Apple, Politiker und Beamte

Was hat die Firma Apple, weltbekannt für ihre Computer und S,martphones, mit Politikern und Beamten gemeinsam ? Eben Nichts !! Aber gerade das liefert Stoff zum Nachdenken.

Mit seinem ersten eigenen Kartendienst hat Apple ein Debakel erlebt. Im September 2012 hatte Apple zusamen mit dem Start des iPhone 5 und der neuen Version seines Betriebsystems iOS die bisherigen Google-Landkarten durch einen eigenen Kartendienst ersetzt. Es war, wie bereits gesagt, ein Debakel. Die Karten enthielten zahlreiche Fehler und waren hinichtlich Genauigkeit und Detailwiedergabe ein Rückschritt gegenüber der vorhergehenden Version. Es hagelte Kritik von der Presse und den Nutzern.

Was war die Konsequenz bei Apple ? Der direkt für die Karten verantwortliche Manager Richard Williamson wurde umgehend entlassen. Und nicht nur das. Auch der für iOS verantwortliche Manager Scot Forstall, der früher sogar als möglicher Anwärter auf die Firmenspitze galt, wurde gefeuert.

Wie nun verläuft ein ähnliches, sogar sehr viel schlimmeres Debakel bei Politikern und Beamten ? Es gibt genügend Beispiele. Fälle, in denen Politker und Beamte durch eine unsagbare Mischung aus Größenwahn, Inkompetenz und Veranwortungslosigkeit Schäden angerichtet haben, die mit hohen dreistelligen Millionenbeträgen zu beziffern sind.

Nur einige Beispiele: der Großflughafen in Berlin (Kostensteigerung von geplanten 2,8 Milliarden auf voraussichtlich 4,5 Milliarden Euro), die Elbphilharmonie in Hamburg (geplante Kosten: 77 Millionen, wahrscheinliche Kosten: 500 Millionen Euro), der Nurbürgring in Rheinland-Pfalz (geplante Kosten für das Land Rheinland-Pfalz 0,00 Euro durch angebliche Privatfinanzierung, derzeitiger Kostenstand für Rheinland-Pfalz: 330 Millionen Euro) , das World Conference Center in Bonn (geplante Kosten für die Stadt Bonn durch einen angeblichen Investor: 0,00 Euro, derzeitiger Kostenstand für Bonn: ca. 500 Millionen Euro) – das sind Fälle, die dem Zeitungsleser, der die unglaubliche Mischung von Ignoranz. Dummheit und Lügen detailliert zur Kenntnis nimmt, Schauder über den Rücken jagen. So also verhalten sich Männer, die in Deutschland „Verantwortungsträger“ sind.

Und was geschieht, wenn ihre Untaten, ihr völliges Versagen, die Kette von Lügen, Beschönigungen und Vertuschungen allgemein bekannt werden ? Nichts geschieht ! Sie machen alle weiter als ob nichts geschehen wäre. Der Berliner Bürgermeister, Klaus Wowereit, der Ministerprädident von Brandenburg, Mathias Platzek, beide in führender Stellung im Aufsichtsrat verantwortlich für den Bau des Flughafens, beide hohe Funktionäre der SPD, z. B. machen ungerührt weiter, sind nach wie vor in ihren politischen Stellungen. Keine Kritik von ihrer Partei. Genauso ist es auch in allen anderen Fällen. Zur Verantwortung gezogen wird keiner. Weggejagt wird keiner. Politiker und Beamte – sie können den größten Mist machen, es stört niemanden. Den Schaden tragen ja nur die braven Bürgerinnen und Bürger. Und die meckern noch nicht mal.

Wäre es nicht sinnvoll, wenn der Staat, wenn die Bürgerinnen und Bürger sich ein Beipiel nehmen würden an der Firma Apple: Manager., die versagt haben, werden zur Verantwortung gezogen und entlassen ? Wie jeder kleine Angestellte auch. Aber das ist ein Traum, eine Illusion. Politiker und Beamte tragen zwar die Verantwortung aber sie haben keine. Und die Bürgerinnen und Bürger sind damit zufrieden.

