Ein neuer Gipfel der Frechheiten …..

Red@ ….. oder nur die kontinuierlich logische Folge dessen, was seit Gründung der BRD bereits ununterbrochen getan wurde und von immer mehr Beteiligten immer ausgefeilter in die Tat umgesetzt wird?

Android-Smartphone


In den frühen Jahren unserer BRD wurde gesagt, dass Erich Mielke aus der DDR unser erklärter Feind sei, die Tätigkeiten seines Spionage-Ministerium „Horch und Guck“ gezielt auf uns gerichtet habe und wir uns mangels eigener Fähigkeiten von unseren alliierten Brüdern, nachdem sie unser Land und seine Bürger aus den Fängen des „Nazionalsozialismus“ befreit hatten, weiter beschützen lassen müssten, um nicht durch innerdeutsche Agitatoren ins Lager der Kommunisten gelockt oder von uns feindlich gesonnenen, widerwärtigen Kommunisten ins grauenvolle „Drüben“ hinübergezogen zu werden.
Gegen die seinerzeit noch als staatsschädlich eingestuften Umtriebe kommunistisch geartete Bürger gab es sogar einen eigenen Erlass.

Das mag zu jener Zeit und fußend auf den Folgen einer niemals aufrichtig durchgeführten Entnazifizierung sogar eine formale Berechtigung dafür gegeben haben.  
Zu jener Zeit der noch jungen BRD sprach vielleicht auch nichts dagegen, dass die Nachfolger der „Abwehr“ nicht nur ins „Feindesland“ hinüberhorchten, sondern zeitgleich auch das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland und die Telefonate ihrer Bürger nach bestimmten Schlüsselworten ablauschten.

Die Abkommen der Sieger über das geteilte und von 4 Mächten verwaltete ehemalige „1000-jährige Reich“ erlaubten diese Dinge und ich glaube sogar heute noch daran, dass sie in der Zeit des „kalten Krieges“ auch eine Berechtigung gehabt haben.
Denn in jenen Zeiten trauten Politiker aus Ost und West sich gegenseitig jede Schlechtigkeit zu, misstrauten sich gegenseitig und nicht selten auch ihren eigenen Kollegen oder Genossen.
Den übelsten Verdächtiger seiner eigenen Landsleute leisteten sich natürlich, wie immer wenn es um gezielte Unwahrheiten, Fehleinschätzungen, Diffamierung, moderne Inquisition und besonders dicke Lippen und dickes Auftragen geht, auf westlicher Seite, der Seite des Lichts, der Seite der Wahrheit, der Seite der wahren Zivilisation, unsere Chef-Befreier USA mit Ihrem zeitweise gottgleichen Herrn Joseph McCarthy.
Eine ganz üble Zeit mit ganz üblen Gesellen.

Aber heute?
Nach der unblutigen, sensationellen Wiedervereinigung?

Nach der Erlangung der vollen staatlichen Eigenverantwortung und Souveränität in UN, UNO, EU und NATO, auf allen Wirtschaftsgipfeln, der Teilnahme an militärischen Auslandseinsätzen und der Finanzierung von gemeinsamen Weltraumabenteuern?

Sind wir womöglich erneut so gefährlich, dass permanent überprüft werden muss, ob wir „bei der Stange bleiben“?
Sind wir immer noch schutzbedürftig und nicht in der Lage uns unbewacht selbst zu regieren?
Sind wir wegen der erfolgreich verlaufenen „Wiedervereinigung“ so ein Sonderfall, dass man uns pausenlos kontrollieren muss, damit wir’s mit weitren Wiedervereinigungen nicht auf die Spitze treiben und uns auf friedlichem Wege mit unserem östlichen Nachbarn zu einer echten Wirtschaftsmacht zusammentun?

Alles gut und schön, halten wir mal den Ball flach und gewöhnen uns daran, dass die
westlich verbandelten Partner Verträge miteinander geschlossen haben, untereinander aber gegenseitig so misstrauisch sind, dass sie sich dauernd der wohlfeilen Gesinnung der anderen und der Verbindungen der Anderen zu den Übrigen laufend vergewissern müssen.

