 66: “Viele Unfälle der vergangenen Jahre mit Sach– und Personenschäden wären bei einem Kreisverkehr nicht entstanden” (auch diejenigen, die auf Alkoholmißbrauch zurückgingen?).

Im Rat ging so etwas natürlich beim Blick aufs "ganz große Ganze", dem WCCB  völlig unter, zumal man zeitgleich mit einem anderen Problem kämpfte, dem SGB Jahresabschluss 2006, Federführung Lossau, welches dann  als "Beinahe – Bilanzfälschungeine gewisse Eigendynamik entfaltete.

Im Vorfeld der Fertigstellung des Berichtes zum "ganz großen Ganzen",  hatte es eine lebhafte und kontrovers geführte Diskussion gegeben inwieweit Berichte des Rechnungsprüfungsamtes vertraulich sind oder nicht.

Nach etlichem Hin- und Her tauchten etliche Aktenordner auf, die den fertigen Bericht zum WCCB in das Entwurfsstadium zurückwarfen. Nicht von ungefähr vermutete man ein "Zeitspiel" denn der OB sucht händeringend Investoren für das Projekt das so gut wie keine klaren Konturen besitzt.

Damit war erst einmal Ruhe eingekehrt, denn  bei laufenden Verfahren, Gutachten, etc. ist ein Zugriff über das Informationsfreiheitsgesetz nicht möglich. Ob die verspätet gefundenen Aktenordner zur normalen Schlamperei im Stadthaus gehören, oder einer Panikattacke eines ängstlichen Mitarbeiters geschuldet sind, ist z.Zt. noch unklar.

Ist aber ein Verwaltungsvorgang abgeschlossen, muss er mit ganz wenigen Ausnahmen zugänglich gemacht werden, wobei nicht das Informationsverlangen, sondern die „Verweigerungshaltung“ zu begründen ist.

Diese „demokratische Beweisumkehr“ hoheitsstaatlichen Denkens, niedergelegt im Informationsfreiheitsgesetz – nicht der Bürger sondern die Verwaltung ist „begründungspflichtig“ – haben wir u.a. in NRW dem ehemaligen Justizminister Jochen Dieckmann zu verdanken. Trotzdem wurde in Bonn mit transparentem Verwaltungshandeln eher zögerlich umgegangen.

Nun sollen sogar die gedruckten Exemplare für die Ratsmitglieder "personalisiert", also namentlich kenntlich gemacht werden. Ob dies ein Versuch ist "Nutzerprofile" zu erstellen (wo tauchen die  kopierten Exemplare der Ratsherren Finger, Joisten und Esser auf?), oder im Zeitalter von Tippex purer Unfug, sei dahingestellt. CDU, SPD und FDP zeigten sich jedoch verwundert über diese "Gulag – Methoden" des SPD – Oberbürgermeisters.

Um die Frage zu klären inwieweit Vertraulichkeit oder Nichtherausgabe zulässig sind genügt der bekannte „Klick“ im World Wide Web.

Dort findet man eine Stellungnahme des 11. Arbeitskreises für Informationsfreiheit (AKIF) vom 27./28. Oktober 2005:

Nach Auffassung des VG sei ein Rechnungsprüfungsbericht einem vertraulichen Protokoll vergleichbar. Diese Ausdehnung eines gesetzlichen Zugangsverweigerungsgrundes wird vom AKIF als nicht mit dem IFG vereinbar angesehen, da die Ausschlussgründe des IFG abschließend geregelt und als Ausnahmetatbestände eng auszulegen seien. Ein Rechnungsprüfungsbericht beinhalte die bei der Rechnungsprüfung festgestellten Tatsachen und treffe fachliche Wertungen, die grundsätzlich zugänglich sein müssten, weil sie keiner Geheimhaltung unterlägen.

Unabhängig hiervon sei allenfalls die Beratung über den Rechnungsprüfungsbericht im Rat vertraulich.

Folgerichtig beschloss der 7. Senat des Bundesverwaltungsgerichtes am 22. Mai 2007 auf Grund einer Klage (eines Bürgers, Anm. d. Verf.) auf Einsichtnahme in Prüfberichte des RPA über die Gebührenberechnungen der Abfallwirtschaftsbetriebe u.a.