Exportnation Deutschland

logo f.Beitrag per Mail
Vielleicht ist es wirklich der bundesdeutsche Export, der uns durch die Weltwirtschaft-EUROstaaten-Finanz-Banken-Staatsschuldenkrise gerettet hat.
Hoffentlich können wir uns umstellen, wenn die Zeit gekommen ist, dass unsere Abnehmer unsere Kredite nicht mehr zurückzahlen können. Auch nicht unsere üppig gewährten Handelskredite, mit  denen ausländische Abnehmer unsere Exporte direkt beim bundesdeutschen Hersteller bezahlt haben.

Oder etwas einfacher: Unser Export boomt, weil wir dem Abnehmer aus unseren Steuergeldern einen Kredit gewähren, mit denen er die Rechnung bei unserem  bundesdeutschen Hersteller dann bezahlt.

Die Kredite gehen alsbald über einen Schuldenerlass, Haircut oder Schuldenschnitt (harmlos wirkende Worte wurden dafür bereits viele erfunden) regelrecht "baden" und im Endeffekt zahlt der Bundesbürger die Rechnung beim Exporteur.

Geht das nicht auch einfacher?
Direkter?

Hin und wieder gibt es für den Export-Weltmeister BRD doch noch eine beruhigende Meldung:

Im Erhebungszeitraum Okt. 2011 bis Sept. 2012 haben deutsche Lebkuchenhersteller satte 14.200 Tonnen (vierzehntausendzweihundert) Lebkuchenprodukte für 45 Millionen Euro in die Welt exportiert. Davon gingen etwa 3.650 Tonnen an unsere österreichischen Nachbarn.

Von kleineren Pannen abgesehen wurden alle Rechnungen ohne Inanspruchnahme des deutschen Steuerzahlers beglichen.
Die Steuermindereinnahmen durch die  Befreiung deutschen Exports von der Mehrwertsteuer will ich dabei einmal nicht als exportfördernde Subventionsleistung des deutschen Bürgers  ins Feld führen.
Oder doch?

Per Mail von Rene aus Aurich

pro und kontra Energieberater

logo f.Beitrag per MailWas mir unglaublich schwer zu schaffen macht:

Ich möchte meine deutschen Mitbürger gern darauf hinweisen, dass ein ganz erheblicher Teil jener, die sich selbst als Energieberater bezeichnen und sich als solche ausgeben, wenig bis überhaupt gar keine Ahnung von diesem Beruf haben und einzig und allein am Einkassieren der freigiebigen staatlichen Förderung interessiert sind.

Überall, wo der Staat etwas subventioniert, kriechen Schmarotzer und Investitionsbetrüger in wahren Massen aus ihren Löchern, mischen sich unter die ehrbaren Vertreter der Branche  und lassen es sich auf unsere Kosten mit unser aller Steuergelder gut gehen. Sie müssen einzig und allein formelle Bedingungen einhalten, um an Geld zu kommen, was inhaltlich in ihren sogenantnen Gutachten niedergeschrieben steht ist dagegen offenbar egal.

Das muss unbedingt ein Ende haben!

Wie kann unsere Regierung zusehen, dass „der Markt sich schwertut sich selbst zu regeln“?

Es darf wirklich nicht zugelassen werden, dass unser Geld ausgegeben wird, um Marktkräfte dabei zu unterstützen sich in irgendeiner Weise und irgendwann einzupendeln.

Dafür muss uns unser Geld zu teuer sein!
Wann erhalten wir eine rechtlich spezifizierte Mindestvoraussetzung für diese Berufsgruppe?

 

Sabine Kurz aus Hamburg
Ein Mail zur Kategorie „BRD = Bürger regieren Deutschland

 

Noch mehr Geld für Bonn

Bonn war Bundeshauptstadt. Heute ist Bonn nur noch Bundesstadt. Dieser bisher in Deutschland unbekannte Titel wurde im Bonn/Berlin-Beschluß des Deutschen Bundestages vom 29. Juni 1991 erfunden, wohl als eines der vielen Trostpflaster dafür, dass Bonn nicht mehr Regierungs- und Parlamentssitz sein durfte.

Aber Bonn lebt in der Vorstellung seiner Lokalpolitiker immer noch in der Vergangenheit als Bundeshauptstadt und wird dabei vom Bund in einer manchmal unfassbaren Art unterstützt. Bonn ist völlig überschuldet, schrammt hart am Nothaushalt vorbei aber man fühlt sich als Weltstadt, eben als Bundestadt, deren Gößenwahn von den Bürgerinnen und Bürgern der restlichen Bundesrepublik über Steuergelder finanziert werden muss. Es gibt dafür viele Beispiele, über die noch zu berichten sein wird. Heute soll hier nur von einem aktuellen Beispiel berichtet werden, dem Zuschuss von 3,5 Millionen für einen Erweiterungsbau des Macke-Hauses in Bonn.

