FDP: Quorum hin, Quorum her

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Die FDP Mitgliederbefragung ist vorüber und ganz knapp ausgefallen.

Die Spatzen pfeifen es uns von den Dächern.
Die Initiatoren des „Quorums“ gegen den Rettungsschirm haben ihr Ziel knapp verfehlt, aber dennoch deutlich bewiesen, dass sich die FDP-Führung nicht zufrieden zurücklehnen kann. Sie wird kritisch und aufmerksam beobachtet, besonders, und dies ist neu, aus den eigenen Reihen.
FDP-Chef Philip Rösler tonierte dennoch heute erleichtert aber abgespannt, dass sein Parteikurs, den ESM-Rettungsschirm der Regierung zu unterstützen, von den Mitgliedern der Partei unterstützt würde. Er stellte sich mit diesem Motto natürlich gleich wieder vor die Mikrofone und verkündete, dass die FDP jetzt aber wirklich intern geeint sei, ihre Position gefunden habe, hinter ihm stehe und bevor es wieder mit ihm in 2012 von Neuem losginge, erst einmal gestärkt in die Weihnachtspause ginge.
Na Bravo. Endlich einmal etwas Handfestes! Endlich etwas was auch eintrifft!

Natürlich leierte er in die auf ihn zielenden Kameras auch heute seine auswendig gelernten Dauer-Phrasen von der glorreichen Zukunft der FDP herunter, die er permanent fest im Blick habe, und dass es jetzt aber wirklich in Richtung START losginge.
Aber wir kennen ja nichts anderes von der FDP und fragen uns entnervt nur noch: „Wie oft will er uns diese inhaltslose und immer noch lahme Worthülse des Guido Westerwelle eigentlich noch erzählen?“

Echt öde. Unser Wähler-Rating für die FDP steht unverändert auf DDD- und welcher Bürger will schon noch etwas von solch  einer kraft- und richtungslosen Gemeinschaft wissen, zumal der FDP-Verein ja nicht erst seit „Beginn der Koaltion“ im Grunde nur noch durch substanzloses Redenschwingen und als „Mutter aller Lieferungen“ aufgefallen ist.

Kernsatz des Partei- und Fraktionsvorsitzenden Dr. Guido Westerwelle am 02.12.2008 auf einer Pressekonferenz in Berlin (Link zu youtube):

„Wir begrüßen, dass die Union sich klar für eine Koalition mit der FDP ausgesprochen hat. Aber die Union muss wissen, die FDP wird nur dann eine Koalition eingehen, wenn ein niedrigeres, einfacheres und gerechteres Steuersystem vereinbart worden ist.
Das ist eine unverrückbare, zwingende Bedingung für eine Koalition mit den Freien Demokraten.
Die Bürger müssen entlastet werden!
Das Steuersystem muss einfacher werden!
Darunter ist eine Koalition mit der FDP nicht zu haben!
Das ist uns absolut ernst, denn die zunehmende Belastung der Bürgerinnen und Bürger durch einen ausufernden Steuerstaat, vor allem eine zunehmende Belastung der Mittelschicht, wie das jetzt in den letzten Jahren der Fall gewesen ist, wird von uns definitiv nicht akzeptiert werden und das muss auch die Union wissen, so freundlich ihre Angebote auch sind…… usw.“

Das war kurz vor der Bildung der aktuellen Regierung.
Zugleich ist es der Beginn des unaufhaltsamen Absturzes von Herrn Dr. Guido Westerwelle und der FDP in die Unwichtigkeit.

Ich möchte hier klarstellen, dass ich es bedauere, dass es die FDP bald und wohl für längere Zeit nicht mehr geben wird.
Aber was soll’s.
Die Wirtschaft sucht ja dringend gut ausgebildete Fachkräfte.
Da wird sich im Praxistest für den einen oder anderen Freien Demkoraten schon etwas machen lassen.
Notfalls als Leiharbeiter oder als unbezahlter Praktikant.

FDP-ler kommen vermutlich gerade erschreckt im echten Leben an.
Das ist natürlich hart.
Gerade die Freien Demokraten traten stets dafür ein, anderen die Hilfe zu verweigern oder solche zumindest auf ein absolutes Minimum zu halten.
Soll sich diese personell wie thematisch inzwischen zur Kleckerpartei abgewirtschaftete Gruppe nun ganz ruhig selbst erst einmal in die politische Hängematte zurückziehen, sich ihrer wahren gesellschaftlichen Stellung besinnen und an die Aufgabe erinnern, die sie als Partei zu erfüllen gehabt hätte: Ihre Wähler aufrichtig, wahrhaftig und uneigennützig zu vertreten und das Volk anständig und eidesgemäß zu regieren.
Womöglich gibt es dann mal wieder eine Chance.

Die FDP wird ihre politische Stellung und Achtung vorerst und langfristig verlieren, egal, ob sie sich knapp ober- oder deutlich unterhalb der 5%-Grenze über die Runden schleppen kann.
Der Ruf der FDP, seit Erich Mende als Umfallerpartei gebrandmarkt (schon vor dem Sturz von Helmut Schmidt durch die FDP Genschers und Lambsdorffs) und stets mit großem Argwohn betrachtet, ist seit diesen Tagen endgültig im Eimer.
Es war ein langsames aber vorhersehbares Untergehen.

Mein Aufruf an die Freien Demokraten: „Ihr seid bald wirklich freie Demokraten, müsst Euch im Bundestag für uns nicht mehr den Hintern wund hocken, dürft endlich einmal andere für Euch „klug“ entscheiden und über Euch hinweg regieren lassen“.

Wir erleben das den ganzen Tag und das tut Euch bestimmt auch einmal gut!

Charles aus Mainz
Wollte mich auch mal wieder bei Euch zu Wort melden.

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