Und jetzt hat auch Spanien den griechischen Virus

Während wir uns über Griechenland, die Streikenden in Athen, Naziparolen und zum Sparen unfähige Parlamentarier erregten, kommt jetzt still und heimlich heraus, dass sich hinter unserem Rücken die Regionalfürsten Spaniens so hoch verschuldet haben, dass der iberische Haushalt Schnappatmung bekommen hat.

Ministerpräsident Herr Mariano Rajoy, ein Name den wir in Zukunft sehr viel häufiger hören werden als uns lieb ist, hat gerade ziemlich kleinlaut zugeben müssen, dass die Neuverschuldung in 2011 mehr als 8,5 % betragen habe. Das sind so etwa 2,95 % des spanischen BIP.  Mehr als 6,5% = 1,3% des BIP sollte es eigentlich nicht werden und in diesem Jahr sollte die Neuverschuldung sogar auf nur noch 4,4% weiter herabgesenkt werden.

Wie lautet Herrn Rajoys Erklärung dazu?

Er sagt, die regionalen Fürsten haben sich um bis zu mehr als das Doppelte dessen verschuldet, was maximal geplant und erlaubt war.
Wie konnte das passieren?
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JA zu 2. Griechenland-Hilfspakt

Red@Heute hat der Deutsche Bundestag in seiner 160. Sitzung öffentlich und durch namentliche Abstimmung klar und unmissverständlich das politische JA unserer hilfreichen BRD zum 2. Hilfspaket der Griechenlandhilfe erklärt.

Hier können Sie selbst nachschauen und sich mit eigenen Augen überzeugen, ob der Abgeordnete Ihres Wahlkreises Ihr JA ins Parlament getragen hat.
[ :arrow: Hier klicken und in PDF-Tabelle selbst nachsehen ]

Wird mir gerade einer vorgegauckelt?

Wo immer ich hinhöre und hinsehe, wird der protestantische Gottesmann und ehemalige Prediger Joachim Gauck als unser zukünftiger Bundespräsident gehandelt.
Alle Bundesparteien, die Linken ausgenommen, überbieten sich geradezu mit Huldigungen und sind voller Hinweise, dass sie das ja schon immer so gewollt hätten.
Seine Bestimmung zum ersten Mann unserer BRD durch die Bundesversammlung steht quasi unumstößlich fest.

Ist das aber wirklich eine demokratische Wahl, wenn durch die Bundesversammlung gar keine echte Auswahl stattfindet, weil sie doch tatsächlich gar keine Wahl hat?

Und wer wählt eigentlich die nicht im Bundestag vertretene Hälfte der Bundesversammlung?

Dazu lohnt sich ein Blick auf die Website „Wahlrecht“ und den Beitrag  „Zusammensetzung der 15. Bundesversammlung“.
Ich kann hieran erkennen, dass die Zusammenstellung der Bundesversammlung längst begonnen hat.
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Auch unsere BRD kann Griechenland nicht retten. Weder mit Euros – noch mit gutem Willen

Bürger's BeitragUnd warum versuchen wir es dann immer wieder?

Unser Abnick-Parlament nickt willenlos und von der Notwendigkeit durch Kanzlerweisheit überzeugt, wie selbstverständlich auch zum „Hilfspaket Griechenland 2“.
Erneut werden Milliarden für das griechische „Fass ohne Boden“ klargemacht.
Warum sollten sie auch Nein dazu sagen?
Dazu müssten sie sich mit der Materie befassen und deren klare Beweislage mit Argumenten und für uns Bürger logisch verständlich ins Gegenteil verkehren können.
Da aber die Mehrzahl der Abgeordneten sowieso nicht versteht, oder lieber erst gar nicht verstehen will, worum es bei der Griechenlandhilfe tatsächlich geht, sagen sie lieber ja, statt ein Nein sachlich nicht begründen zu können.
Denn sie können es ja überwiegend nicht einmal ihrer eigenen, geduldig zuhörenden Frau verständlich erklären, ohne ständig nach Erklärungen für leere Worthülsen suchen zu müssen, die ihnen andere kritiklos eingetrichtert haben.

Und vor ihren Frauen „Inkompetenz gestehen zu müssen“, davor haben sie mehr Respekt als mitzuhelfen, uns Bürgern bei der Suche nach dem letzten Steuercent, das Futter unserer Taschen nach außen zu kehren.