Der Maler August Macke, geboren 1987 im Sauerland, gefallen 1914 im Ersten Weltkrieg an der Westfront, zog im Jahre 1900 mit Familie nach Bonn und lebte dort, allerdings unterbrochen von Umzügen (Düsseldorf, Tegernsee) und zahlreichen Reisen (Berlin, Paris, Italien) bis zu seinem Tode. Ende des Jahres 1910 konnte in einem seiner Schwiegermutter gehörenden Haus in Bonn ein Atelier für Macke eingerichtet werden. Die drei Jahre bis zu seinem Tode war Mackes produktivste Zeit. 1991 wurde in diesem Haus das Macke-Museum eingerichtet.

Dagegen ist nichts zu sagen. Warum soll in Bonn nicht ein Museum unterhalten werden, in dem das Leben und die Werke eines bedeutenden Malers gewürdigt werden, der einige Jahre in Bonn gelebt und geschaffen hat ? Aber nach Auffassung der Bonner Stadtväter genügt ein einfaches Museum nicht den Bonner Ansprüchen und der Bonner Weltgeltung. Das Macke Haus soll also um einen hochmodernen Anbau mit einer drei Etagen hohen Glasfront erweitert werden. Aber woher will der hoch verschuldete Stadt Bonn das Geld nehmen ? Hier tritt natürlich der ebenfalls hoch verschuldete Bund ein. Der Bund stellt der Stadt Bonn 3,5 Millionen Euro für den Erweitungsbau des Macke-Hauses zur Verfügung. Die Initiative für den Bonner Geldsegen kam vom Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP), Bonner Bundestagsabgeordneter, der bereits 2010 einen Zuschuss des Bundes in Höhe von 500.000 € für Sanierung und Umbau des Macke-Hauses in die Wege leitete.

Wie bereits gesagt, leidet die Stadt Bonn unter ihrer hohen Verschuldung, zurückzuführen auf eine größenwahnsinnige Finanzpolitik in den letzten 20 Jahren. Man fühlte sich immer noch als Bundeshauptstadt. Aber Geld wurde nur für Prunk-, Pracht- und Protz-Objekte ausgegeben. Die Bonner Schulen sind zum Teil in einem erbarmungswürdigen Zustand. Die Sportvereine sollen Nutzungsgebühren für Turnhallen und Sportplätze zahlen. Schwimmbäder werden geschlossen. Es muss, so heißt es in der Bonner Stadtverwaltung, Geld gespart werden. Aber gespart wird nur bei den Bedürfnissen der kleinen Leuten. Für die sogenannte „Hochkultur“ steht immer genügend Geld zur Verfügung. Und im Bedarfsfalle springt immer der Bund ein. Für eine geplantes Festspielhaus (Gesamtfinanzierung noch völlig unklar) will der Bund nach Aussage des Bonner Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber 39 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Warum ist völlig unklar.

Man muss sich fragen, warum gibt es keine Zuschüsse vom Bund für die Sanierung von Schulen, für Sportstätten, für Kleinkunst sondern nur für die angeblich Hochkultur ? Dabei gibt es noch Städte, Gelsenkirchen sei hier nur als Beispiel genannt, denen es ohne eigenes Verschulden noch viel schlechter geht als Bonn. Aber bekommen die Geld vom Bund ? Nicht einen Cent ! Bürgerinnen und Bürger können sich nur noch wundern und empören. Warum wird Bonn gegenüber anderen Städten vom Bund finanziell in einer auffälligen Weise bevorzugt ? Und warum wird nur Geld zur Verfügung gestellt für Projekte, die an den Bedürfnissen der einfachen Bürgerinnen und Bürger völlig vorbei gehen ? Hat Bonn wirklich – wie die Bonner Stadtväter meinen – einen Anspruch auf eine „Rendite“ für seine Vergangenheit ? Und das zu Lasten der Steuerzahler der ganzen Bundesrepublik ?

Nur die wenigsten Bürgerinnen und Bürger in Deutschland wissen, wieviele Milliarden zu welchen Zwecken wegen des Umzuges nach Berlin nach Bonn geflossen sind und noch fließen. Darüber soll hier in Zukunft berichtet werden.