Einzelhandel erzielt größtes Umsatzplus nach Wiedervereinigung

Red@Wir liefern in die ganze EU-Zone und sind Exportweltmeister,
wir sind ein argwöhnisch beobachtetes Niedriglohnland,
wir leisten uns 2011 knapp 1 Million Leiharbeiter,
wir zahlen riesige Summe an die EURO-Länder,
wir retten schon wieder Großbanken und Hedgefonds,
wir kämpfen um Mindestlöhne,
wir haben noch so viele Fahrzeuge neu zugelassen,
wir sorgen uns um die Effektivität unserer Riesterrenten,
wir fürchten uns vor der Altersarmut,
wir argwöhnen unserem Anlage- und Bankberater,
wir steigen aus der Atomkraft aus,
wir misstrauen dem Klimawandel,
wir suchen dringend ausländische Facharbeiter,
wir fühlen den „burnout“ direkt in uns,
wir kaufen billigstes Fleisch aus Massentierhaltung,
wir ärgern uns über Gammelfleisch und verdorbene Keime,
wir wollen möglichst nicht vom Krankenhauskeim befallen werden,
wir misstrauen unserer Regierung,
wir sind Weltmeister bei den Urlaubsreisen,
wir benötigen für die Kleinsten preiswerte Plätze in Kindergärten,
wir wollen Hartz IV aus Angst gern wieder abschaffen,
wir glauben nicht, dass die Rente ab 67 schon alles ist,
wir ängstigen uns vor Inflation und Währungsreform,
wir sind fast immer über irgendetwas unzufrieden und
wir meckern über alles und jeden, denn
wir haben stets die Nase voll

wir geben wahrscheinlich aus diesem Grund unser Geld mit vollen Händen wieder aus.

Im Weihnachtsrummel 2011 ergab eine Befragung unter hastig auf letztem Drücker Einkaufenden, dass  pro Kind 319,00 Euro an Präsenten ausgegebenen würden.
Ja, da kriegt man runde Augen.

Das Ergebnis dieses Verhaltens veröffentlichte Zeit-Online am 05.01.2012 unter dem Titel: „Einzelhandel erzielt größtes Umsatzplus nach Wiedervereinigung“

Kernaussage:
Trotz Schuldenkrise und allgemeiner Verunsicherung steigerte der Einzelhandel den Umsatz um etwa 2,9 Prozent.

Unglaublich. Denken wir zurück. Müntefering hat genau das vor wenigen Jahren als patriotischen Beitrag zum Schutze und Wohl der Gemeinschaft von uns gefordert. Wir haben ihm aber nicht gehorcht. Erst die Sorge um den Wert unseres eigenen Geldes auf unserem persönlichen Konto hat uns offenbar erschreckt umdenken lassen.
Weitere Details zu dieser Überraschung kann ich mir sparen, wenn Sie sich den Artikel selbst durchlesen.
[ :arrow: Interessierte klicken hier]

50 Jahre deutsch-türkisches Anwerbeabkommen

Red@ In seiner Festrede im Auswärtigen Amt zum Jubiläumsdatum des Anwerbeabkommens sprach der Türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan:

„…Deutschland ist für die Türken keine fremde Heimat mehr.
Es ist so, dass beide Länder, beide Nationen durch die Geschichte zueinander geführt wurden. D.h., wir gehören zusammen ….
Wir sind zusammen, möchte ich auf deutsch sagen.

Ich möchte um Entschuldigung bitten, weil mein deutsch nicht sehr gut ist.
Ich denke, dass es keinem gebührt „raus!“ gesagt zu bekommen. Die Türken wären die letzten, denen man sagen sollte „ihr solltet raus gehen!“ und ich möchte darüber hinaus noch folgendes sagen: Die Mitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Union – wir erhoffen uns, ich sage dies im Namen meines Volkes als den Wunsch meines Volkes, dass es Deutschland sein sollte, welches die Mitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Union am stärksten vertritt.

Wir unterstützen bedingungslos die Integration.
Wir möchten, dass die Türken deutsch lernen und sehr gut, in bester Weise deutsch sprechen. Das unterstützen wir von ganzem Herzen. Wir unterstützen und fördern den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit  und wir sind sehr dafür und appellieren dafür, dass die türkischstämmigen Deutschen die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben und

ich lade alle deutschen Staatsbürger ein,
die türkische Staatsbürgerschaft zu erwerben.

