Bonn – ein Fass ohne Boden

Bonn ist längst nicht mehr Bundeshauptstadt aber dennoch muss der deutsche Steuerzahler immer wieder Zahlungen nach und für Bonn leisten, Zahlungen, von denen andere Städte nur träumen können.

Bonn ist zutiefst verschuldet, jedes Unternehmen mit der gleichen Schuldenlast würde längst von einem Insolvenzverwalter geleitet. Hauptursache der Verschuldung ist die Haushaltspolitik der Stadt, deren Stadtrat mehrheitlich von der SPD besetzt ist. Dieser Stadtrat hat in den letzten Jahren eine Ausgabenpolitik durchgeführt, als sei Bonn immer noch Hauptstadt und werde pausenlos aus der Bundeskasse subventioniert. Die Milliarden, die Bonn nach dem Wechsel der Regierung nach Berlin als sogenannte „Ausgleichszahlungen“ erhalten hat, sind längst ausgegeben. Der skandalträchtigste Ausgabenposten .ist das WCCB, das „World Conference Center Bonn“, ein riesiger Bau, der internationale Konferenzen nach Bonn locken sollte. Die Finanzierung wurde einem „Investor“ aus Korea übertragen, der aber außer wohllautenden Worten und einer hübschen Powerpoint-Präsentation letztlich nichts zu bieten hatte und zur Zeit wegen Betrugs im Gefängnis sitzt. Die Kosten für das WCCB, zur Zeit geschätzt auf ca 500 Milionen Euro, werden selbstverständlich vom Steuerzahler getragen. Der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen, die viele Millionen an Zuschüssen geleistet haben, verzichten bezeichnenderweise auf Rückforderungen, das würde ja Parteifreunde im Bonner Stadtrat hart treffen. Von den Parteifreunden wurde bisher niemand zur Rechenschaft gezogen. Die damalige Oberbürgermeisterin, Frau Diekmann, Ehefrau des damaligen Justizministers von Nordrhein-Westfalen, wurde Präsidentin der „Welthungerhilfe“, einer Organisation die natürlich auch in Bonn sitzt. Den Schaden trägt ja klaglos der Steuerzahler.

Die desolate Haushaltslage hält Bonn nicht davon ab, weitere millionenschwere Risiken einzugehen. Ein Beethoven-Festspielhaus muss gebaut werden, Bonn ist schließlich die Geburtsstadt von Beethoven, schmückt sich mit dem Titel „Beethovenstadt“. Dabei hat Beethoven in ganz jungen Jahren Bonn verlassen und ist nach Wien gegangen, hat dort sein ganzes Leben verbracht, hat dort seine berühmten Werke geschrieben und ist in Wien gestorben und begraben. Außer der Geburt hat Beethoven mit Bonn in seinem ganzen Leben keine Berührung gehabt, die Bezeichnung "Beethovenstadt" ist also eine Hochstapelei. Egal, ein Festspielhaus muss gebaut werden. Und die Finanzierung? Nun, der Bund hat einen Zuschuss von 39 Millionen Euro zugesagt, behauptet der SPD-Bundestagsabgeordnete Kelber. Warum der Bund immer noch millionenschwere Zuschüsse für das höchst verschuldete Bonn leistet, ist völlig rätselhaft. Aber die Zuschüsse des Bundes reichen nicht. Hinzu kommen viele Millionen von der Deutschen Post, einem Unternehmen, das nach der Wende seinen Sitz in Bonn genommen und dort ein pompöses Verwaltungsgebäude gebaut hat. Siehe auch:
https://www.google.de/search?q=posttower+bonn&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=V7upU6r0FKjoywOc1IKwAw&sqi=2&ved=0CD8Q7Ak&biw=1440&bih=751
Nun zahlt die Post, deren Aufgabe es eigentlich sein sollte, Briefe und Pakete preisgünstig und sicher zu befördern, viele Millionen für den Bau eines Festspielhauses in Bonn. Letztlich zahlt die auch der Steuerzahler.

Es gibt in Deutschland viele Städte, die ohne eigenes Verschulden in Finanznot geraten sind. Sie erhalten keinen Cent vom Bund und von der Post. Warum wird immer wieder Bonn mit vielen Millionen beglückt und warum stiommen alle Bundestagsabgeordnete offensichtlich dieser permanenten Steuerverschwendung zu ? Nur weil Bonn seit vielen Jahren sich als Fass ohne Boden bewährt hat ?