Schulz first! SPD red again!

Red@

Will der Martin von der schamroten SPD den Laden auf charmerot umstricken?
Er krittelt an der Agenda 2010 herum und sieht in ihr Fehler.

Fehler im gemeinsamen Meisterwerk zur Halbierung der Arbeitslosigkeit des bundesweit bekannten VW-Mannes Peter Hartz und des Bastakanzlers Schröder, sowie seiner rechts-roten Freunde in der SPD.

Fehler, die erste heute erkannt werden.

Fehler, die es endlich zu reparieren gilt.
Heute, 13 Jahre nachdem diese Fehler per Gesetz und zur großen Freude der CDU/CSU + FDP eingeführt wurden, Faulpelzen die soziale Hängematte entziehen sollte und seitdem reihenweise Opfer gefordert haben.
Gesellschaftlich nicht wieder gut zu machende Fehler.

Fehler, die der Kanzler der Bosse seiner Partei eingebrockt hat und Gefolgsleute, Sympathisanten und Wähler kohortenweise weglaufen ließ.

Schulz meint, es mit seinen SPD-Getreuen richten zu können.
Schulz, der TTIP-Unterstützer und Freund der Vergesellschaftung von Staatsschulden über den Weg der Eurobonds wirft auf der Suche nach Wählern einen ersten Köder.
Der bleibt im Nebel des Wohlklangs, muss aber so schmackhaft duften, dass das heute relevante Wahlvolk ihn bereitwillig schluckt.
Hat dieses Wählerpotential doch bitter erfahren, was diese Fehler bei der Altersvorsorge der Eltern angerichtet haben und zukünftig auch bei ihnen anrichten könnten. Dafür, dass ihnen diese Sorgen genommen werden muss der verängstigte Wähler seine Stimme natürlich für den Schulz abgeben.

Erwächst uns hier gerade ein neuer heiliger Martin?

Schulz Wahlkampf zu verfolgen, wird sicher nichts anderes als eine durchaus amüsante, auf deutsches Niveau und Gemüt angepasste Le Pen – Wilders – Trumpshow.
Schulz hat keinen einzigen spitzen Pfeil im Köcher, um einen finalen Durchbruch zu bringen, stellt sich als Beschützer ohne konkrete Not vor einer imaginären Bedrohung (die es jetzt zu erfinden gilt) vor eine erst noch zu verängstigte Wählerschaft, um darüber sich und seinen Getreuen den Sieg herbeizureden.
Wovor noch einmal will er uns retten?
Doch hoffentlich nicht allein nur vor dem Untergang der SPD?
Will er vielleicht nur sich und seine Berufung zu Höherem retten?

Unserer BRD geht es so gut, wie es ihr noch nie ging.
Das empfinden auch die Bürger und das zeigte gerade erste eine ernsthaft betriebene Umfrage.
Ob dies wohlige Empfinden erstrangig auf dem unermüdlichen Fleiß der Arbeitnehmer, den zündenden Ideen deutscher Unternehmer, attraktiver politischen Rahmenbedingungen oder der stoischen Ruhe unserer Volksvertreter – nur unterbrochen vom Bundestagstheater etlicher unbändig in Selbstdarstellung verliebten Abgeordneten – liegt, ist dem bundesdeutschen Gefühlsbarometer zufolge unter‘m Strich eigentlich ziemlich egal.
Noch einmal: Wovor sollen wir gerettet werden?

Mal ehrlich!
Angela Merkel wirkt wohl nicht nur auf mich die meiste Zeit echt voll langweilig.
Sie war weder visuell noch akustisch ganz sicher nie der Grund, mir eine ihrer Regierungserklärungen auf Phoenix in voller Länge anzutun und irgendwie wäre ich schon froh, wenn eine ansprechendere Person unsere Interessen vertritt.
Da gibt es schon einige hübschere und vor allen Dingen ebenfalls sehr intelligente Frauen in der CDU. Geeignete Männer sehe ich da gerade gar keine.

Muss ihr ausgerechnet dieser Volksversteher Martin Schulz aus der Clique der unattraktiven und wenig beliebten Eurokraten den Stuhl streitig machen?
Sieht er etwa besser aus?
Hat er klügere Argumente?
Hat er überhaupt etwas zu bieten, außer, dass er alles und jeden versteht und Bürger in seiner Nachbarschaft wohnen hat.
Nach Schönheit soll es nicht gehen.
Wonach dann, wenn doch alles bestens ist.

Was also will ausgerechnet Martin Schulz besser machen als sein Volksversteher-Vorgänger Gabriel?

Gabriel, der vor dieser heiklen Kanzlerkandidaten-Aufgabe lieber die Segel strich, die Gelegenheit beim Schopfe packte, wieder mal andere vor schickt und sich vorsorglich schon heute auf den Stuhl des Außenministers der nächsten GroKo setzt.
Hier kann er versuchen: Schnell noch ein paar, der seltenen Sympathiepunkte abzuernten; endlich auch in ein Ministeramt zu schnuppern und das Flugmeilenkonto aufzubessern, weil er am Wochenende stets bei seiner Familie sein möchte.

Ist das nicht ziemlich hirnrissig?
Als weltweit umherreisender Außenminister habe er mehr Zeit für seine Familie übrig. Sagte er vor bzw. zu seinem Amtswechsel. Als Parteivorsitzender im Inland habe er das nicht schaffen können.
Und wir sollen das glauben.
Ich welcher Sphäre lebt ein Parteivorsitzender?
Was raucht ein Parteivorsitzender?

Liebe SPD, ich sage Dir mal im Vertrauen: Ich hatte lange Geduld mit Dir. Zum Schluss sogar noch Mitleid. Und dies, obwohl Basta-Schröder, Zuchtmeister Müntefering und 150%-Rechthaber-Clement mir den Spaß an Dir mehrfach so richtig versalzen haben.
Aber jetzt kannst Du mich wirklich mal!
Jetzt ist Schluss mit lustig.

Diesmal gebe ich meine Stimme der Wagenknecht-Gang und ihren Beton-Kommunistisanten, um meiner Stimme Gewicht zu verleihen und dadurch zu verhindern, dass diese kleine, freche, pinkrote Partei als Opposition aus dem Bundestag verschwindet.
Dadurch erreiche ich wenigstens etwas Positives für die Demokratie in unserer BRD.

Merkel bekommt meine Stimme trotz ihrer unbestreitbaren Leistungen nicht.
Ich will auf gar keinen Fall daran Schuld tragen müssen, dass Alexander le Grand Dobrindt noch einmal verheerend in den Straßenverkehr eingreift und ich weiter die Resultate seines offenbar erblindeten Ankleiders im TV ertragen muss.

3 Gedanken zu „Schulz first! SPD red again!

  1. Werde diesem Mann meine Stimme auf keinen Fall geben. Ich bin ihm egal. Er mir auch. Soll er doch weiter mit erfundenen Einzelfall-Bürgern herumlabern. Nach der Wahl erkennt er nicht einmal die kleinen Leutchen wieder, die ihm sogar geholfen haben. Wähler sind ihm dann sowieso piepegal. Mir mit so einen Quatsch zu kommen, dass er auf einzelne Bürger hört und deren Problem er zum Wahlkampfthema macht. Mann ist mir übel.

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