Unser armer Ex arbeitet an seiner EURO- Zukunft

Red@

Les’ ich richtig?
Ich reibe mir verwundert die Augen.
Da schreibt die  Berliner Morgenpost,  dass unser zurückgetretener 1,5-Jahres-Bundespräsident Herr Christian Wulff (ich kürze das mit CW ab) wünscht, so behandelt zu werden, wie seine Vorgänger.
Sicherlich meint er mit „Vorgänger“ die Staatsmänner, die ihre Amtszeit regulär und in allen Ehren über die Runden gebracht haben. Oder zumindest eine davon wenigstens ganz.
Aber er mit seiner abgebrochenen Präsidentenlehre hat doch eigentlich keinen Vorgänger. Er ist doch ein Unikat. Oder irre ich mich? So einen Vorgang hatten wir doch noch gar nicht. Und sich damit in eine Reihe mit erfolgreichen Bundespräsidenten zu stellen, dass finde ich dann doch schon etwas happig.
Diese dann auch noch als Vorgänger heran zu ziehen hat meiner Meinung nach etwas von …..
….. na ja, ich weiß nicht.
Ich will mir mal die Zunge lieber nicht schon am Ende des ersten Absatzes verbrennen.

Die Berliner Morgenpost veröffentlicht in Ihrem heutigen Artikel  :arrow: „Ermittler prüfen Anstellung von Wulffs Ex-Frau“  (bei Ex-Frau hab schon mal gleich einen Schrecken bekommen), dass CW    Anspruch auf ein Büro    erhebt.
Komplett, mit allem Schnickschnack und Personal.
Und, dass die Kosten für uns Steuerzahler mal eben so ca. 280.000 Euro betragen dürften.

Is’ das nich’n Ding?
Wer hätte das gedacht. Unser CW ist schon ein schlaues Köppsken und hat es offenbar doch faustdick hinter den Ohren. Sieht man ihm nicht an.
Das ist schon einen großen Zapfenstreich wert.
Hat Guttenberg ja schließlich auch bekommen.
Und igendwie ist der seitdem nicht mehr das, was er mal war.
Den großen Zapfenstreich meine ich.
Den Guttenberg hat der Zapfenstreich nicht verändert. Das schafft so ein Zapfenstreich auch nicht.
Vielleicht hätte ein Dr. von und zu Zapfenstreich eine Chance.

Nicht umsonst ist CW in seiner Jugend schön brav gewesen und hat die Rechtslehren studiert.
Ein schlauer Fuchs unser Wulff?
Da kann man als EURO-Europäer doch stolz drauf sein.
Wir geben nicht alles Geld in den Rettungsschirm für andere Länder.
Nein, wir haben selbst ein Fass im eigenen Hause und prüfen gerade, ob wenigstens dies einen Boden hat.

Andererseits nötigt mir das auch eine gewisse Achtung ab.
Schließlich ist CW ja nicht der Ansicht, er habe einen Fehler begangen. Er denkt gewiss, wir Bürger, getrieben von der verantwortungslosen Presse, BILD an ihrer Spitze, haben vor allen Dingen ihn beschädigt.

Und er geht ja nicht in Demut ins bürgerliche Exil.
Nein CW wird es uns schon besorgen. Uns allen.
Er fängt damit an, dass er seinen verdienten Ehrensold haben will und sein Arbeitszimmer, dass ihm ebenfalls zusteht.
Mich würde es gar nicht wundern, wenn er dieses in seinem Haus in Burgwedel einrichtet und über das Bundespräsidialamt quasi an uns vermietet. Um zwei, drei Ecken herum zwar, aber letztlich an uns Steuerzahler. Also auch an die Burgwedeler und an seine direkten, nächsten und übernächsten Nachbarn.
Toll was?
Das hätte dann etwas von Inanspruchnahme eines legalen Vorteils.
Da kommt dann kein Staatsanwalt.
Da kommt dir höchstens die Galle hoch.