„Dass durch den hier eröffneten Zugang zu Berichten des Rechnungsprüfungsausschusses die Funktionsfähigkeit der kommunalen Selbstverwaltung, namentlich die Fähigkeit der Gemeinden beeinträchtigt wird, ihre Aufgabe wahrzunehmen, machte die Beklagte (die Gemeinde, Anm. d. Verf.) selbst ernstlich nicht geltend. Sie führt gegen die Auslegung der einschlägigen Vorschrift durch das Oberverwaltungsgericht lediglich Gründe der Zweckmäßigkeit ins Feld. Sie geht dabei namentlich an der Feststellung des Oberverwaltungsgerichts vorbei, dass die Beratung im Rechnungsprüfungsauschuss nach wie vor nicht öffentlich ist und der Zugang der Öffentlichkeit zu den zuvor angefertigten Prüfberichten des Rechnungsprüfungsamtes dieses Vertraulichkeit der Beratungen nicht antastet“.

(Das Verwaltungsgericht hatte die Klage des Bürgers abgelehnt, das Oberverwaltungsgericht der Klage stattgegeben, Anm. d. Verf.)

Siehe Verwaltungsstreitsache: BVerwG 7 B 1.07   OVG 8 A 1642/05

Für den Bonner „WCCB – Fall“ heißt das: sobald der Bericht des RPA abgeschlossen ist, muss er öffentlich zugänglich gemacht werden. Personenbezogene Daten, o.ä. können unkenntlich gemacht (geschwärzt) werden. Soweit erforderlich können eng umrissenen Ausnahmetatbestände einer Informationsherausgabe entgegenstehen. Diese sind von der Verwaltung  inhaltsbezogen (nicht allgemein gehalten) zu begründen.

Notfalls kann bei vermutetem Verstoß gegen das IFG auf Herausgabe vor dem Verwaltungsgericht geklagt werden.

Exkurs:

Beispielhaft in Bonn, die Mitteilungen und Stellungnahmen der Verwaltung zu drei nicht öffentlichen Sitzungen des SGB Betriebsauschusses wollte das Personalamt, bzw. das Rechtsamt trotz Intervention der Landesbeauftragten für Datenschutz nicht herausgeben. Ein entsprechendes sechsseitiges Aufklärungsschreiben an Ex – OB Dieckmann wurde weder beantwortet, noch wurde diesem gefolgt.

Erst der Gang zum Verwaltungsgericht Köln brachte das Rechtsamt zum Einlenken. Der Hintergrund dieser Verweigerungshaltung: „Gebäudemanager“ Friedhelm Naujoks hatte in drei Sitzungen die Ausschussmitglieder grob wahrheitswidrig "informiert" und der Schwindel bezüglich der Baugefährdung beim Konrad – Adenauer Gymnasium flog auf. Peinlich, dass er vom SGB heute immer noch aufrecht erhalten wird.

Zurück zum WCCB:

Die heute stattfindenden Beratungen zum RPA Bericht und über Auswirkungen und Folgemaßnahmen gehören wiederum in den politischen Gestaltungsbereich und sind solange vertraulich, bzw. nicht öffentlich bis sie abgeschlossen sind, bzw., sich in Beschlüssen, Verwaltungs- oder Ratsentscheidungen niedergeschlagen haben.

Inwieweit der Bonner Oberbürgermeister mit seiner Haltung, die vor der Sitzung des Rechnungsprüfungsausschusses veröffentlicht wurde im Bereich des Rechtmäßigen oder Unüblichen agiert oder, insbesondere mit der namentliche Kennzeichnung der Berichte,  hier kreativ – konzeptionell Neuland betritt kann man anhand dieses Blogbeitrages vielleicht besser erkennen.

Sollte der Bericht des RPA auf Grund des IFG NRW jedermann/frau in Bonn zugänglich gemacht werden müssen, dann können sich die BonnerInnen schon auf ihr ganz persönlich gekennzeichnetes Exemplar freuen.

Mein Vorschlag, engagierte BürgerInnen erhalten ein Sonderexemplar mit kartoniertem Rücken und einer persönlicher Widmung incl. Autogramm von OB Jürgen Nimptsch:

„Pro bonnum contra malum, gegen die Verletzung des Rechts in nicht hinnehmbarer Weise, Ihr Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch“,

wobei der OB die Frage, wie das Recht auf hinnehmbare Weise verletzt werden könne,  klug, wie er nun mal ist, offengelassen hätte.

