Ausbau der Hassmauer Arbeitgeber vs. Arbeitnehmer

Einfach Unglaubliches geschieht in unserer BRD.
Da werden Mitarbeiter zu Hungerlöhnen beschäftigt und müssen als Aufstocker von der Allgemeinheit alimentiert werden. Beschäftigte werden mit Kameras, Mikrophonen und hauseigenen und betriebsfremden Detektiven überwacht. Personal wird wegen Betriebsschließung zu 100% entlassen – aber im neuen Geschäft auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu 50% des vorherigen Lohns vom selben Arbeitgeber wieder eingestellt.
Kassiererin muss wegen 1,13 Euro Pfandgeld gehen, Serviererin kriegt wegen einer Frikadelle die Kündigung, langjährige Arbeitnehmerin wird wegen des Verzehrs einer Maultausche auf die Straße gesetzt und jetzt stehen wieder die Gepflogenheiten eines maßlos engstirnigen Arbeitgebers und das minimale (zuzm Markstein hochgespielte) Fehlverhalten eines ehemaligen Arbeitnehmers vor dem Kadi.
Missbrauch einer Essensmarke im Wert von 80 Cent.
Schändlich!
!BILD sah zuerst auf den Teller – Lest es selbst!
Wieder wurde ein verantwortungsbewusster, gütiger Arbeitgeber tief in seinem Vertrauen an die Gerechtigkeit der Welt getroffen und seine väterliche Fürsorge gegenüber seinen Mitarbeitern schändlich verraten.
Ein Verbrechen!

Another Brick in the Wall !
Es entsteht eine neue Mauer in unserm Land.

Jeden Tag kommt ein weiterer Stein zu der Mauer hinzu, die beängstigend schnell zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmers aufgetürmt wird.
Es gab Zeiten, da packte ich mich mit beiden Händen an den Kopf, wenn ich die Forderungen der Gewerkschaften hörte und ich sagte voraus, dass diese Maßlosigkeit zu schwerwiegenden Konsequenzen für unsere BRD führen müsse.
So kam es!

Heute bekommen diejenigen, die die Gewerkschaften – inzwischen zum zahnlosen Tiger verkommen – eigentlich schützen sollte, jeden Tag einen Tritt in ihren Hintern und werden mit einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses und dem direkten Weg in HartzIV, die Hoffnungslosigkeit und die Altersarmut bedroht.

Ich konnte die Abwehr und die Reaktionen der Arbeitgeber auf ihre jahrelange Wehrlosigkeit wirklich gut verstehen und auch nachvollziehen.

Aber jetzt sollte wirklich Schluss damit sein.
Wer die Motivation der Mitarbeiter auf NULL bringen will und mit der Knechtschaft des Proletariats liebäugelt, der sollte sich dringend um einen Termin bei einem Star-Psychiater bemühen und hoffen, dass es nicht bereits zu spät ist.

Wir stecken bis über beide Ohren in realistischen Sorgen, sogar die Erde hat die Schnauze von uns voll, schüttelt sich und lässt ihre Vulkane rülpsen; die „Märkte“ ruinieren aus reiner Gier die Volkswirtschaften auf dem Globus und das erhitzte Klima lauert auf seine Chance uns endlich platt zu machen, ehe wir den blauen Planeten vollends zerstört habe (da hilft dann auch das Geld nicht mehr).
Zu all dem kommen nun auch noch Sozialisten, Kommunisten und Beton-Leninisten überall zu Wort.

Sollten wir nicht besser zusammenhalten, als immer wieder mit  Pippifax die Beziehungen der Menschen untereinander weiter zu ruinieren, bis eines Tages jeder für sich allein dasteht und einer nach dem anderen ohne Hilfe des ebenfalls selbstsüchtigen Nachbarn sang- und klanglos untergeht?

ARMES DEUTSCHLAND !

Für unsere Zukunft! Investition in die Bildung …. tut not, muss sein ….

Heute tönte es wieder einmal aus meinem Radio:
Zwei Drittel unserer Bürger wünschen sich von der neuen Regierung mehr Geld in die Bildung zu investieren.  Es geht um die Zukunft der heute jungen und den Unterhalt der morgen alten.