Danach würde ich, wäre ich CW, meine Bettina als meine engste Mitarbeiterin, Begleiterin und Pressesprecherin bei mir anstellen und entlohnen.
Wie gesagt, auf Kosten von uns allen und speziell der Burgwedeler Nachbarschaft.
Das hat was. Oder?

Für die Büroarbeit und das Telefon würde dann eine Leiharbeiterin für einen angemessenen Ehrensold angestellt.
Für so etwas hat ja ein früherer Minister für Arbeit und Soziales vorgesorgt.
Womöglich hatte er ähnliche Probleme zu bewältigen.

Die Umbauarbeiten am und im Wulff-Haus; den zweiten Eingang zum Büro, Sicherheitseinrichtungen usw., dürfte der Steuerzahler sicherlich auch noch übernehmen.
Macht er ja gerne. Besonders auch hier wieder die Nachbarschaft.
Schließlich entfallen dafür die teueren Spritpreise, um in ein außerhalb Burgwedel gelegenes Büro zu kutschieren und das ist zudem auch noch ökologisch. Also irgendwie „grün“. Passend zum Image Burgwedels.
Dem gewöhnlichen Volk, den Fans und Mitleidsbekundigungen könnte man durch diese Zurückgezogenheit auch gleich etwas aus dem Wege gehen.

Somit kostet uns unser Abenteuer mit dem kürzesten Kurzzeit-Bundespräsidenten unserer BRD, mit Herrn Christian Wulff und seinem Netter-Mann-von-Nebenan-Gesicht und seiner ebenfalls nicht mehr amtierenden First-Lady-Gattin Frau Bettina Wulff, in Zukunft summa summarum mal eben schlappe 500.000 Euro (in Worten: eine halbe Million).
Jährlich!
Alles in allem eine runde Sache.

Das hätte für die Bezieher dieser Apanage den wirtschaftlichen Vorteil, dass daraus die eine oder andere noch unbekannte, wackelige Vorteilsnahme in früherer Zeit , die womöglich noch an den Haaren in die Öffentlichkeit gezerrt werden könnte, locker zurückbezahlen werden und die einge oder andere Spur geetilgt werden kann. Dazu müsste das Konto nicht überzogen oder Schwiegermutter um Hilfe gebeten werden.
Grandios.

Als Wirtschafter hätte CW sicherlich eine größere Zukunft gehabt.
Er weiß nämlich, wo’s was zu holen gibt.
Das steckt irgendwie in ihm drin.

Aber er war eigentlich nicht unehrlich.
Allen hatte er gesagt, dass er als Alphatieer nicht taugen würde und dadurch stimmt vielleicht auch seine ins Lächerliche gezogene Aussage, er habe „Bundespräsident“ erst erlernen wollen und er sei mitten aus der Ausbildung gerissen worden.

Ich habe Verständnis für die Bürger, die meinen, dass ein gescheiterter Lehrling für ein nicht erlerntes und nicht ausgeübtes „Handwerk“ nicht so fürstlich entlohnt werden muss.
Ich bin einer von ihnen.
Wir sind etwa 80%!

3 Gedanken zu „Unser armer Ex arbeitet an seiner EURO- Zukunft

  1. Pingback: Zeitung: Wulff erholt sich im Kloster

  2. Empörend

    Ein Mensch in seinem Innern bebt,
    obwohl er sonst sehr friedlich lebt,
    weil just der Bundespräsident,
    den jedermann als Schnorrer kennt,
    dem keine Sau Respekt gezollt,
    geehrt wird mit dem Ehrensold.

    Helmut Zott

    %%%%%%%%%%%%%%%%

  3. Fehler

    Ein Mensch hat keinen Funken Ehre,
    ist nur bedacht, dass er vermehre
    den Reichtum und sein Lebensglück;
    tritt dann von seinem Amt zurück
    und wird belohnt für diese Taten
    vom Militär und den Soldaten;
    bekommt dann noch den Ehrensold,
    weil dieser Staat es so gewollt.
    Ein Land, das so Schmarotzer ehrt,
    wird abgelehnt und liegt verkehrt.

    Helmut Zott

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