Legionellentest ab 1.11.11

Bürger's BeitragBesser wäre ja der 1.11.11 um 11 Uhr 11 für diesen Witz geeignet.
Ab dem 1.11. soll ein Gesetz in Kraft treten, durch welches wir Mieter vor Legionellen im Warmwasser geschützt werden sollen. Diese springen uns vorwiegend beim Duschen an. Sie verstecken sich in den Wassertröpfchen, die unsere Lippen berühren.

So habe ich es aus dem Fernsehen in einem Vormittagsmagazin der letzten Tage gehört.
Weiter wurde dort öffentlich gemacht, dass die örtlichen Behörden für die Durchführung der Wasserproben vor Ort in etwa 40 Millionen Haushalten unserer BRD zuständig sein sollen.
Ist das eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für nicht oder nur schwer vermittelbare Leistungsempfänger der Arbeits- und Sozialbehörden?
Wer hat das eigentlich ausgeheckt?
Beschäftigen die Bundesbehörden jetzt auch Praktikanten?
Erhalten diese das Recht Gesetze zu erlassen?
Wo waren unsere gewählten Abgeordneten als diese Gesetz im Bundestag zur Lesung und zur Abstimmung kam?
War das an einem Freitag Nachmittag, als alle Anwesenden pennten und der Rest der Nichtinteressierten bereits auf dem Nachhausweg war?
Wo waren unsere Medien, die sich sonst um jede Schlagzeile raufen?
Ist so ein Bockmist nicht berichtenswert genug?

Wäre es einen Artikel wert gewesen, wenn der griechische Ministerpräsident dies den vor Sorgen schwitzenden Bürgern seines Landes verordnet hätte?

In unseren Kankenhäusern infizieren sich jährlich zigtausende arglose Patienten über Personal und Einichtungen an multiresistenten Keimen, die nicht behandelt werden können. Viele Patienten versterben daran jämmerlich. Viele andere denken noch Jahre mit Schrecken an die Zentren unserer Gesundheit zurück. Einige sollen sogar keine Lust mehr auf diese Einrichtungen haben und eine Notoperation an Ort und Stelle unter freiem Himmel einer OP im Kreiskrankenhaus vorziehen.
Die Keime werden verdächtigt, aus der Massentierhaltung zu kommen.
Weder hier noch dort wird etwas getan.

Aber die Legionellen, die von keiner Lobby in Schutz genommen werden, die müssen jetzt den Kopf herhalten.

Wenn uns Verbrauchern der Impfstoff der letzten Schweinegrippe nicht angedreht werden konnte, dann stimmt mit uns wohl etwas nicht und der Verdacht liegt auf der Hand, dass wir von Legionellen verseucht sind.
Das muss auf der Stelle untersucht werden.

Sind Legionellen intelligente Lebewesen?
Können die die nächste Bundestagswahl beeinflussen.
Sind sie vielleicht konservativ?
Sehen Erkrankte schwarz für ihre Zukunft?

Muss ein liberaler Gesundheitsminister da nicht unverzüglich einschreiten, um dieser in jedem heimischen Duschkopf lauernden Volksseuche Einhalt zu gebieten?
Werden auch die Duschköpfe in den Krankenhäusern untersucht?
Oder nur die, die in Mietwohnungen eingebaut sind?

Bin mal gespannt, wann die Behörden sich bei mir melden.
Wer wird in Bälde bei mir klingeln?
Ich bin mir sicher, dass es ein osteuropäischer Trickbetrüger mit seinem Partner ist, der mittels gefälschter Dokumente und Ausweispapiere und einem Schraubglas in der Hand in meine Wohnung will, um die Wasserleitung auf höchstem Befehl hin zu sterilsieren und mich dabei natürlich in den Keller an die Hauptwasseruhr schickt.

Wer hat sich das bloß wieder ausgedacht?
Welche Stadt in unserer BRD hätte wohl die Mitarbeiter, um so einen Unsinn in die Tat umzusetzen?
Jeder Mieter muss dafür in die Tasche greifen.
Gerüchte über Beträge von 50 Euro pro Untersuchung und Jahr machen bereis die Runde.
Gesundheit ist nun mal teuer. Volksgesundheit allemal.
Ist das die liberalisierte Wirklichkeit des gelben Versprechens „mehr Netto vom Brutto“?
Welche Lobby hat sich da bloß wieder Zutritt zum Ministerium verschafft?
Das müssen Topp-Leute gewesen sein.
Wie die, die uns das Impfserum millionenfach gegen die letzte Schweinegippe verhökert und vorher in schillernsten Farben eine auf uns zukommende Pandemie an den Horizont gemalt haben, was tausenden von schuldlosen Schweinen das Leben kostete und den damaligen Gesundheitsminister animierte sich impfen zu lassen, damit das Zeug unters Volk käme?

