αεροδρόμιο
(ist griechisch und heißt „Flughafen“)

Red@Endlose Katastrophe in Berlin-Brandenburg.

1. Der mehrfach verschobene neue Eröffnungstermin des Flughafens ist nicht zu halten
2. Das vom Politikern angeschobene Bauprojekt offenbart endlich die innige Verwandtschaft zu anderen öffentlichen Bauvorhaben z.B. Hamburger Philharmonie. Ebenfalls von prestigesüchtigen Politikern in die Welt gesetzt.
3. Das Geld ist so gut wie weg und es wird auf gar keinen Fall ausreichen.
Wie in bisher allen von Politikern angeschobenen Projekten.
Es gibt überhaupt gar kein öffentliches Projekt, bei welchem die im voraus öffentlich verkündeten Baukosten jemals ausgereicht hätten
4. Die Banken wollen ohne Sicherheiten kein Geld mehr herausrücken. Sicherheiten gibt es im hoffnungslos überschuldeten Berlin und verarmten Brandenburg aber nicht. Der Staat muss helfen, der Steuerzahler muss ran und die Karre wieder aus dem Dreck ziehen.
5. Der Hauptstadtflughafen hat bereits heute internationales Format:

unbezahlbar
+ kein Fertigstellungstermin ist Sicht
+ Schallschutz vergessen
+ Feuerschutz / Entrauchung / Entlüftung erbärmlich
+ verwaltet wie die EURO-Zone
+ niemand ist oder fühlt sich verantwortlich
+ Schuld ist ebenfalls niemand
+ von Ratingagenturen zu bewerten mit DDD-
+ Gewinnprivatisierung
+ Verlustsozialisierung
+ ein typisches Fass ohne Boden
——————————————–
= ?

Na liebe Kinder, wie nennen wir so ein Land?

Ja, richtig:

 

„Griechenland“

 

6. Bislang soll der deutsche Steuerzahler über die beiden Bundesländer und die Bundeskasse bereits 430 Millionen ausgegeben haben. Ich denke  ½ Milliarde  ist näher dran an der Wirklichkeit.

Aber das ist ja nur ein Klacks gegen die ausgereichten  Bürgschaften in Höhe von 2,4 Milliarden.

Zusammen haben wir Steuerzahler bereits heute mindestens  3 Milliarden am Hacken und es werden täglich mehr.
Platzeck, einer der Befürworter des Bauvorhabens und zugleich einer der Aufseher, die Schaden von der Bevölkerung abwenden sollten, will natürlich nicht zugeben, dass er mit dem Berliner Wowereit gepennt hat und bleibt starr bei der Haltung, dass das Projekt auf keinen Fall pleite gehen wird.
Weer so redet hatte bereits Kontakt mit der Pleite oder sie sitzt ihm im Nacken.
Sonst käme er nicht einmal auf die Idee sie auch nur zu erwähnen.

7. Die Zusatzkosten sollen bei 1,2 Milliarden liegen.
Heutige Schätzung.
Wir wissen alle was wir davon zu halten haben.
Ich rechne, dass 2 Milliarden knapp reichen werden, wenn es bei einer Eröffnung im März 2013 bleiben sollte.
Da ich aber auch diesen Termin als reine Lachnummer betrachte, sehe ich die von

• den Betreibern(?)
• der Verwaltung(?)
• den Politikern(?)
• von wem stammt diese Aussage eigentlich(?)

in den Raum gestellten Mehrkosten in Höhe von 1,2 Milliarden als „Schlafpille“ für den Deutschen Michel, um ihn ruhig zu stellen, bis wir erfahren werden, dass

• die ganze Zeit über die Lehman Brothers die Herrschaft über die Baustelle innehatten,
• die Finanzierung spekulativ ist und
• aus dem Hauptstadtflughafen ein Bad-Airport werden wird,
• in dem die Bauherren solange ihre toxischen Papier gewaschen haben,
• bis die Brühe so groß und dick geworden war, dass sie
wie geplant „to big to failed“ wurde und deshalb schon
aus rein systemischen Gründen nicht mehr aus dem Bade gekippt werden konnte.

Ich vermute weiter, es kann nichts schaden, wenn wir uns aufmerksam im eigenen Ländle umsehen, als wutschnaubend ausschließlich über die Grenzen nach Griechenland, Spanien und Italien zu schauen.

Wir haben doch unser bundeseigenes Griechenland direkt vor der Tür der Bundeshauptstadt.
Ich vermute inzwischen, dass wir eher an unseren eigenen Politikern und dem von ihnen angerichteten Schaden zugrunde gehen werden, als an den Problemen, die die Nachbarländer uns bereiten. An deren Problemlösungen arbeiten die nämlich mit. Unsere Probleme werden währenddessen hinter unserem Rücken immer größer.

