Steuermann Uli Hoehneß und sein Pech mit der Steuer

Bürger's Beitrag

Uli Hoehneß hat seine Anwälte eingeschaltet, seine Berater gefragt, sich vorbereitet und als inkorrekter Steuerzahler bei seinem Finanzamt geoutet. Die Behörde hat Ermittlungen aufgenommen und sein klein Häuschen durchsucht.

Prompt steht er wieder in allen Zeitungen und ist Thema jeder zweiten Berichterstattung und Talkshow, wobei ich den Hinweis auf „SHOW“ nicht unterschlagen sondern ausdrücklich betonen möchte.
Das sind keine Informationssendungen, dass ist reinste SHOW-Vorführung.

Welcher deutsche Hansel kann dazu nicht seinen Senf hinzugeben?
Wie heißt es in den Regeln zu diesem Blog, jeder schreibe etwas über das, was vor seiner Haustür geschieht?
So habe ich das verstanden.
Das möchte ich euch nicht antun, aber ich möchte euch aufrufen, erst einmal den Dreck vor der eigenen Haustür wahrzunehmen und auch den in euren vier Wänden zu beseitigen.

Es fängt beim Trinkgeld für den Briefträger und den Müllmann an, geht über den Nachbarn, der für wenig Geld unsere Wohnung renoviert, ………


………. den freundlichen Freund der Tochter, der für ein Taschengeld das Auto repariert, geht weiter über Bekannte, die mal eben günstig und ohne Mehrwertsteuer zu berechnen eine Terrasse erstellen und endet …….. bei der Steuerhinterziehung, die jeder Bürger unserer Republik bereits begangen hat.
Gerade ist wieder der Termin zur Abgabe der Steuererklärungen und ich zähle daher einmal auch die Mogelei über das nicht vorhandene häusliche Arbeitszimmer ebenso dazu, wie die überhöhte Angabe der gefahrenen km zur Arbeitsstelle und die Schummelei bei all den anderen Werbungskosten.

Wer hat nicht auch schon einmal überlegt, ob er alle Zinserträge und Dividenden angibt?
Einmal, weil die Beträge zu gering sind, andererseits aber auch, weil mich schon allein der Gedanke krank macht, der Staat könne sich etwas von meinen sowieso mickrigen Zinserträgen auf mein sauer verdientes Geld einverleiben.

Wenn es um das eigene Geld und die persönlich zu zahlenden Steuern geht, wenn es um Schwarzarbeit geht, wie sie Bürger für sich selbst bedenkenlos, ganz selbstverständlich und unverhohlen selbstsüchtig in Anspruch nehmen, ohne in diesem Zusammenhang an die vielbeschworene Gemeinschaft der Bundesbürger und die gemeinschaftlich zu bewältigenden Aufgaben zu denken.
Kein Gedanke ist ferner, als der, eine Straftat zu begehen.

Aber jetzt, jetzt ist einer enttarnt, der offenbar in ganz großen Stil die Steuern vermeiden wollte und wohl auch vermieden hat.
So zumindest schreiben die von der Sensation lebenden Journalisten.

Wie viele Steuern hat Herr Hoehneß in der Vergangenheit nicht bezahlt?
Wie hoch ist das Vermögen, welches unversteuert im Ausland lagert?
Wer hat Herrn Hoehneß beraten und wer hat ihm dabei geholfen?


Wissen wir etwas?
Etwas ist da wohl dran, sonst hätte sich ein Promi wie der Herr Hoehneß sicherlich nicht selbst angezeigt.
Aber was da dran ist, dass liegt soweit von im Dunkeln, dass bislang noch kein Funke Licht zu ihm durchgedrungen ist.

Kaum zu glauben, dass so wenig Wissen und Kenntnis ausreicht, um sofort im öffentlich rechtlichen Fernsehen Talkshows zu und über dieses Thema abzuhalten, in denen sich andere Promis sachkundig oder völlig neben der Sache äußern dürfen.

Wer geht eigentlich gegen diese Art der Verschwendung unserer Gebühren vor, die uns zwangsweise abgetrotzt und dann so leichtfertig ausgegeben werden und durch welche Personen durch den Kakao gezogen werden?

