Zutatenliste auf den Verpackungen unserer BRD

logo f.Beitrag per Mail Stellen Sie sich vor, Sie kaufen einen Tomatensaft und beim Studium der Verpackungsaufschrift stellen Sie fest, dass da pro Liter (ca. 1 kg) lediglich ein Anteil von 1 Gramm Tomaten enthalten sind. Der Rest sind Zutaten, Zucker und Geschmacksverstärker. Darf sich so etwas Tomatensatz nennen?
Ähnliches haben wir ja bereits vielfältig aus der Lebensmittelbranche gehört.
Offenbar regt sich in unserer BRD niemand richtig auf und deshalb bleibt es hierzulande wie es ist und d.h., wie die Industrie es gern hätte.
Ob dahinter Täuschungsabsichten verborgen sein könnten oder nacktes Gewinnstreben oder beides harmonisch gepaart, den Grund dazu liefern könnte, hat wohl noch niemand zuverlässig untersuchen können.

Gerade erst vor wenigen Tagen wurde wieder vor Medizin aus dem Internet gewarnt, zumal, wenn es aus asiatischer Billigquelle stammt. Darin wurden bei Untersuchungen bereits die dollsten Sachen gefunden: zermalener Beton, feinstäubiger Straßenbelag, Farbreste, Gifte aller nur erdenklichen Art. Nur Heilmittel waren da nicht drin.
Das sind natürlich extreme Beispiele entarteter Händler und es wäre mir als Mutter ein Herzensanliegen, denen „das Fell über die Ohren zu ziehen“! Meine Familienministerin und meine Justizministerin mögen mir meine Gedanken und Wünsche vergeben.

Nicht ganz unähnlich verhält es sich mit den Giftstoffen, die sich in Textilien und Lederartikeln befinden, die aus unseren Geschäften längst verbannt sein müssten, aber immer wieder angetroffen werden und bei Allergiekern nicht selten zu heftigen Erkrankungen führen.
Tut dagegen jemand etwas?
Ich habe bislang noch nicht gehört, dass die Gesetze, die zu unserem Schutz erlassen worden sein sollen, effektiver durchgesetzt werden als jene Gesetze, die den weltweiten, freien Handel und ungehemmten Wettbewerb fördern sollen.
Verbraucherschutz sieht anders aus.

Nun komme ich zum tatsächlichen Grund meines heutigen Mails:
Ich habe Grippe. Aber ganz richtig dolle!
Meine Mutter hat mir Fenchelhonig geholt, der steht vor mir auf dem Tisch, und diesen soll ich in den aus dem Beuten aufgegossenen Bronchialtee geben, alles gut umrühren und trinken. Denn Honig sei gesund und Fenchel soll das Leiden zusätzlich lindern.

Parallel dazu habe ich zu einem alten Hausrezept gegriffen und mir ein Huhn gekocht, um Hühnersuppe zu erhalten. Diese hat mir, von meiner Großmutter hergestellt, so kann ich mich erinnern, in meiner DDR-Jugend bereits gut geholfen.

Jetzt wird es aber richtig spannend:
Auf der Verpackung des Fenchelhonigs steht, dass er zu einem Drittel aus Honig gemäß der Honigverordnung besteht. Noch eine Verordnung, die ich mir durchlesen muss. Zusätzlich sind in diesem „Fenchelhonig“ etwa 75% – das ist ¾ – verschiedene Zucker, Invertzucker und Saccharose – enthalten sind und gereinigtes Wasser. Zu den Honigbestandteilen und dem Volumenanteil des Wassers finde ich keine Angaben.
Nun komme ich zur Namensgebung dieses Produkts. In 350 Gramm dieser sirupähnlichen Masse aus vorgenannten Bestandteilen sind doch sage und schreibe 0,175 Gramm Fenchelöl enthalten.
1 Prozent (1 Hundertstel) wären immerhin noch 3,5 Gramm.
1 Promill (1 Tausendstel) stünden mit nur noch rechnerisch darstellbaren 0,35 Gramm oder 35 Milligramm auf der Zutatenliste.
Aber 0,175 Gramm. Was ist das denn?
Gilt für die Kennzeichnungen in der Medizin dasselbe Recht, was auch den Alkoholgehalt eine Fahrers und dessen Fahruntüchtigkeit in Promille festlegt und meinen lebensbejahenden Nachbarn, der oft 0,8 Promille erreicht, als alkoholisierten Verkehrsteilnehmer brandmarkt?