Wer hierbei sein eigenes Volk nicht aushorchen, bespitzeln und belauschen darf, der lässt diese Arbeit dann eben von denen erledigen, die sich in einem anderen Inland befinden und sich nur an dortige Gesetze halten müssen, nicht aber an Gesetze der für sie ausländischen Staaten.

Alles kann man heutzutage ins Internet setzen und über Suchmaschinen herausgekommen.
Natürlich hinterlässt man auch da jede Menge Spuren. Und sobald man bei der Nutzung des Internets seinen häuslichen Router verlässt, befindet man sich im abgehörten und bis ins Kleinste durchspionierten rechtsfreien Raum, für staatliche Behörden der ganzen Welt ein wahres Eldorado.

Um seinen eigenen PC vor Eindringlingen zu schützen hat man Schutzprogramme und kann eine Unzahl von Passwörtern einsetzen.
Wenn ich meinen  Router und meinen WLAN-Zugang ungeschützt lasse, kann ich sogar zu Schadenersatzleistungen herangezogen werden, wenn Onlinestrolche über diesen Weg andere schädigen.

Das gibt dem PC-Benutzer, der alles erforderliche getan hat, ein Gefühl der Sicherheit.
Ist das nicht beruhigend?

Wenn da nicht die Nachricht um die Welt geistern würde:
Microsoft, Apple, Facebook (und andere) gäben us-amerikanischen Behörden Möglichkeiten, sich weltweit über das Nutzerverhalten der User zu informieren.

Doch es gibt Rettung:

Durch das unverfängliche Häkchen bei „Meine Daten sichern“ in meinem Smartphone (siehe Abbildung oben) darf ich ungefragt  . und ohne etwa lange darum bitten und erst schwierige Einstellungen vornehmen zu müssen  – einen Service von Google nutzen, der mich schon wieder ganz wuschig macht!

Google lädt entgegenkommenderweise meine App-Daten und WLAN-Passwörter auf deren eigenen Server herunter.

Ich kapiere endlich:
Google mein Freund und Helfer hat Zugang zu meinem WLAN-Router in meiner Wohnung und Google hat sogar mein umständlich ausgetüfteltes 16-stelliges WLAN-Passwort.
Google hilft mir, denn das Passwort kann ja nicht einmal ich mir merken.
Und gegen das Vergessen wurde ich – vorsorglich und ehe ich es wegen Alzheimer vergesse – durch dieses Häkchen geschützt.

Übrigens habe ich die Stelle für dieses Häkchen nicht lange suchen und das Häkchen gar nicht erst setzen müssen. Diese Arbeit hat mir mein treusorgender US-Freund Google auch gleich abgenommen. Mein zuverlässiger, immer erreichbarer und nimmermüder Partner bei jeder Internet-Recherche steht mir bereits seit Jahren rund um die Uhr unermüdlich zur Seite und wusste daher bestimmt schon im Voraus, dass ich seine Hilfe nur allzu gern annehmen würde.

Ist das nicht fürsorglich?
Ja, das hat schon etwas von wahrer Mütterlichkeit.

Ich fühle mich deshalb geradezu verpflichtet zu sagen, dass ich mich von meinen Freunden und Partner rundherum wirklich lückenlos betreut fühle.
Ob ich über Google jederzeit erfahren könnte, was ich meinem Arzt letzte Woche geschrieben und war er geantwortet hat?
Ein beruhigendes Gefühl, wenn ich erführe, dass Google mir bei der Formulierung meiner Anwaltskorrespondenz helfen könnte.
Nahezu phänomenal, wenn Google – vorausgesetzt diese Firma würde Anteile an Bankinstituten besitzen – jederzeit meinen Zahlungsverkehr beaufsichtigen könnte und immer wüsste, wann ich welche Verfügung, bei welchem Geldinstitut, zu wessen Gunsten getroffen habe.
Echt cool.
Jede Zahlung an verdächtige Empfänger, die die NSA oder die Auslandsabteilung des FBI im Visier haben, wäre in Sekundenschnelle drüben bekannt.