Bis Herr Hoehneß verurteilt worden ist oder wenigstens die Tatsachen unbestreitbar feststehen, sollten all diejenigen, die den „kleinen Schwarzarbeiter“ allzu gern selbst in Anspruch nehmen, die Klappe halten müssen.

Was glaubt ihr, wie still es um Uli Hoehneß in unserer BRD wäre.
Totenstill !
Außer Kindergeschrei wäre nichts zu hören.

Jan aus Marburg

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18 Gedanken zu „Steuermann Uli Hoehneß und sein Pech mit der Steuer

  1. Die Leute haben wir in DK genau.Von Gesicht gut und zum Heck asozial. Soll ein Richter strafen. Zu 100.000 Steuer geht der man 1 Jahr zum Alteleuteheim arbeiten. Lohnlos. Nur für wohnen und essen. Man hilft sozial das Volk und ist gut um seine Seele.  

  2. Und: „Wer selbst im Glashaus sitzt, der sollte nicht mit Steinen werfen!“

  3. @ Gaucho

    Was die Regierung (welche ?) mit dem Fall Hoeneß zu tun haben soll ist unklar. Ist es nicht ein Problem, das wir selbst mitzuverantworten haben, weil wir zu wenig wachsam sind und uns von "shitstorms" und "Meinungsmachern" beeinflussen lassen und dann auf diesen Riesenwellen im Internet mitsurfen und twittern?

    Man kann keine Aufklärung betreiben, wenn Sachinformation durch eine politisch motivierte oder gefühlslastige Internetguerrilla zugemüllt wird.

    Typischer Fall von Desinformation: Ex-Ratsherr Martin Schilling aus Bonn lästert auf seiner Facebookseite über Uli Hoeneß, ist aber selber heftig mit seiner Werbeagentur Kreativ Konzept in den WCCB-Millionen-Skandal verwickelt.

    Fazit:

    1. Ohne Fehlverhalten von U.H. (und anderen) steht die "Gerechtigkeitspartei" SPD nackt da und hat kein Wahlkampfhema,

    2. Ohne Steuerhinterziehung und CD-Kauf mit anschließender Auswertung, ist das SPD-Stammland NRW haushaltsmäßig im Eimer. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und ihr schlitzohrig argumentierender Finanzminister Walter-Borjans haben neun(!) dieser Datenträger erworben. Trotzdem sieht es dort ziemlich finnster aus, meint die Post von Horn.

     

  4. Jan hat mit seiner Ansicht vermutlich ins Schwarze getroffen. Uli H. ist ganz sicher nur eine von vielen Spitzen eines noch nicht sichtbaren Eisgebirges und unwillentlich hält er uns einen Spiegel vor die Nase. Wir erkennen in ihm eigentlich nur uns selbst. Er zeigt uns unsere Sehnsüchte und unsere verflixten Egoismen. Die Zwiespältigkeit oder komplizierte Vielschichtigkeit einer Persönlichkeit können kaum noch deutlicher dokumentiert werden, als gerade jetzt durch ihn.  Wir können uns leicht über ihn lutig machen oder ihn verspotten und etwas reizt uns seine unnachahmliche Ungeschicklichkeit schon, aber innerlich sollten wir ihm vielleicht auch dafür dankbar sein, dass er uns zum Nachdenken angeregt hat.
    Info v.Red.: Text-Korrekturen im Auftrag d.Kommentators durchgeführt.

  5. @ Gaucho
    Wie lange wird das gut gehen?
    Was tun wir gegen den unweigerlich kommenden Rückfall?
    Persönliches Interesse, Egoismus und Demokratie zu vereinbaren, dass z.B. nur, damit keine Steuerhinterziehung mehr geschieht, ist nur für sich betrachtet wirklich eine ungemein schwierig lösbare Aufgabe.
    Schon allein daran wird sich jeder der gewünschten Idealpolitiker die Zähne ausbeißen.

     

  6. Warum haben unsere Kenntnisse über die Versäumnisse und das ständige Versagen der Regierung und der interessierten Wirtschaftskreise eigentlich so unentschuldbar wenig Auswirkungen?
    Liegt es daran, dass wir unfähig sind uns zu wehren und eine funktionierende Gerechtigkeit einzuführen?
    Wählen wir womöglich immer wieder die selben, falschen Personen?
    Fallen wir etwa immer wieder auf hohle Versprechungen herein?
    Wissen wir es nicht besser?
    Sollten wir doch endlich auch mit uns ins Gericht gehen und uns unserer eigenen Bequemlichkeit stellen, um diese unter Vorschriften, Verordnungen, Gesetzen, Androhungen, Erlassen, Verboten, Anordnungen, Verfügungen, Bescheiden, Bußgeldern, Versäuminszuschlägen, Verspätungsaufschlägen, Strafzinsen usw. erstarrte Demokratie wieder in Schwung zu kriegen?

    Es wird wieder einmal Zeit, dass wir uns an die Macht des Wählers erinnern und etwas tun, um unser Land und Leben, unsere Lebens- und Interessengemeinschaft  zu verbessern, unsere verschütteten Ideale ausbuddeln, beginnen sie zu verwirklichen und uns nicht von anderen unterbuttern lassen.
    Wollen wir damit nicht in diesem Jahr einfach beginnen?
    Das wär doch was. Wir haben die Chance.
    Keine Revolution, sondern lediglich ganz einfach aber ungeheuer spektaktuär, ein demokratisches Erwachen und Aufbegehren gegen die von der Mehrheit stoisch ertragene Bestimmung durch fremde Interessen.
     

  7. @ Zampano

    Auch bei der Benennung der Mega-Skandale versucht man uns zu blenden. Da wird von "Pleiten, Pech und Pannen" gesprochen und der Mantel der Nettigkeit ausgebreitet um von der Verantwortung abzulenken. Schönes Beispiel, das "Entschuldigungsschreiben" von Wirtschaftsredakteur Julian Stech im Generalanzeiger zum WCCB-Skandal: "Der Eurotunnel wäre wohl nie realisiert worden. Die Oper in Sydney kostete am Ende 15 Mal so viel wie geplant, das Münchner Olympia-Dach das 17-Fache. Schon Ludwig II. ruinierte mit Neuschwanstein die bayerischen Staatsfinanzen. Ein vielleicht schwacher Trost, aber immerhin: Wer wollte diese Bauten heute missen?"

    Das WCCB möchten viele Bonner missen, denn die Pro-Kopf Schuldenlast ist mit 1.250 Euro die weitaus höchste in der BRD, vor der Elbphilharmonie und dem BERliner Fluchhafen..!

     

  8. Meine Frau, unsere Freunde, gute Bekannte, unsere Nachbarn und ich denken gleichwohl, dass wir uns erkennbar weniger mit Herrn Hoehneß und seine Verfehlungen befassen sollten und statt dessen unser z.Zt. abgelenktes, womöglich manipuliertes Augenmerk wieder und weiterhin starr auf ganz andere Skandale richten. Er ist in der Tat und bei hellem Licht nur ein „kleiner Fisch“, gemessen an der maßlosen Verschwendung der uns Regierenden.

     

    Kostentreiberei durch Megasubventionen bei der Versorgung mit Öko-Strom

    Unglaubliche Verschwendung von Steuermitteln beim Bau des Berlin/ Brandenburgischen Flughafens

    Riesenpleite in Hamburg um die Philharmonie

     

    Wir Bürger wüssten sicherlich einige tausend aktuelle und zurückliegende Fälle zu erwähnen, ohne dazu erst ins Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler schauen zu müssen.

    Herr Riemann hat Recht. Manager Uli Hoehneß hat wahrlich sträflich versagt und ganz offenkundig strafbar gehandelt. Und dennoch ist er bzw. der von ihm angerichtete volkswirtschaftliche Vermögensschaden geradezu ein Nichts gegen die posaunenartig verkündeten Versprechen der Politik und der harten Realität ihres täglichen Versagens bei ihrer unaufhaltsam skrupellos steigenden Verschwendung unserer Steuern, für deren Aufkommen wir uns redlich abgestrampelt haben.


    Ich schließe mich allen Kommentatoren und ihren unterschiedlichen Meinungen an.
    Herr Hoehneß gehört bestraft. Aber dann haben wir auch fertig.

    Nicht vergessen dürfen wir, auch denen kräftig an den Ohren zu ziehen, die uns Bürger durch ständige Berichterstattung über den gefallenen Bayerboss, gewollt oder leichtfertig dem Trend zur grellen Überschrift folgend, von der täglichen Wirklichkeit in unserer BRD ablenken.

    Halten wir unsere Augen und Ohren auf.
    Es gibt viel zu viel schlimme und erzegoistische Menschen und Handlungen in unserer Bürgergesellschaft, als dass wir uns durch den Fall Hoehneß von ihnen ablenken dürfen lassen

    Wer das nicht glaubt sollte einmal dem Hinweis von tabascoman in Sachen Gustl Mollath nachgehen. Gerade im Moment scheint sich da etwas zu tun. Das Landgericht Regensburg will entscheiden, ob er bis zu einem Wiederaufnahmeverfahren frei kommt oder weiter weggeschlossen bleibt, so schreibt Olaf Przybilla in der Süddeutsche.de

  9. Mit dem Skandal um Uli Hoeneß wird die nächste Sau durchs Bundes-Dorf getrieben. Nach Guttenberg, Wulff und Schavan. Die Herrschaften mögen nicht recht gehandelt haben, doch der Schaden für den Steuerzahler ist marginal im Vergleich zu den richtig dicken BRD-Skandalen.

    Beispiel 1: Gerade wurde einer der größten Umweltskandale der Republik vom Paderborner Landgericht eingestellt, weil die Angeklagten so schön dicht hielten. Die Frage taucht auf, ob der "Deal" gegen Geldauflage einzustellen, rechtens oder ein Justizskandal ist. Immerhin wurde bereits eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Richterin Margret Manthey gestellt, die zu spät erkannt haben soll, dass die Staatsanwaltschaft überfordert war.

    Beispiel 2: der Prozess vor dem Bonner Landgericht zum World CC Bonn, wie das WCCB-Skandalprojekt inzwischen von der mitwirkenden Stadtverwaltung unter OB Nimptsch (SPD) genannt wird, bekommt plötzlich eine andere Richtung. Bärbel Dieckmann, heute Präsidentin der Deutschen Sektion der Welthungerhilfe scheint nicht das Unschuldslamm zu sein, als dass sie sich im Rundfunk und im Fernsehen stets gibt.

    Als Ex-OB von Bonn und Mitglied im Verwaltungsvorstand der fusionierten SPK KölnBonn könnte die SPD-Ikone beteiligt gewesen sein, ein "Wirtschaftsförderungsprojekt" aufzulegen, welches auf Lug und Betrug gegründet war.

    Nach den neuesten Pressemeldungen von heute könnten die Skandale in Köln um den Oppenheim-Esch-Fonds und die Vergabe des Kommunalkredits der SPK  für das WCCB irgendetwas miteinander zu tun haben. Schaden für den Steuerzahler z.Zt. um die 400 Mio. Euro.

    Dagegen sind die Hoeneß-Millionen reinste "Peanuts" und der Medienhype mit den privaten Offenlegungen über U.H. an der Grenze zum Unrecht. Sagt ein Steuerrichter, der es wissen müsste...

  10. 1. Bevor man auf Hoeneß pinkelt. soll man daran denken, daß Mollath in einer Irrenanstalt gefangengehalten wird. Wie im Mittelalter. Da stimmt doch irgendwas nicht!!

     

    2. Ehrlichkeit bei den Steuereinnahmen wird wie selbstverständlich gefordert. Ehrlichkeit und Verschwendung bei den Steuerausgaben ist nie diskussionswürdig gewesen. Ist das die Balance?

     

    3. Die Belastung der Deutschen durch Steuern und Bürokratie ist so hoch, daß Vermeidungsstrategien eine logische Folge sind. Worüber wundern wir uns?

  11. Immer wieder höre ich öffentliche Kommentare, überwiegend von Politikern, die klarstellen, dass sie nicht vorverurteilen wollen und dass die Gerechtigkeit unbeeinflusst ihren Lauf nehmen müsse. Promis stehen Herrn Hoehnes bei und einige sind offenbar der Ansicht, dass er eigentlich ein ordentlicher Gutmensch sei, was bei der Beurteilung seiner Steuerangelegenheiten zu berücksichtigen wäre. Waren Herr Möllemann von der FDP, Herr von und zu Guttenberg, Herr Wulff oder Frau Schavan weniger Gutmenschen und statt dessen Unmenschen?  Mussten sie deshalb für etwas einstehen was z.T. nicht einmal vollständig bewiesen werden konnte? Ich glaube auch, dass wir alle ungern Steuern zahlen und jede Möglichkeit nutzen würden, um diese zu umgehen. Aber zwischen gern tun und tatsächlich tun steht auch noch der gesellschaftliche Schaden, den der Einzelne damit anrichtet und der ist umso höher, desto prominenter der Ausführende ist. Ich empfinde Steuerhinterziehung schlimmer als z.B. eine ungültige Doktorarbeit oder eine Hotelzimmerrechnung im Wert von nicht einmal 800 Euro. Steuerhinterziehung,besonders in großem Umfang und nachhaltig über eine lange Zeit, empfinde ich sogar als unerträgliche Unverschämtheit.

  12. Wir hören ständig vom anständigen Steuerzahler, dem die Steuer vom Lohn abgezogen wird.
    Wat'n Quatsch.
    Wenn mir die Lohnsteuer nicht abgezogen würde, käme ich womöglich auch auf dumme Gedanken.
    Der Lohnsteuerabzug hat eher etwas mit Zwang und sicherlich nichts mit Anständigkeit zu tun.

  13. Ich empfinde beileibe keine Häme, aber eine ausgewachsene diebische Schadenfreude kann ich nicht einfach unterdrücken.
    Wenn es stimmt, dass Herr H. die Missachtung deutscher Steuergesetze seit mehr als 10 Jahren betrieben hat, dann empfinde ich ganz ehrlich keinerlei Mitleid mit dem prominenten Herren. Ganz im Gegenteil habe ich mein Vergnügen daran, dass er dann vermutlich durch eigenes Verschulden oder das seiner Berater nicht einmal in der Lage war eine astreine Selbstanzeige hinzubekommen.
    Wie hochkarätig ist das eigentlich bei einer Person, die von Erfolg zu Erfolg geeilt sein soll?
    Und wo sind seine Freunde heute?
    Ganz ehrlich, ich freue mich, dass es mal wieder einen erwischt hat und die Anzahl der Selbstanzeigen bald wohl die Zahl von 45.500 erreichen wird.
    Ich schäme mich kein bisschen für meine unverhohlen zutage gebrachte Freude darüber. Im Gegenteil ich bin begeistert. Auch darüber, dass ausgerechnet ein großer Fisch ans Licht der Öffentlichkeit gezogen wurde und jedermann seine Reue in den Medien miterleben kann. 
    Das soll mir leid tun? Nie und nimmer.
    In meinen Augen reicht es vollkommen, dass er sich selbst sehr, sehr, sehr, sehr leid tut. Vermutlich aber wohl eher, dass es ausgerechnet ihn erwischt hat.
    So ein unverdientes Pech aber auch. Ich persönlich gehe eigentlich fest davon aus, dass ihm gerade dies am meísten zu schaffen machen dürfte.
    Ausgerechnet ihm widerfährt so ein maßloses Unglück. Ihm! Hat er das wirklich verdient? Er?

  14. der fall hoeness zeigt das der ruf nach strafe lauter wird oder das hämische komentare die runde machen-es wird aber nicht überlegt ob man das steuersystem gerechter machen kann-die höhe des steuersatzes hängt ja nicht nur von der höhe des einkommens ab sondern auch davon ob ich verheiratet bin oder nicht-es gibt zwar keine erhebung über die auswanderungsgründe aber ich könnte mir vorstellen das menschen auch wegen der ungleichbehandlung in steuerfragen auswandern-diese menschen entziehem dem staat nicht nur ihre arbeitskraft sondern auch steuern da sie die steuer ja nicht mehr in deutschland entrichten-auch könnte ich mir vorstellen das die vermögende menschen nicht versucht wären ihr vermögen zu verstecken da sie ja wie ottonormal behandelt würden-

  15. Recht so. Erst an die eigene Nase fassen und frühestens dann über andere den Stab brechen.

  16. Der Arme. Alles futsch. Ansehen, Beziehungen, Freunde aus Politik und Wirtschaft, Stallgeruch, Erspartes und wie es scheint auch Freiheit. Das zukünftige Leben und bisherige Lebenswerk eines vermeintlichen Leistungsträgers im Eimer?

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