Wulff lässt Kubickis Geduldsfaden reißen

Red@
Das Hamburger Abendblatt berichtet heute, dass „alle Welt“ wartet.
Auf was denn?
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Die Staatsanwaltschaft Stuttgart wartet auf ihre eigene Entscheidung, ob sie ein Ermittlungsverfahren gegen die BW-Bank einleitet.
CDU-Bundestagsabgeordnete warten auf einen Befreiungsschlag. Woher auch immer. Sicher nicht aus den eigenen Reihen.
CDU Schleswig-Holstein traut sich kaum noch in die Wahl. Sie fürchtet verspottet zu werden, wenn Wahlkämpfer die Worte Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit in den Mund nehmen.
CDU’ler in Niedersachsen mit Wulffs Nachfolger an der Spitze machen ebenfalls sorgenvolle Gesichter. Sind sie für Wulff, könnten sie mit ihm untergehen. Die Landeswahlen 2013 sind nicht mehr so fern, dass der Wähler bis dahin aller vergisst.
Sind sie gegen Wulff wird Nachfolger McAllister in den Augen der CDU-Wähler ggf. zum Königsmörder.
Die Entscheidung ist für ihn eine echte Qual. Politik kann grausam sein.

Alle warten und fragen sich:

„Kann Wulff sich nicht selbst opfern?
Muss er unbedingt wie festgetackert
auf seinem Amtsschemel hocken bleiben?

Ein CDU’ler, war es nicht Rolf Koschorrek, soll gesagt haben, Wulffs Krisenmanagement sei desaströs.
Anders würde ich es auch nicht bezeichnen.

Das kommt dabei heraus, wenn sich die Bundesversammlung „arglos“ zusammensetzt und aus einem vorgesetzten „Wahl-Menü“ Einen herauswählt und wählt und wählt.
3x bis es endlich Wulff ist.
Niedersachsen, die nicht in die CDU verliebt sind, waren froh, dass es unseren Wulff ereilte.
Was haben die sich gefreut. Nicht, dass er Bundespräsident wurde, nein weil er nun nicht mehr Ministerpräsident war.
Hatte Niedersachsen dadurch doch endlich die Chance auf einen „lebendigen“ Nachfolger. Vielleicht einen Macher, einer mit Pfeffer im Hintern.
Ich danke der Bundesversammlung hiermit ganz ausdrücklich.

Er schien mir damals auch bestens als Bundespräsident geeignet zu sein. Zumal dieser sowieso kaum mal etwas zu sagen hätte.

„Wir Niedersachsen wollen Herrn Wulff sicher nicht wieder zurück!“

Sag ich mal so ins Blaue, denke aber, dass ich die Mehrheitsmeinung der Niedersachsen wiedergebe, auch der aus (Groß)Burgwedel.

Das ist Euer Meisterstück, liebe Bundesversammlung und tut nicht so, als ob Ihr nichts über ihn gewusst oder zumindest konkret geahnt hättet. Das wäre dadurch alles noch viel trauriger.

Den Nagel auf den Kopf trifft aber der FDP-Mann   Wolfgang Kubicki   in Schleswig-Holstein.
Das Hamburger-Abendblatt schreibt, er habe bekräftigt:

Zitat: Mein Geduldsfaden reißt allmählich!“

Bei aller Traurigkeit und allem Mitgefühl für das Engagement der Männer, die sich für uns in den kommenden Wahlperioden aufopfern, ja abquälen wollen, frage ich mich:

„Und was dann Herr Kubicki?“

Was geschieht in Schleswig-Holstein
oder
in unserer BRD,
wenn Ihnen der Geduldsfaden reißt?

Mit Ihnen in der Bundespolitik – ich denk dabei an Ihre früher verdammt spitze Zunge – und dem neuen Generalsekretär Patrick Döring hätte die FDP womöglich eine Chance auf 5% + x.
Aber so allein da oben im flachen Norden, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, werden Sie wohl nix bewirken.

Gehen Sie lieber nach Berlin (ich flüstere)

Sie wissen doch wo die Bundeshauptstadt liegt. Bis Magdeburg waren Sie doch nach der Wende durch Ihre Zusammenarbeit mit der ersten Landesregierung von Sachsen-Anhalt schon mal gekommen.
Warten Sie noch etwas mit Ihrem Geduldsfaden.
Dort erreicht er sicherlich eher Beachtung.
Ich würde drauf wetten.

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