Wunderbare BRD:
„Big Brother is watching me!“

Red@Auf Erkundungstour nach und durch die USA hat sich unser Innenminister vehement um das Ausspionieren und Transferieren bundesdeutscher Telefon- und Internetdaten gekümmert.
Er hat sich bei unserem atlantischen Freund bestimmt mit seiner ganzen Persönlichkeit, die wir bei Problemlösungen in unserem Lande bereits kennen, eingesetzt, um den Datendieben (darf man sie eigentlich so nennen, wenn sie doch unsere Freunde sind?) auf die Schliche zu kommen.
War er auch in den USA, um ihnen das Handwerk zu legen?

Soweit ich verstanden habe, hat er nach seiner Rückkehr gesagt, es sei alles „easy“ und es gibt keinen Grund aufgeregt zu reagieren. Unsere coolen Freunde aus der weltumspannenden US-Zivilisation haben ihm versichert, sie sind weiterhin unsere Freunde und er wurde überzeugt, eigentlich sei ja nichts passiert, was zu ernsten Befürchtungen Anlass gäbe und auch in Zukunft würde es dazu keinen Grund geben.

Insoweit von amtlichen Wild-West-Behörden beruhigt, ihres immerwährenden Schutzes und ihrer unverbrüchlichen Freundschaft versichert, ist unser erfolgsgewohnter, durchsetzungsstarker Innenminister wieder zurück nach Hause zu uns gedüst, um noch am Flughafen mit stolz geschwellter Brust zu verkünden, dass er den Amerikanern mal mitgeteilt hätte, dass man so mit bundesdeutschen Gesetzen nicht umginge, und dass er sich für uns und unsere innere Sicherheit im Land der in jeder Hinsicht unbegrenzten Möglichkeiten eingesetzt habe.

 

"Toll !"
Wenn es eine TV-Sendung dieses Namens nicht schon gäbe, würde ich dazu raten sie nun zu erfinden.

Fragen Sie sich auch, was eigentlich mit der Briefpost und den Paketen ist, die wir nach drüben schicken?
Geht es da zu, wie seinerzeit bei unseren ostdeutschen Brüdern?
Ist das eine Drüben womöglich nicht besser als es das andere war?
Ist die NSA, ganz eingenebelt vom Gedanken vom Schutz der USA , der Rettung der westlichen Zivilisation(en) und der Überzeugung dafür alles, wirklich alles tun zu müssen, etwas anderes als die verschriene, aber hoch effektive Spitzelbehörde um Markus Wolf?

Wer überzeugt mich, dass ich mich jetzt wieder beruhigt zurücklehnen und wohl fühlen kann?
Glaube ich Herrn Friedrichs, dass er wirksam, nachhaltig tätig war und überzeugt mich seine Nachricht, dass wir dank unseres nimmermüden Verbündeten bereits vor zig grausamen Terroranschlägen beschützt wurden, weil unser wacher Beschützter uns seit Jahrzehnten ordentlich abgehorcht und ordnungsgemäß ausgespäht hat?

Was ist wahr?
Sind wir so verwundbar?
Waren wir bedroht?
Schützt uns der Überwachungsstaat?
Nutzt uns die 24-Stunden-Überwachung?

Bin ich allein mit meiner Freude, dass die Horcher und Beschützer ausschließlich nach Grundsätzen vorgegangen sind, die in allen und für alle Demokratien (auch die russische, weißrussische, ukrainische, ungarische, französische) Maßstäbe setzt und nach welchen sie sich in weichenstellenden Fragen der Zivilisation als gutmütiger, friedensstiftender, verlässlich sozialer Freund und führender Beschützer der seeligmachenden menschlichen Werte gezeigt haben?

Freue ich mich womöglich als Einziger?
Vielleicht sogar zu früh?

Endlich der lang herbeigesehnte 24-Stunden-Schutz!
Dank an die unermüdlichen Spione und Rundum-Spitzel in meinem Leben.
Welch eine Beruhigung.
Endlich kann ich wieder ruhig schlafen, weiß ich doch die schirmende Hand der amerikanischen Freunde und ihrer humanistischen Geheimdienste über mir, meiner Familie, meinen Freunden, in deren und meiner Privatsphäre, den Smart-TVs und in unseren PCs.

Wie schön. „Big Brother is watching me!“

Heute zum Beispiel hätte ich ihn dringend gebraucht.
Was bin ich verzweifelt suchend durch die Straßen geirrt.
Warum frage ich eigentlich nicht ihn, wo ich gestern mein Auto abgestellt habe?
Aber wo soll ich eigentlich anrufen?

Es ist wie mit der Religion.
Der Herr ist überall, aber wenn ich ihn mal brauche ist er wieder anderweitig beschäftigt und für mich nicht zu sprechen. Nicht mal zu sehen habe ich ihn bekommen.
Auch seine Telefon-Nummer ist mir nicht bekannt.

Gewisse Ähnlichkeiten scheinen auf den ersten Blick vorhanden zu sein.
Denn beide Beschützerr sind undercover unterwegs und wenn sie uns begegnen sollte dann inkognito.
Direkten Kontakt haben beide nicht zzu uns und wollen das offenbar auch gar nicht.
Sind wir ihnen peinlich?

Hat der us-amerikanische Heimatschutz vielleicht auch den Vatikan verwanzt und seine Finger auch in der Papstwahl?
Lauscht er den Predikten in unseren leeren Kirchen?
Zuzutrauen wäre ihm auch das.
Wenn Moscheen als konspirative Orte angesehen werden, was hindert den fremden Auslandsaufklärer daran sich auch unsere Gotteshäuser vorzunehmen?
Verdacht genug hat das eine oder andere bereits geliefert. Gab es doch Kirchendiener, welche ausländischen Bürgern/ Familien, die sich von Abschiebung und dadurch an Leib und Leben bedroht fühlten, Kirchenasyl gewährten.

Ich stimme ELLA zu. Dieser Hype um's Ausspähen durch fremde Mächte wird so heiß geköchelt, dass die Vermutung wohl zutrifft, dass er gerade die richtige Ablenkung von wirklich wichtigen inneren Angelegenheiten ist, wie z.B. der anstehenden Bundestagswahl und dem Danach.
Alles stiert und konzentriert sich auf dieses, auf friedlichem Wege gar nicht mehr lösbare Thema. 

Den an der Wahl teilnehmenden Gruppen kommt es gerade recht, erleichtert es ihnen auf jeden Fall, sich vor verbindlichen Wahlaussagen zu drücken.

5 Gedanken zu „Wunderbare BRD:
„Big Brother is watching me!“

  1. Eigendlich toll. Wenn ich was aus dem Mailordner gelöscht habe und es wiedeer mal brauche maile ich an die NSA. Ich muss ja nichts mehr lange aufheben. Die Schlapphüte haben ja alles da. Fehlt doch nur noch mein Login und eine passabele Suchfunktion und schon ist das eine super Hilfe. Ha! Von wegen Bürgerfeindlich. Ich kapiere. Das ist ganz anders zu sehen.

  2. @Yvonne
    Herzchen, was regst du dich nur so auf.
    Herr Obama ist der Präsident der USA und nicht unserer.
    Allein dafür wurde er gewählt.
    Die ihm von unseren Leuten entgegengebrachte Sympathie hat er nicht zu erwidern oder glaubst du an den Weihnachtsmann? JFKennedy hat den Satz „ich bin ein Berliner!“ nicht aus vollem Herzen gesagt, sondern er hat ihn backstage ganz lange geübt, damit er speziell uns Berliner und die Bundesbürger geschmeidig einseifen konnte, ihm im kalten Krieg gläubig zur Seite zu stehen und unverbrüchlich an seine Partnerschaft in einem drohenden Atomkrieg auf unserem Boden zu glauben.

    Mr. O. macht nichts anderes.
    Er vertritt sein Land und unser Innenminister ist für ihn nur einer von Vielen, die er nicht weiter ernst nimmt.

     

  3. Mag sein, dass alles irgendwie berechenbar ist und die USA nicht oder nicht allein an den Pranger gestellt werden sollte, weil doch auch andere, insbesondere EU-Partner sich ebenfalls emsig am Datenklau beteiligen und diese daraus sogar unsere nachrichtendienstliche Abwehr mit illegalen Informationen versorgen.

    Unerträglich daran ist für mich besonders, dass ausgerechnet das Land, das am aktivsten bei der Verletzung der Privatspären seiner Bürger, Freunde und Verbündeten tätig ist, von einem Präsidenten geführt wird, der bereits mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, ehe er auch nur einen einzigen Finger krumm machen musste, um sich dieser Ehre würdig zu erweisen und diesen Beweis auch bis heute nicht erbracht hat.
    Eine verkehrte Welt.

    Nicht nur der Datenschutz wird von unseren atlantischen Verbündeten in grober Weise mit Füßen getreten, auch die Menschenwürde, die Menschenrechte. Der Begriff Freund bekommt durch solche Beziehungen einen höchst merkwürdigen Beischmack.

    Keiner meiner Freunde, Geschäftspartner und guten Bekannten dürfte so mit mir umspringen.

  4. das der geheimdienst alle und jeden bespitzel,dürfte nicht neu sein-das ausmass hat dabei nur etwas überrascht,aber deshalb nur auf die usa zu schielen das wäre zu einfach-den edwart snowden hat ja nicht nur die usa an den pranger gestellt,sondern auch frankreich und england und diese sind sogar in der eu-es wurde das problem mit frankreich und england von den verantwortlichen der eu aber noch nicht einmal angesprochen-das dies noch nicht geschen ist,legt eigentlich nur den verdacht nahe das die geheimdienste in der eu zusammenabeiten-es ist einfacher gegen unliebsame länder den moralapostel zu spielen,als glaubwürdig dafür einzutretten-es wurde einst von george orwell ein überwachungsstaat vorrausgesagt,aber nicht eine überwachungswelt-die moral der geschichte ist das einst richard nixon zurücktritt weil er seinen gegner bespitzelte,aber heutzutage darf man die welt ungeschoren bespitzeln-

  5. Ich stimme ELLA ebenfalls zu. Wir werden unser blaues Wunder erleben und dann wird uns die verharmloste Lauschaktion noch um so mehr verwundern. Davon bin ich fest überzeugt. Die Lauschenden dürften nämlich längst bereits wissen, was uns droht. Sie lassen uns aber nicht an ihren Erkenntissen teilhaben, lassen nicht zu, dass wir uns darauf vorbereiten können und nehmen uns damit wissentlich und vorsätzlich jede Chance im Vorfeld rettendene Reaktion auszuüben. Zum Teufel mit den Lauschern!

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