(in Analogie geklaut aus: „Das Letzte“)

 

 

 

 

Bonn: Das WCCB Märchen von Schaumschlägern, „Tweets“, arabischen Prinzen und Steuergeldern die nach Dubai flossen…

Unbekannter Twitterer auf der WCCB – Baustelle in Bonn mit südkoreanisch-amerikanischem Emblem (kein Automobilkonzern!) auf deutschem Bauhelm vergisst alles um sich herum. Als guter Realist muss man eben alles erfinden!         (Foto: Joker)

Nun kommt es für den Bonner OB Jürgen Nimptsch (SPD) knüppeldick!

In seinem Tagebuch wird ein neues Kapitelchen aufgeschlagen und im verspäteten Adventskalender ein weiteres Türchen aufgemacht.

Zusätzlich zum „Glücksfall für Bonn“  in Form eines südkoreanischen Investors (unecht) und dem „Geschenk des Himmels gereicht von einem Bonner Geschäftsmann (echt aber anonym),  gibt es nun auch noch eine Querverbindung in den Orient zu einem arabischen Prinzen, den alle Welt kennt („echt“ echt).

Leider ist dies eine traurige Geschichte, denn aus Dubai kommt kein Geldsegen, im Gegenteil. So wie es aussieht wurde dort, ohne dass man es ahnte, mit Steuergeldern ein Hochhaus subventioniert, und in Bonn läuft auch nicht alles wie zu Weihnachten.

Doch der Reihe nach: das „Geschenk des Himmels“ wurde in Teilen wieder eingepackt. Der OB muss mit dem Neubau für das Haus der Bildung alleine klarkommen.

Der 50 – Millionen Spender hat abgewunken. Das völlig überlastete Städtische Gebäudemanagement Bonn (SGB), das sogar Studenten beschäftigte, muss mal wieder ran. Da trotz großsprecherischer Zusagen des Betriebsleiters Kosten und Termine öfter nicht gehalten wurden, wird das SGB inzwischen von Politikern grundsätzlich in Frage gestellt und nun sogar von Verwaltungsfachleuten unter die Lupe genommen.

Die allgemeine Verunsicherung über unkontrollierte SGB Aktionen ist vielfältig: Kosten für die Instandsetzung des Stadthauses: seit Jahren überfällig, trotzdem fordern Wirtschaftsexperten der SPD „innovativ“, koste es was es wolle, Mut zum Abriss!

Maßnahmen für das Alte Rathaus: weitgehend unbekannt. Trotzdem wurde schon mal ein Gerüst aufgestellt und die Bevölkerung über einen Verein „engagierter Bürger“ zur Almosenkasse gebeten. Kein Wunder dass der SGB Betriebsleiter Naujoks (2. von rechts) zufrieden grinsen muss. Der Bürger wird mal wieder geleimt, denn die SGB Kasssen sind nicht zuletzt wegen totalen Missmanagements und anderer Merkwürdigkeiten leer.

Dabei ist Freude, Joie, Joy überhaupt nicht angesagt, denn die SGB Personaldecke ist löchrig, die Fluktuation hoch, die Stimmung nicht besonders, Image und Chefbewertung: mangelhaft, Statistik: mäßig.

Kununu Statements müssen wegen der geringen Beteiligung von SGB Bediensteten natürlich mit Vorsicht genossen werden. Das gilt aber auch für die Aktionen des Genossen „Gebäudemanagers“. Zu hoffen ist, dass beim Haus der Bildung nicht wieder Geld des Steuerzahlers „versickert“.

Abgesehen von den ca. 60 Millionen, die bei den Baukostensteigerungen „durchliefen“, soll an Oberkontrolleur und SPD – Parteimitglied Naujoks vorbei eine weitere halbe Million Euro unbemerkt, als Darlehen nach Dubai geflossen sein.

Wer das nicht versteht, dem sei gesagt, dass Friedhelm Naujoks, einst am Telefon gerügt ob seiner offenbar vorsätzlich herbeigeführten Baugefährdung bei der Aula des Konrad – Adenauer – Gymnasiums, zurückblaffte: „ob man ihm die Welt erklären wolle“. Die Welt ist inzwischen nach Bonn gekommen, und zwar in Form von unerwarteten Geldflüssen, leider in völlig falsche Richtungen.

