Dein Kopf macht Dich dick!

userlogo ella Es ist ziemlich kompliziert, was die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) uns da vermitteln möchte.
Ich habe alles bereits mehrmals durchgelesen und versucht es so zu verstehen, dass ich es wiedergeben kann. Aber die Mitteilungen des MPG sind offenbar nicht so richtig für den medizinisch normal gebildeten Bürger gedacht.

Ich versuch es aber trotzdem mit meinen Worten:
Der Hypothalamus im Gehirn, das ist der, welcher bei Freude und Vergnügen regelrecht aus dem Häuschen ist, lässt sich vom Hormon Insulin beeinflussen und er sorgt durch komplexe Maßnahmen, dass unser Hungergefühl nicht durch ein Gefühl der Sättigung beseitigt wird. Diese Abläufe sind nur zum Teil erforscht und deren wechselseitige Wirkung sagt uns einfachen Bürger eher wenig.

Einfach ausgedrückt, ist Insulin der Stoff, der den Zuckerhaushalt und dessen Verteilung im Körperinnern reguliert. Jetzt kommt das Fachchinesisch ins Spiel: Es wirkt bei fettreicher Nahrung und Übergewicht auf Nervenzellen, die sich SF-1-Neuronen schimpfen und daraufhin das Signal abgeben: “Hey, es gibt wieder was Fettes“!
Jetzt schaltet sich das Enzym PI3-Kinase ein und stoppt den Informationsfluss zwischen bestimmten Nervenzellen. Wahrscheinlich werden die POMC-Zellen betroffen sein. Aber nur wahrscheinlich und deshalb richten wir unser Augenmerk nicht so sehr auf diese und schauen weiter, wo die Ursache unserer Fettleibigkeit begraben liegt.
Andererseits scheinen die Kinasen aber nicht nur Informationen in unserem Kopf zu stoppen, sondern gleichzeitig dadurch oder sogar aus eigener Veranlassung, bislang mehr oder weniger untätige Moleküle in Marsch zu setzen. Das sorgt wiederum für die Herstellung von PIP3-Signal-Molekülen, die die Zellwände durchlässig machen und Kalium-Ionen den Zutritt ermöglichen, was dann aber die Weiterleitung von elektrischen Impulsen verlangsamt oder sogar verhindert.

Und jetzt sind wir da, wo wir hin wollten. Hier passiert wahrscheinlich nämlich das, was zusammengefast die ganze Nachricht dieses Infobreies ist:
Der Strom ist unterbrochen, im Körper wird es um die POMCs duster und die können nicht mehr erkennen, ob der Körper, in dem sich das gerade abspielt, satt ist oder hungrig. Also signalisiert das Gehirn, da passt noch was rein, das Wasser läuft im Mund zusammen, der Hunger meldet auch, „da ist noch reichlich Platz“.
Wer würde es wagen den Signalen seine Körpers zu widersprechen?
Wenn wir der Natur folgen, fressen wir uns jetzt einen Rettungsring oder mehrere an und sind dabei vergnügt und glücklich, weil unser Hypothalamus durch Insulin bekifft ist und nicht mehr zwischen gut und böse unterscheiden kann.

So habe ich die Artikel der MPG verstanden.
Mein Fazit: „Von wegen, dass ich meine Taille selbst in der Hand habe“.
Ist wohl alles Mummenschanz.
Essen ist so eine Art Belohnung oder ein würdiger Ersatz dafür.
Wer von uns wollte nicht gern und dauernd belohnt werden?
Das wussten aber meine Großeltern auch schon und deren Großeltern auch.
„Wer Fettes isst, der wird selber fett!“
Allerdings waren die nur anerkannte Bauern und keine um Anerkennung bemühte Wissenschaftler.
Aber lesen Sie ruhig selbst: „Insulin-Wirkung im Gehirn kann zu Fettleibigkeit führen“
Das erklärt alles.
Noch besser ist sogar der Artikel:  „Hungrig auf Belohnung – Insulin im Mittelhirn beeinflusst Essverhalten“

So richtig wissen die Wissenschaftler in unserem Kopf wohl nicht Bescheid. Einige Vorgänge sind ihnen offenbar jedoch deutlicher geworden. Aber noch nicht so richtig klar.
Immerhin steht jetzt wissenschaftlich zumindest so viel fest, dass es einiger Artikel bedurfte, um uns seit Generationen bekanntes, nun jedoch in allerfeinstem Wissenschaftschinesisch, noch einmal umfassend zu bestätigen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Alles auf einmal, Gedankenblitze, Gesundheit von Ella. Permanenter Link des Eintrags.

Über Ella

Ich bin Ella (inzwischen ziemlich über die 50), lebe auch in unserer BRD, sehe Geschehen u. Dinge oft anders u. habe ständig was zu sagen. ER hat gesagt, ich soll's lieber schreiben, als dauernd auf ihn einzureden. Wenn Ihr zukünftig auf "unsereBRD" meinen Stuhl seht, dann wisset, dass ich was mitzuteilen habe. Neuerdings nutzt unser erwachsener Sohn ebenfalls meinen Blog-Zugang u. tippt hin und wieder etwas in die Welt.

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