Martin Schulz mit 100% zum Parteichef gewählt.

Donnerwetter, muss es den SPDlern dreckig gehen.
Das mit dem MaSchu war wohl jedem schon vorher zu 150% klar.
Wer weiß es denn nicht?
Die SPD hat niemanden, der sich für diesen verloren Haufen als Kanzlerkandidat hergibt.
Alle anderen Genossen ducken sich und kneifen mal wieder. Geben sich selbst keine Chance und schieben den braven Martin in die vordere Reihe. Würde die SPD sich ausrechnen, dass es wirklich reicht, wären die bisherigen Leithammel allesamt in der ersten Reihe und würden sich gegenseitig den Rang streitig machen.
Laut reden kann der Martin. Schöne Geschichten erzählen kann er auch schon immer. Stimmung machen kann er, kommt ja irgendwie aus dem Karnevalgürtel der BRD.
Aber reicht es, dass er bis zur Schneppatmung redet?

Er, der in ferner EU-Zentrale für uns kaum sichtbar umhermachte, zeigt sich hier bei uns urplötzlich immer bürgernäher. Auf einmal will für jeden von uns da sein. Ich fürchte, er glaubt das selbst.

War er immer schon der Freund der Bürger?
Gab es da ausgerechnet bei ihm nicht Neigungen, den Bürgern eins überzubügeln?
Waren seine Versuche bürgernah, in die Personalgeschäfte der EU-Verwaltung zugunsten seiner Freunde und zu Lasten der Steuerkasse einzugrätschen? 
War seine etwa Meinung zu TTIPP bürgernah?
War er vielleicht für bürgernahe Entscheidungswege und besondere bürgerliche Mitbestimmung in der EU?
Hat das Schicksal eines ihm nicht bekannten, einzelnen, deutschen Bürgers bei seinen Entscheidungen je eine Rolle gespielt oder hat ihn so ein Kleinkram nicht weiter gejuckt?

Was will er denn wirklich besser machen?
Wo bleibt seine zündende Idee?
Ich erwarte etwas Großes, etwas Epochales, etwas, was ihn wirklich von allem Vorhergehenden positiv und glaubhaft unterscheidet.
Nicht eine große Blase heiße Luft oder eine große Ansammlung von wenig wirksamen Kleinkram.
Sich über die Abenda 2010 herzumachen ist nichts, was mich umhaut. Das war längst fällig. Und seine Kritik geht an den wirklichen Problemen vorbei. Kein Hartz4-Betroffener hält ihn für einen Hartz-Messias. Die Hartzler glauben ihm kein Wort. Die, die nichts von Hartz4 und den Problemen kennen, wissen ja nicht was sie tun, wenn sie ihm die Worte von den Lippen saugen..

Hey 100%-Martin, rüttel mich auf, überzeuge mich, dass Du etwas im Köcher hast und das Zeug zum Kanzler hast und erhebe Deine Stimme nicht, um mich mit irgendeinem Klüngel zuzureden.

Die Leutchen vom Sonderparteitag hast Du heute wohl im Sack. Die sitzen aber in einem Schlauchboot, das voll Wasser läuft und immer tiefere versinkt.
Da ist jeder Rettungsring eine große Hoffnung und wenn sich alle auf eine Seite des Kahns begegen kippt der um.
Die anderen, die heute nicht dort vor Dir im Saal saßen und abstimmem sollten, sollten Deine Sorge sein.
Bin gespannt, was Du in Dein Wahlprogramm schreibst und wie das mit der Bildung wirklich ausehen soll.

Der Weg zum Kanzleramt ist hart und steinig.
Pass bloß auf. Mit Angela ist nicht zu spaßen.
Verrate Deine heutigen Rede und die Hoffnung der Deligierten nicht.
Wärst nicht der Erste, der seine Bürgernähe wieder vergisst.
Als ehemaliger Bürgermeister weiß man das. Oder?
Was sagen eigentlich die Bürger aus Würselen?

8 Gedanken zu „Martin Schulz mit 100% zum Parteichef gewählt.

  1. ob das wohl langfristig gut gehen wird. ich habe immer SPD gewählt. nun zweifele ich am verstand des präsidiums. schulz zum spitzenkandidaten gemacht zu haben ist gewagt. haben die verbotenes geraucht?