Wäre es nicht praktischer, ich könnte Google meine Bankverbindungen endlich direkt mitteilen und Vollmachten geben oder noch bequemer meine Konten direkt bei einer internationalen Google-Bank führen (lassen)?
Es wäre doch wahrlich nur lästig und zeitraubend, wenn Google sich erst umständlich per WLAN mühselig über meinen Router in mein Onlinebankíng einklinken muss, um nachzuschauen, ob ich noch kreditwürdig bin und in welche Verbrauchergruppe man mich ranken soll.

Die kleine Welt einfacher Bürger wird dank enger Horizonte immer transparenter.
Für andere.
So ist das nun einmal.
Die Welt multinational agierender Firmen immer mächtiger und dabei undurchsichtiger.

Mehr dazu finden Sie in einem sehr lesenswerten Artikel von Konrad Lischka, der am 19.07.2013 im SPIEGEL-ONLINE veröffentlicht wurde.
Thema: "Google verteidigt Kopieren von WLAN-Daten"
:arrow: Hier klicken

Von mir eine letzte Anmerkung:
Im Artikel von Herrn Lischka wird sogar der Verdacht geäußert, dass die Daten bei der Übertragung zu Google nicht einmal verschlüsselt werden.
Vielleicht nicht einmal dann, wenn sie in den USA (?) auf dem Google-Server eingetroffen sind.
Die Daten sind dazu wohl nicht wichtig genug und ihre Verschlüsselung nicht lohnenswert.

Google argumentiert aus deren Sicht, dass dies meiner Sicherheit dient.

Wer kann bei der Übertragung meines unverschlüsselten WLAN-Passworts zu Google eigentlich alles mitlesen?
Wer kann bei Goolge intern an meine Daten herankommen?
Der Hausmeister?
Der Sohn der Putzfrau?
Wer bekommt während der Übertragung oder danach auf Anfrage oder automatisch Kopien?
Nur Freunde (von mir oder von Google?) oder kommen auch Feinde (meine oder wessen?) an meine Daten?

Heute habe ich mein WLAN-Passwort komplett geändert und das Häkchen in meinem Android-Smartphone habe ich entfernt.

Ob es was nützt?

Ich glaube nämlich ganz fest und überzeugt an ein baldiges Update, welches meine verdächtigten Bemühungen im Interesse der Vereinigten Staaten von Amerika und seines US-Heimatschutzes wieder rückgängig macht und den wohlgemeinten Google-Schutz wieder herstellt.
Natürlich ohne mich durch ein sichtbares Häkchen unnötig zu beunruhigen.

Sollte ich meine Spitzelmachine "Smartphone"  vielleicht wieder abschaffen?

Lebe ich glücklicher, wenn ich weiß, dass ich keine SMS bekommen kann (von mir vollkommen unbemerkt und nicht annahmepflichtig), welche still und leise mein Smartphone zum Abhörmikrophone umwandelt?

Lebe ich glücklicher, wenn ich mein Smartphone zum Schutze meiner Privatsphäre nicht in einen abgeschirmten Metallbehälter oder in den Kühlschrank legen muss, damit ich nicht akustisch ausspioniert werden kann?

Wohin eigentlich mit meinem Laptop, der im Deckel gleich eine Webcam eingebaut hat, die von Fachleuten (irgendwo auf dieser Welt) auch per WLAN jederzeit und ohne, dass eine LED angeht, in Betrieb gesetzt werden kann?

Ist es einfacher, ich lasse alle Horcher und Gucker machen was sie wollen, weil ich ja nichts zu verbergen habe?
Jede Schutzmaßnahme, die ich einleite, könnte ja erst den Grund dafür liefern, dass ich mich durch diese besonderer Auffälligkeit verdächtig mache und gerade dadurch erst die „Dienste“ und deren und meine „Freunde“  geradezu nötige, mich zu observieren?

Habe ich dann nicht sogar selbst schuld?

Womöglich bekomme ich bald Besuch, weil ich keine EMails mehr schreibe und meine Post ganz (un)konventionell über wechselnde Briefkästen abwickle und auf das Notieren eines Absenders verzichte (sozusagen undercover poste) .

