Boykottaufruf um Benzinpreise zu senken

Bürger's BeitragGerade flattern täglich wieder Serien-/ Kettenbriefe in unsere Mailpostfächer.
Sie enthalten den wohl formulierten Aufruf einen oder zwei der big five Kraftstofflieferanten zu boykottieren.

Einschmeichelnd wird mir erklärt, dass die betroffenen Firmen „einknicken“ werden, den Preis wegen mangelnder Nachfrage senken müssen und damit die anderen Lieferanten zwingen dem Beispiel zu folgen.

Natürlich bleibt der Urheber dieser aktuellen Mailserie wieder einmal anonym.
Wie bei allen dieser Aufrufe in der Vergangenheit steht auch er nicht für seine Idee gerade.
Schlappschwanz.
Ruft lieber mich und alle anderen auf, ihm nachzutun und seine tolle Idee in die Welt hinaus zu posaunen.
Er selbst fürchtet wohl nicht ganz zu Unrecht, dass die Rechtsberater der öffentlich benannten Firmen ihre beruflichen Fähigkeiten an ihm testen könnten. Soviel Mut hat er dann doch nicht. Er bleibt lieber in der Masse verborgen. Die soll ihn schützen.  Auch wenn der eine oder andere daraus die Suppe beispielhaft für ihn auslöffeln muss, schaut er nur zu und outet sich nicht.
Bei Erfolg gibt es viele Väter. Aber …

Ich habe bislang noch irgendwo lesen können, dass so eine Aktion nachweislich geklappt haben soll. Also so richtig in der Realität meine ich. Nicht nur irgendwo im Internet durch einen dubiosen Artikel, dessen Quelle sich in einem Dickicht von Links verliert.

Gäbe es einen nachweislichen Erfolg, nur  eine Spur davon, würden weder  die Linken noch die Grünen zögern, dieses weidlich und mit Genuss in aller Öffentlichkeit auszuschlachten. Kein männlicher Politker würde seine Vaterschaft zu diesem Thema abstreiten, ganz im Gegenteil.  Jeder, der irgendwie im Plenarsaal an das Mikrofon heranreichen kann,  würde sich als Stammvater dieser Idee ausgeben, kräftig auf die Pauke zu hauen, damit lauthals Wahlkampf betreiben und dabei immer mit einem Finger auf die eigene Brust zeigen.  Ganz anders als sonst.
Schaut: Nicht einmal die Piraten versuchen etwas in dieser Art.
Kein Magazin, das etwas auf sich hält,  würde auf dieses Thema verzichten wollen, wäre etwas dran.
Und die TV-Sender hätten schon längst eine „never ending story“ daraus gemacht, gäbe es etwas zu berichten.

Warum schreibt der Vater aller Serienbriefe seine Idee nicht an Panorama, Fucus, Illner, Lanz usw?
Sind die ggf. nicht interessiert?
Wollen die sich etwa nicht mit einer Schnapsidee lächerlich machen oder sagen deren Rechtsberater: „Finger weg!“

Die Aufregung um Günter Grass wegen seiner 1 bis 2 Zeilen, aus einem Werk, welches er ein politisches Gedicht in Prosa nennt, hätte es niemals gegeben, wäre an der Geschichte mit der Benzinpreissenkung etwas dran, was sich vermarkten ließe. Grass wäre niemals erst zu Wort gekommen. Niemand hätte seine Zeilen gelesen, geschweige denn seine Worte, welche die Welt aufrütteln sollen, irgendwo diskutiert.

Ich denke, dass etwas Nachdenken bei der Strategie zur Benzinpreissenkung nicht ganz verlorene Mühe ist.
„Beiß nicht gleich in jeden Apfel, er könnte geladen sein …!“

Wenke, Hanerau-Hademarschen

 

(Hi Red., hängst Du mein „Bild auf“? Ich habe vergessen wie das geht u. setz bitte noch ein paar Tags. Danke Dir)
Habe ich erledigt. Danke für Deinen Beitrag. Bekam heute auch so eine Aufforderung. Red.

Ein Gedanke zu „Boykottaufruf um Benzinpreise zu senken

  1. Die Bezinpreise sind einfach nur unverschämt und jeder sollte versuchen etwas dagegen zu tun und wenn ein Boykott dazu dienen könnte, dass die Preise wieder sinken, dann ist das eine Sache, die man unterstützen sollte.

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