Misch Dich nicht in unser Erdogans Angelegenheiten ein

Ich möchte hier mal ganz schlicht und einfach äußern dürfen, was von der vielen Erdogan-Schelte aus türkisch bürgerlicher Sicht zu halten ist. So geht das nämlich wirklich nicht. Dauernd wird der Türkei, den dort lebenden Türken und ihrem mit gesellschaftlich hoher Zustimmung gewählten Führer Erdogan vorgeschrieben, was ein Türke zu unterlassen hat und was er gefälligst zu tun habe.
Pausenlos wird der aktuell beliebteste Vorzeigetürke in europäischen Medien kritisiert und negativ dargestellt.

Er, der sich nebenher für das Wohl aller Osmanen aufopfert,
er, der sich mit aller aller größter Toleranz, unerschöpflichem Großmut, einem wahren Strom an Weisheiten und einem unermesslichen Teil seiner wertvollen, knappen Zeit um das Wohl ganz Europas sorgt,
er, der mit unnachahmlicher Weitsicht die Zukunft klar analysiert und dieser dann sagt wo es lang geht.

So etwas in ein schlechtes Licht zu rücken geht nun wirklich nicht und darf nicht länger sein.

Waren es nicht die Türken, die Deutschland nach 1961 wieder aufgebaut und mit ihrer unermüdlichen Arbeit zu heutigem Wohlstand geführt haben?
Waren es nicht selbstlose Türken, die uneitel alleinstehende, deutsche Frauen heirateten und ihnen hier in der BRD den dringend erforderlichen Geburtenzuwachs durch anständige Töchter und stramme Jünglinge geschenkt haben?
Sind es nicht auch die eifrigen türkischen Händler, Unternehmer und Industrielle, welche unsere BRD am Laufen halten und für reichlichen Steuerzufluss in die Staatskasse sorgen?

Wo bleibt der Dank für diese mit Geld wohl nicht bezahlbare und genetisch nachweislich erstklassige Entwicklungshilfe?

Was macht Ihr Deutschländer?
Ihr murrt und wisst immer wieder alles besser und das, obwohl deutsch-türkische Beziehungen in vielerlei Hinsicht, kulturell und politisch seit beinahe 1.000 Jahren bestens funktioniert haben.

Dr. E. Keskinkilic schreibt:
"Die Beziehungen Deutschlands und der Türkei, die schon seit Jahrhunderten auf politischer, wirtschaftlicher, kultureller, bildungspolitischer und persönlicher Ebene bestehen, wurden seit dem 2. Weltkrieg immer weiter intensiviert. Die Politiker von heute sollten die Chance nutzen und die Zusammenarbeit und die Freundschaften zwischen diesen beiden Ländern in der Zukunft noch weiter ausbauen."

Was geht es also Euch an, wenn die Türken ihrem Herrn und Meister zuliebe Fahnen schwenken, ihn vergöttern und verehren? Ihr habt Euren Anführern ebenfalls schon seit Jahrhunderten gehuldigt und sie gefeiert.

Was geht es Euch an, wenn unser Staatslenker auf einen Staatsstreich so reagiert, wie uns bislang bekannt wurde und seine Anhänger es frenetisch unterstützen, dass er die beteiligte Elite einsperrt und sich eine Neue nach seiner Vorstellung schafft.

Ihr mögt das nicht gut finden. Aber was wäre, wenn einer Eurer friedensmüden bzw. kriegswilligen Generäle seine Verehrer um sich scharte, sie TV-Radiosender und Zeitungsredaktionen schließen, das Internet einschränken ließe, um dann bis an die Zähne bewaffnet nach Berlin zu marschieren?

Ihr wäret froh über jede Hilfe aus dem Ausland, die Euch vor dem Elend der Verfolgung durch die Revolotionäre bewahrt. Ihr würdet uns Türken für jeden Beistand die Hände küssen und gierig um Asyl in unserer Heimat bitten. Ja nahezu flehentlich jammern, aufgenommen zu werden.