Seit Jahrzehnten, wirklich seit Jahrzehnten, klagen unsere Bürger, die Verbände, die Politiker für Bildung, die Kultusminister, die Schüler und Studenten, die Wirtschaft  und die Erzieher über den ständig zunehmenden Verfall der Bildung im allgemeinen und der Allgemeinbildung im besonderen und die fehlende Unterstützung beim Herumreißen des Bildungsruders. Seit Jahrzehnten weisen insbesondere Bundespolitiker und Parteiführer medienwirksam auf die katastrophalen Folgen einer verschluderten Bildungspolitik hin, machen sogar in Pisa, geloben Besserung und versprechen dem immer weniger ausgebildeten Bürger (uns), nun würde das mit – oder lieber besser unter – ihnen alles besser und endlich etwas getan, um unserer Wirtschaft, unserer Gesellschaft und vor allen Dingen unseren Verdienern d.h. zukünftigen Rentnern (mir) wenigstens eine  halbwegs erträgliche Zukunft garantieren zu können.

Welcher wahlberechtige (wahlerfahrene) Bürger glaubt denn diesen Stuss noch?
Welcher Politiker will ein gebildetes Volk?
Was verstehen diese überall auftretenden Redner eigentlich unter gut ausgebildet?
Wann bloß erleben wir endlich diese versprochene Zukunft?
Welcher Politiker denkt wenigstens in Sachen Bildung ernsthaft über die aktuelle und die kommende Legislaturperiode hinaus?
Welcher Maßgeber / Entscheider  hat mehr als nur sich im Kopf und mehr als seine eigenen Interessen im Auge?

Statt besser, wie uns seit Jahrzehnten versprochen, wird Bildung immer schlechter. Das Bildungsniveau der „breiten Masse“ nimmt dramatisch ab und die Hauptschule hat einen so elend miesen Ruf bekommen, dass sie als überholt und unproduktiv abgeschafft gehört.
Ihren guten Ruf der fünfziger und sechziger Jahre wieder herzustellen ist gar nicht mehr möglich.

Mein Verdacht:
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Kamen so die Hedgefonds in unser Land?

Ich habe Annemarys und Veras Beitrag gelesen und er hat mich an das offizielle Protokoll (PDF) einer  Bundestagssitzung vom 07.11.2003 erinnert, welches mich damals ziemlich gewundert und später erschüttert hat.

Gerade habe ich es gefunden.
Hier klicken: http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/15/15073.pdf

Auf Seite 6330 ruft Bundestagsvizepräsidentin Dr. Antje Vollmer mit folgenden Worten die Tagespunkte 19a und 19b auf.
19a:


Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung

eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes

zur Modernisierung des Investmentwesens und

zur Besteuerung von Investmentvermögen

(Investmentmodernisierungsgesetz)

– Drucksachen 15/1553, 15/1671 –
……….
Beratung der Beschlussempfehlung und des Berichts

19b:

des Finanzausschusses (7. Ausschuss)

– zu dem Antrag der Fraktionen der SPD und des

BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN

Finanzplatz Deutschland weiter fördern

– zu dem Antrag der Abgeordneten Dr. Michael

Meister, Heinz Seiffert, Leo Dautzenberg, weiterer

Abgeordneter und der Fraktion der CDU/

CSU

Förderung des Finanzplatzes Deutschland

– zu dem Antrag der Abgeordneten Dr. Hermann

Otto Solms, Hans-Joachim Otto (Frankfurt),

Dr. Andreas Pinkwart, weiterer Abgeordneter

und der Fraktion der FDP

Finanzplatz Frankfurt stärken

– Drucksachen 15/930, 15/748, 15/369, 15/1296 –

Berichterstattung:

Abgeordnete Lothar Binding (Heidelberg)

Leo Dautzenberg

Interfraktionell ist für die Aussprache eine halbe

Stunde vorgesehen. – Ich höre keinen Widerspruch.

Dann ist das so beschlossen.

Ich eröffne die Aussprache. ………….


Und von da an geht es dann los.
Wurde mein ehemaliger Arbeitsplatz in der sogenannten „Automobilzuliefererindustrie“ auf dieser Grundlage so hochgradig gefährdet, dass „Abwrackprämien in Höhe von 5 Milliarden Euro“ erforderlich wurden, um diesen Wahnsinn aus dem „Investitionsförderungsgesetz“ wieder auszugleichen?