Von Insidern nicht unbemerkt, war auf den sich ständig verändernden Webseiten von SMI Hyundai der Al Attar – Tower in Dubai bereits am 14. Juli 2006 als indikatives Leuchtturmprojekt „in guter Bearbeitung“ (so die deutsche Übersetzung von „in good progress“) geortet worden.

Zeitgleich erscheint diese Meldung auf den englischen SMI Hyundai – Seiten mit der Einweihungszeremonie des UN Campus in Bonn.

Im November 2006 erfolgt dann, offensichtlich ein wenig voreilig, der folgenschwere Spatenstich der „Strukturverwandlungsgesellschaft“ SMI Hyundai/Bonn in der Rheinaue und kurz darauf wird die Fa. Gegenbauer im Bereich des Facility Managements für Dubai gewonnen.

Dieser Deal zwischen der Man Ki Kim – Truppe und Gegenbauer, u.a. Mitsponsor beim „Schönen Fest“ und bis Januar 2007 Betreiber des WCCB, war bereits im Dezember 2009 aufgefallen . Nun scheint mit der bekannt gewordenen „Geldverschiebaktion“ nach Dubai diese Aktion um eine Facette reicher.

Wurden hier bereits mit Steuergeldern vorbereitend Weichen gestellt, damit man ungestört im Verbund mit den anderen Kongresseinrichtungen, dem Wasserwerk und der Beethovenhalle schalten und walten konnte? Waren hier Bonner Ratsmitglieder und Agenturen beteiligt, die als Verbindungsbüro für die inzwischen insolvente WCCB Management GmbH fungierten?

Je größer der Kuchen und je weniger Externe beteiligt sind, desto flüssiger laufen Geschäfte jedweder Art.

Neben den Geheimnissen um den scheinbar noch immer unfertigen Khalid Al – Attar – Tower 2 produziert in Bonn ebenfalls ein Hochhausprojekt ständig Schlagzeilen, und stiftet allgemeine Verwirrung.

Die „Stadthaus Idee„, der Abriss und die Verlagerung der Verwaltung in Richtung „Bonner Neustadt“ (Telekom – City/WCCB/Rheinaue) und danach die Umnutzung des innerstädtischen Areals ist immer noch im Gespräch.

Leider gibt es für das Stadthaus genauso wie für das WCCB keine „belastbaren“ Zahlen über den aktuellen Verkehrswert. Deshalb weiß keiner wie viele Steuergroschen mit dem Stadthaus vernichtet würden und beim WCCB weiß keiner, wie hoch die Differenz von Bausumme und Ertragswert ist.

Mit diesem Herumeiern ist natürlich kein geordneter Haushalt für die Stadt Bonn darstellbar. Langsam begreifen das die Bonner BürgerInnen

In einem Interview des WDR während der „Bürgerbefragung“ zum Bonner Haushalt , der dem  § 4 des Rheinischen Grundgesetztes folgt („wat fott es, es fott„) konturiert sich das Desaster: Festspielhaus (Investition) und WCCB (Unkosten, Folgekosten und „Unvorhergesehenes„) werden als Verursacher angesehen, dass nun Bonn – Ausweis, Kindergartenplätze, kostenlose Nutzungen von Sport- und Schwimmhallen und andere Vergünstigungen ersatzlos wegzufallen drohen.

Zusätzlich vergrößert sich das Chaos durch nichtvorhersehbare Parameter. Der von den Ereignissen überrollte Oberbürgermeister, musste die geplante Ratssitzung zur Heimfalldebatte wieder abblasen.

Dahinter könnte ein gravierendes Problem stehen: kein Investor in Sicht, der angemessen viel „Geld in die Hand nehmen“ würde um den Millionenverlust für die Stadt in halbwegs erträglichen Grenzen zu halten und/oder keine Weiterfinanzierung durch die SPK KölnBonn oder ein anderes Geldinstitut.

Der Heimfall würde dann nicht nur zum Reinfall, sondern könnte eine Implosion des Bonner Haushalts auslösen, der den RP auf den Plan rufen würde: Haushaltssicherungskonzept!

Zeitgleich mit der Absage der Sonderratssitzung durch das Bonner Presseamt hieß es noch vollmundig von Jürgen Nimptsch auf der ITB in Berlin: „Wir holen das Projekt jetzt nach Hause zur Stadt, wir bauen es fertig und feiern im nächsten Jahr Einweihung“.