Wo lebe ich eigentlich?
Euer Bürger 001

Brennt unsere BRD aus?

Hallo Ivonne, ich danke Dir für Deinen Anruf.  Hier mein Artikel:

Mit aller Macht muss es voran gehen.

Aus dem Nichts heraus geht es nach oben.
Und an der Spitze heißt es:

„Position halten!“
„Um jeden Preis!“

Es braucht flexible, motivierte, leistungsfähige Mitarbeiter, die rund um die Uhr verfügbar und einsetzbar sind.
Nicht der über Tage vorher verabredete Termin ist das Credo. Das ist etwas Überkommenes aus der Zeit unserer Eltern und Großeltern. Heute gilt die spontane Verabredung und die 24-stündige Erreichbarkeit per Handy gibt den Rhythmus vor.

4 Milliarden Handys setzen weltweit neue Maßstäbe und wer keines hat, wer keine SMS und MMS versenden kann, wer nicht ständig telefonisch erreichbar ist und nicht überall Emails abrufen, lesen und beantworten kann,  ist aus dem Rennen.
2015 hat jeder Erdenbürger statistisch mindestens ein Handy.
Kommunikationsgeräte die mehr können sind natürlich besser und verdrängen das gute alte „Taschentelefon“.
Wer sich verweigert, ist out oder zumindest altbacken.

Die technischen Voraussetzungen für permanentes Wachstum sind auf dem Markt, Von der  volkswirtschaftlichen Grundlage „Geld“  gibt es auf dem Planeten so viel, dass damit bereits „gespielt und gewettet“  werden kann.
Wo es momentan fehlt gibt es Billiarden Kredite von Partnern, die selbst auf Pump und am Rande verantwortlichen Haushaltens leben.

Trotzdem geht es immer weiter. Immer schneller. Immer höher.

Wovon habe ich noch nichts gesagt?

Was bleibt zurück?
Der Mensch.

Er vergewaltigt die Natur, knechtet sie und hat sich in die Lage versetzt das Klima zu ändern, er beutet gnadenlos Ressourcen restlos aus,  er prüft andere Lebewesen auf ihre Brauchbarkeit,  passt sie – gedankenlos auch qualvoll – in dieses System ein oder schafft sie ab.

Komisch ist: Der Mensch macht aber nicht einmal vor sich selber halt.
Er will mit aller Macht nach oben.
Er will mehr.
Er will es besser haben.
Er will bequemer leben.
Egal was es kostet und sei er selbst der Preis.

Die Folge ist:
Wir haben es fast geschafft.
Wir brennen jetzt in dieser unwirtlichen Umwelt selbst aus!
Immer mehr von uns sind am Ende.
Früher nannte man das eine Depression.
Meine Eltern trauten sich noch den Ausdruck „Erschöpfung“ in den Mund zu nehmen.
Sie gaben sogar noch zu, dass sie irgendwann „am Ende waren“, dass sie körperlich und geistig ausgelaugt waren.
Sie machten langsamer, nahmen sich eine Pause und regenerierten sich selbst.

Heute geht das nicht mehr.

Meine Kinder werden bestimmt auch im Management tätig sein.
Das ist gar nichts besonderes.
Schon heute ist jeder ein Manager und leidet an der für diese Berufsgruppe typischen Managerkrankheit.

Der Abteilungsleiter der Konsumentenbank an der nächsten Straßenecke schafft regelmäßig täglich 10 bis 14 Stunden. Es darf aber auch mehr sein. Er nimmt sich selbst wichtig. Womöglich stimmt das auch.

Sein Arbeitstempo und seine Arbeitszeit übertragen sich auf seine ebenfalls managenden Kollegen und Mitarbeiter, wirken sich aus bis auf die Reinigungskräfte.
Diese arbeiten bereits genauso lange wie der Chef der Bank.
Allerdings in mehreren Billigjobs.
Ihre Stundenzahl ist aber vergleichbar.

22 Milliarden kostet unserem Krankenversicherungssystem dieser Irrsinn aktuell. Tendenz steigend.
Die Kosten, die „burnout“ in der diesen Wahnsinn verursachenden und nach Wachstum schmachtenden Wirtschaft verursacht, dürften wohl um etliches höher sein.

Was für eine Lehre ziehen wir daraus?

Wir müssen schneller werden, effektiver arbeiten, mehr leisten.
Diese Kosten müssen wieder reingeholt werden.
Mehr Wachstum ist unbedingt erforderlich.
Mit weniger Personalkosten und mehr Arbeitsfreude!

Wer wagt es diesem Aufruf zu widersprechen?