KTvuz Guttenberg will Memoiren schreiben

Red@Gleich nach dem großen Zapfenstreich, der ihn aus den Diensten des deutschen Volkes und aus den bindenden Verpflichtungen eines Geheimnisträgers entlassen hat, verkündet uns der Geliebte des deutschen Volkes seinen nächsten Schritt.
Er geht noch nicht (gleich) nach Amerika.
Das kann er seinen Mannen offenbar nicht antun. Zuerst muss er noch ein Buch schreiben. Und etwas anhimmeln lassen will er sich auch noch.

Wieder ein Buch. Aber diesmal ein richtig spannendes, eines auf das die Welt nun wirklich gierig wartet: Seine Memoiren!
Sagenhaft, was dieser Mann alles bereits auf den Weg und erfolgreich zu Ende gebracht hat.
Immer wieder wurde auf seine Lebensleistung (oder waren es mehrere, zusammen also Lebensleistungen?) hingewiesen und wer es nicht sofort kapierte, wurde nahezu mit der Nase drauf gestoßen.
So ein außergewöhnliches Format schreit förmlich danach, zu Papier gebracht zu werden.
Wenn daraus man nicht lieber gleich ein Film, Quatsch eine Serie (Reich, schön, adelig!) gemacht werden sollte.

Gerade erst ist der junge, traurige Adelige ohne eigene Vorkenntnisse und Schuldgefühle über Schriftliches gestolpert (worden) und zu Boden gegangen (worden), schon setzt sich der Aufrechte in seinem Schloss vorübergehend, ich betone „vorübergehend“, ans offene Fenster, greift wacker,  voller Elan zur Feder und endlich erhalten wir das schriftliche Coming Out des guten Herrn K.T. von und zu Guttenberg.

Was ist das Leben eines Prinzen Foffi gegen seines?
Was ist so ein Luther gegen ihn?
Nichts als ein „Abschreiber“, der sein Plagiat kackfrech als „Lutherbibel“ an das ungebildete Prekariat versilberte. Und ein Doktortitel im Mittelalter. Echt, das macht man heute doch auf“m Klo, ohne einen Doktorvater zu belästigen.

Ich an Stelle des guten Guttenberg würde mir alle Biographien seit Caesar zusammenklauben, derer ich habhaft werden könnte; die Islandsaga und die Geschichten um den ruhmreichen König Artus, die 3 Musketiere und den Grafen von Monte Christo würde ich noch drauflegen, dann sollte ein sprachgewandter und blitzgescheiter Schreiber, vom Kaliber unseres Freiherren, dazukommen und im Duo würde ich der Fangemeinde fränkischen Adels hieraus eine aus Abschriften, Zitaten und knallhart recherierten Plagiaten zusammenpfriemelte Geschichte zaubern, dass die Brüder Grimm postum zu phantasielosen Legastenikern deklassiert würden.
Die können auch in Bürger Grimm umbenannt werden, haben sie doch weder ein „von“ noch ein „zu“ in ihrem Namen.

In der gesamten Ausgabe der Memoiren käme, würde ich dabei mitarbeiten können, nicht ein einziges „Anführungszeichen“, das gemeine Volk sagt dazu „Gänsefüßchen“, vor.
Nie würde ich an dieses Zitatzeichen auch nur denken, geschweige denn eines davon verwenden.

Wär ich an seiner Stelle bekäme die Welt eine fabelhafte, herzergreifende, ritterliche und heldenhafte Adelsgeschichte geliefert, welche Richard Löwenherz, die unsterbliche Lindenstraße, die putzigen Buddenbroocks, Karl May, sowie dessen weltbekannte Rothaut Winnetou und den klitschkoverdächtigen Faustkämpfer Old Shatterhand in den Schatten stellte.
Ein Stück Weltliteratur, das noch in hunderten von Jahren, weit, weit vor dem Nibelungenlied zu den Standardwerken deutscher Heldenepen und zum Pflichtprogramm deutscher Doktoranten zählen würde.

Ich meine, dass der gegelte  Ikarus des deutschen Landadels und praktizierende Verteidiger von Stolz, Ehre und Aufrichtigkeit  uns dieses Gesamtwerk über sein unglaublich einmaliges Leben einfach schuldet.
Ich betone „schuldet“!

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