Ist Christian Wulff ein beispielhafter Bundespräsident ?

Red@Unsere letzten beiden Bundespräsidenten sind Männer, die aller Welt die wahre Bedeutung des Amtes und die Funktion der Demokratie unserer BRD anschaulich vor Augen führen.

Horst Köhler, der erste Bundespräsident, der nicht direkt aus der Politik ins Amt kam und der unter anderem zurücktrat, um auch uns zu zeigen, wo die Grenze erreicht ist, an der ein Staatsoberhaupt bevormundet werden soll.

Sein Nachfolger Christan Wulff führt der Welt nun das krasse Gegenteil vor.

Vollkommen unerwartet zeigt er mir, was ein Bundespräsident sich nicht herausnehmen darf und wo auch für ihn „Schluss mit lustig“ sein muss.

Kundig und still führt er mir zielgerichtet vor, wie sich ein Staatsoberhaupt selbst unglaubwürdig macht und dabei zum Gespött der Bürger werden kann.
Mir scheint, er experimentiert im Selbstversuch, wie sich ein Bundespräsident selbst demontiert.

So etwas hatten wir bislang noch nicht in unserer BRD.
Aber irgendwann musste ja auch dies einmal passieren.

Die Testdemokraten in den arabischen Ländern, aber auch die griechischen „Level 1 Demokraten“ und besonders die gerade entmachteten ungarischen „Noch-Demokraten“ sollten sich das genau ansehen.

Auch wenn wir manchmal an ihr zweifeln; so funktioniert Demokratie.
Sie existiert, solange Bürger etwas zu melden haben, sich öffentlich mitteilen können und sich trauen etwas zu sagen. Solange sie sicher vor staatlichen Repressalien sein können und persönlichen Weisungen aus der Politik nicht folgen müssen.
Sie funktioniert, solange freie Journalisten, was für Beweggründe sie auch immer antreiben mögen, sich in aller Öffentlichkeit stark machen.
So lange sind wir Bürger sicher, dass wir uns eine eigene Meinung bilden können.

Bundespräsident Christian Wulff bekommt Demokratie im Moment in aller Ausführlichkeit am eigenen Leibe mit.
Dabei kann er noch froh sein, dass er nicht den Ehrgeiz hatte einen Doktor zu machen.
Den hätten sich die auf Doktortitel spezialisierten Bürger inzwischen längst vorgenommen und bis in die letzte Ecke ausgeleuchtet.

Machen wir das Beste aus unserem Präsidenten.
Als schlechtes Beispiel und Mahnung für alle Amtsnachfolger dient er mir bereits jetzt.
Etwas hat er inzwischen also bereits erreicht.
Etwas von ihm bleibt. Etwas, an das man sich erinnern wird, wenn man später einmal auf ihn zu sprechen kommt.
Etwas, was bereits den Weg ins „Wikipedia“ gefunden hat und dort für immer bleiben wird.

2 Gedanken zu „Ist Christian Wulff ein beispielhafter Bundespräsident ?

  1. es ist nicht wirklich wichtig wer der bundespräsident ist,solange er nicht direkt von der bevölkerung gewählt wurde-der vorteil wenn die bevölgerung einen bürgerpräsident wählen könnte wäre das man ihn auch abwählen kann-die hauptaufgabe eines bürgerpräsidenten wäre als erstes den menschen die politik näher zu bringen und nicht auf staatskosten rumzureisen-der grund warum es keinen bürgerpräsidenten gibt, ist das die parteien das alleinbestimmungsrecht verlieren würde-es ist nicht wichtig wie der bundespräsident heisst oder wie er sein amt führt,solange er nur in einer scheinwahl gewählt wird-

  2. Liebe Redaktion,
    leider muss ich Sie enttäuschen bezüglich der Vermutung in Ihrem letzten Satz: …“ und dort für immer bleiben wird.“
    WIKIPEDIA ist eine globale Enzyklopädie „von allen für alle.“ Das schliesst nicht aus, dass tendielle Verfälschungen auftreten können. Entweder, weil die Mehrheit nicht unbedingt die Wahrheit gepachtet hat, oder weil es starke WIKIPEDIA-Lektoren, Mentoren oder Supervisor gibt, die zum großen Teil anonym einzeln, oder in der Gruppe Beiträge über Sachen oder Personen „steuern“.
    Prima Beispiel die WIKIPEDIA Seite von zu Guttenberg(CSU): http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Theodor_zu_Guttenberg ,
    in der umfänglich die „dunkle Seite“ seiner Person beschrieben ist.
    Im Gegesatz dazu die Seite der Präsidentin der Welthungerhilfe und des ehemaligen SPD-Präsidiumsmitglieds Bärbel Dieckmann http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%A4rbel_Dieckmann , in der große Passagen gelöscht worden sind, so dass man fast von einem Biographie-Torso sprechen kann.
    Hintergrund: anders als bei zu Guttenberg laufen strafrechtliche Ermittlungsverfahren, deren Faktenlage bereits so eindeutig und im Internet abrufbar sind, dass für Unschuldsvermutungen kein Raum mehr bleibt.
    Auch der ungeübte WIKIPEDIA-Nutzer kann sich in solchen Fällen einen Reim draus machen, indem er die sog. „Versionsgeschichte“ aufruft, wo er erkennen kann, welchen iterativen Weg der entsprechende WIKIPEDIA-Beitrag genommen hat.

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