Ich schätze für den Flughafen folgende Kosten:

4 Milliarden für das, was bis heute angerichtet wurde
2 Milliarden für bereits sichtbare Mehrkosten u. kurzfristige Schadenersatzleistungen
1,5 Milliarden für nicht eingerechnete Folgekosten
= 7,5 Milliarden

Nicht eingerechnet sind folgende Folgekosten

  • der echte Verzinsung und reelle Verlust bei Verkauf der bundeseigenen Anteile
  • Entwertung vieler Grundstücke und großer Flächen durch Fluglärm, Verlagerung der Start- und Landebahnen
  • die in Zukunft auf die Steuerzahler zukommenden Direkt-Subventionen, Wartungen und Reparaturen (Pfuschbeseitigung), um den Laden am Leben zu halten
  • Werbe-, Reise- und Bewirtungsaufwendungen, um weltweit Investoren anlocken
  • gesponserte Erwerbs- und Erschließungskosten für weitere Gewerbegebiete
  • langfristige Schadenersatzleistungen und ewig währende Zuschüsse an Flugunternehmen
  • Enorme Unterhaltungskosten, die der Steuerzahler direkt und indirekt mitzahlt, um die Sharholder und deren Heuschrecken-Hedgefonds bei Laune zu halten

Frage: Warum versuchen wir es in diesem Notstandsgebiet „Berlin-Brandenburg“ nicht einmal mit einer Expertenregierung?
Wir könnten doch mit einem Pleiteland wie Brandenburg oder Berlin beginnen und daraus für das Große-Ganze „Bundesrepublik“ die Sanierung maroder Staaten am existierenden Beispiel erlernen und vorführen. Was könnte an Brandenburg noch kaputt gemacht werden können, wo sollte Berlin noch weiter verarmen?
Das Wissen, wie man zerrüttete Staatsfinanzen saniert und untaugliche Regierungen auf Vordermann bringt, könnte ein weltweiter Exportschlager auf dem Gebiet deutscher Dienstleistungen werden, die jeder Staat dringend benötigt.
Besser, viel besser als deutscher Atomausstieg, deutsche Windräder, deutsche Solaranlagen, deutsche Schuldenbremse, deutsche Führung bei der Euro-Rettung, deutsch-theoretische Besserwisserei.

Die Italiener versuchen es mit der Expertenpolitik gerade halbherzig durch Mario Monti. Doch die sind noch auf dem Stand eines Entwicklungshilfelandes, haben sie doch gerade erst Berlusconi hinter sich und ihn aktuell schon wieder im Nacken.
Außerdem stürzt ihm gerade Sizilien, das Griechenland Italiens, auf die Füße und bringt seine Bemühungen womöglich ganz ins Straucheln.

Wir dagegen könnten es ggf. schaffen, wir sind bekannt für Gründlichkeit und Sparsamkeit, wir halten durch, demonstrieren nicht und die kleinen Leute, die ihr Geld nicht ins Ausland transferieren können, stehen für alle Zusagen – auch die anderer – gerade.

Am deutschen Wesen kann Europa genesen!

Ehe wir Berlin und Brandenburg unter einen dieser löchrigen Rettungsschirme schieben und uns letztendlich einen Besuch der EURO-Troika  in den Terminkalender eintragen müssen:

Versuchen wir’s?

3 Gedanken zu „αεροδρόμιο
(ist griechisch und heißt „Flughafen“)

  1. Ob es wohl besser wäre, wenn wir die hübsche Sarah Wagenknecht und ihr streitbares Gefolge gewählt hätten oder die noch zu jeder Regierungsarbeit zu jungen Piraten?
    Das Problem ist, dass wir nicht die geeigneten Personen finden, die uns ihre Fähigkeiten zur Verfügung stellen, obwohl wir es ihnen ermöglicht haben, in unseren Schulen zu lernen und auf unseren Universitäten auf unsere Kosten zu studieren. Viel zu viele kehren uns danach den Rücken und gehen sogar ins Ausland.
    Das ist schade und sollte zu unserem Vorteil verbessert werden.

  2. Hoffentlich kriegt die Crew um Wowereit wenigstens den Baubeginn für das Berliner Stadtschloss auf die Reihe. Der ist auch schon 1 oder 2x verschoben worden. An eine rechtzeitige Fertigstellung will ich erst gar denken müssen.
    Die Herstellungskosten wurden ja vorsichtshalber bereits neu kalkuliert und wie es heißt genauer.

    Heute sollen es knapp 600 Millionen Euro sein, die für das Stadtschloss ausgegeben werden sollen.
    Aber Wowereit hat bereits vorsichtshalber verkündet, dass es sich hierbei nicht um einen Prachtbau nur für Berlin handelt. Das Schloss wird nach seiner Interpretation für ganz Deutschland wieder auf die Beine gestellt.
    Also auch für Sie und mich. Und das, obwohl mich niemand gefragt hat. Wurden Sie um Ihre Beteiligung gebeten?
    Herr Wowereit meint damit eigentlich auch etwas ganz anderes. Er sagt uns damit berlinerisch rotzfrech ins Gesicht, dass sowieso alle Bundesbürger für die Kosten aufkommen müssen.
    Berlin ist doch pleite.
    Wer wüsste das nicht?
    Ich rechne voller Zuversicht damit, dass ihm auch hier die Aufsicht entgleitet und er niemanden daran hindern wird, die Kosten des Schlosses bis ins Astronomische zu steigern.
    Und selbst dies ist dann in seinen Augen ganz bestimmt gut so!
    Er ist seinerzeit schließlich angetreten, um die Finanzen Berlins zu sanieren und den Haushalt zu konsolidieren.
    Das war doch so?

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