In einer der letzten Pressekonferenzen der vergangenen Woche gab unser Finanzminister auf konkrete Anfrage aus den Reihen der Presse an, dass unsere Bundesrepublik Deutschlan mit wohl 28% am neuen Hilfspaket 2 für die griechischen Freunde beteilt sei.
„So wie immer“, sagte er im Fernsehen, sich dabei fragend an einen nicht von der Kamera erfassten Nachbarn wendend.

Erinnern wir uns an die Frage an einen Piratenabgeordneten in Berlin, wie hoch denn die Verschuldung des Stadtstaates sei und wie er mit tollkühnen Zahlen antwortete.
Oder an FDP-Frau Koch-Merin, als sie sich noch Dr. nennen durfte, die als EU-Abgeordnete bei „hart aber fair“ keinen Dunst von der Staatsverschuldung Deutschlands hatte?

Unser Finanzminister musst sich doch tatsächlich über die Höhe unserer Beteiligung bei einem seiner Nachbarn erkundigen und gab dann an, dass es wohl 28% seien, so wie in anderen Fällen auch.

Voll krass!
Herr Schäuble hat inzwischen offensichtlich Wichtigeres zu tun, als sich mit Zahlen zu befassen, hinter denen keine Nullen stehen oder sich mit weniger als 100% zu beschäftigten.

Unsere Republik und diese vielen Nullen.

28% von 130 Milliarden sind 36,4 Milliarden (ich schreib’s ohne Nullen).

Und was kommt nach dem Rettungs- und Hilfspaket 2 und den verdampften 130 Milliarden?

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Und was macht Griechenland?

Streng genommen hat unser Bundespräsident den Griechen für eine Woche den Rang abgelaufen.
Dabei ist er gegen die behaupteten Machenschaften griechischer Politiker geradezu ein leuchtendes Beispiel für Vertrauen und ein Musterknabe an Leutseligkeit.
Zum Stolperstein wurden immer kleinkariertere Vorwürfe.

Ein bisschen Vorteil macht sich von allein, sagt mein Mann;
ein bisschen Vorteil kann so schlimm nicht sein, sagt mein Mann.

Ich habe vorhin den toll geschriebenen  Beitrag von CharlesII vom 21. Juni 2011 über Kostas und Helenas Unschuld  gelesen und möchte hieran erinnern, bevor sich wieder beinahe alle auf die vermeintlich nichtsnutzigen Griechen einschwören und ihnen alle Schlechtigkeiten dieser Welt an den Hals wünschen.

Rücktrittsrede Bundespräsident Christian Wulff – 17.02.2012

Red@„Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Bürgerinnen und Bürger,
gern habe ich die Wahl zum Bundespräsidenten angenommen und mich mit ganzer Kraft dem Amt gewidmet.
Es war mir ein Herzensanliegen den Zusammenhalt unserer Gesellschaft zu stärken.
Alle sollen sich zugehörig fühlen, die hier bei uns in Deutschland leben, ein Ausbildung machen, studieren und arbeiten, ganz gleich welche Wurzeln sie haben.
Wir gestalten unsere Zukunft gemeinsam.

Ich bin davon überzeugt, dass Deutschland seine wirtschaftliche und gesellschaftliche Kraft am besten entfalten und einen guten Beitrag zur europäischen Einigung leisten kann, wenn die Integration auch nach innen gelingt.
Unser Land, die Bundesrepublik Deutschland braucht einen Präsidenten, der sich uneingeschränkt diesen und anderen nationalen, sowie den gewaltigen internationalen Herausforderungen widmen kann.

Einen Präsidenten, der vom Vertrauen, nicht nur einer Mehrheit, sondern einer breiten Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger getragen wird.

Die Entwicklung der vergangenen Tage und Wochen hat gezeigt, dass dieses Vertrauen und damit meine Wirkungsmöglichkeiten nachhaltig beeinträchtigt sind.

Aus diesem Grunde wird es mir nicht mehr möglich, das Amt des Bundespräsidenten nach innen und nach außen so wahrzunehmen wie es notwendig ist.
Ich trete deshalb heute vom Amt des Bundespräsidenten zurück, um den Weg zügig für die Nachfolge freizumachen.

Bundesratspräsident Horst Seehofer wird die Vertretung übernehmen, Bundeskanzlerin Angela Merkel wird auf der so wichtigen Gedenkveranstaltung für die Opfer rechtextremistischer Gewalt am Donnerstag der kommenden Woche sprechen.

Was die anstehende rechtliche Klärung angeht, bin ich davon überzeugt, dass sie zu einer vollständigen Entlastung führen wird.

