Red@
Wir Europäer sind Schuld am Dilemma Griechenlands

und sicherlich tragen wir Deutschen aus griechischer Sicht daran den größten Anteil.


Wieso haben wir denen aber auch in den letzten Jahrzehnten bloß immer wieder Geld gepumpt?

Wir hätten doch deutlich sehen können, dass die damit nichts anzufangen wissen und es für Jux und Dollereien ausgeben würden.
Jeder konnte es sehen, es sei denn er wäre blind.
Diese Argumentation ist Blödsinn vom Stammtisch?
Nein, das ist griechische Ministermeinung.

Wer mir nicht glaubt, der sollte die   :arrow: FAZ  lesen oder zumindest deren Onlinebericht vom 08.02.2012:
„Wirtschaftsminister warnt vor „großem Knall”  [Hier klicken]

Zitat: Michalis Chrysochoidis hat im F.A.Z.-Gespräch die europäische Subventionspolitik der vergangenen Jahrzehnte für den wirtschaftlichen Niedergang seines Landes verantwortlich gemacht. Seine Landsleute warnt der griechische Wirtschaftsminister.

Die bedingungslosen Subventionen (Geschenke, an welche keine Bedingungen geknüpft sind)  der Europäischen Union haben die armen, in Geldsachen unerfahrenen und schutzlosen Griechen unselbstständig und vom Subventionstropf abhängig gemacht.
Womöglich sogar mit Vorsatz und heute – wo damit endlich einmal Schluss sein soll – schließen die Griechen nicht einmal aus, dass dahinter niedige Beweggründe gestanden haben könnten.
Sie selbst können nämlich gar nichts für die aktuell verfahrene Situation, es ist einfach ihre Natur so zu sein, wie sie sind. Sie sind eben einfach griechisch. Und das ist gut so. Dachten sie.

Genau genommen waren sie ja immer ein Entwicklungsland und auf Spenden und Hilfsgelder bestens eingerichtet.
Der Beitritt in die EU war für die Griechen der absolute Clou.
99% der Griechen stellen sich heute also einfach dumm (sie sind 99%) und wollen das Ende partout nicht wahrhaben.
Sie blenden es schlicht und einfach aus.
Mit Streiks und Demonstrationen wüten sie statt dessen gegen die Realität. Sie geben den von ihnen selbst gewählten unfähigen Politikern die Schuld – vielleicht sogar mit Recht – und diese zeigen natürlich auf uns.
Auf uns aber nicht wegen der früher großzügig gewährten Kredite, sondern wegen des Endes dieser Wohltaten und dem Blick in die nun verdammt leere Zukunft.
Dass das Schlemmerleben plötzlich ein Ende hat sieht Kosta-Normalgrieche als einen hinterlistigen Angriff auf seine Person und seine angestammten Geburtsrechte an. Diese miese Attacke kommt nach seiner Überzeugung speziell aus Deutschland, und genau von dort wird Griechenland durch die gierigen Geldgeber und deren unverschämten Forderungen nach Sicherheiten und Rückzahlungsgarantien regelrecht erpresst.
Wieso Rückzahlung?
Was ist das denn?
Gibt es in der griechischen Sprache dafür überhaupt ein Wort ?

Sich selbst sieht die überwiegende Mehrheit der griechischen Bürger in der Rolle der vom Schicksal zu Unrecht gebeutelten Unschuldslämmer.

Der Wirtschaftsminister sieht in seiner unerwarteten Offenheit voraus, dass es in Griechenland zum Knall kommen wird, wenn man die Griechen zum Sparen zwingt.

Wer hätte das gedacht?!


Vielleicht interessieren Sie noch folgende Artikel:

  1. “Griechenland ist pleite”
  2. Ist die Griechenland-Hilfe wirklich sinnvoll?
  3. Die Griechen haben JA gesagt? Ein paar oder alle?
  4. Griechenland hatte die Wahl. Wirklich?
  5. 21% arbeitslose Griechen
  6. Europa rutscht immer weiter nach rechts. Unsere BRD auch?
  7. 14.09.2009 – Lehman-Day (Der Tag des Lehmann)
  8. Auch unsere BRD kann Griechenland nicht retten. Weder mit Euros – noch mit gutem Willen
  9. BRD + Polen = Wirtschaftswunder
  10. JA zu 2. Griechenland-Hilfspakt