Muss ich fürchten, dass mir meine Bank die Konten kündigt, wenn ich urplötzlich nicht mehr am Onlinebanking teilnehme?
Die Sorge, dass ich bereits nicht mehr kreditwürdig bin, weil ich immer noch nicht bei Facebook aktiv bin und dort nichts von mir zu lesen ist, besteht bereits.
Ist sie unberechtigt?

Auch die in diesem Blog an anderer Stelle bereits beäußerte Sorge teile ich, dass ich in Zukunft als "noname" keine Wohnung mehr vermietet bekomme, wenn über mich bei Facebook nichts Positives zu lesen ist.
Ich muss ja etwas zu verbergen haben.

Ist es absolut irrsinnig, dass Google, Mikrosoft, Apple, Facebook und Goldman Sachs ein multinationaler Konzern werden, der Regierungen ein- und absetzt wann er will, nicht nur den amerikanischen Präsidenten?
Einen allgewaltigen Konzern, der den Geldmarkt und die Börsen steuert, uns via Internet und GPS 24 Stunden am Tag flächendeckend beschützt, uns per Smartphone wissen lässt was gut und schlecht für uns ist, uns darüber informiert was Verbraucher wollen und der Kritiker und Abweichler sofort gesellschaftlich isoliert und wirtschaftlich solange erdrückt, bis alles wieder läuft wie gehabt?
 

Ist so etwas utopischer Unsinn?
Gibt es so etwas nur in Filmen durchgeknallter Drehbuchautoren?
Bin ich paranoid?
Weil ich glaube, dass so ein Konzern erst noch gegründet werden muss?

Kennt Google auch das WLAN-Passwort unserer Kanzlerin oder des Verteidungsminsters?

2 Gedanken zu „Ein neuer Gipfel der Frechheiten …..

  1. Eine gute Idee. Ich glaube allerdings, dass es einfacher ist, sich über Shareholder-Kapital in eine Firma für’s Verlegen von Tiefseekabeln einzukaufen und jedes Kabel bereits vorm Verlegen an den optimalsten Stellen und Verbindungsstücken zu präparieren. Aber dieses Verfahren birgt nicht nur bei näherer Betrachtung bereits den Hauch des Vergangenen in sich, wenn es doch ganz einfach ist, die WLAN-Zugänge durch das Verwenden uncodierter Passwörter direkt beim Suchmaschinendienst in den USA zu nutzen, sich quasi mit dem User an einen Tisch zu setzen und ihm bei der Arbeit zuzusehen.
    Oder ihm nicht nur etwas zu nehmen oder Datein in den Rechner zu implantieren, die ihn ggf. sogar strafrechtlich doof aussehen lassen können.
    Plötzlich besitzen Sie verdächtige Dokumente, die sie nie gesehen haben und waren auf Internetseiten, von deren Existenz Sie jemals auch nur etwas gehört haben.
    Haben Sie schon einmal beweisen müssen, dass Sie irgendetwas nicht getan haben?
    Im Kittchen sitzen genügend Leutchen, die solche Beweise nicht erbringen konnten und zwischen den Malsteinen der Justiz zerrieben wurden..

    Die durch Anbohren zur Verfügung stehenden Informationen sind nichts gegen die Datenmenge, die über OFFENE und jederzeit verfügbare Router abgeschöpft werden können.
    Wer in den Router eindringt, der kann ein komplettes Netzwerk umpfrimeln und SEINEN Zugang als einen zugelassenen Netzwerk-PC eintragen, andere dagegen ganz oder zeitweise abschalten oder vom Netz trennen. Kann die Firewall manipulieren, auf den Virenschutz Einfluss nehmen und in aller Ruhe sämtliche Dateien absaugen (und  ggf. danach löschen – auch ganze Festplatten lassen sich so aus der Ferne schrotten). Und was weiß ich nicht noch alles.
    Im Vergleich dazu stelle ich mir ein Bohrloch in einem Tiefsekabel dann doch eher als eine grundsolide Arbeit eines aussterbenden Handwerks vor.

  2. ein sehr guter artikel,aber als geheimdienst braucht man diese ganzen konzerne nicht zwichenzuschalten es genügt schon ein unterseekabel anzubohren-das wissen wie es geht kannst du dir bei den engländer holen-

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