Herr Nimptsch scheint immer noch nicht verstanden zu haben, dass er wegen der Großwetterlage in Bonn und wegen einem der größten kommunalen Skandale in der BRD unter Dauerbeobachtung steht.

Weder macht er eine seriöse Figur mit „meinungsbildenden“Twitter – Peinlichkeiten („Wir haben gewonnen“ und „Dank dem IPC dürfen wir etwas olympischen Glanz beanspruchen“), noch annulliert er damit das strafbewehrte kollusive Zusammenspiel der Verwaltung unter Bärbel Dieckmann mit den „Madenjägern“ aus Südkorea.

Dieses „Nachhauseholen“ hat so seine Tücken. Das ist schon lange bekannt, wird aber vom OB mit flotten Sprüchen wieder unter den Teppich gekehrt. Das Problem sieht auch der WDR und titelte deshalb in der Lokalzeit: „Der Heimfall – kein Reinfall?“

Wegen dieser pennälerhaften Dummheiten gerät OB Nimptsch nun ins Fadenkreuz der einheimischen Fachleute, denen die Laienspielschar in der Verwaltung Sorge bereitet.

Mit Professor Simon, von Simon, Kucher und Partners, wünschen sich viele BonnerInnen, dass mit dem Schaumschlagen und Schauspielern endlich mal Schluss ist. Immerhin ist nun aus berufenem Munde das Problem deutlich geworden: wer einen kleinen Handwerksbetrieb gut führt, ist nicht unbedingt geeignet für einen Großkonzern und Veröffentlichungen über „Management im Schulbereich“ reichen nicht aus, um die millionenschweren Instandsetzungsprobleme und die traurige Bilanz seines hochdatierten Parteifreundes in den Griff zu bekommen.

Der Bonner Oberbürgermeister hat ein schweres Erbe angetreten, für das er nicht verantwortlich ist. Es hat ihn jedoch niemand gezwungen laut „hier“ zu rufen um OB zu werden. Jürgen Nimptsch hat sich als Kandidat des Beueler „Unterstützungskreises“ um Ex – Ratsherr Martin Schilling zur Verfügung gestellt und ist jetzt dort, wo die von Parteifreunden angerichtete Suppe ausgelöffelt werden muss. Die Millionen, die beim WCCB in den Sand gesetzt wurden fehlen eben woanders.  Auch bemühte Ausreden auf der Homepage des OB: „Bonn spart nicht an seinen Schulen„, helfen da nicht weiter.

Bitter für Jürgen Nimptsch, dass unter Bärbel Dieckmann und „Adlata“ Angelika Maria so viele Flops und Pannen vertuscht und amtlich weg- und schöngeredet wurden: „Unter Berücksichtigung gesamtstädtischer Aspekte hat sich die Zeitschiene einzelner Maßnahmen aus dem Maßnahmenplan Schulen geändert“. Obwohl ab und zu auch mal ein unliebsamer Express – Artikel über das SGB verschwindet, stapeln sich die Leichen vor der Tür des OB!

Noch bitterer:  auch die GEW kritisiert den Ex – Schulleiter wegen der unüberlegten Streichaktion. Hier rächt sich im Nachinein der Etikettenschwindel im OB Wahlkampf. Der CDU Kandidat Christian Dürig, Volljurist, Ministerialdirigent  und Geschäftsführer einer Post – Tochter, war als „unechter“ Manager mit allerlei Tricks verunglimpft worden.

Damals wie heute tut Aufklärung Not.

Leider trägt auch Herr Redeker (SPD) im WDR Interview wenig dazu bei, wenn er Gelassenheit signalisiert in punkto ARAZIM. „Die können ruhig gegen den Heimfall klagen“ so sinngemäß seine Lagebeurteilung. Das mag wohl sein, aber über allem schwebt immer noch das Damoklesschwert von Schadensersatzforderungen aller Geschädigten gegenüber der Stadt Bonn, wegen des sog. „kollusiven Verhaltens

Der Monster – Skandal um das WCCB ist, nach allen bisher bekannt gewordenen Fakten, tendenziell unter dem Oberbegriff der Wirtschaftskriminalität einzuordnen. Peter Finger, Stadtrat der Grünen hat das mit „Umwegfinanzierung“ beschrieben, wobei das WCCB die Rolle der „Fat Maggot“ , der fetten Made gespielt hat, die vorne gemästet und hinten ausgesaugt wurde.