  2. die wahrheit ist: gabriel hat die spd nicht aufgerichtet. er hat sie übel zugerichtet. schulz ist die letzte hoffnung und ich drücke ihm die daumen. was wäre, wenn die linke zum endspurt übergeht und die spd links überholt?

  3. 8 Jahre Sigmar Gabriel und nun Martin Schulz. Seit Schröder rettet ein „Spitzenvorsitzender“ nach dem anderen die Partei der Sozialdemokraten Deutschlands aus dem Tief des Vorgängers.
    Wie im Fußball. Ein erfolgloser Trainer folgt dem anderen auf dem Fuße. Und es geht immer weiter bergab.

  4. Schulz will die SPD wieder aufrichten. Gabriel behauptet er habe in seiner Zeit als der große Vorsitzende mit Hilfe der Nahles bereits die SPD gerettet und aufgebaut. Wer kommt nach Marrtin Schulz? Wer fegt den kläglichen Rest zusammen?

  5. Er hat zwar nichts gesagt aber ich fand seine Rede gut. Waren es tatsächlich 45 Minuten die er gesprochen aber nichts gesagt hat?
    So wird man in der SPD Vorsitzender und in der BRD Kanzlerkandidat?

  6. Lieber Martin Schulz, Sie sollten die Worte von Sigmar Gabriel beherzigen: Lieber weniger Wahlversprechen geben und diese einhalten!
    Ihr Auftritt ist wirklich ein dreister Jahrmarkt fabelhafter Versprechungen, obwohl Sie wissen, dass daraus nichts werden kann und werden wird. Schade um die gute alte SPD. Erst der Kanzler der Bosse, dann der Redenschwinger Gabriel und nun Sie und Ihre Phrasen der Bürgernähe und Partei der kleinen Leute. Welche SPD soll Sie aushalten?

  7. Martin Schulz: "Jeder spürt es hier im Saal genauso wie im Land, die SPD ist wieder da, wir sind wieder da!" Sieht er es als abgetretener Präsident des Europarates so, weil er da ist? Er sieht sich als Retter der SPD, der Bürger, der BRD. Wenn man an die Spitze eines so abgewirtschafteten Verein wie diese marode SPD tritt, dann kann es nur noch besser werden. Was hätte denn noch schlimmer werden sollen? Schlimm finde ich, das MaSchu (gute Idee) selbst den Unsinn glaubt, den er ohne Unterlass und mit strahlendem Gesicht von sich gibt. Der Zustimmungszuwachs, den die SPD gerade erfährt, kann ich mir nur dadurch erklären, dass deren neue Jünger sich von den Altgrünen das Rauchen illegaler Tabakzusätze abgeguckt haben müssen und sich nun im Rausch besoffen reden.  

  8. Wenn das man gut geht. Der glückliche Martin Schulz soll uns durch gegenwärtige und zukünftige EU- und Weltwirren führen. Hoffe, dass am Ende nicht ein unentwirrbares Durcheinander unerfüllter Versprechen steht. Habe immer sturr die SPD gewählt und auch den Schröderlnick überstanden. Aber Martin Schulz ist mir einfach zu viel Vertrauenswürdigkeit, zu viel Leidenschaft, zu viel Glaubwürdigkeit, zu viel Begeisterung, zu viel Verständnis, zu viel Hören auf die Bürger, zu viel Bürgermeister, zu viel Europa, zu viel Menschenversteher, Herz und Kopf, zu viel Leidenschaft, zu viel Ungebremstes. Das alles in einer Person. Da kriege ich es mit der Angst. Wirklich viel zu viel Getue. Schreibt die SPD bei der Beschreibung seiner unglaublichen Fähigkeiten etwa bei der AKP oder im Trumptower ab? Mir kommt es vor, als ob die SPD besoffen auf Knien dankt und glaubt, er wäre vom Himmel geschickt. Er bestätigt das nicht, aber er bestreitet das auch nicht. Das sagt schon viel aus. Er verbreitet vielmehr die Kunde, er sei "Einer von Uns!" Wieder ein Indiz, warum er hier bei uns ist. Unse Mattin wirt's scho richte! Ein echter Teufelsskerl dieser Würselener Europakenner, SPD-Retter und deutscher Tausendsassa.

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