Ich gebe „ Annemary und ihrer Freundin Vera“ durchaus recht.
Das Gesetz haben sogenannte „Externe“ geschaffen.
Externe, die sogar aus der „Bankenwelt“ abkommandiert wurden, um dem „Gesetzgeber“ bei der Formulierung dieses Gesetzes vorbehaltlos und selbstlos, unparteiisch und ausschließlich im Interesse unserer BRD zu unterstützen.
Die Externen hatten natürlich nicht die Interessen ihrer Arbeitgeber und deren Kunden im Kopf.
NEIN, wie denn auch?
Diese Interessen gab es damals nicht, denn vorher war ihnen dieser Sektor der „Festplatte“ gelöscht worden. Derartige Interessen haben die Externen auch heute nicht.
Nach getaner Arbeit gingen die Externen wieder zurück zu ihrem alten Arbeitgeber und ließen eine Rücksicherung ihrer früheren und zwischenzeitlich ausgeblendeten Firmeninteressen vornehmen.

So funktioniert das.

Will mir da vielleicht jemand unterjubeln, dass dies nicht im Sinne unseres Volkes und unseres Landes geschehen ist und immer wieder geschieht?
Bei uns werden die Bürger nämlich von allerhöchster Stelle durch ihre frei gewählten Volksvertrteter vor Unsinn und Unbill geschützt.
Basta!

Wo sind die Verantwortlichen von damals?
sind sie vielleicht noch im Bundestag und schmieden an den Rettungsplänen, um uns neuen Unsinn ums Maul zu schmieren?
Wieder mit Hilfe von außen?
Weil unsere Volksvertreter evtl. einfach nicht schlau genug dafür sind, sich aber trotzdem an Dinge heranwagen, die sie einfach nicht verstehen und deren Folgen sie deshalb weder ahnen noch ansatzweise vorhersehen können?

Wie sollen WIR das dann verstehen?

Wurden Firmen u. Arbeitsplätze so simpel vernichtet?

Mussten wir deshalb die externen Banker mit unseren Steuergeldern retten?

Unfassbar!

Oder?

Grüße von der Hedgefront

200 Tabbert Mitarbeiter werden arbeitlos, denn für diese hat der niederländische Investor HTP Investments keine Verwendung mehr!
Das verfügbare Eigenkapital reicht nicht zur Bewältigung der Absatzkrise aus und der Investor ist nicht wirklich an einer in ihrer Höhe nicht absehbaren Kapitalspritze aus seiner Tasche in die Firmenkasse interessiert. Dies widerspräche auch den grundsätzlichen und global wirksamen Regeln nach denen Hedgefonds ihr Vermögen an der Hedgefront einsetzen.

Bei Tabbert „zukunftsorientierter Caravanhersteller der Premiumklasse und Nr. 1 der Branche“  hat also auch die Automobilkrise zugeschlagen und ich glaube, es geht auch hier ganz deutlich in Richtung Insolvenzverfahren mit anschließendem „Phoenix-Effekt“: Neu erstehen aus Asche. Neustrukturierung, Flexibilisierung und Unternehmens-Verschlankung.  Personalabbau, Einsatz von Zeitarbeitern, Produktionsverlagerung, Zuschüsse von Land, Bund und EU, Steuernachlass und Retterungsschirme.
Verkauf der Tabbert-Produkte mit riesigen Rabatten, um den Hof leer zu bekommen.
Auch hier die Frage: Wer darf bleiben, wer muss gehen?
Auch hier eine tiefe Spaltung der Belegschaft in die noch Hoffenden,  sich an ihren Arbeitsplatz klammernden und die, die ihn schon verloren haben. A spricht nicht nicht mehr aufrichtig mit B und C fragt sich missgünstig, warum D ihm nichts über sein lebhaftes Gespräch mit E mitteilt.
Eine echt miese Stimmung.

Valentin
aus Riedenberg (per Mail)

:!: Red. am 05.06.2009: „Hallo  Valentin, danke für Ihren Eintrag als Mitstreiter und Autor vom 01.06.2009. Ich habe diesen Artikel inzwischen Ihrem User-Konto hinzugefügt!“
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