Die Sache ist also viel zu ernst für jokes und tumbe Verbalvertuschung, zumal auch immer deutlicher ein Zusammenspiel auf anderer Ebene deutlich wird:

Wieso verschwand Frank Walter Steinmeier plötzlich von den SMI Hyundai Seiten, während andere Politiker der CDU wie Franz Josef Jung (mit dem Bonner MdB Herrn Eisel) und Kanzlerin Angela Merkel bleiben durften, bzw. bleiben mussten. (immerhin mit Sigmar Gabriel)

Steckt der Bonner MdB Ulrich Kelber (SPD) als Wahlkampfmoderator dahinter, denn auf „seinem“ uBRD Beitrag wurde dieser (gelöschte?) „missing – link“ der auf die SMI – Hyundai – Steinmeier Seite führte, zuerst festgestellt.

Auch heute noch ist Steinmeiers WCCB – Besuch vom September 2007 auf den überarbeiteten Seiten für „Unternehmensneuigkeiten“ der Firma SMI Hyundai nicht zu finden.

Zusammen mit der Verhaftung von Christoph Penderok taucht der Verschollene dank der Fotografin Barbara Frommann im Kreise des WCCB – Teams wieder auf.

War es Penderok, der auf Geheiß der SPD dafür sorgte, dass der damalige Außenminister Steinmeier nicht mehr neben dem Architekten Hong, Arno Hübner und Bärbel Dieckmann auf der WCCB Baustelle zu sehen war?

Ein kleines Wunder, das immer noch nicht geklärt ist, und vielleicht mehr Verdachtsmomente erzeugt, als unbedingt notwendig.

Immerhin ist inzwischen ein etwas größeres „Wunder“ geschehen: neuer Chairman und Nachfolger von „Mr. „Turnaround“ Man Ki Kim bei SMI Hyundai soll nun His Royal Highness Prince Khaled Bin Alwaleed Bin Talal Bin Abdul Aziz al Saud sein , der als einer der reichsten Männer der Welt gehandelt wird.

Schon im Juli 2007 taucht auf den SMI Hyundai Webseiten ein Deal mit den Saudis auf, allerdings fotografisch etwas unterbelichtet (eine Spezialität mancher SMI – Seiten) und auch sonst nicht so ganz überzeugend.

Um die Verwirrung für den gebeutelten Bonner Steuerzahler komplett zu machen: der „Management Contract“ mit Millenium and Copthorne Holdings wird am 19. November 2009 wiederholt, mit denselben Beteiligten, allerdings in einem überzeugenderen „setting“.

Sollte HRH Prinz Al Waleed Bin Talal tatsächlich der Nachfolger von SMI Man Ki Kim bei dem „Automobilkonzern“ Hyundai sein, offenbart sich für „Baas“ Nimptsch eine große Chance: als OB könnte er per Twitter oder Facebook Kontakt mit dem reichsten Mann Arabiens aufnehmen und um Mithilfe bei Bonns  „foremost problem“ bitten. Mehr als 50 Millionen Euro könnten da vielleicht drin sein: almost peanuts für HRH!

Dies wäre kein Pakt mit dem Teufel, den Jürgen Nimptsch auf der Bühne verkörpert, brächte allerdings andere Probleme mit sich.

Wie man inzwischen weiß: „OB Nimptsch on Twitter“ hat noch zwei Passagiere an Bord, Ulrich Kelber und Martin Schilling, letzteren als eine Art Tarnkappenbomber in geheimer Mission. Könnte sein, dass der hilfesuchende „Tweet“ des OB deshalb im Spamfilter oder im Firewall der Saudis hängen bleibt, zumal der Bonner SPD – MdB Ulrich Kelber sich gerade außenpolitisch betätigt:

„Gaddafi immer abgedrehter, aber Frankreich verkauft ihm Kampfflugz. damit er AKW kauft. In 10 Jahren dann westlicher Militärschlag?“  so Kelbers stigmatisierte message aus dem Äther.

Soviel „Abgedrehtheit“ überall, nun muss auch noch die Heizung beim WCCB gedrosselt werden. Auch hier scheint sich die Verwaltung mal wieder etwas genehmigt zu haben, was nicht ganz astrein ist.

Das wäre nichts Neues, das kennt man in Bonn, awer wat wellste maache (Artikel 7, Rheinisches Grundgesetz), wenn das mal alles gut geht!