Und ich möchte zuletzt auch noch einmal wiederholen: Jedes Jahr kommen an die 4 Millionen Deutsche in die Türkei, als Touristen und das ist für uns ein Grund, um stolz zu sein. Und das zeigt, wie sehr unsere Völker zusammengewachsen sind und welche zentrale Rolle Deutschland zukommt.
Und gerade im Hinblick auf unsere Hoffnungen in die Zukunft gibt uns das Mut, ermutigt uns.
Wir sind zusammen wiederhole ich auf deutsch.
Wir gehören zusammen.
Vielen Dank.“

 

EURO gerettet?

logo f.Beitrag per MailVon einer EURO-Rettung kann man heute wohl kaum sprechen.
Am Horizont zeichnet sich der nächste Euro-Gipfel bereits ab.

Spanien meldet bereits einen Tag nach dieser erneuten EURO-Rettung erste Rekordzahlen:
21,5% = 5 Millionen Arbeitslose (von rund 23,256 Mio. arbeitsfähigen Spaniern)
Rechnen wir ehrlicherweise doch gleich die Dunkelziffer und die Auslassungen durch staatliche Statistikkünstler dazu. Dann dürfen wir wohl guten Gewissens von 6 Millionen Arbeitslosen reden dürfen und das sind dann 25%.

Zum Vergleich möchte ich darauf hinweisen, dass Griechenland im Mai 2011 eine Arbeitslosigkeit von 16,6% (= 823.000 Arbeitnehmer) meldete und bereits bei dieser Prozentzahl von einem Rekordergebnis gesprochen wurde.
Ganz besondersl hier dürfte die Dunkelziffer und die Kunst der Statistiker noch zu berücksichtigten sein. Das liegt in der Natur griechischer Aufzeichnungen. Wie wir bei Eintritt Griechenlands in die Euro-Zone erfahren mussten.

Monsieur Sarkozy will seinen Franzosen in den kommenden 10 Tagen sein Sparprogramm vorstellen, welches die Staatsverschuldung um 6 bis 8 Milliarden reduzieren soll.

Signor Berlusconi muss seinen Landsleuten ebenfalls sagen, dass er für die Schulden der ärmeren EURO-Staaten gebürgt hat und es nun höchste Zeit wird, den italienischen Haushalt auf Vordermann zu bringen, um nicht selbst unter den Rettungsschirm schleichen zu müssen.

Ein Blick auf Auslandszahlen der Webseite Staatsverschuldung.de zeigt welches Land wie weit die Verschuldung  prozentual gediehen ist (Stand 31.12.2010).

Prognostiziert wurde uns gestern klipp und klar, dass wir uns sicherlich noch 10 Jahre mit der Krisenlage und ihren Folge auseinanderzusetzen müssen.

Gerade haben chinesische Geschäftsleute den Fahrzeughersteller SAAB aufgekauft.
Wir sollten Inventur machen und Bilanz ziehen, um jederzeit auch den Rest Europas anbieten zu können.

Stefan Reiber

 

Red.: Habe den Hinweis auf die Website verlinkt

AA+ Frankreich, unterm Strich = Mist für uns

userlogo 1948
Habt Ihr schon gehört?

Deutschland lebt immer gefährlicher.
Also Du und ich.

Sarkozy, der größte Franzose der Hemisphäre, hat es leider nicht geschafft, sein Land vor der Herabstufung durch die Rating-Agenturen zu schützen.

Wieder einmal haben die neuen Herren der Vermögensbeurteilung sich zusammengesetzt und darüber beraten, wem sie nun den Finger in Wunde legen und den globalplayern unter den Banken das Recht einräumen, die Zinsen für gewährte Staatskredite zu erhöhen.