Darf nach diesen Regeln eine aus verschiedenen Bestandteilen zusammengesetzte Honigmasse nach dem geringsten ihrer Bestandteile genannt oder gekennzeichnet werden?
Warum muss der nicht Zucker-Honig-Wasser-Husten-Sirup heißen?
Das ist doch am meisten drin. Fenchel kommt doch nur als Spurenelement vor.

Ich habe die Hühnersuppe, hergestellt aus einem Suppenhuhn, ebenfalls zubereitet und erwarte mir von ihr natürlich auch eine positive Wirkung.
Hier vertraue ich auf die Geflügelmastzüchter, die, so informieren mich immer wieder unsere Medien, ihre „Produkte“ mit Medikamenten und Antibiotika zur Schlacht- und Marktreife über die bringen sollen.
Da ich nichts dagegen tun kann, verlasse ich mich wenigstens darauf, dass diese Antibiotika, sollten sie nun in meiner Hühnersuppe enthalten sein, auch meine Grippeviren erfolgreich bekämpfen.
Dann hätte die Massentierhaltung mir vielleicht sogar geholfen, aber auf jeden Fall den Beweis erbracht, dass Hühner nicht im „Konsum“, sondern in der Apotheke zu verkaufen wären. Auf Rezept.

Auf meinem Glas mit extra cremigem Bienenhonig steht, dass naturbelassener Honig nicht für Kleinkinder geeignet ist. Wie ist das eigentlich mit Suppenhühnern?

Meine Freunde, die ich bereits eingeladen habe, werden von mir demonstrativ und basierend auf den Erkenntnissen, die ich aus der Zutatenliste des Fenchelhonigs ableite, eine adäquate Nudelsuppe vorgesetzt bekommen.
Ich werde auf 1 Liter Wasser, 3 Esslöffel fettige Instantbrühe auflosen und großzügige 2 Gramm Nudeln spendieren.
Mal schauen, was sie dazu sagen. Warmes Wasser ist es nicht mehr, denn etwa 70 Gramm Fettpulver (7% Volumenanteil) machen daraus bestimmt schon eine stattliche Suppe. Und Wasserplörre wird man nach den Regeln der Pharmazeuten und Mediziner dazu nicht mehr sagen müssen oder sogar nicht mehr dürfen, denn der Nudelanteil entspricht dem in die Gesundheit erforderlichen Maß, welches für eine verkaufstaugliche Namensgebung ausreicht.

Sollte ein Gastronom das Rezept lesen, so möchte ich ihm mitteilen, dass ich weder von noch zu meiner „Creation Nüdelsüpp 2011“ jemals Urheberansprüche geltend mache oder machen werde und jeder Gourmet dieses Rezept als seine eigene „Revolution Cusin“ ausgeben darf.

Dieser Artikel stammt von Mona aus Schneckengrün.
Sie hat ihn heute per Mail geschickt.
Herzlichen Dank dafür.

Mona schreibt weiter:
„Ohne Flax, „Schneckengrün“ gibt es tatsächlich und der Ortsname passt ganz ausgezeichnet zu „Lederhose“, von wo aus Euch Ellen bereits ihre Aufmerksamkeit entgegenbrachte.
Ortsnamen gibt es, die würden wir uns nicht einmal zu erfinden trauen. Oder?
Bis hier hin für heute und ein schönes Weihnachtsfest 2011 Euch allen.
Lest den Beipackzettel für Eure Weihnachtsgans ganz ausführlich. Es könnte wichtig sein, dem Notarzt sagen zu können, welchen Medikamentenmix er zu berücksichtigen hat.
Hohohoho und einen guten Rutsch.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

:D :-) :( :o 8O :? 8) :lol: :x :P :oops: :cry: :evil: :twisted: :roll: :wink: :!: :?: :idea: :arrow: :| :mrgreen: