Das WCCB-BER (Bonn/Berlin) – Gesetz: „Verantwortung heißt…

Das Bonn Berlin Gesetz Wowereit Dieckmann (3)a>  „Übermalte“ Dieckmann/Wowereit-WC-Fliese in der StäV  <


…stehen und nicht zu gehen", deklamierte Ex-Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann vor dem Rat, als das World Conference Center Bonn (WCCB) aus den Schlagzeilen nicht mehr herauskam, und sich ihre Verwaltung bereits in kriminelle Machenschaften verheddert hatte. Nach einem – wie sich später herausstellte – ziemlich unrechtmäßigen Parforce-Ritt nach dem Motto: "Augen zu und durch" war das Konferenzzentrum unter kompetenter Beteiligung der Dieckmann-Mitarbeiter an die Wand gefahren worden, wo es sich heute, drei Jahre später immer noch befindet.

Wie beim abgestürzten BER, dessen erstes "Rücktrittsopfer" im Aufsichtsrat SPD-OB Klaus Wowereit ist, war die Frage in Bonn aufgetaucht: "wer hat wann was gewusst", oder hätte wissen müssen, um zu vermeiden dass OPM-Gelder (= Other People`s Money) abgefackelt werden.

Empathisch erklärte die SPD-OB am 19.09.2009, als der Ruf nach ihrem Rücktritt immer lauter wurde: "Verantwortung heißt für mich: zu stehen und nicht zu gehen. Probleme anzupacken und nicht abzutauchen."

Bald jedoch verschwand die Rechtfertigungsrede der "Weltbürgermeisterin" von der städtischen Homepage und musste, wie der ebenfalls gelöschte Sachstandsbericht des Städtischen Gebäudemanagements, von aufmerksamen Bürgern reanimiert werden. Beide Dokumente die Rede ("Wer keine Fehler macht ist ein Übermensch") und der Sachstandsbericht zum WCCB , waren zu recht verschwunden, denn sie waren  in ihren Grundaussagen eher eine versuchte Volksverdummung als wirkliche Information.

Wegen der steigenden Sintflut an WCCB-Problemen, trat Bärbel Dieckmann selbstredend nicht von ihrem Amt zurück. Es waren ja nur noch 33 Tage bis zum Abflug. Das Ticket für das Welt-Reiseprogramm in der ersten Klasse der WHH- Präsidentenmaschine hatte sie bereits in der Tasche. Dafür hatte sie sich vorausschauend (?) schon im Herbst 2008  (hinten?) angestellt, stellt das heute aber "etwas eleganter" dar. Vielleicht aus gutem Grund, wie manche meinen, denn im Juni 2008 bekam der Bonner WCCB-Dampfer reichlich Schräglage, obwohl (oder weil?) Dieckmanns Parteifreund Naujoks als "Lotse" (Controller) mit an Bord war.


In Fällen der "Abdankung" – meist aus persönlichen Gründen – ist es gut, wenn eine "Dritte", in diesem Fall SPD-Frontfrau Hannelore Kraft, den notwendigen Streusand für die Augen der Bürger bereit hält: "Respekt, Anerkennung, nah an den Menschen, kommunalpolitische Erfahrung, klug + souverän, Bildung und Jugend, etc. etc."  Zum Schluss wird Bärbel Dieckmann (in weiser Voraussicht?) "für den Blick nach vorne …eine geschickte Hand" gewünscht!

Fragen wir einen Rheinländer angesichts des geschickten Umsteigevorgangs von Bärbel Dieckmann, "was lernt uns das?", dann meint der bestimmt , dass der Rücktritt vom Nicht-Rücktritt des Berliner Oberbürgermeisters,  jetzt noch nicht sein kann.

Es wäre viel zu einfach den "peinlichsten Hauptstädter" JETZT SCHON in die Wüste zu schicken, obwohl viele das sehnsüchtig erwarten.  Alle CDU-Abgeordneten hätten beim Mißtrauensantrag den Dolch aus dem Gewand holen müssen, um K.W. (kann wgfallen) abzuwählen.

Auch bei Kurt Becks Nürburgring-Skandal hatten die Grünen als Koalitionspartner der SPD so etwas Unschönes vermieden. Der Landesvater, dessen Sympathiewerte ebenso drastisch wegesackten, wie die Wowereits, trat aus gesundheitlichen Gründen zurück!

Die Berliner-CDU hatte im Koalitionsvertrag kollegialiter aus Wowis "Berlin, arm und sexy", ein "Berlin wird reicher und sexy" gemacht. Wie sollen Herr Henkel, CDU+ Co. nun  erklären, dass man beim Gegenteil auch irgendwie mitgewirkt hat und Berlin nun vollends in den Ruin treibt?