Was wäre wenn?
Wenn z.B. die Militärs in der Türkei das Ruder herumgerissen hätten?
Hättet Ihr es laut gesagt, dass es klüger wäre, dass man dann Herrn Erdogan und seine Anhänger nicht verhaften und einsperren würde?
Oder wäret Ihr zufrieden, weil nach einem Staatsstreich die türkische NATO-Verbundenheit bekräftigt und gestärkt wäre.
Wäre die Herrschaft der Soldaten gegenüber ihren Kritikern und der Bevölkerung wohl eher willkürlich oder eher rechtschaffend ausgeübt worden?
Hätten alle vor der dann überall herrschenden und alles säubernden Militärdiktatur nach Deutschland geflüchteten Türken bei ihren Eintreffen in der BRD das uneingeschränkte Recht auf Asyl erhalten?

Gut, ich finde es auch vollkommen belämmert, dass Chef Erdogan in der BRD für sich, seine polischen Freunde und seine Wahlen persönliche Werbung machen und Fürsprecher ins Land schicken will.
Das empfinde sogar ich als ein schwer erträgliches, anmaßendes Sendungsbewusstsein.

Doch wie reagiert Ihr auf unseren politischen Frontmann?
Ausgerechnet Eure Politiker müssen negative Reisehinweise aussprechen, die Investitionsbereitschaft Eurer Industrie und Eures Handels verringern. Sogar Euer Außenminister nimmt plötzlich jede Gelegenheit wahr, um sich aus strategischen Gründen gegen uns zu positionieren, um bei der kommenden Bundestagswahl nicht in absoluter Vergessenheit zu verkümmern.

Lasst es endlich gut sein.
Ihr braucht die Türkei sehr viel mehr als Ihr es wahrhaben wollt.
Wir brauchen Euch auch, aber wir kommen auch ohne Euch sehr gut zurecht. Wir haben Russland, Iran und China direkt neben uns. Seit Jahrhunderten gibt es tiefe und gewachsene Verbindungen. Wenn wir Euch den Rücken zukehren, seid Ihr ohne die Türkei deutlich schlechter dran.

Lasst uns einfach in Ruhe.
Dann muss Herr Erdogan sich in der Türkei aus innenpolitischen Gründen gegenüber dem europäischen Ausland nicht so aufplustern und alles wird erheblich besser. Für jedermann. Dann bekommt Ihr auch die Geiseln frei, die derzeit in türkischen Gefängnissen wegen freizügig ausgelegtem Terrorverdacht und Spionage einsitzen. Dass diese Haftgründe an den Haaren herbeigezogen sind, das weiß sogar der einfachste Türke.

Die Macht hat aber immer der, der am längeren Hebel sitzt und das Recht auf seiner Seite beansprucht er, solange er daran fest glaubt, dass er die Macht hat.

Ist daran vielleicht etwas neu?
Ist daran etwa irgendetwas typisch türkisch?

(Zusammenfassung aus vielen freundlichen, friedfertigen Gesprächen mit türkischen Bürgern und Sympathisanten)

Der Herold

Verbraucher sollen Vertrauen in die Politik verloren haben

Im ersten Verbraucherreport veröffentlicht der Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände – Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) [ Link: http://www.vzbv.de/ ], dass 70 Prozent der bundesdeutschen Verbraucher gar kein oder nur noch ein erheblich eingeschränktes Vertrauen in die Politik haben. Bei 79 Prozent der Befragten zeigt sich die Sorge besonders in der Wahrnehmung ihres Schutzes und der Wahrung ihrer Bürgerinteressen in den Bereichen Finanzen, Versicherungen, Telekommunikation und allem, was mit der Digitalisierung zu schaffen hat.
Überraschend ist, das ganz knapp mehr als 1 Viertel der Auskunftgebenden noch Vertrauen in die Politiker zeigen. Etliche von ihnen allerdings bereits schwarz sehen und gar kein Vertrauen mehr hätten.
 

Unter dem Suchbegriff „Verbraucherreport“ sind im Internet je nach eingesetzter Suchmaschine detaillierte Informationen unterschiedlicher Herausgeber zu diesem Thema zu finden.
Bei Verwendung des Suchbegriffs „Verbraucherreport vzbv“ geht es gezielt zu dem hier vorgestellten Report.