Ich bin nicht Fachmann genug, um zu beurteilen, ob eine europäische Ratingagentur anders geurteilt hätte.
Auch kann ich mich nicht entscheiden, ob es richtig ist, dass die interstaatlichen Rettungsschirme, weltweiten Garantien und europäischen Bürgschaften an marode EURO-Staaten dafür gesorgt haben, dass es soweit gekommen ist.
Oder war es sowieso längst an der Zeit, weil die BIPs der Euro-Länder allesamt die selbst gezogenen Obergrenzen gerissen hatten?

Eigentlich bin ich nicht richtig verwundert, dass Frankreich, als eines der Geburtsländer der europäischen Idee, das Ziel nicht geschafft hat.
Mich verwundert viel mehr, dass es so unerklärlich lange gedauert hat, dass sich das Ausmaß der Staatsverschuldung öffentlich bemerkbar gemacht hat.

Ich will statt einer langen Aufzählung längst bekannter Vorwarnungen hier nur einige Links auf zurückliegende u. aktuelle Veröffentlichungen vorstellen, die hierauf schon lange hingewiesen haben:

10.05.2010
Frankfurter Allgemeine
Frankreich und die Finanzkrise. Sarkozy, der Retter

11.06.2010
Frankfurter Allgemeine
Frankreich sorgt sich um sein erstklassiges Rating

30.11.2010
Frankfurter Rundschau
Auch Frankreich bedroht?

08.08.2011
DerWesten
Frankreich-Herabstufung wäre für Euro eine Katastrophe

18.10.2011
Die Presse
Frankreich bangt um sein AAA-Rating

14.09.2011
Zeit-Online
Paris in der Klemme

27.09.2011
Krivor
Bankenkrise: Erste Bailouts in Frankreich erwartet

GeVestor – Ihr Finanzportal
Nächstes Rating-„Opfer“: Frankreich Anleihe stark unter Druck

17.10.2011
MMnews
Rating: Frankreich und Deutschland bals negativ

18.10.2011
Handelsblatt
Frankreich gerät ins Visier von Moody’s

Vielleicht ist es gar nicht schlecht einmal nachzulesen, was da geschrieben steht.

Hätten wir früher besser aufgepasst und hätten wir schon früher unsere Presse aufmerksam gelesen, wären wir vielleicht klüger gewesen und hätten nicht zugelassen, dass Griechenland  den EURO bekommt.
Erinnert Ihr Euch?
Es wurde viel darüber berichtet.
Oder erinnert Ihr Euch an die vielen Vergleiche mit der Türkei.
Bis heute kennen wir den Wunsch der Türken nach einem EU-Beitritt.
Die damals ebenfalls vorgetragene Kritik an Griechenlands Bilanzen haben wir vergessen?

Red: „OK nach Windischeschenbach.
Ich habe Dir nachträglich an den Artikelanfang oben links Dein Gesicht eingefügt“.

Unsere BRD = stärkste Wirtschaft der Welt

Red@
Noch vor wenigen Jahren sprach das Wall Street Journal von Deutschland als dem kranken Mann Europas.
Das war 2005 unter der Regierung von Bundeskanzler Schröder.
Und heute? Heute sieht es anders aus.

Heute spricht zum Beispiel die Washington Post davon, dass die deutsche Wirtschaft die stärkste in der Welt sei, und das unter der Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Heute ist Deutschland zur Konjunkturlokomotive in Europa geworden, und das übrigens in einer Zeit, in der sich andere Volkswirtschaften noch mühselig aus dieser Krise herauskämpfen…….

Dies ist ein Zitat aus einer Rede von :arrow: MdB Julia Klöckner (CDU/CSU) vom 10.2.2011 vor dem Deutschen Bundestag

Wird Irland wieder Europas Armenhaus?

Red@

Eine neue Auswanderungswelle hat Irland erfasst.
Wöchentlich verlassen tausende „das sinkende Schiff“, suchen ihr Heil vor der beängstigenden Zukunft in der Flucht oder sogar in der endgültigen Auswanderung.
Wann stehen die ersten „Wirtschaftsasylanten“ vor uns, denn so ganz drin ist Irland ja wohl noch nicht im :arrow: Schengenraum?

Steht Irland vor der zweiten großen Auswanderungswelle seiner Geschichte?
Geht das künstlich geschaffene Steuerparadies in die Knie oder wird es gar zum ersten Entwicklungsland innerhalb der EU?
Weiterlesen