21% arbeitslose Griechen

logo f.Beitrag per MailIn Griechenland „steppt“ nicht einmal mehr der Bär.
Mehr als 1 Million Arbeitnehmer haben ihren Job bereits verloren. Damit wird aber die Obergrenze der Arbeitslosigkeit noch nicht erreicht sein, denn die Wirtschaftskraft des Landes geht immer weiter den Berg hinunter.
2010 nahm das BIP um beinahe 5% ab. In 2011 um weitere knapp 7 Prozent (von den verbliebenen 95%) und 2012 wird keineswegs besser.

Erst hat sich Griechenland auf Teufel komm raus konkursreif gepumpt, jetzt muss es sich zu Tode sparen. Niemand gibt Land und Leuten mehr auch nur einen Cent, wenn es mit dem Pleiteniveau weiter so geht bisher.

Die griechische Bevölkerung steht auf der einen Seite mit dem Rücken zur Wand und hat direkt vor sich einem tiefen, steilen Abgrund. Da ist kaum noch Substanz, mit der sie wuchern kann.
Und niemand scheint sich für das Land überhaupt noch zu interessieren.
Wofür sollte man sich denn auch interessieren, woran sollte man Interesse haben?
Und dann die unbeherrschten Krawallmacher, die nicht einmal davor zurückschrecken der  eigenen Nation und den eigenen Bürgern den Garaus zu machen.

Würden Sie Ihr Geld in ein solches Investment stecken?

In einer heutigen Diskussion stellte sich uns die Frage, warum wir das  Land nicht durch Investitionen unterstützen. Auch kleinere Geldanlagen könnten womöglich helfen. Ggf. im Immobilienbereich.

In Ordnung.
Haben Sie – ohne sich vom griechischen Amtsschimmel abschrecken zu lassen – Interesse daran, dort zusammen mit uns Geld zu investieren, beispielsweise ein Hotel zu kaufen, es unter deutscher Geschäftsleitung zu eröffnen und auf zahlungskräftige Touristen zu warten?

Nein?
Sie denken, dass die Stimmung der griechischen Bevölkerung gegen Sie gerichtet sein könnte?

Nun gut.
Nehmen wir einen anderen Fall, aber das gleiche Hotel.
Wir sind lediglich Geldgeber und eröffnen es mit einer griechischen Geschäftsführung.
Was halten Sie davon?

Sieh an. Das Interesse an einer Geldanlage ist spürbar noch geringer.

Und nun nehmen wir den dritten Fall.
Wir investieren ausschließlich als Anleger in eine Hotelimmobilie in Griechenland, betreiben diese nicht selbst und vermieten sie an einen Betreiber. Die Nationalität des Mieters/ Betreibers ist uns dabei gleich.

Gefällt Ihnen diese Idee besser?

Was bleibt also übrig?
Nur eines:
Wir investieren im Moment lieber nicht ausgerechnet in Griechenland.

Die Spatzen pfeifen es von allen Dächern und das Ende des Liedes ist uns längst bekannt:
Die Gemeinschaft der europäischen Steuerzahler – allen voran die im Augenblick als böse NAZIs verteufelten  Deutschen – geben den Griechen doch noch mehr Geld und über einen längeren Zeitraum als heute vorgesehen, damit sie vielleicht doch einmal wieder menschenwürdig auf die Beine kommen. Wenn wir nichts geben gehen die Griechen schlichtweg vor die Hunde. Sie müssen sich dafür dann aber nicht bei uns beschweren, sondern sich bei ihren asozialen Steuerflüchtlingen bedanken. Und bei ihren unfähigen Politkern, die deren Steuerflucht möglich gemacht haben. Sie sollten uns trotz allen Schmerzes dafür wirklich nicht als NAZIs beschimpfen.

Martin und Irene,  beide in den Fünfzigern und aus Brandenburg veröffentlichen ihren ersten Beitrag in unserem Blog per Mailversand. Mein Daumen zeigt nach oben.
Für die Zuordnung zu den Kate
gorien und die Vergabe der Tags zeichne ich verantwortlich.

 

Ein Gedanke zu „21% arbeitslose Griechen

  1. Das zwischenzeitlich von der hohen Politik angerichtete Chaos muss schnellstmöglich geordnet werden, ohne dass sich dabei unzumutbare Härten für alle Wirtschaftsteilnehmer ergeben. Das ist keine leichte, aber eine lösbare Aufgabe, selbst wenn die hohe Politik bis zum Eingeständnis ihrer Unfähigkeit noch mehr Chaos anrichtet. Tatsächlich ist die „Währungsunion“ nichts anderes als ein groß angelegtes Beschäftigungsprogramm für ansonsten im Kapitalismus arbeitslose Bürokraten. Ihre Auflösung bringt für alle Staaten Europas nur Vorteile. Zwar wäre es prinzipiell möglich, den Euro mit einer konstruktiven Umlaufsicherung zu versehen und damit eine echte Währungsunion zu schaffen, doch das würde bedeuten, den zweiten Schritt vor dem ersten zu machen. Zum einen müsste in diesem Fall auch ein zentral verwaltetes, allgemeines Bodennutzungsrecht für ganz Europa in kürzester Zeit geschaffen werden; zum anderen müssten komplizierte finanzielle Ausgleichsmechanismen installiert und verwaltet werden, um die seit der Einführung des Euros durch die Zinsumverteilung gewachsenen, wirtschaftlichen Differenzen zwischen den Mitgliedsstaaten über mehrere Jahre abzumildern, bis die selbstregulativen Mechanismen der Natürlichen Wirtschaftsordnung die Ungerechtigkeiten ganz beseitigen. Das sind schon wieder zu viele Konjunktive. Es ist einfacher und gerechter, wenn jeder Staat seine Bodennutzung selbst verwaltet und eine eigene, konstruktiv umlaufgesichterte Indexwährung mit einem der jeweiligen Binnenwirtschaft repräsentativem Warenkorb erhält. Freie Wechselkurse und der zollfreie Handel (Freihandel) zwischen den Staaten werden dann automatisch alle wirtschaftlichen Ungleichgewichte ausregeln. Danach können sich die Staaten freiwillig entscheiden, ob es für sie vorteilhaft ist, mehrere Währungsräume und die entsprechenden Bodenverwaltungen zusammenzulegen:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/10/vollinvestition.html

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