 

JEFTA – eine völlige Missachtung der Demokratie

Vielleicht haben Sie noch nichts von JEFTA gehört  –  es ist das Freihandelsabkommen mit Japan, das von der EU unter striktester Geheimhaltung zur Unterschriftsreife gebracht worden ist.  Nun ja, das "Demokratie", für die EU ein Fremdwort ist, dürfte sich zwischenzeitlich herumgesprochen haben. Dass Angela Merkel oder Sigmar Gebriel dagegen protestiert hätten, war nicht zu erwarten.  Ein Herr Martin Schulz, Kanzlerkandidat der SPD, muss in seiner Eigenschaft als EU-Parlaments-Präsident davon gewußt haben, aber auch er hielt es in seinen vielen schönen, wortreichen Reden von Demokratie und Gerechtigkeit nicht für notwendig,  dieses drohende  Abkommen erwähnen.  Warum soll man auch die Bürgerinnen und Bürger über politische Eintscheidungen informieren oder sie sogar daran beteiligen ?  Sie sollen ruhig dumm und unwissend verbleiben, dann bleiben sie auch ruhig.,

Der folgende Artikel stammt von Egon W. Kreutzer, einem seiner wirklich hervorragenden Veröffentlichungenzu aktuellen Themen.  Wer mehr darüber wissen will, sollte seine Homepage aufrufen:   www. egon-w-kreutzer.de   Es lohnt sich wirklich.

 

Campact bezeichnet es als einen Leak des Grauens. Ich erachte es einfach für eine neuerliche vollständige Missachtung der Bevölkerung, eine Aktivität, bei der die Demokratie nicht mit Füßen, sondern mit Stiefeln getreten und zertrampelt wird. Unter größter Geheimhaltung hat die EU ein Freihandelsabkommen mit Japan zur Unterschriftsreife gebracht.

JEFTA, so lautet das Kürzel dafür, bringt alles wieder, was die Menschen bei TTIP auf die Barrikaden gebracht hat. Vor allem wieder private Schiedsgerichte, vor denen Unternehmen gegen Staaten auf Gewinn-Ermöglichung per Investitionsschutz klagen können. Unternehmerisches Risiko war gestern, Beachtung von nationalen Gesetzen und Vorschriften war gestern. Morgen sollen die Unternehmen diktieren können, was sie uns vorsetzen, und wenn wir ihnen unsere Gesetze entgegenhalten, werden wir auf Schadensersatz verklagt. Das ist schlicht Wahnsinn – und es ist nicht bekannt, dass unsere Regierung, allen voran Angela Merkel und Sigmar Gabriel dagegen in Brüssel auch nur leise protestiert hätten.

Es sind nur noch wenige Tage Zeit, dagegen zu protestieren, denn beim G20-Gipfel in Hamburg steht der Vertrag auf der Tagesordnung.

Man kann von Campact halten was man will, und man muss durchaus nicht alles mittragen, was Campact anleiert, aber in diesem Fall habe ich gerade den Appell an Angela Merkel und die EU-Kommission unterschrieben: Stoppt JEFTA, das TTIP auf Japanisch.

Und dafür gibt es zwei Gründe: Erstens, dass wir wieder einmal vor vollendete Tatsachen gestellt werden sollen, wie gerade erst bei der Freigabe des Staatstrojaners unter falscher Gesetzesflagge, und zweitens natürlich, weil der Inhalt dieses Handelsabkommens wieder ein Schritt ist, gewachsenes nationales Recht auf dem Altar der blindwütigen Globalisierung zu opfern.

Ob der Protest noch Wirkung zeigt, ist völlig offen.

Doch am 24. September bietet sich wieder einmal die Gelegenheit für eine Abrechnung mit den selbstherrlichen Alternativlosen in Berlin.

Hier der Link zur Zeichnung der Petition:  
https://www.campact.de/Japan-ttip
 
Beste Grüße
Egon W. Kreutzer