Deshalb liest´s der Bürger immer wieder mit Grausen: erst keine Ahnung, dann keine Verantwortung, am Ende nur flotte Sprüche und Wahrheitsklitterung bei Bärbel Dieckmann  genauso wie bei Klaus Wowereit um das zu vertuschen worum es immer geht: um die Macht und ihren Erhalt.

OB´s wie Dieckmann und Wowereit exekutieren – natürlich völlig schuldlos – das, was Steuerzahler begeistert. Müssen erst Großprojekte an die Wand gefahren werden, damit deutlich wird, dass die BRD ein Entwicklungsland ist?

Die "Könige" der Demokratie, die Politiker, tragen zwar Orden und Ehrenspangen, haben aber häufig keine Kleider an. Der "BER-Fluchhafen" wird oft mit anderen Großprojekten (Stuttgart 21, Elbphilharmonie, Nürburgring, Kölner U-Bahn) als Menetekel der Unfähigkeit angeführt.
Es gibt jedoch gravierende Unterschiede. Die einen haben infrastrukturelle, gar nationale Bedeutung (Stuttgart 21, BER), andere wie der Nürburgring sind regionale Wunderkerzen, die plötzlich den Landeshaushalt abbrennen lassen.

In Berlin wird es nicht ganz so schlimm werden wie in Bonn, was die Suche nach den Schuldigen angeht. In der ehemaligen Hauptstadt, jetzt sog. Bundesstadt, stehen städtische Bedienstete des "Gebäudemanagents" unter Anklage (30 Millionen vergeigt) und zwei enge Mitarbeiter von Frau Dieckmann. Die behaupten beide auch die damalige Oberbürgermeisterin über die risikobehaftete WCCB-Sachlage informiert zu haben. Beide sind CDU-Mitglieder, so eine Unverschämtheit!

Der 475 Seiten umfassende RPA-Bericht und andere wichtige Unterlagen belegen, dass Frau Dieckmann zwangsläufig eigentlich nicht nichts gewusst haben konnte.  Aber es gibt z.Zt. nichts Schriftliches was die Ex-OB und Gattin des ehemaligen Finanz- und Justizminister Jochen Dieckmann in Schwierigkeiten bringen könnte. Die Bonner Staatsanwaltschaft musste daher das Ermittlungsverfahren einstellen, das aber jederzeit wieder aufgenommen werden kann.

Erleichterung für die Bonner: ihrem Haushalt droht nur bis zu einer halben Milliarde „lost cost“. Genau ausrechnen will das aber lieber noch keiner.

Einziger Nutznießer: eine Heerschar von Anwälten und  die Bonner Lokalzeitung, die mit ihrer Serie „Die Millionenfalle“ gerade bei Nr. 85 angelangt ist. Die beschäftigte sich schon mehrmals ausführlich mit dem straffällig gewordenen "Handlanger" der Ex-OB, der von seinen Parteifreunden "solidarisch beschützt" wird.

Und sonst: Frau Dieckmann leitet jetzt ehrenamtlich die Deutsche WHH und Kurt Beck die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) .

Und Klaus Wowereit? Der sollte eigentlich nach seiner Abwahl, Vorsitzender der FES-Sektion RtoP (Responsibility to Protect) werden, wegen seiner profunden Kenntnisse im Großprojekte-Brandschutz und wegen des innovativen und sozialen Vorschlages  700 Arbeitsplätze durch eine Mensch-Maschine-Lösung zu schaffen (das war jetzt Ironie!)

Nun bleibt Klaus W. den Berlinern erst einmal als OB erhalten. Bis zur nächsten BER-Hiobsbotschaft. Aber, keine Panik, eine schönere Zielscheibe als Herrn Wowereit gibt es nicht und ein ärztliches Attest bekommt man immer… und das ist auch gut so!

Inzwischen dürfen sich die Berliner freuen: irgendwann werden sie, wie die Bonner, die Sache mit der Umwegrendite zu hören bekommen. Wenn der "Fluchhafen" Willy-Brandt erst irgendwanneinmal in Betrieb gegangen ist, wird er in Berlin, genauso wie in Bonn das WCCB, diese dumme dumme Scharte auswetzen.

Diese "Umweg-Rendite", die keiner wirklich berechnen kann, ist eine der Standard-Valiumpillen der Politiker, wenn etwas schief gegangen ist. Unberücksichtigt bleibt dabei, dass Negativ-Bilanzen im dreistelligen Millionenbereich als finanzielle Projekt-Vorbelastung, von "Umwegrenditen" nicht mehr eingeholt werden können. Gerade nicht bei Messen und Konferenzzentren, die weltweit fast immer rote Zahlen schreiben.

OB Jürgen Nimptsch (SPD), Nachfolger von Bärbel Dieckmann, und wie sie Gymasiallehrer, weiß davon natürlich nichts. Wie vor seinem Amtsantritt. Nicht einmal Herrn Kim, den "Investor" und  "Märchenmann" soll er gekannt haben. Wer´s glaubt, wird selig!

 

 

 

 

 

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