Die Griechen haben JA gesagt? Ein paar oder alle?

Red@
Endlich !!!! Hurra !!!!
Griechenland will sparen, den verschuldeten Haushalt in Ordnung bringen und den total unter die Räder gekommenen Staat sanieren.
Jubel tönt aus allen Ländern ???

Der griechische Finanzminister war in Brüssel und soll dort gesagt haben, dass Griechenland JA gesagt hat.
Genau genommen hat das griechische Parlament JA gesagt. Volksabstimmungen sind ja im Moment tabu.
Etwas soll das JA zum JA ABER tendiert haben, doch ein JA war deutlich hörbar dabei.
Man musste nur zuhören können.
Vergessen wir bei all der ausgelassenen Begeisterung nicht: Das JA wurde von der aus finanziellen Gründen im Land gebliebenen griechischen Bevölkerung nicht freiwillig gegeben, es wurde ihr auferlegt und abgepresst.

Doch was soll’s. Das griechische Leid ist ja auch unser Leid.
Unsere Bevölkerung gibt das Geld ja keineswegs freiwillig. Es wird uns einfach „per Ordre Mufti“ weggenommen und ohne „Parlamentbefassung“ außer Landes geschafft.

Man sollte der tapferen Troika aus Europäischer Zentralbank, EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds (IWF) auf die Schulter klopfen und sie zu Rittern schlagen.
Sie sind diesmal hart geblieben.
Sie haben sich von den Griechen nicht über den Tisch ziehen und von deren Unschuldsaugen nicht erweichen lassen.
Sicher nicht?
Sie waren auch nicht zu gutgläubig, als sie glaubten was die Griechen unter Druck zusagten?
Sicher nicht!
Denn sie wissen, dass sowieso alles wieder für die Katz war.

Und nun lehnen wir uns zurück und atmen erleichtert durch?

Schön wär’s.
Für die griechische Regierung ging es lediglich darum, der griechischen Bevölkerung zu zeigen, dass es auch ohne Wahlen eine funktionierende Regierung gibt, welchen Sinn diese hat, und dass sie sich für jeden Griechen bis zum letzten Tropfen Ouzo einsetzt.

Ohne Zusage auf frisches Geld aus der EU hätten die griechischen Abgeordneten das Athener Parlamentsgebäude ja wohl kaum ungeschoren verlassen können.
Das dürfte doch wohl auch jedem klar geworden sein.

Jetzt hat man noch 2 Wochen Zeit, um sich irgendwie um die Kürzung der Zusatzrenten von Bessergestellten herumzukümmern, dann gibt es in Griechenland endlich wieder frische Kohle aus dem Westen und die Gehälter der Staatsbeamten und –bediensteten sind für die nächsten Monate erst einmal gesichert.
Von der Hand in den Mund kann es vorerst weitergehen.

Immer noch wackelt der Schuldenstaat zuverlässig und immer noch ist er dank EU nicht zusammengekracht.

Doch keine Sorge, das kommt noch.
Todsicher.

Wenn diese neue EU-Knete erst einmal für Bankzinsen, Gehälter, Abgeordnetendiäten und Pensionen ausgegeben ist geht das ganz Gefeilsche wieder los. Ohne die geringste Abweichung vom bewährten Muster: Gute Reformen, schlechte Reformen und es geht erneut wieder um gute Insolvenz, schlechte Insolvenz.
Den Zockern aus der Wallstreet und der City kann es nur Recht sein.
Die Hedgefonds reiben sich schon die Hände und geben Sekt aus.

Was in Zeus Namen soll sich in Griechenland eigentlich ändern?
In unserer BRD tönt es aus den Radio- und Fernsehgeräten: „Die griechische Wirtschaft sei eingebrochen.“
Ja, welche Wirtschaft denn?
Wovon reden diese Sprecher aus dem Off denn eigentlich?

Außer Speiseöl, Weinbrand, Schnaps und Oliven kommt doch nichts als heiße Luft aus Griechenland.
Wo soll da eine Wirtschaft sein?
Gewesen sein?
Etwas, was weniger geworden sein soll muss doch erst einmal existiert haben.
Also größer sein, als etwas aus dem Nanobereich.
Das begreifen Fünftklässler bereits im ersten Physikunterricht.
Wann beginnt in der Volksschule eigentlich die Mehr- und Wenigerrechnung?

