Griechenland ist längst sanierungsfähig

Bürger's BeitragSeit die Griechen die Auflagen der ersten Rettungs-Maßnahmen des IWF befolgen, hat sich das griechische Staatsdefizit in den vergangenen Jahren von 13% auf 9% reduziert.
Das sind 4% Wirtschaftssteigerung und eine enorme Leistung.

Aber die ohnehin schon immer schwache Wirtschaft ist kaputt und die gut ausgebildeten, fähigen Leute, Griechenlands junge Generation und Zukunft, welche das Land für die Zukunft dringend benötigt, haben ihrem Heimatland den Rücken gekehrt.
Griechenlands Bevölkerung hat ihre teure Ausbildung gezahlt und nun steht sie vor dem Nichts.

Einige Wirtschaftsmathematiker meinen die Faktoren benennen und deren Auswirkungen berechnen zu können. Durch die im Zuge des Sparkonzepts  schwindende Wirtschaftskraft der letzten Jahre seien allein 6-7% des aktuellen Staatsdefizits dadurch begründet.

Eigentlich läge das griechische Bruttoinlandsprodukt (BIP) danach lediglich mit 2-3% im Minus.

Um Griechenland zu retten muss Geld ins Land gepumpt werden, welches Arbeitsplätze schafft, woraus Löhne und Gehälter gezahlt werden können, welches die Griechen in die Lage versetzt wieder einzukaufen und woraus dem Staat dann wieder Steuereinnahmen entstehen.
Einfach und logisch.

Wenn ich für meinen Betrieb Arbeit heranschaffe, meinen Mitarbeitern Löhne zahle, geht es allen gut.
Aber ich muss vorher einen Betrieb aufbauen und für diese Investition benötige ich unter Umständen eben mehr Geld, als ich selbst habe.  Wenn ich von keiner Bank etwas geliehen erhalte, dann ist es eben nichts mit einem Betrieb, nichts mit Aufträgen,  nichts mit Löhnen und  nichts mit Steuereinnahmen.

Soll das Volk weiter sparen?

Woran eigentlich?

Griechenland muss  die Korruption beseitigen, die unglaublich langen Genehmigungszeiten bei Firmengründungen und Bauvorhaben.
Griechenland muss  ein Grundstückskataster einrichten, damit jeder weiß, wo sein Grundstück endet und wo es beginnt.
Griechenland muss  schnellstens eine effektive, gerechte und korrekte Steuerverwaltung aufbauen.
Griechenland muss  die bestehenden Gesetze überarbeiten und Steuerschlupflöcher schließen, die aus dem Steuerrecht ein löcheriges Netz gemacht haben, in dem sich nur noch die Wehrlosen verheddern.
Griechenland muss  Gewerbegebiete schaffen, die Eigenverwaltung der Gemeinden und Regionen muss endlich aus der Zeit antiker griechischer Stadtstaaten herausgeholt werden.

Und nicht zuletzt, sondern gleich zu Anfang, muss  ein gerechtes Sozialrecht  aufgestellt werden, welches angemessenes Arbeitslosengeld und Familienunterstützung zahlt, damit die Ärmsten der Gesellschaft nicht auf der Straße landen.

Die Griechen brauchen jede Hand, die fähig ist, am Umbau der Gesellschaft mitzuarbeiten, sie können es sich erlauben, dass körperlich und geistig gesunde Bürger in die Obdachlosigkeit oder in Ausland getrieben werden.

Ist das alles nicht eine Aufgabe, der sich die Deutschen annehmen sollten, statt immer mehr Geld nach Grichenland zu schicken, mit dem den Banken die fälligen Zinsen bezahlt werden?
Übrigens sind das französische Banken.
Die deutschen Banken und Marktteilnehmer sind meistens schon ausbezahlt.
Wir retten also Frankreich.
Wir retten also bereits EURO-Staaten.
Wir retten bereits Europa.
Sollten wir dann nicht auch Griechenland retten?

Sobald es möglich ist, muss in Griechenland eine fähige Regierung an die Macht und sei es nur vorübergehend.

Korrupte, undurchsichtige und schuldige, unfähige Politiker haben in der neuen Regierung einfach nichts zu suchen.


Wenn das griechische Volk allerdings nicht zwischen Scharlatanen und hellen Köpfen unterscheiden kann, nicht zu Wahlen geht und sich weiter um nichts kümmert, dann ist ihnen nicht zu helfen und dann möge sie der Staub der Geschichte zudecken.

Ist es eigentlich allgemein bekannt, dass Geldanleger sich aktuell auf englische Immobilien stürzen?
Ist es bekannt, dass tatsächlich die Luxusimmobilien in und um London knapper werden, weil sich griechische Interessenten bei den Besichtigungsterminen die Klinke in die Hand geben?

Peter aus Düren

 

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Ein Gedanke zu “Griechenland ist längst sanierungsfähig

  1. (Silvio Gesell, Vorwort zur 4. Auflage der NWO, 1920) “Die Entwicklung vom Herdenmenschen, vom Teilmenschen zum selbständigen Vollmenschen, zum Individuum und Akraten, also zum Menschen, der jede Beherrschung durch andere ablehnt, setzt mit den ersten Anfängen der Arbeitsteilung ein. Sie wäre längst vollendete Tatsache, wenn diese Entwicklung nicht durch Mängel in unserem Bodenrecht und Geldwesen unterbrochen worden wäre – Mängel, die den Kapitalismus schufen, der zu seiner eigenen Verteidigung wieder den Staat ausbaute, wie er heute ist und ein Zwitterding darstellt zwischen Kommunismus und Freiwirtschaft. In diesem Entwicklungsstadium können wir nicht stecken bleiben; die Widersprüche, die den Zwitter zeugten, würden mit der Zeit auch unseren Untergang herbeiführen, wie sie bereits den Untergang der Staaten des Altertums herbeigeführt haben”:

    http://www.deweles.de/files/untergang.pdf

    (Jesus von Nazareth, Thomas-Evangelium, Logion 85) “Adam war aus einer großen Kraft und einem großen Reichtum entstanden, und er wurde dennoch euer nicht würdig; denn wenn er würdig geworden wäre, hätte er den Tod nicht geschmeckt”:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html

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