Ich habe in meinen Ämtern stets rechtlich korrekt mich verhalten.
Ich habe Fehler gemacht, aber ich war immer aufrichtig.

Die Berichterstattungen, die wir in den vergangenen zwei Monaten erlebt haben, haben meine Frau und mich verletzt.
Ich danke den Bürgerinnen und Bürgern, die sich für unser Land engagieren.
Ich danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Bundespräsidialamt und allen anderen Behörden, die ich als exzellente Teams erlebt habe.
Ich danke meiner Familie.
Vor allem danke ich meiner Frau, die ich als eine überzeugende Repräsentantin eines menschlichen und eines modernen Deutschland wahrgenommen habe.
Sie hat mir immer, gerade auch in den vergangenen Monaten, und auch den Kindern, starken Rückhalt gegeben.

Ich wünsche unserem Land von ganzem Herzen eine politische Kultur, in der die Menschen die Demokratie als unendlich wertvoll erkennen und sich vor allem, das ist mir das Wichtigste, gerne für die Demokratie engagiert einsetzen.

Und ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürgern, denen ich mich vor allem verantwortlich fühle, eine gute Zukunft und schließe sie alle dabei ausdrücklich mit ein.

Vielen Dank.“

Red: Die Rede dauerte 3 Minuten 46 Sekunden

Griechenland ist längst sanierungsfähig

Bürger's BeitragSeit die Griechen die Auflagen der ersten Rettungs-Maßnahmen des IWF befolgen, hat sich das griechische Staatsdefizit in den vergangenen Jahren von 13% auf 9% reduziert.
Das sind 4% Wirtschaftssteigerung und eine enorme Leistung.

Aber die ohnehin schon immer schwache Wirtschaft ist kaputt und die gut ausgebildeten, fähigen Leute, Griechenlands junge Generation und Zukunft, welche das Land für die Zukunft dringend benötigt, haben ihrem Heimatland den Rücken gekehrt.
Griechenlands Bevölkerung hat ihre teure Ausbildung gezahlt und nun steht sie vor dem Nichts.

Einige Wirtschaftsmathematiker meinen die Faktoren benennen und deren Auswirkungen berechnen zu können. Durch die im Zuge des Sparkonzepts  schwindende Wirtschaftskraft der letzten Jahre seien allein 6-7% des aktuellen Staatsdefizits dadurch begründet.

Eigentlich läge das griechische Bruttoinlandsprodukt (BIP) danach lediglich mit 2-3% im Minus.

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21% arbeitslose Griechen

logo f.Beitrag per MailIn Griechenland „steppt“ nicht einmal mehr der Bär.
Mehr als 1 Million Arbeitnehmer haben ihren Job bereits verloren. Damit wird aber die Obergrenze der Arbeitslosigkeit noch nicht erreicht sein, denn die Wirtschaftskraft des Landes geht immer weiter den Berg hinunter.
2010 nahm das BIP um beinahe 5% ab. In 2011 um weitere knapp 7 Prozent (von den verbliebenen 95%) und 2012 wird keineswegs besser.

Erst hat sich Griechenland auf Teufel komm raus konkursreif gepumpt, jetzt muss es sich zu Tode sparen. Niemand gibt Land und Leuten mehr auch nur einen Cent, wenn es mit dem Pleiteniveau weiter so geht bisher.

Die griechische Bevölkerung steht auf der einen Seite mit dem Rücken zur Wand und hat direkt vor sich einem tiefen, steilen Abgrund. Da ist kaum noch Substanz, mit der sie wuchern kann.
Und niemand scheint sich für das Land überhaupt noch zu interessieren.
Wofür sollte man sich denn auch interessieren, woran sollte man Interesse haben?
Und dann die unbeherrschten Krawallmacher, die nicht einmal davor zurückschrecken der  eigenen Nation und den eigenen Bürgern den Garaus zu machen.

Würden Sie Ihr Geld in ein solches Investment stecken?

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Doch keine lebenslange Pension für Chr. Wulff? Warum nicht?

Red@Auf seiner Website bezweifelt N24, dass Herr Christian Wulff (unser amtierenden Bundespräsident) seinen „Ehrensold“ von 199.000 Euro bekäme, wenn er denn zurückträte.

Der Titel des Beitrags lautet Wulff bekommt wohl kein Ehrensold

Als ich das las, war ich sofort gespannt.
Ist es jetzt raus?
Geht er?
Ist er gegangen worden?
Geht es ihm wie dem erfolglosen Trainer eines Bundesligavereins?
Gleiches Recht für alle?

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