Kommt unsere gute alte BRD auch unter den Hammer?

ellaIch möchte ein bebautes Grundstück kaufen.
Der Wert oder besser ausgedrückt „die Forderung des Verkäufers“ beläuft sich auf eine halbe Million.
Als Eigenkapital kann ich 2/5 aufbringen und benötige eine Finanzierung von 300.000 Euro.
Möglichst günstig.

Verlockend ist das Angebot der finanzierenden Banken.
Die günstigsten Anbieter wollen 2,00% (effektiv 2,02%) und es steigert sich bis auf einen Jahreszins von 4,2% (effektiv 4,28%) bei einer Hypothekenlaufzeit von 10 Jahren und 1% Tilgung.

Das günstige Angebot ist genauso der reine Wahnsinn, wie der Unterschied.

Wenn ich mit meinen Eltern über diese Möglichkeiten diskutiere sind sie regelrecht von den Socken. Schaue ich in deren damalige Hypothekenverträge bin ich sprachlos. Mein Gott, was mussten die alles „abdrücken“, um mir als ihr Kind ein Dach über dem Kopf zu ermöglichen.

Was ist in der Zwischenzeit mit den Hypotheken geschehen?

Sind die Zinsen gefallen,
weil es zu viele Angebote auf dem Immobilienmarkt gibt?
weil Immobilien generell an Wert verloren haben?
weil es einen Konkurrenzkampf unter den Banken / Bankern gibt?
weil zuviel billiges Geld verfügbar ist?
weil es zu wenige Käufer gibt?
weil ….. ?

 

Ich erinnere mich, dass es in den USA genauso mit den vielen günstigen Krediten begonnen hat, sich in Portugal fortgesetzt, in Spanien enorm aufgebläht, in Griechenland exponiert und von uns normalen Bürgern völlig unbemerkt ganz groß in Bunga-Bunga-Italien zur bürgerlichen Gewohnheit entwickelt hat.

Sind nun wir in DEINER-MEINER-UNSERER-BRD dran?
Schwappt die Sucht nach unbeweglichem Eigentum jetzt auf uns über?

Bläst sich hier vor unser aller „verschlossenen Augen“ der Immobilienmarkt auf?
Merkt das keiner?
Bin ich blind – irre ich mich?
Werde ich altersarm wenn ich heute nicht auch zugreife?
Laufe ich andererseits Gefahr, dass die heute zinsgünstig erworbene Immobilie mir in Zukunft doch den Hals bricht?
Gehe ich mit einer Immobilie ein unkalkulierbares Risiko ein und letztendlich baden?
Muss ich vielleicht sogar mit einem „Lastenausgleich“ rechnen, den Immobilienbesitzer zahlen müssen, um die Rettungsschirme unserer Regierung zu finanzieren?
Hieß unseres einzigen Gottes Vorgabe nicht, dass wir Menschen unser Überleben im Schweiße unseres Angesichts absichern müssen?
Welchem anderen Gott folgen aber dann die Leute, die ganz ohne schweißtreibende Arbeit bei Sekt und Kaviar dadurch ein Vermögen verdienen, dass sie unser Geld in „sichere Verwahrung“ nehmen und täglich 17+4 spielen?

Bieten womöglich allein Gold und lupenreine Diamanten die einzige Sicherheit für unsere Kröten?
Oder sollten wir in die Pharmaindustrie investieren?
Die hat schon viele Produkte in die Welt geschickt, dass wir diese beim Essen jeder nur erdenklichen Speise zu uns nehmen und beim Trinken "klaren Wassers" nicht mehr umgehen können.

Bedenklich, falls die zukunftssichere Liste der einzig sicheren Immobilien aus Krankenhäusern, Pflegeinrichtungen und billigem Grund und Boden zur Lebensmittelherstellung besteht.

Die ingenieursbasierte Technik strebt nach oben, die Lebensmittelgesundheit macht schlapp, die Volksgesundheit geht in die Knie und die bürgerliche Vermögenssicherung und Altersversorgung – besonders die immobiliengestützte – krepiert bereits am Start.
Bürgerprobleme sind eben nicht wirklich systemrelevant.
Anders sieht es bei den Sorgen derjenigen Grundstücksmanager aus, die die Bürger gewinnbringend um ihr Geld gebracht haben. Diese Leute sind bereits heute systemrelevant und werden es auch morgen sein.

Unsere Zukunft wird alles andere als goldig sein.
Mit und ohne kleinbürgerlichem Grundbesitz.

Was passiert mit Europa und dem Euro wenn auch unsere Immobilienblase platzt?
Was passiert mit mir?
Welche Sicherheit bietet mir Gold, wenn niemand mehr Geld aber jede Menge Hypothekenschulden hat?

Ein Beitrag von Richy.

2 Gedanken zu „Kommt unsere gute alte BRD auch unter den Hammer?

  1. die immobilienblase in amerika,portugal und spanien ist deshalb geplatzt,da man dort meist die häuser zu 100% finanzierte-die finanzierung bei den deutschen banken ist aber daran gebunden das man einen gewissen anteil in die finanzierung miteinbringen muss-und solange diese finanzierungsgrundlage besteht ist es nicht zu befürchten das es zu einer blase kommt-das die häuserkredite zur zeit so niedrig sind wird daran hängen das es wahrscheinlich keine grosse nachfrage gibt nach häuser-die finanzierung mit eigenanteil sollte deshalb von allen banken als sebsterständlichkeit ansehen,anderfalls sollte man banken die auf einen eigenanteil verzichten vom immobilienmarkt ausschliessen-

    frohhaalu

  2. Hi Ella, ich habe einen letzten Satz hinzugefügt und angemerkt, dass dies ein Beitrag Deines Sohnes ist. OK?

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