Ich bin noch immer ohne Facebook-Profil. Schlimm?

Ich bin wegen der um sich greifenden Facebookisierung in Sorge.

Ich habe kein Facebook-Profil und kann nicht auf hunderte von Facebook-Freunden und -likern zurückgreifen. Auch gibt es kein Foto von mir bei Facebook. Zumindest nicht von mir eingestellt.
Ich finde Facebook doof.

Bin ich deswegen ein Sozialkretin?
Macht mich das verdächtig oder gar zum Autisten?
Könnte es sein, dass ich zum Amoklauf neige?
Es wird gemunkelt, dass Amokläufer seltener als andere zur Veröffentlichung ihrer Profile bei Facebook neigen.

Ich vermute, sogar Terroristen, Halsabschneider, Revolutionäre, auch und gerade solche die so genannt werden möchten, Mainstreamer und andere wichtigen Netzuser, natürlich auch Onlinebetrüger und Seelenfänger aus diversen Sekten kümmern sich um ihren positiven Auftritt bei Facebook.
Ehrbare Facebooker sowieso.

Ich nicht.
Mich interessiert Facebook nicht einen Deut.
Ich kümmere mich auch gar nicht erst darum.
Ist für mich zu inhaltsleer.
Bin ich dadurch bereits verhaltensauffällig?

Wann wird der europäische oder zumindest der solostaatliche Facebookbeauftragte auf meine Verweigerung aufmerksam?
Wann melden BND und CIA der örtlichen Polizeistation, dass man über mich im Netz nichts erfahren könne? Werde ich womöglich zur erkennungsdienstlichen Einvernehmung und Abgabe eines ausführlichen Nutzerprofils geladen?

Werde ich womöglich ausgegrenzt?
Bekomme ich vielleicht bald keine EC- oder Kreditkarte mehr?
Könnte mir die Bank deswegen das Konto sperren oder die Einrichtung eines neuen verweigern?
Wie wird es, wenn meine Kinder eingeschult werden sollen?
Was machen Immobilienmakler oder erst die Vermieter mit so einem wie mir?
Wird die Facebook-User-Kennung bald im Pass eingetragen?
Muss ich mir Gedanken um meine gesellschaftliche Tauglichkeit machen?
Ist Mark Zuckerberg eigentlich Scientologe?

 

4 Gedanken zu „Ich bin noch immer ohne Facebook-Profil. Schlimm?

  1. “Schau moi Anni, was im Fernsäha kimmt.”

    “Megst wiaklich den Schmarrn segn?”

    “Geh schoit hoit amoi ei, nacha!”

    “Liebe Bunderbürgerinnen und Bundesbürja,
    ich wende mich auch dieses Jahr
    wieda an Sie, wah, um Ihnen und unseren
    ausländischen Mitbürgerinnen und
    Mitbürgern ein …”

    “Geh Anni, was is des für a Schmarrn?!
    Is des gehn´s so a Wiederholung von dem
    Schmarrn, wie früher von dem Kohl, wo´s
    den Schmarrn a amoi aufnomma und dann
    tausend moi wiederhoit ham, Anni?”

    “… auch im Kommenden Jahr hoffe ich
    wieder auf Ihre Unterstützung bei unserer
    erfolgreichen EU-Politik und unseren
    erfolgreichen Massnahmnen zur Euro-
    Rettung. Nur mit Ihrer Bereitschaft sich
    weiter Einzuschränken kann auch in Zukunft
    der Euro gesichert werden und mit den
    Rettungsschirmen des nunmehr ESM …”

    “Kruzifix! Wieso schoitst´n nacha a imma
    so an Schmarrn her her, Anni! I vasteh
    di gar net, wiast so an Schmarrn
    herschoitn kannst!”

    “Aba du woitst doch ..”

    “Nix! Kruzifix! Ich brauch doch so an
    hirnrissigen Schmarrn net! Hoi a Bier!
    Da sauf i mir doch liaba a gscheitn
    Rausch oh, als wie das i mia so a bläde
    Gurkn ohschauh! A guads Neis nacha!
    Und lass bloss de Scheisskistn aus,
    nachha! Fix nominoi!”

  2. Aus unserer umfangreichen Familie ist ebenfalls niemand Facebook-Mitglied und wir hoffen, dass unsere Kinder auch in Zukunft gegenüber „Datenkraken“ stark bleiben werden.

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