Bloß weil wir Touristen uns dieses schmutzige südeuropäische Urlaubsland immer wieder antun, lebt ein Teil der Bewohner nach wie vor davon, landwirtschaftliche Produkte auf niedrigstem gastronomischem Niveau an ausländische Besucher zu verhökern und dabei von landestypischer Kost und Folkloren zu schwafeln.
Nach Kriterien unserer Gesundheits-/Hygieneämter wären alle Restaurants Hellas auf der Stelle dicht.
100 pro!

Das macht den Griechen aber Spaß. Davon leben sie. Mehr ist da nicht.
Haben Sie schon einmal versucht eine offene Rechnung in Griechenland zu kassieren?
Das geht heute wegen der miesen Situation nicht mehr?
Herrgottchen, das ging nie!
Der Staat schützte seine Griechen, die mit offenen Rechnungen und unermesslichen Schulden aus unserer BRD verschwanden, vor unserer Verfolgung.
Rechtshilfeabkommen?
Was ist das denn?
Oder haben Sie schon einmal einen griechischen Anwalt beauftragen wollen, Ihnen bei der Besorgung Ihres Rechts zu helfen?
Zuerst kommt die Anforderung eines nicht unerheblichen erfolgsunabhängigen Vorschusses. Da sind die griechischen Anwälte nicht zimperlich.
Und „erfolgsunabhängig“ ist in Griechenland sowie Pflicht!

Die Griechen wissen doch längst, dass sie so pleite sind, dass es einer neuen – nach oben ganz weit offenen – Richterskala bedarf, um den Zustand ihres Staates überhaupt klassifizieren zu können.

Herkömmliche Beschreibungen aus Betriebswirtschaftsseminaren und Volkswirtschaftsvorlesungen reichen dazu nicht aus.

Alle Europäischen Partnerstaaten, die mit im EURO-Boot herumrudern, wissen das ebenfalls.
Die EURO-Staaten tun zwar so, als wäre noch was zu retten, haben jedoch längst allesamt kapiert, dass Griechenland nichts als eine Luftnummer ist.
Hier wie dort wird dem Volk die wahre Situation möglichst verschwiegen.
Dabei weiß jedes Kind: Wenn das Bein anfängt zu stinken, muss es ab!

Ich wundere mich lediglich über die Ausdauer, mit der sich EU-Politiker und deren Mitarbeiterstäbe auf unsere Steuerkosten immer wieder zusammenscharen, um krampfhaft zu versuchen irgendwie glaubhaft unsere Steuergroschen auf auch für uns gerade noch logischem Wege nach Griechenland zu schaufeln, damit auch der letzten Bank noch die Haut und ein ordentlicher Gewinn für deren Aktionäre gerettet wird.
Lange genug hat das Hinauszögern ja gedauert.
Solange, bis auch wir einfältigen Bürger bemerkt haben, dass da etwas stinkt.

Dem einfachen Griechen steht das Wasser bis zur Unterlippe.
Da stand es aber immer schon, nur hatten andere, die ihn das nicht wissen lassen wollten, Dämme um ihn herum aufgeschüttet, über die er nicht hinwegschauen konnte. Innerhalb dieser Dämme lebte er unglaublich wohlig und bequem.
Gearbeitet wurde nur vor den Dämmen, von anderen, möglichst außerhalb des Sichtbereichs. Geld wurde über die Deichkrone nur so hereingeworfen. In Hülle und Fülle.
Da waren schon mal Renten für Verstorbene notwendig, um alles ausgeben zu können. 14 Monatsgehälter plus Prämie waren normal. Wohin sollte man sonst mit der vielen Knete.
Das war griechischer Standard.
Das fundamentierte den griechischen Nationalstolz.
Man konnte vor aller Welt auf die behaarte, braun gebrannte Brust mit Goldkettchen tippen und zeigen „Man / Mann ist wer!“

Ganz unerwartet, als die Griechen feststellten, dass man ihnen nicht mehr Geld, sondern die Substanz der Dämme vor die Füße warf und diese immer dünner und durchlässiger wurden, erschraken sie.
Die Lösung war jedem klar.
Sie machten die Augen zu und vertrauten auf den vorbildhaften Olympioniken und Lebemann Zeus. Der würde sich bestimmt noch einmal in einen unwiderstehlichen Stier verwandeln. Er würde erneut die scharfe Europe spitz machen und glauben lassen, dass man den griechischen Stier gefügig machen könne. Statt dessen würde er, wie anno domini, die Gute aber hinter die nächste Fichte führen, um sie dort in aller Ruhe und nach griechischer Manier flach zu legen.
So wie es auf der Rückseite der 2 EURO-Münze der Griechen vorgestellt ist.
Ganz ohne Scheu und von Anfang an, für jedermann sichtbar.
Oder betrachten Sie die 1 EURO-Münze der Griechen. Darauf ist ein Vogel.
Alle dachten es könnte sich um eine Eule handeln.
Nein. Es ist – wie sich langsam herausstellt – der verkleidete griechische Kuckuck.

Wer Bilder zu lesen versteht kommt mit Hieroglyphen und griechischen Euros klar.
Und das, so glauben Sie mir ruhig, ist nach wie vor das Vorhaben.
Ganz gleich was uns erzählt und versprochen wird.

Ich möchte abschließen und äußern:
Schade um das viele, viele Geld.
Was hätte man damit innerhalb der EURO-Zone Gutes für Bedürftige und alleinstehende Mütter, für Bildung Jugendlicher und an Klimazuschüssen für jedes Haus ausgeben können.
Sinnvoll und zum Nutzen ganz Europas.

Nichts davon. Wir werfen nach wie vor alles  Geld nutzlos in Diogenes Fass ohne Boden und werden in allerkürzester Zeit erleben, dass Griechenland nie jemals zu retten gewesen ist, weder heute, noch zu irgendeiner Zeit überhaupt willens war, selbst den kleinsten Finger zu rühren, um etwas für seine Rettung zu tun.

Und davon will kein Politiker etwas erfahren haben?
Dann sollten wir dringend den Algeriern und Tunesiern nacheifern und uns per Volksaufstand von dieser politischen Kaste befreien.

Ich soll die Richtigkeit meiner Behauptungen beweisen?
Nicht erforderlich.
Das machen die Griechen doch selbst.
Statt in die Hände zu spucken und Ordnung in ihren Stall zu bekommen, streiken sie.
Warten wohl auf so einen Trottel wie den „Herkules“, der ihnen die Arbeit abnimmt.

2 Gedanken zu „Die Griechen haben JA gesagt? Ein paar oder alle?

  1. Jaja, die armen Griechen. Man muß dem einfachen Griechen (ohne „Fakelakirelevanten“ Posten) aber seine Heulerei nachsehen. Wie soll er sich denn ohne 14 Monatsgehälter und Sonderzahlungen in Zukunft diese ganzen teuren Schmiergelder leisten können???
    Er könnte ja seinen Arzt anpumpen, oder den Beamten in der Führerscheinstelle oder Bauaufsichtsbehörde. Denn diese bestechlichen „Fakelakibezieher“ haben in kurzer Zeit über 60 Mrd. Euros von Ihren Konten runtergerafft……. das muß doch irgendwohin, die werden das wohl kaum in die nächstbeste Olivenpresse investieren.
    Da hilft wohl wirklich nur abreißen und neu bauen denn solche Systeme können auf Dauer nicht funktionieren, im Falle Griechenlands ging es ja nur Dank der EU solange soweit. Aber wir sind ja jetzt die ekeligen Nazis die immer nur Interesse am Untergang dieses ach so kultivierten Grichenlands Interesse haben, ja klar.
    Not macht nun mal Blind, Taub und ungerecht.
    Das war schon immer so und wird auch so bleiben.

    Svenna

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

:D :-) :( :o 8O :? 8) :lol: :x :P :oops: :cry: :evil: :twisted: :roll: :wink: :!: :?: :idea: :arrow: :| :mrgreen: